Donnerstag, 23. Mai 2013

20. bis 26. Mai 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

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Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 20. bis 26. Mai 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

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13. bis 19. Mai 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

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29. April bis 05. Mai 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

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15. bis 21. April 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

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"Es ist fast unmöglich, keinen Rechtsverstoß zu begehen"

Wann “teilen” richtig teuer werden kann – Abmahnfalle Facebook

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Rhein-Neckar, 12. Januar 2013. (red) Seit Anfang Januar ist eingetreten, was in juristischen Fachkreisen schon länger erwartet worden ist: Ein Nutzer, der auf Facebook ein Foto geteilt hat, wurde abgemahnt. Für ein Foto in Briefmarkengröße sollen an Schadensersatz und Rechtsgebühren insgesamt 1.750 Euro zusammenkommen. Merke: Was einfach und eigentlich eine wichtige Funktion bei Facebook und anderen sozialen Diensten ist, das Teilen von Inhalten, kann schnell zur Kostenfalle werden. Vielen fehlt das Unrechtsbewusstsein – das bewahrt im konkreten Fall aber nicht vor enormen Kosten.

Vorbemerkung: Dieser Artikel ist sehr lang, denn das Thema ist komplex. Sie sollten ihn aber dringend lesen, wenn Sie soziale Dienste wie Facebook nutzen oder nutzen wollen. Und wir berichten nicht nur “theoretisch”, sondern ganz praktisch. Denn auch wir sind in einem Rechtsstreit von der Problematik betroffen, die gerade bundesweit für Schlagzeilen sorgt.

Das Foto ist lustig, die Tiere sind süß, der Spruch ist klasse, die Nachricht ist wichtig oder interessant – warum auch immer Facebook-Nutzer Inhalte teilen: Sie sollten sehr sorgsam mit der Teilen-Funktion umgehen, denn schon wenige Klicks oder ein “übersehenes” Häkchen können tausende Euro Kosten nach sich ziehen. Das ist kein Scherz und auch kein Alarmismus, sondern bittere Realität. Die besonders rigiden Urheberrechte der deuschen Gesetzgebung machen es möglich, dass sich Anwälte und Rechteinhaber hierzulande über Abmahnungen eine goldene Nase verdienen können.

Durch die Teilen-Funktion drohen horrende Kosten

Es kommt nicht wesentlich darauf an, wie groß beispielsweise ein geteiltes Foto ist: Wenn die Gegenseite “bösartig” vorgeht und die rechtlichen Regelungen “brutalstmöglich” umsetzt, drohen horrende Kosten. Das hängt vom Einzelfall ab, von der Zahl der Fotos, ob man diese öffentlich oder nur privat teilt beispielsweise oder ob man gewerblich auf Facebook aktiv ist.

Nach Einschätzung des Berliner Rechtsantwalts Thomas Schwenke, kann man sich auch nur schlecht herausreden, wenn man sich ahnungslos gibt: Sobald ein Bild auf Facebook durch die Vorschaufunktion gepostet worden ist, geht man ein Rechtsrisiko ein:

Die öffentliche Zugänglichmachung ist immer ein Verstoß, wenn einem dafür die Rechte fehlen. Das Problem dabei: Die Menschen haben sich daran gewöhnt, Links zu kopieren oder Artikel zu teilen. Lange Zeit ist nichts passiert, es fehlt das Unrechtsbewusstsein. Technisch geht es um die „Teilen“-Funktion oder das Posten von Links: Der Crawler sucht nach einem Foto, sofern er eins findet, lädt er das nach. Wer das so bestätigt und verwendet, begeht, je nach Rechtelage eine Nutzungsrechtsverletzung.

Für ein einzelnes Foto können mehrere hundert Euro gefordert werden. Dazu Schadensersatzforderungen, Anwaltsgebühren und Gerichtskosten. Ob die Abmahnung und die geforderten Geldbeträge zulässig sind, ist erstmal egal. Die Forderung wird erhoben und mit großer Wahrscheinlichkeit durch ein Gericht bestätigt werden.

Klagen kann, wer die Rechte besitzt und einen Verstoß behauptet

Bis hierhin kostet “der Spaß” die Forderung sowie das Honorar und die Gerichtsgebühr. Will man sich zur Wehr setzen, kommen die eigenen Anwaltskosten und weitere Gerichtsgebühren hinzu – wer vor Gericht verliert, zahlt alles. Mit etwas Glück kann man sich vergleichen oder die “Forderung” drücken – unterm Strich wird man auf jeden Fall mit erheblichen Kosten zu rechnen haben.

Die Voraussetzung und den Abmahnprozess erklärt Rechtsanwalt Schwenke:

Der Kläger muss die entsprechenden Rechte haben. Und: Es macht einen Unterschied, ob sie privat posten oder gewerblich. Wer privat postet, kann zwar abgemahnt werden, aber da sind die Anwaltsgebühren auf 100 Euro gedeckelt. Hinzu kommt aber der Schadensersatz. Gewerbliche Poster müssen sich auf saftige Schadensersatzforderungen und entsprechende Anwalts- und Gerichtskosten einstellen.

So sieht es aus, wenn Sie bei Facebook eine Informaton teilen wollen. Bevor Sie posten, sollten Sie genau überlegen, ob Sie nicht besser ein Häkchen bei “Kein Miniaturbild” setzen. Wenn doch, haben Sie sich das Foto “zu eigen” gemacht. Wenn Ihr Facebook-Account auch noch öffentlich ist, kann das eine Abmahnung zur Folge haben.
Nicht durch uns – aber es gibt genug Anwälte und Rechteinhaber, die hier ein lukratives Abmahngeschäft betreiben.

Die gedeckelten Kosten bei Abmahnungen von Rechtsverletzungen durch “Privatleute” bieten einen gewissen Schutz: Für die Anwälte ist ein solches Verfahren nicht lukrativ – außer, sie machen eine Massenabmahnung daraus und verschicken Standardbriefe, in denen nur die Adressen ausgetauscht werden. Man beschäftigt ein paar billige Kräfte, die die Rechtsverstöße dokumentieren, die Adressen raussuchen und dann rollt die Abmahnwelle. Man kennt das von den Abmahnwellen beim File-Sharing. Wenn nur ein Bruchteil zahlt, klingelt es auf dem Anwaltskonto und dem des “Mandanten”. Das können zum Beispiel Firmen sein, die Fotosammlungen aufkaufen und damit Rechteinhaber werden. Möglicherweise haben die gar kein Interesse, die Fotos zu verkaufen, sondern warten wie die Spinnen im Netz auf ihre Opfer.

Die “Motivation” für eine Klage ist egal

Das klingt absurd? Das ist die Realität. Die Rechteinhaber werden natürlich niemals als Motiv “Gewinnmaximierung durch ein auf Abmahnungen basierendes Geschäftsmodell” ins Feld führen, sondern sich als Opfer von Rechtsverletzern darstellen. Und selbst wenn es “Aasgeier” sind: Die Gesetzgebung gibt ihnen das Recht, die Nutzungsrechtsverletzung zu verfolgen.

Die entscheidende Frage ist also, was man Teilen darf: Ohne Risiko darf man nur Fotos teilen, die “rechtefrei” sind oder für die man die Erlaubnis zum Teilen hat. Das Problem: Woher bekommt man die Erlaubnis und woher weiß man, was rechtefrei ist und was nicht? Im Alltag ist das kaum zu entscheiden. Fast alle Facebook-Nutzer teilen beispielsweise Artikel von Medien, weil sie ihre Kontakte auf diese Informationen hinweisen wollen. Wird ein Vorschaubild mitgepostet, ist der Rechtsverstoß begangen. Punkt.

Außer, dies wurde ausdrücklich erlaubt. Mal ehrlich? Wann haben Sie vor dem Posten auf der Seite eines Anbieters recherchiert, ob im Impressum oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen das Teilen ausdrücklich erlaubt ist oder nicht? Tatsache ist: Wenn Sie das recherchieren, werden Sie feststellen, dass die allermeisten Anbieter – auch und gerade große Portale – die Rechtsinhaberschaft eindeutig feststellen. Somit ist jedes Posten von Fotos erstmal rechtlich fragwürdig.

Keine Klage heißt nicht kein Rechtsverstoß

Das trifft zum Beispiel auch zu, wenn Sie unsere Artikel teilen und automatisch erzeugte Vorschaubilder mitposten. Oder wenn Sie Artikel von Zeitungen oder anderen Medien mit Vorschaubild teilen. Von unserer Seite aus müssen Sie nichts befürchten, wir werden private Nutzer garantiert nicht abmahnen, denn aus unserer Sicht bewerten wir den Nutzen – nämlich das Verbreiten unserer Informationen – höher als einen Rechtsverstoß (zur Sicherheit unserer Leser/innen werden wir das künftig regeln). Doch wie sieht das bei anderen aus, beispielsweise Zeit Online oder dem SWR? Rechtsanwalt Schwenke:

Hier würde ich die Gefahr eher als gering einschätzen. Der Tatbestand ist gegeben, aber die Anbieter wägen zwischen Schaden und Nutzen ab. Der Nutzen des Teilens wird sicher höher bewertet, insofern würde ich bei professionellen und großen Anbietern eher kein Problem sehen. Bei Agenturen, Foto-Stock-Anbietern, Fotografen und kleineren Anbietern wird es riskant.

Wie bereits genannt: Es hängt vom Einzelfall ab. Davon gibt es aber täglich Millionen, beispielsweise durch das Teilen von lustigen Fotos, Tierbildern und so weiter. Rechtsanwalt Schwenke:

Die sind theoretisch auch überwiegend betroffen, sofern es alleinige Nutzungsrechte gibt. Wenn Sie Ihren Freundeskreis aber geschlossen halten und nicht-öffentlich posten, ist die Gefahr geringer, außer unter Ihren Freunden ist der, der die Rechte hält und Sie verklagt.

Rechtsanwalt Thomas Schwenke rät zur Vorsicht: Im Zweifel besser keine Fotos teilen. Foto: RA Schwenke

 

Sobald öffentlich geteilt wird, steigt die Gefahr von Abmahnungen

Merke: Wer viele Freunde sammelt, die er nicht kennt, erhöht in dieser Hinsicht das Risiko. Wer sich jetzt fragt, wieso das, was man seit langer Zeit macht und was ja alle machen, plötzlich ein Rechtsrisiko sein soll, bekommt die Antwort:

Geschützte Fotos zu teilen war schon immer ein Rechtsverstoß, nur jetzt gab es erst jetzt die erste Abmahnung, die ist durchgegangen und ab sofort muss man damit rechnen, dass hier Agenturen und Anwälte Geld verdienen wollen.

Der Fachanwalt Schwenke bestätigt unsere Einschätzung, dass es weniger um Rechtewahrung, als um Kohle machen geht:

Natürlich wird der Schutz behauptet werden. Ob das allerdings das wahre Motiv ist, dürfte manchmal fragwürdig sein. Man hört, dass es Agenturen gibt, die große Bildbestände aufkaufen und eng mit Kanzleien zusammenarbeiten. Mittlerweile gibt es Software, die auch Fotos identifizieren kann und dann scannen solche Firmen Postings, bis sie Treffer haben. Das kann man als verwerflich betrachten – rechtlich ist es einwandfrei zulässig und kann ein lukratives Geschäft bedeuten.

Es könnte auch kostenfrei zugehen – darauf sollte man nicht hoffen

Und natürlich muss der Rechteinhaber nicht abmahnen und er muss auch keine Rechnung stellen, eine Aufforderung zur Löschung wäre ein erster kostenfreier Schritt. So verhalten wir uns beispielsweise, wenn wir mit der Veröffentlichung von Inhalten, die uns gehören, auf anderen Internetseiten nicht einverstanden sind.

Es gibt aber auch Inhalte, die man vermeintlich problemlos teilen kann. Youtube-Videos beispielsweise. Aber leider droht auch hier die Abmahnfalle – wieder abhängig vom Einzelfall, wie Thomas Schwenke erklärt:

Bei youtube und anderen großen Portalen dieser Art willigt der Einsteller ins Sharen ein – er kann also keine Nutzungsrechtsverletzungen geltend machen. Außer, er hat Inhalte eingestellt, an denen er keine Reche besitzt, dann kann der Rechteinhaber gegen den Einsteller und gegen alle, die teilen vorgehen. Auch hier sollte man also vorsichtig sein, was man teilt. Nicht erlaubt sind Screenshots aus Filmen – dadurch fertigt man „Foto“-Kopien an. Sofern man die öffentlich macht, ist das eine Nutzungsrechtsverletzung, selbst wenn der Screenshot denselben Inhalt hat wie ein automatisch generiertes Vorschaubild.

Und wie sieht es mit Eltern aus, deren Teenager einen Facebook-Account haben und fleißig alles teilen, was ihnen gefällt?

Die Eltern haften meist nicht, wenn diese ihre Kinder auf den sorgsamen Umgang hingewiesen haben. Hier ist meist der Umfang von Nutzungsrechtsverletzungen und die Art und Weise entscheidend. Ausgeschlossen ist eine Haftbarkeit aber nicht.

Betroffen sind alle, die teilen

Die potenzielle Gefahr betrifft also alle die am meisten, die nicht-privat auf Facebook posten: Gewerbetreibende, Freiberufler, Firmen, Dienstleister, Vereine, Behörden, Verbände und so weiter. Die Überlegung, man betreibe ja nur ein kleines Angebot oder verdiene damit nur wenig oder biete als Verein einen Service an, bietet keinen Schutz. Sobald man Öffentlichkeit herstellt, kann man in der Falle sitzen. Und zwar unabhängig von Facebook, auch andere soziale Dienste wie Google+ sind betroffen, also jeder Dienst, der Vorschaubilder erzeugt.

Das betrifft uns auch selbst: Wir haben aktuell einen Rechtsstreit, der in Teilen auch Facebook-Vorschaubilder betrifft. Und ganz ehrlich? Das Problem war uns vorher nicht bekannt. Der Umgang mit Rechten gehört zwar zu unserer täglichen Arbeit und wir achten sehr verantwortlich auf ein einwandfreies Verhalten – aber auch wir müssen wie alle immer wieder dazulernen.

Für unsere Leserinnen und Leser werden wir für das Teilen unserer Inhalte Rechtssicherheit schaffen – soweit wir das können. In den nächsten Tagen werden wir einen Passus in unsere Nutzungsbedingungen aufnehmen, der ausdrücklich die Verwendung von Vorschaubildern für den privaten Gebrauch erlaubt.

Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht

Tatsächlich können wir Ihnen ehrlicherweise damit keinen einhundertprozentigen Schutz vor Rechtsverfolgungen bieten, wenn Sie unsere Informationen teilen. Zur Erläuterung: Wir verwenden häufig fremdes Bildmaterial, das wir beispielsweise über Pressestellen zur Verfügung gestellt bekommen, sei es über die Gemeindeverwaltungen, das Landratsamt, Ministerien, die Polizei, Hilfsdienste, Feuerwehren, Parteien, Veranstaltungsunternehmen, Theater, Schulen, Vereine oder andere Anbieter, ob “öffentlich” oder “privatrechtlich”. Wir gehen dabei davon aus, dass der jeweilige Zulieferer über die Nutzungsrechte verfügt und diese an uns weitergibt. Zur Absicherung fragen wir beim ersten Kontakt nach, ob das pauschal so zutrifft und bekommen das entsprechend bestätigt. Bei Pressestellen setzen wir das voraus.

In der Praxis kann es aber zu Rechtsstreitigkeiten kommen, wenn jemand behauptet, die Nutzungsrechte zu haben. Absurd? Nein, Tatsache und derselbe Fall, den Rechtsanwalt Schwenke am Beispiel von Youtube oben im Text erläutert hat. Und die Tatsache, dass es der Presse und anderen Medien erlaubt worden ist, heißt noch lange nicht, dass Sie als privater oder gewerblicher Nutzer ebenfalls “Veröffentlichungsrechte” haben. Wir wiederum könnten umgehend den Betrieb einstellen, wenn wir dies tatsächlich für jedes Foto prüfen müssten. Der Verwaltungsaufwand wäre gigantisch. Wir müssen uns also selbst verlassen und können die Gefahr nicht ausschalten.

Genau das ist auch zum Teil Gegenstand eines aktuellen Rechtsstreits, den wir führen müssen: Eine Person behauptet, die alleinigen Nutzungsrechte für Fotos zu haben, die von der Pressestelle eines Unternehmens öffentlich als “Presseinformation” zur Verfügung gestellt worden sind und bis heute als “Presseinformation” downloadbar sind. Wir haben diese Fotos benutzt und sind dafür abgemahnt worden. Streitwert für jedes der drei Fotos: 3.000 Euro, also in Summe 9.000 Euro.

Die Gefahr lauert überall

Und obwohl der Hinweis von Rechtsanwalt Thomas Schwenke vermutlich überwiegend zutreffend ist, dass von großen Anbietern eher keine Gefahr droht: In unserem Fall hat die Pressestelle einer Firma eines sehr großen Medienkonzerns hier in der Region diese Fotos zur Verfügung gestellt und die abgebildete Person hat uns wegen der Nutzung abgemahnt. Ob das zulässig ist, müssen wir nun vor Gericht klären. Bei vollem Prozesskostenrisiko in Höhe von mehreren tausend Euro. Da dies zur Zeit ein schwebendes Verfahren ist, äußern wir uns aktuell nicht, werden Sie aber informieren, wenn der Prozess abgeschlossen ist.

Um es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, noch einmal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Die Gefahr lauert überall. Beispielsweise bei Ihrem Verein. Der hat ganz korrekt einen Bilderdienst abonniert und bezahlt diesen für die Nutzung von Fotos. Oder kauft Fotos von einem Sportfotografen zur Verwendung auf der eigenen Website. Soweit ist alles korrekt. Der Verein hat die Nutzungsrechte erworben. Was aber steht im “Kleingedruckten”? Hat der Vorstand das geprüft oder verlassen Sie sich darauf, “dass das alles schon in Ordnung ist”? Dürfen Vereinsmitglieder oder andere Personen die Vereinsmeldungen inklusive Vorschaufoto “teilen”? Das kann sein, das kann aber auch nicht sein. Und wenn diese Rechte nicht genehmigt worden sind, begeht jeder, der ein Vorschaubild oder ein anderes teilt, einen potenziellen Rechtsverstoß, der abmahnfähig ist. Wenn Sie dann behaupten, Sie hätten das nicht gewusst, hilft Ihnen das im Zweifel erstmal nichts.

Ein anderes aktuelles Beispiel: In den vergangenen Wochen ist das Foto eines vermissten Jugendlichen aus Mannheim in Facebook geteilt worden. Der Junge wurde mittlerweile tot aufgefunden. Mit dem Tod verfallen die Persönlichkeitsrechte nicht und die Nutzungsrechte erst nach dem Tod des Urhebers, also der Person, die das Foto gemacht hat. Sie halten das für ein makabres Beispiel? Das interessiert die Gerichtsbarkeit nicht: Wer dieses Foto verwendet hat, könnte das Persönlichkeitsrecht der Person verletzt haben. Und ganz sicher liegt ein Urheber- und Nutzungsrechtsverstoß vor.

Und wenn Sie sich bereits mit der Problematik befasst haben und denken: Google darf doch auch Vorschaubilder anzeigen, dann liegen Sie richtig, aber die Schlussfolgerung, Ihnen wäre das auch erlaubt, ist falsch. Suchmaschinen verwenden dafür eine technische Funktion ohne die eine Suchmaschine wenig Sinn machen würde. Rechteinhaber, die das nicht wollen, müssen ihre Inhalte schützen und können durch technische Einstellungen eine automatisierte Erfassung verhindern. Sie als “Teiler” von Inhalten sind aber kein Automat, sondern eine willentlich handelnde Person.

Thomas Schwenke bringt die aktuelle Rechtssituation auf den Punkt:

Es ist fast unmöglich, keinen Rechtsverstoß zu begehen.

Außer, man lässt die Finger von Facebook und anderen Diensten.

Hier ist der Gesetzgeber gefordert, dringend Abhilfe zu schaffen. Sprechen Sie Ihre Abgeordneten an. Teilen Sie unseren Artikel und helfen Sie, das Thema bekannt zu machen. Es betrifft tatsächlich jeden, der Informationen im Internet teilt – abhängig vom Einzelfall. Und warnen Sie andere vor Rechteinhabern, die darauf aus sind, andere mit teuren Abmahnungen zu überziehen.

Links:

Zeit online: Abmahnung wegen eines Bildchens auf Facebook

hr: Vorsicht bei Facebook-Vorschaubildern

http://rechtsanwalt-schwenke.de

RA Schwenke zum Abmahnfall

Praxistipps von RA Schwenke

Hinweis: Wir werden in Zukunft immer wieder darauf aufmerksam machen, welche Leistung wir Ihnen anbieten. Die Zitate von Rechtsanwalt Schwenke entstammen einem Interview für das lokaljournalistische Netzwerk istlokal.de. Für dieses Interview wurden inklusive Vorrecherche, Gespräch und Produktion rund fünf Stunden Arbeit aufgewendet. Für diesen Text wurden inklusive Recherche rund acht Stunden Arbeit aufgewendet. Wir bieten unseren Leser/innen diese Leistung kostenfrei an. Wenn Sie unsere Arbeit mit einer freiwilligen Zahlung unterstützen wollen, weil Sie diese unterstützen wollen oder selbst Nutzen daraus gezogen haben, sind wir dafür sehr dankbar. Ebenso, wenn Sie uns bei den Kosten für den Rechtsstreit unterstützen wollen. Schreiben Sie uns bitte eine email an redaktion (at) rheinneckarblog.de, wir teilen Ihnen dann gerne unsere Bankverbindung mit. Eine Spendenquittung können wir nicht ausstellen.

Das Maskottchen des Turnfestes hat einen Namen

Das Turnfest-Maskottchen heißt Fred

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Das Turnfest-Maskottchen hat endlich einen Namen. Insgesamt stimmten 45 % der Turnfestfreunde für Fred

 

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2012. (red/pm) Die Namensfindung für das Maskottchen des Internationalen Deutschen Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar ist abgeschlossen. Vier Namen hatte das Organisationskomitee des Turnfestes 2013 über eine Internetabstimmung zur Auswahl gestellt. Jetzt steht fest: Das Maskottchen wird den Namen Fred tragen.

Information des Deutschen Turnfestes:

“Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes, der das Maskottchen im September vorstellte, freut sich, dass das Gesicht des Turnfestes nun einen Namen hat: „Fred wird dem Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar als zusätzliches und unverwechselbares Gesicht zu noch mehr Präsenz verhelfen. Mit seiner warmherzigen und liebenswerten Ausstrahlung ist er ein hervorragender Botschafter für die größte Breitensport- und Wettkampfveranstaltung der Welt.“

„Bei seinen bisherigen Auftritten in der Region ist das Maskottchen schon auf große Sympathie gestoßen“, unterstreicht auf Seiten der Ausrichter auch der Vorsitzende der Sportregion Rhein-Neckar e. V., Dr. Eckart Würzner. „Das Turnfest-Maskottchen verleiht dem Top-Event einen frischen und pfiffigen Charakter. Ich bin sind sicher, dass Fred die Herzen der Bevölkerung und der Turnfestfans schnell erobert.“

45% wollten Fred

Über 3.200 Stimmen wurden bei der Abstimmung auf der Homepage des Turnfestes unter www.turnfest.de abgegeben. Für „Fred“ stimmten am Ende 45 Prozent der Turnfestfreunde. Als weitere Favoriten aus den rund 500 Namensvorschlägen, die von Turnfestfans über Postkarten, E-Mails und die Social Media-Plattform Facebook ins Rennen gegeben worden waren, standen „Gymmie“, „Metropoli“ und „Groovy“ zur Auswahl. Während sich „Fred“ und „Gymmie“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und „Gymmie“ zum Schluss der Abstimmung immerhin 41 Prozent der Stimmen erhielt, gab es für „Metropoli“ 10 Prozent Zustimmung und für „Groovy“ 4 Prozent.

Das Internationale Deutsche Turnfest 2013 findet vom 18. bis 25. Mai 2013 unter dem Motto „Leben in Bewegung“ in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg als Zentren des Turnfestes sowie 18 weitere Städte und Kommunen freuen sich auf etwa 80.000 Aktive. Veranstalter des Internationalen Deutschen Turnfestes 2013 ist der Verein Deutsche Turnfeste e. V. unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes. Mit der Metropolregion Rhein-Neckar hat erstmals ein regionaler Zusammenschluss die Gastgeberrolle für das einwöchige Turnfest übernommen.”

Heinrich-Beck-Halle

Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln

Hirschberg, 27. Oktober 2012. (red/sap) In diesem Jahr ist die erste Herren-Handballmannschaft der SG Leutershausen in die zweite Handball-Bundesliga aufgestiegen. Die Spielberechtigung in dieser Liga setzt jedoch auch die unmittelbare Erfüllung einiger neuer Hallenstandards voraus, berichtete Bürgermmeister Manuel Just. Gemeinderat beschloss die Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln in der Heinrich-Beck-Halle.

In der Spielstätte muss unter anderem eine öffentliche Zeitmessalage eingebaut sein, die folgende Kriterien erfüllt: Der Betriebsmodus “vorwärts” muss möglich sein, das heißt die Spielzeit muss von Minute 00 bis 60 hoch laufen, es muss ein Automatikhorn vorhanden sein, die Anlage muss von allen Zuschauerplätzen und insbesondere vom Zeitnehmertisch ohne Einschränkung gesehen werden können und auf der Anzeige soll mindestens zwei Hinausstellungen pro Verein angezeigt werden können.

All diese Einstellmöglichkeieten besitze die jetzige Anzeigentafel jedoch nicht und auch die Anzeigentechnik selbst sei schon sehr veraltet. Eine Reparatur oder ein Umbau der alten Anlage sei daher nicht wirtschaftlich, so der Bürgermeister.

Die Kosten für eine neue Anlagen liegen bei rund 11.000 brutto inklusive der Montage.

Natürlich hoffe man auf mögliche Spender, sagte Just. Das Logo eines eventuellen Sponsors könne sich zum Beispiel auf der Anzeigentafel befinden, meinte Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU).

“Wir werden nicht zustimmen”, erklärte Hartmut Kowalinski (FDP). Der Aufstieg in die zweite Bundesliga sei ja nicht plötzlich gekommen und von daher hätte sich die SG schon frühzeitig um einen Zuschuss des badischen Sportbundes kümmern können. Die Kosten lägen weit über dem Limit und die Gemeinde sei nicht verantwortlich.

Der Hirschberger Gemeinderat beschloss die Erneuerung der elektronischen Anzeigetafeln in der Heinrich-Beck-Halle und die außerplanmäßige Ausgabe bei einer Gegenstimme (Hartmut Kowalinski).

24. bis 30. September 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

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Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 24. bis 30. September 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

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Dienstag, 25. September 2012, 21:00 Uhr, Karlstorbahnhof.

Das Düsseldorfer Elektronik-Trio “Stabil Elite”

Heidelberg. 2011 wurde Stabil Elites Hymne „Gold“ zur Titelmelodie des C/O Pop Festivals in Köln. Deren Refrain „Alles was ich anfass‘ wird sofort zu Gold“ hat sich nun als Orakel erwiesen, denn die zwölf Stücke von „Douze Pouze“ glühen gewaltig.

Das Debütalbum des Düsseldorfer Trios, u.a. Platte des Monats im Musikexpress, vereint Glamour und Gefühl und lässt kosmische Transzendenzen tanzen, die sich ihrer musikalischen Vergangenheit bewusst sind und trotzdem keine Sekunde nachdenklich wirken.

Krautrock, Elektropop und Disco fließen mühelos zu bündigen Songs zusammen. Auf einigen singt Nikolai Szymanski seine collagenartigen, deutschsprachigen Texte, deren Sinn sich nur erschließt wenn man nicht nach ihm sucht. Melodisch szenische Beschreibungen abstrakter Bilderwelten, die Pop avantgardistisch umarmen und mehr Dada als Gaga in ihrem Herzen tragen.

Neben Bass, Gitarren, analogem Synthesizer und Schlagzeug sind auch Holz, Metall, eine Sitar und ein Xylophon gleichberechtigte Klangerzeuger der zwölf zuweilen instrumentalen Stücke. Aber genug der Worte – sie greifen für Stabil Elites Kunst ohnehin nicht. Sie tanzt den Tanz der Jugend. International, erfrischend und völlig angstfrei.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Abendkasse 15 Euro, Vorverkauf 12 Euro zzgl. VVK-Gebühr.

Weitere Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Mittwoch, 26. September 2012, 15:30 Uhr, Seebühne.

Der Alleinunterhalter Joachim Schäfer

Mannheim. Saisonausklang im Luisenpark: Wenn der Herbst die Blätter färbt und der erste Neue Wein gekeltert ist, dann findet auf der Seebühne der Saisonausklang statt.

Mit Gedichten, Geschichten und Liedern fällt der Abschied vom Sommer so etwas leichter. Christa Krieger und Joachim Schäfer werden gemeinsam mit Gaststar Claus Eisenmann die Luisenparkbesucher auf den Herbst einstimmen.

Ort: Luisenpark Mannheim, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim.

Eintritt: Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Veranstaltung selbst ist kostenfrei!

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Donnerstag, 27. September 2012, 15:30 Uhr, Stadtbücherei.

Nulli & Priesemut sind dicke Freunde

Frankenthal. „Auf der Suche nach den goldenen Möhren“ – Bilderbuch-Vorlesen in der Stadtbücherei. Auf dem Dachboden findet der Frosch Priesemut ein kleines Büchlein mit dem merkwürdigen Titel: “Wo man die goldenen Möhren findet”.

Natürlich will Priesemut von seinem Hasen-Freund Nulli wissen, ob es überhaupt goldene Möhren gibt. Der erinnert sich an die Erzählungen seines Großvaters vor vielen Jahren und macht sich zusammen mit Priesemut auf die Suche nach den goldenen Möhren. Auf ihrer spannenden Reise gilt es einige Abenteuer zu bestehen.

Am Donnerstag, 27. September 2012, um 15:30 Uhr liest Irene Legler das Bilderbuch „Von der Suche nach den goldenen Möhren“ von Matthias Sodtke in der Stadtbücherei vor. Kinder von vier bis sechs Jahren sind eingeladen zuzuhören, mit zuraten, lustige Verse zu lernen und am Ende eine überraschende Entdeckung zu machen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung ab Donnerstag, 20. September 2012, unter Tel. 06233/89630 oder während der Öffnungszeiten (Montag 14:00 -18:00 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10:00- 18:00 Uhr und Samstag 10:00- 13:00 Uhr) gebeten.

Ort: Stadtbücherei, Welschgasse 11, 67227 Frankenthal.

Eintritt frei!

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Freitag, 28. September 2012, 19:00 Uhr, Börsensaal der Musikschule.

Die Big Band „Jazz4Fun“

Mannheim. „Pop meets Classic“ Benefizkonzert: Straßenkinder gibt es nicht nur in armen Ländern, sondern auch direkt vor unserer Tür. Der Verein „Freezone“ kümmert sich seit über zehn Jahren um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Mannheim auf der Straße leben.

Um den Fortbestand des Projekts zu sichern, benötigt „Freezone“ Unterstützung. Deshalb lädt die Musikschule Mannheim am Freitag, 28. September, um 19:00 Uhr in den Börsensaal der Musikschule E4, 14 zu einem kostenlosen Benefizkonzert ein. Es wird um Spenden gebeten. Diese und der Erlös aus dem Getränkeverkauf werden an „Freezone“ fließen.

Die Bigband Jazz4Fun unter der Leitung von Bernd Ballreich, sowie Schüler der klassischen- und Pop- Gesangsklassen der Musikschule, Annette Grossmann, Lionel Fawcett und Richard Staab präsentieren ein breites Repertoire an Hits, Songs und Opernarien.

Die Gesamtleitung liegt bei der Künstlerin und Musiklehrerin Lola Demur und die Moderation bei der Sängerin Martina Netzer.

Ort: Börsensaal der Musikschule, E4, 14, 68159 Mannheim.

Eintritt frei!

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Freitag, 28. September 2012, 18:00 Uhr, Augustinum.

Senta Berger

Heidelberg. Sie ist eine der ganz großen Charakterdarstellerinnen, schön, stark, international erfolgreich und dabei sympathisch und engagiert.

Senta Berger kann Hunderte von Film- und Theatergeschichten erzählen, und es ist ein Genuss, ihr zuzuhören. Sie erzählt sensibel und leidenschaftlich, mit viel Witz und voller Elan, mit Humor und Wehmut, kurz, auch in ihrer Lesung zeigt sie alle Facetten ihres großen Talents.

Eine Gelegenheit, die Ausnahmekünstlerin kennenzulernen, bietet sich am 28. September 2012 im Augustinum Heidelberg. Im hauseigenen Theatersaal des Wohnstifts wird Senta Berger aus ihren 2006 erschienenen Erinnerungen „Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann“ lesen.

Ort: Augustinum, Jaspersstraße 2, 69126 Heidelberg.

Eintritt: 15 Euro, 9 Euro ermäßigt. Karten im Vorverkauf erhältlich bei der Buchhandlung Schmitt & Hahn (Hauptstrasse 8, 69117 Heidelberg) und beim Empfang des Augustinum Heidelberg.

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Samstag, 29. September 2012, 14:00 Uhr, Marbacher Hof.

Der Marbacher Hof in Hirschberg

Hirschberg. Hoffest auf dem Marbacher Hof: Neben der wunderbaren Umgebung, die alleine schon zum Wandern und Spazieren einlädt, werden Spiele, eine Strohballen-Hüpfburg, eine Bauernhof-Ralley mit Preisen und Ponyreiten angeboten.

Für Essen und Trinken ist gesorgt mit Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und „Die rollende Pizza“ von Herr und Frau Link bietet ab 17:00 Uhr verschiedene Pizzen für den etwas größeren Hunger an.

Im Rahmen des Festes wird es ausreichend Möglichkeiten geben, Informationen zu bekommen, Eindrücke zu sammeln und den Verein und seine Akteure kennen zu lernen.

Die Musikschule von Norbert Pöhlert aus Weinheim wird am Abend ab 19:00 Uhr mit Livemusik,quer durch Rock und Pop für gute Laune sorgen.

Ort: Marbacher Hof, Obere Bergstraße 3, 69493 Hirschberg-Großsachsen.

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Samstag, 29. September 2012, 10:00 Uhr, Innenstadt Heidelberg.

Heidelberger Herbst in der Hauptstraße. Quelle: http://www.heidelberg-marketing.de/content/index_ger.html.

Heidelberg. 43. Heidelberger Herbst: Das Altstadtfest „Heidelberger Herbst“ ist facettenreich. Kunsthandwerkermarkt, Flohmarkt und Stände mit regionalen Spezialitäten laden zum Bummeln und Probieren ein. Ausgebaut wurden in den letzten Jahren die „Kulturpunkte“, mit Theater- und Musikprogramm, Malkunst und Lesungen.

Musikalische Unterhaltung unterschiedlichster Art findet sich auf beinahe allen öffentlichen Plätzen. Die großen Bühnen beginnen bereits um 11:00 Uhr mit Live-Musik, andere starten gegen Nachmittag.

Spätestens bei Nachteinbruch hat sich die Altstadt in ein einziges, großes Open-Air-Konzert verwandelt, bei dem für jeden Geschmack das Richtige dabei ist.

Beginn: Flohmarkt ab 7:00 Uhr – die restlichen Bereiche sind von 10:00 Uhr  bis 23:00 Uhr geöffnet.

Ort: Innenstadt, 69117 Heidelberg.

Weitere Informationen: http://www.heidelberg-marketing.de/content/kultur_und_veranstaltungen/veranstaltungen/heidelberger_herbst/index_ger.html.

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Sonntag, 30. September 2012, 19:30 Uhr, Kulturbühne Max.

Nuevo cuarteto

Hemsbach. Gitarrenkonzert mit  “Nuevo cuarteto”: Das nuevo cuarteto ist die große Besetzung um den Gitarristen Jan Pascal.

Mal im Duell, mal im Dialog spielt Jan Pascal mit dem jungen Preisträger-Gitarristen Alexander Kilian, begleitet von einer internationalen hochkarätigen Besetzung: Omar Plasencia (Cuba vita) aus Caracas/Venezuela an der Percussion, Bassist Sandro Gulino, Italien (Gypsi Kings). Der spanische Flötist und Saxophonist Alberto Menéndez (Eddie Palmieri) vervollständigt das “nuevo cuarteto”.

Ort: Kulturbühne Max, Hildastr. 8, 69502 Hemsbach.

Weitere Informationen: http://www.visioninmusic.de/janpascal/nuevo-cuarteto.html.

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Stefan Schlegel meisterte das härteste Radausdauerrennen der Welt

4.800 Kilometer in zwölf Tagen – auf dem Rad

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Stefan Schlegel (rechts) trägt sich zur Freude des Bürgermeisters Manuel Just ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

 

Hirschberg, 27. Juli 2012. (red/la) Stefan Schlegel hat das härteste Radrennen der Welt “hinter sich gebracht” – als bester Deutscher und insgesamt 10. von 42 Teilnehmern schaffte er das “Race across America”. In zwölf Tagen durchfahren die Extremsportler dabei die USA. Die Streckenlänge beträgt 4.800 Kilometer. Das sind im Schnitt 400 Kilometer am Tag. Und der Wahnsinn fährt mit…

Von Reinhard Lask

Ob es Tag oder Nacht war wusste Stefan Schlegel damals nicht mehr genau. Er weiß jedoch noch genau, dass er neben sich auf der Straße den 1911 gesunkenen Passagierdampfer „Titanic“ fahren sah. Der Hirschberger wusste zwar, dass er haluzinierte, aber sah das Schiff trotzdem deutlich neben sich.

“Normalerweise schaffen es 50 Prozent nicht”

Stefan Schlegel war einer der Teilnehmer am wohl härtesten Radausdauerradrennen der Welt: Das 4.800 Kilometer lange „American Cross Country Race“, dass der Pazifik- zur Atlantikküste quer durch die USA führt. Der Clou: Die Teilnehmer müssen die Strecke in zwölf Tagen absolviert haben. 33.000 Höhenmeter legen die Teilnehmer dabei zurück. „Das ist soviel wie dreimal den Mount Everest rauf und runter zu fahren”, sagt Schlegel und lächelt dabei. 42 Teilnehmer waren gestartet, 9 kamen nicht ins Ziel. „Das war ein gutes Feld“, sagt Schlegel. „Normalerweise schaffen es 50 Prozent nicht.”

Eineinhalb Jahre hatte sich der Personal Trainer auf das Rennen vorbereitet. „Das bedeutete neben meiner Arbeitzeit von rund 40 bis 50 Wochenstunden, noch mal 30 Stunden fürs Training“, erläutert er. Konkret hieß das, wenn die Freundin ins Bett geht, setzt er sich aufs Rad und fährt in den Odenwald. Akribisch bereitete es sich auf die unterschiedlichen Abschnitte wie die Appalachenbergkette oder die Mojave-Wüste vor.

Zwölf Tage Qualen

Sein Begleitteam bestand aus acht ehrenamtlichen Helfern, darunter eine Physiotherapeutin, Radmechaniker, Ernährungsspezialisten und Wohnmobilfahrer. Seit 2001 läuft Schlegel Marathon und hat an etlichen Iron Man teilgenommen:

Der Iron Man ist im Vergleich zu diesem Rennen ein Kindergeburtstag.

Zum Vergleich: Beim Iron Man in Hawaii schwimmen die Teilnehmer erst 3,9 Kilometer im Pazifik, fahren 180 Kilometer Rad und laufen dann noch knapp 42 Kilometer. „Der Unterschied ist: Beim Iron Man ist alles nach einem Tag vorbei. Beim Rennen wird es erst nach ein paar Tagen richtig hart.“„Ich kann mich an viele Sachen erinnern, die ich wirklich gesehen habe, aber seltsamerweise nicht, ob ich sie Tags oder Nachts gesehen habe.“ Nach drei Vierteln der Strecke wurden die Illusionen und Halluzinationen häufiger:

Mitunter dachte ich, dass der Himmel entgegenkommt und ich mich auf dem Rad wegducken müsste.

Alle Teilnehmer beim Race Across America haben maximal zwölf Tage Zeit, die Strecke zu bewältigen. Das ganze Leben findet in der Zeit bei Temperaturen zwischen 2 und 45 Grad Celsius auf dem Fahrrad statt. Egal ob Zähne putzen, Essen, Trinken oder Notdurft. Feste Nahrung gab es kaum:

In den elf Tagen hab ich zwei trockene Brote, zwei kleine Stücke Wassermelone und elf Weintrauben gegessen – es waren die köstlichste Trauben meines Lebens.

Ansonsten bestand die Ernährung aus hochkalorienreichen Suppen. Geschlafen hat Schlegel täglich gerade mal zwei Stunden. Das allerdings nicht auf dem Rad, sondern im Wohnmobil:

Das hieß für mich, dass ich über Kopfhörer gesagt bekam ‘Runter vom Rad’. Ich hielt an, stieg vom Rad, musste gestützt werden, um ins Wohnmobil zu kommen. Dort fiel ich aufs Bett und sofort begann die Physiotherapeutin mich zu massieren. Nach zwei Stunden wurde ich geweckt, meine Freundnis hat mich angezogen und zum Fahrrad begleitet und ich bin wiedert losgerollt.

Wunder Hintern

Auch bei der Orientierung gab es Hilfe per Funk. Am schlimmsten seien nicht die Muskelschmerzen gewesen, sondern der vom Radsattel wunde Hintern. Mitunter habe er geheult vor Schmerz:

Irgendwann hab ich mir dann gesagt: Schmerz, Du gehst nicht weg, also nehme ich Dich als Freund mit.

Was nicht funktionierte war die Idee jeden Kilometer für 15 Euro zu verkaufen. Der Erlös sollte einem guten Zweck zukommen. „Leider kamen am Ende nur 300 Euro zusammen, von denen 250 das Team gespendet hat.“

Zwischen Scherz und Konzentration

Das Rennen stand auf seinen „Löffelliste“, einer Liste von Dinge, die er erleben möchte, bevor er den Löffel abgibt. Einen Baum zu pflanzen, Skilanglauf in Skandinavien bei
Sonnenaufgang zu machen und den Jacobsweg zu pligern stehen noch drauf. Will er nochmal starten? „Nur wenn es stärkere finanzielle Unterstützung gibt.“

Bei jeder Bewegung strahlt Schlegel eine unglaubliche positive Energie aus. Er scherzt, ist locker. Wenn er aber von seinen Strapazen berichtet. ist er wieder hochkonzentriert.

Am Ende kam Schlegel nach elf Tagen, fünf Stunden und einer Minute in Annapolis an. Sein Spruch im goldenen Buch lautet:

Es ist mir eine große Ehre. Du kannst alles im Leben erreichen, was Du willst – Du musst es nur wollen.

 

Römerman 2012

Fotostrecke: Die Triathleten in Hirschberg

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Hirschberg/Ladenburg, 22. Juli 2012. (red/sap) Das 18. Ladenburger Triathlonfestival “Römerman” führte auch dieses Jahr wieder durch Hirschberg.

Nach der Bergetappe über den Weißen Stein, fuhren die Athleten auf dem Weg nach Ladenburg wieder über Hirschberg. Wir zeigen Impressionen der Sportler, die den härtesten Teil des Radrennens hinter sich und die Laufstrecke noch vor sich haben.

Weitere Fotostrecken finden Sie auf dem Ladenburgblog.de und auf Dossenheimblog.de.

Viel Freude mit den Fotos:

09. bis 15. Juli 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

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Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 09. bis 15. Juli 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Menü Nachbarschaft im Menü “Termine”.

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Montag, 09. Juli 2012, 20:45 Uhr, Muddys Club.

Los Santos

Weinheim. Sie sind unterwegs mit einer Handvoll Liedern und Texten, die sie in Texas, Mexico und auf Hawai, auf unwegsamen Terrain nördlich, östlich und westlich des Rio Grande zusammengetragen haben, aber auch in Bars, Flughafenterminals und auf Friedhöfen.

All das hört man in den Songs und Balladen von Los Santos. Wenn Akkordeon, Colt und Gitarre schweigen und die harte Arbeit auf der Ranch ruht, schiesst Thomas C. Breuer, der verbale Messerwerfer und Meister des geschliffenen Wortes aus der Selva Negra seine Spitzen ab. Und Los Santos ruhen nicht dazu, untermalen das gesprochene, gesungene und mitunter geschriebene Wort bisweilen mit Akkordeon, Pedal Steel und Schlagzeug.

Ort: Muddys Club, Schulstraße 3, 69469 Weinheim.

Eintritt: 15 Euro Normal, 13 Euro ermäßigt, 12 Euro Mitglieder, 8 Euro Schüler.

Infos und Tickets: http://www.muddys-club.de/index.php.

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Dienstag, 10. Juli 2012, 19:30 Uhr, Zwinger 1.

Heidelberg. Teil 1: Die Vorsitzenden eines Ölkonzerns sind mit einer Umweltkatastrophe konfrontiert. Jetzt heißt es: Rette sich, wer kann. Aber keine Angst, wir gehen nicht unter, auch wenn die Pläne gescheitert sind.

Teil 2: Über dem Urlaubsparadies steht in diesem Jahr nur der Anschein einer Sonne. An Erholung ist nicht zu denken auf dem ins Unwirkliche verzerrten Badestrand in einem von Investoren und Neureichkriminellen ausgequetschten Land. Da stellt sich die Frage: Sind das überhaupt noch Urlaubsregionen oder schon Krisengebiete?

Teil 3: Die große Atomkatastrophe, diese unsägliche technische Störung, wird mit Flugtickets und Reisegutscheinen versucht auszugleichen.

Teil 4: Mit Schnellbooten und Helikoptern kapern die Piraten das Traumschiff. Sie halten das Kreuzfahrtschiff für einen Hilfskonvoi, dabei ist doch nur eine Filmcrew an Bord. Wird jetzt geschossen, oder nicht?

Teil 5: Seit 14 Jahren sind die Soldaten abgeschnitten. Sie haben sich auf den letzten Felsen zurückgezogen. Das Wasser ist ihr Feind. Die einzige Hoffnung bleibt die Legende vom Trockenland. Ist Rettung überhaupt möglich?

Die Verfassung der Strände: Eine Bestandsaufnahme unserer Meere. Mit Sprachgefühl entlarvt Stephan Lack die inhaltsleere Krisenrhetorik der Ökonomie. Ein rauschhafter Text, der von einem stillen Wässerchen zu einem Orkan anschwillt. Und die Sintflut kommt nicht immer nach uns. Manchmal holt sie uns ein.

Ort: Zwinger1, Zwingerstraße 3-5, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Ab 8,50 Euro je nach Kategorie.

Infos und Tickets: http://www.theaterheidelberg.de/.

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Donnerstag, 12. Juli 2012, 16:00 Uhr, Festplatz.

Feuerwerk beim Brezelfest, Quelle: http://www.speyer.de/

Speyer. Heute beginnt das beliebte Brezelfest in Speyer. Das größte Volksfest am Oberrhein findet vom 12. bis 17. Juli statt. Neben vielen Fahrattraktionen und kulinarischen Highlights können Besucher auch ein großes Musik- und Unterhaltungsprogramm erleben.

Ort: Festplatz, Geibstr. 1, 67346 Speyer.

Infos und Programm: http://www.brezelfest-speyer.de/.

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Freitag, 13. Juli 2012, 20:00 Uhr, Seebühne Luisenpark.

Der Musiker Al Jarreau

Mannheim. Der 7-fache Grammy-Preisträger und Ausnahme-Vocalist Al Jarreau gibt sich die Ehre. „Jarreau ist ein Instrumentalist der Stimme, seine Musik kommt von instrumentalen Phrasen her.”

Seine Kehle bringt wirklich ein ganzes Orchester hervor: Schlagzeuge und Saxophone, Trompeten und Flöten, Congas und Bässe – aber das alles aus dem Mund eines einzigen Mannes, vom tiefsten Bass zum höchsten Flageolett, als ob dieser Mann über ein Dutzend oder mehr verschiedener männlicher oder weiblicher Stimmen verfüge“, beschreibt Musikjournalist und -produzent Joachim Ernst Behrendt Al Jarreaus komplexe Stimmbegabung.

Neben seiner außergewöhnlicher Stimme, seinem Talent musikalisch Geschichten zu erzählen, seiner bemerkenswerten Persönlichkeit verfügt Al Jarreau außerdem genau über das „gewisse Etwas“, das einen großen Künstler zu einem phänomenalen Künstler macht. Das Phänomen Al Jarreau spürt man unmittelbar, sobald er mit seinem unglaublich gewinnenden Lächeln vor das Mikrophon tritt und seine Stimme einfach fließen lässt.

Als Sohn eines Pfarrers und einer Kirchenorganistin entspringen seine musikalischen Wurzeln dem Gospel. Genre-Schubladen gibt es jedoch für Jarreau nicht. Das spiegeln auch seine Grammy-Awards wider: Nach Michael Jackson war er der zweite Musiker, der die wichtigste aller Musiktrophäen in den Kategorien Jazz, Pop und R`n`B gewonnen hat.

Ort: Luisenpark Mannheim, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim.

Eintritt: Tickets ab 39 Euro je nach Kategorie.

Infos und Tickets: http://www.seebuehnenzauber.de/.

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Samstag, 14. Juli 2012, 22:15 Uhr, Schloss Heidelberg.

Das Heidelberger Schloss

Heidelberg. Drei Mal im Jahr blicken in Heidelberg bei den Schlossbeleuchtungen Tausende von Zuschauern gebannt in Richtung Schloss. Sie erwarten den Beginn eines faszinierenden Schauspiels aus Flammen und Licht, das die Stadt im Lichterglanz erstrahlen lässt.

Bengalische Leuchtfeuer tauchen das Heidelberger Schloss langsam in einen geheimnisvollen roten Feuerschein. So, als ob die Ruine ein weiteres Mal in ihrer langen Geschichte brennen würde. Wie zuletzt 1689 und 1693, als die Truppen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. das Schloss und die Stadt niederbrannten und die heute weltberühmte Ruine zurück ließen.

Wenn das glühende Schloss langsam verblasst, beginnt der zweite Teil des Spektakels, das Feuerwerk über dem Neckar. Der Anlass dafür liegt sogar noch länger als die eigentliche Schlossbeleuchtung zurück: Die Hochzeit von Kurfürst Friedrich V. mit Prinzessin Elisabeth Stuart, Tochter des englischen Königs Jakob I., am 14. Februar 1613. Dieses Feuerwerk legte den Grundstein für die später folgenden Lichtspiele über den nächtlichen Himmel Heidelbergs.

Ort: Schloss und Altstadt Heidelberg, 69117 Heidelberg.

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Sonntag, 15. Juli 2012, 18:00 Uhr, Alte Synagoge.

Concerti e piu

Hirschberg. Liederabend mit Kirsten Schwarz und Jens Schlichting. „Von ewiger Liebe“, so lautet der Titel eines der bekanntesten Lieder von Johannes Brahms; auch wenn Brahms selbst offensichtlich in Sachen Liebe nie wirklich (und schon gar nicht „ewig“) erfolgreich war, so schuf er mit diesem und vielen anderen Lieder doch Meisterwerke, die aus dem Konzertrepertoire nicht mehr wegzudenken sind.

„Von ewiger Liebe“ ist daher auch der Titel eines Konzertprojektes der Altistin Kirsten Schwarz und des Pianisten Jens Schlichting, das nun im Rahmen der Reihe „Concerti e piu“ erstmals aufgeführt werden soll. Im Zentrum des Abends stehen Lieder von der Romantik bis zum Impressionismus, aber auch Solowerke für Klavier.

Die berühmten Zigeunerlieder von Brahms sowie die „Siete canciones populares Espanolas “ von Manuel de Falla rahmen das Konzertprogramm ein, das darüberhinaus Lieder von Richard Strauss und Gabriel Fauré sowie Klaviermusik von Franz Liszt und Claude Debussy enthält.

Die Künstler dieses aussergewöhnlichen Konzertes stammen beide aus Weinheim; sie kennen sich seit der Schulzeit, begannen aber ihre Zusammenarbeit erst vor 3 Jahren mit einem ersten Entwurf des Programmes, das nun in der Leutershausener Synagoge in der endgültigen Fassung präsentiert werden wird.

Das Konzert „Von ewiger Liebe“ findet statt im Rahmen der Reihe „Concerti e piu“ und des Hirschberger Musiksommers. Der Eintritt beträgt 10.- bzw. 8.- (Vvk und Mitglieder); Schüler haben wie immer freien Eintritt auf der Empore.

Ort: Alte Synagoge, Hauptstraße 27, 69493 Hirschberg.

Eintritt: 10 Euro. Euro im Vorverkauf und für Mitglieder. Freier Eintritt auf der Empore für Schüler.

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Sonntag, 15. Juli 2012, 11:00 Uhr, Wasserturm.

Sport und Spiel am Wasserturm

Mannheim. Sport und Spiel am Wasserturm. Das große Sommer Sport Spektakel rund ums Mannheimer Wahrzeichen präsentiert auch in diesem Jahr, bei seiner 24. Auflage, ein abwechslungsreiches, interessantes und an Höhepunkten reiches Programm.

Mit der Kombination von Leistungs- und Breitensport, Wettkämpfen und Vorführungen, Information und Mitmachangeboten sowie einer Vielzahl von kulturellen Beiträgen, ermöglicht Sport und Spiel am Wasserturm den Mannheimer Bürgern den Lebensraum Stadt neu zu entdecken und zeigt dabei die Stadt Mannheim von Ihrer lebens- und liebenswerten Seite.

Ort: Wasserturm, Friedrichsplatz, 68161 Mannheim.

Eintritt frei!

Infos und Programm: http://www.mannheim.de/veranstaltung/sport-und-spiel-am-wasserturm.

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Kritischer Blick auf die Vaterlandsliebe in Zeiten der EM

Sind Sie noch Patriot? Oder schon Nationalist?

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Stolz auf die Fahne? Aufs Vaterland? Patriot? Oder schon Nationalist?

 

Rhein-Neckar, 20. Juni 2012. (red/pro) Fiebern Sie mit der deutschen Nationalelf mit? Reden Sie von Deutschland, Spanien, England, Italien und den anderen Ländern als seien dort alle gleich? Verbinden Sie mit “die Italiener”, “die Griechen”, “die…” irgendwelche “Charaktereigenschaften”? Erhöhen Sie Deutschland oder Ihre eigene Nation gegenüber gegenüber anderen Ländern? Dann wird es Zeit, darüber nachzudenken, ob Sie noch ein Patriot oder schon ein Nationalist sind. Und ob “Demokrat” nicht eine brauchbare Alternative wäre.

Von Hardy Prothmann

Im Gegensatz zu den Tageszeitungen finden Sie bei uns immer wieder Hinweise auf andere Medien – manchmal, weil diese sehr gut berichten oder sehr schlecht, manchmal, weil sie etwas berichten, was wir für unsere Leserschaft interessant finden.

Heute empfehlen wir Ihnen ausdrücklich ein sehr interessantes Stück von Nikolas Westerhoff in der Süddeutschen Zeitung: “Weltoffene Demokraten – eine aussterbende Spezies“. Es liest sich, als wäre der Text aktuell zur EM und dem damit verbundenen “Nationalstolz” geschrieben. Der Artikel erschien aber schon vor fünf Jahren – ist aber vermutlich zeitlos.

Patriot vs. Nationalist?

In einer umfangreichen Darstellung stellt der Kollege wissenschaftliche Untersuchungen vor, die den vermeintlich positiven Begriff des “Patrioten” in Frage stellen. Vielmehr deuten die Untersuchungen darauf hin, dass eine Unterscheidung in den guten Patrioten versus dem schlechten Nationalisten nicht möglich ist:

Doch eine solche Zweiteilung der Menschen in Patrioten und Nationalisten ist politisch motiviert – sie dient dazu, Patriotismus als wünschenswerte Eigenschaft propagieren zu können. Eine empirische Basis für den Unterschied zwischen Vorzeige- und Schmuddelbürgern gibt es jedoch nicht, wie neueste Untersuchungen zeigen (Wilhelm Heitmeyer: Deutsche Zustände, Folge 5. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2007).

Ab- und Ausgrenzung liegen wohl tief im Menschen verankert und politische Haltungen werden durch Vorbilder, Erziehung un d Wissen vermittelt. Positiv wie negativ.

Stolz ein was auch immer zu sein?

In Zeiten des Nationalstolzes, die besonders deutlich bei Europa- oder Weltmeisterschaften populärer Sportarten wie Fußball auftreten, sollte man sich selbst mal prüfen. Fühlt man sich als Deutscher, Italiener, Spanier, Türke als “mehr wert” gegenüber anderen Nationen? Ist man besonders stolz aufs eigene Land? Warum? Auf was? Was hat man davon? Was nützt es, den eigenen Staat zu überhöhen? Gibt es einen Status quo oder ist alles im Fluß?

Auf dem Weinheimblog hatten wir vor kurzem über schlagende Verbindungen berichtet, die Corps, die sich einmal im Jahr in Weinheim treffen und sich als “Patrioten” bezeichnen und ihre Vaterlandsliebe sehr hoch halten. Sie grenzen sich gleichzeitig vordergründig von Nationalisten ab. Können Sie das tatsächlich angesichts der vielen wissenschaftlichen Studien oder lügen sie sich was in die Tasche.

Ich zum Beispiel würde nie sagen, dass ich stolz bin, ein Deutscher zu sein. Ich bin stolz auf meine eigene Leistung und achte die anderer – egal welcher Nation. Und ich drücke mein Missfallen aus, wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin. Egal ob im eigenen Land oder im Ausland. Egal ob gegenüber Deutschen oder Ausländern.

Tatsächlich bin ich sehr froh, in diesem Land zu leben. Denn Deutschland ist eine stabile und wehrhafte Demokratie und durch die gelebte Ordnung ein Land, in dem man überwiegend sicher leben, Chancen verwirklichen kann und in dem vor allem eines möglich ist: Eine eigene Meinung zu haben.

Andere Länder – andere Vorbilder

Ich habe viele Länder bereits, deren Vorzüge, aber auch Nachteile kennengelernt. Deswegen bin ich ingesamt sehr zufrieden mit meinem Heimatland – obwohl es immer wieder Dinge gibt, die man ändern, verbessern oder abschaffen oder neu schaffen muss.

Wenn mich im Ausland jemand fragt, wo ich herkomme, sage ich “Pfalz”. Denn das ist meine unmittelbare Heimt. Dann sage ich Deutschland. Und manchmal erzähle ich, dass ich ein “Exil-Ossi” bin. Meine Eltern stammen aus Rostock und Dresden, ich bin in Ludwigshafen geboren und in der Pfalz aufgewachsen. Heute lebe ich in Nordbaden.

Ich fühle mich als Deutscher nicht durch Fußballer vertreten. Es kränkt nicht mehr Ehre, wenn die deutsche Mannschaft verliert oder schlecht spielt. Es hat keinen Einfluss auf meine Meinung oder meine demokratische Überzeugung gar mein Selbstbewusstsein. Bislang spielt die deutsche Elf gut und ich verfolge gespannt jedes Spiel, weil es mich “unterhält”.

Und großen Respekt zolle ich der spanischen Mannschaft, die insgesamt sehr stark spielt und vor allem sehr fair – ich wäre froh, wenn sich andere daran orientieren würden. Denn das verdient Respekt.

 

Verdienter Sieg über die Dänen – Einzug ins Viertelfinale

Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red/mb) Das letzte Spiel der Gruppenphase ist getan! Die Deutschen gingen gestern Abend nach einer Zitter-Partie mit dem 2:1 als verdienter Sieger vom Feld. Jedoch fiel der deutschen Nationalelf dieser Sieg nicht einfach in den Schoß. Die Dänen waren ein starker Gegner, sodass die deutsche Mannschaft kämpfen musste. Das letzte Spiel der Gruppenphase ist rum und der Sieg bedeutet für die Deutschen den Einzug ins Viertelfinale.

Von Michèle Baumann

Es war ein spannendes Spiel. Sowohl die deutsche als auch die dänische Mannschaft präsentierten sich stark. Trotzdem dominierten die Deutschen das Spiel, hatten mehr Ballbesitz und Torchancen. Gleich zu Spielbeginn ergaben sich für die Mannschaft einige Torchancen, diese konnten sie aber nicht erfolgreich verwerten. Der Wille, das Spiel zu gewinnen war klar zu sehen und die deutsche Mannschaft präsentierte sich spielsicherer als zuvor. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen gegen Portugal und Holland, konnten die Deutschen den Ball besser halten und erkämpften ihn sich durch Schnelligkeit. Sie ließen sich auch nicht abwimmeln, gewannen die Zweikämpfe.

Trotz der Steigerung war zu erkennen, dass die deutsche Mannschaft noch nicht auf ihrem Spielniveau angelangt ist. Wir kennen sie noch stärker, noch ballsicherer als sie sich die letzten Spiele präsentierten. Auch Trainer Jogi Löw weiß, dass es noch einiges an Verbesserungen zu erledigen gibt. Er ist jedoch stolz auf seine Mannschaft mit einem solchen Ergebnis über eine so starke Vorrundengruppe in das Viertelfinale einzuziehen. Bis zum Freitag wollen sie im Spiel gegen die Griechen bestens vorbereitet sein und ihre Leistung noch weiter steigern, um auch diesen starken Gegner zu besiegen. Bis dahin sollen auch Schweinsteiger, der lange verletzt war, und Özil wieder auf ihrem Spielniveau angekommen sein. Die beiden konnten bis jetzt leider noch nicht so glänzen, wie sie es sonst tun.

Bender-Klasse

Die Abiturientin Michèle Baumann (17) ist Fußball-Fan, absolviert bei uns ein Praktikum und kommentiert die deutschen Spiele der EM 2012 bei uns.

Nach vielen Torchancen der deutschen Mannschaft schoß Lukas Podolski in der 19. Minute das 1:0. Das Tor verschaffte der jungen Mannschaft Sicherheit. Jedoch folgte bereits in der 24. Minute der Gleichstand durch Michael Krohn-Dehli. Nach dem schnellen Ausgleich zeigten sie die Deutschen verwirrt, schienen das Spiel ein wenig schleifen zu lassen. Kurz vor der Halbzeitpause hatten Müller und Gomez Rießenchancen, jedoch blieb ein Tor aus und so ging die deutsche Mannschaft mit einem Unentschieden vom Platz. In der zweiten Halbzeit dominierten die Jogi-Jungs weiterhin. In der Mitte der zweiten Halbzeit führten sie überwiegend den Ball, kamen jedoch auf Grund der starken dänischen Abwehr nicht richtig in den Strafraum. Die Dänen zeigten sich offensiv eher zurückhaltend und kamen deswegen kaum nach vorne. Trotzdem war es weiterhin ein Zitter-Spiel, da sowohl die deutsche als auch die dänische Mannschaft mit einem Sieg vom Spielfeld gehen wollten.

In der letzten Viertelstunde drehte die deutsche Mannschaft nochmal auf und präsentierte sich sehr sicher. Dies zahlte sich aus. Der Ersatzspieler Lars Bender, 23 Jahre alt, der für den gesperrten Boateng, eingesetzt wurde, erzielte in der 80. Minute das 2:1 für Deutschland. Ein äußerst wichtiges Tor! Ein Tor der “Bender-Klasse”. Im Stadion hört man die Fans bereits “Sieg” rufen und auch ich war erleichtert – wenngleich nicht über das skandierte “Sieg”, das klang unheimlich.  Die letzten zehn Minuten waren trotzdem noch nervenaufreibend, man hoffte das jetzt nicht noch ein Anschlusstreffer der Dänen fallen würde. Dem war glücklicherweise nicht so. Mit dem Führungstreffer von Lars Bender ging die deutsche Mannschaft nicht nur als verdienter Sieger vom Platz, sondern sicherte sich auch den Einzug ins Viertelfinale. Das Finale rückt immer näher! JIPPIEEEE! Ich bin mir sicher, dass die Deutsche Mannschaft auch am Freitag als Sieger vom Platz gehen wird und freue mich schon auf ein hoffentlich spannendes Spiel!

Geopark-Veranstaltung am kommenden Sonntag

Mit dem Mountainbike zum Heiligenberg

Bergstraße, 17. April 2012. (red/pm) Mit dem Mountainbike von Oberflockenbach über Wilhelmsfeld und den Weißen Stein zum Heiligenberg am kommenden Sonntag, 22. April 2012.

“Der Heiligenberg verfügt über mehrere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den keltischen Ringwall aus dem 4. Jahrhundert vor Christi, das Michaelskloster mit seinen beiden Türmen, das später erbaute Stephanskloster, den Heiligenbergturm, und die 1935 erbaute Thingstätte, die seit einigen Jahren wieder als Freilichtbühne genutzt wird.

Die Herkunft des 55 m tiefen Heidenlochs ist ungeklärt. Erste Zeugnisse früher Besiedlung finden sich z.B. in Form von Pfeilspitzen aus der Spätsteinzeit etwa 5000 vor Christus.

Von Oberflockenbach geht es mit dem Mountainbike am Eichelberg entlang durch den vorderen Odenwald auf der „Hohen Straße“ nach Wilhelmsfeld und über den Weißen Stein zum geschichtsträchtigen Heiligenberg.

Abgesehen von der landschaftlich schönen Strecke, bietet diese Tour auf engem Raum tiefe Einblicke in die frühe Siedlungsgeschichte unserer Region. Die Tour ist etwa 45 km lang und dauert etwa sechs Stunden.”

Info: Abfahrt Sonntag, 22. April 2012, um 11:00 Uhr am Ortszentrum Oberflockenbach an der „Rose“. Helmpflicht, Regenschutz empfohlen. Anmeldung telefonisch: 06201-23809. E-Mail: info@omb-tours. Teilnahme kostenlos.

Mathaisemarkt-Boxen: Baden-Württemberg dominiert Bayern

Blutige Nasen und fliegende Fäuste

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Die Boxer stehen sich im Vergleichskampf Baden-Württemberg vs. Bayern gegenüber.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 05. März 2012. (red/cr) Die Baden-Württemberger Auswahl triumphiert. Mit neun von zwölf Siegen, darunter auch ein echter KO, bezwangen die Boxer aus Baden-Württemberg die Gäste aus Bayern.

Von Christian Ruser

Vor dem Festzelt des Mathaisemarkts stehen Dutzende von Sportbegeisterten friedlich in der Schlage, um sich ein Ticket für den Vergleichskampf Bayern – Baden-Württemberg zu sichern. Im Zeltinneren füllen sich die Plätze um den Boxring und die Spannung steigt. Es hat schon einen Hauch von Las Vegas, als der Ehrenpräsident des Deutschen Boxsport-Verbands.eV.  die Mannschaften aus Bayern und Baden-Württemberg begrüßt.

Die Bayern werden von Boxern aus Thüringen unterstützt, da einige Kämpfer krankheitsbedingt ausfallen. Es haben sich aber zwölf Sportler gefunden, die den Gastgebern in der roten Ecke die Stirn bieten wollen. Neben drei Juniorenkämpfen und den acht Männerpaarungen, wird es in diesem Jahr zum ersten Mal auch einen Kampf zwischen zwei Boxerinnen geben. Romana Mayer wird für Bayern gegen Anna Rommerskirchen kämpfen. Für beide ist es ihr zweiter Kampf.

Die Mannschaften nehmen im Ring Aufstellung, die einzelnen Boxer reichen sich die Hände. Nach dem traditionellen Sportlergruß und einem dreifachen “Ringfrei”-Ruf, kann der erste Kampf beginnen. Die Kämpfe werden über drei Runden gehen.

Baden-Württembergs Boxjugend ist nicht zu stoppen

Die Vergleichskämpfe beginnen mit den Junioren. Den Anfang machen der Thüringische Landesmeister Ali Ablulamer und der mehrfache Baden-Württemberg-Meister Nurshan Bisenov.

Der Bayer ist wendig und dominiert schnell den Ring. Doch lässt er immer wieder Lücken in seiner Deckung, die Nurshan Bisenov ausnutzt, um Jap zu schlagen und die eine oder andere Kombination anzubringen. Nach drei Runden ist es vorbei. Für die Kampfrichter steht fest, Sieger nach Punkten ist Nurshan Bisenov.

Ein gelungener Auftakt für Baden-Württemberg. Das beflügelt Bisenovs Teamkollegen ebenfalls zu Höchstleistungen. Denis Schneider bezwingt Zanar Ossur und Alexandros Sisca dominiert Serkan Celik. Somit entscheiden die Boxjunioren alle drei Kämpfe für Baden-Württemberg.

Ende der Siegesserie

Den ersten Kampf der Männer kann Diaz Kuzembaew ebenfalls für die Gastgeber entscheiden, doch dann stoppt der 27- jährige Eugen Dahinten erstmal die Siegesserie. In einem schönen, aber sichtlich anstrengenden Kampf zeigt er gegen Sinan Bayrak den kühleren Kopf. Auch wenn bei beiden Sportlern die Schwinger in Runde drei oft ins Leere gehen, kann Dahinten zwei von drei Runden für sich entscheiden. Dahinten boxt sich also nach vorne. Auch Alexej Schewtschuk kann den Sieg nach Bayern holen.

Zum ersten Mal Frauen in Ring

Nun kommt es zur Premiere. Ramona Mayer tritt für Bayern in die rote Ecke. In der blauen Ecke nimmt die Schriesheimerin Anna Rommerskirchen unter lautem, lokalpatriotischem Beifall ihre Position ein. Kaum ist die Glocke geschlagen, stürmt sie bereits auf ihre Gegnerin zu, schlägt Japs und täuscht an. Romana Mayer ist sichtlich in der Defensive. Anna Rommerskirchen gelingt es über drei Runde klar zu dominieren und holt so wieder einen Sieg nach Baden-Württermberg.

Die Schriesheimerin Anna Rommerskirchen (rechts) brilliert gegen Ramona Mayer.

 

Schwere Jungs im Ring

Nach einer kleinen Pause geht es weiter. Nun kommen die “schweren Jungs”, wie sie Kranz gerne nennt. Doch von Schwere ist im Ring überhaupt nichts zu spüren. Mit einem enormen Tempo legt Albert Mut vor. Sein Gegner aus Augsburg, Jeremy Bens, wirkt bereits in Runde 1 deutlich angeschlagen. In Runde 2 zeigt er zwar mehr Kampfwillen, doch ist Albert Mut entschlossen den Kampf zu gewinnen. Er siegt nach Punkten mit zwei zu eins.

Ringrichter bricht Kampf ab

Dass es nicht nur in den Kampfklassen immer schwerer, sondern auch härter wird, zeigt sich deutlich im Kampf zwischen Steve Wasielewski und Igor Teziev. Obwohl beide Boxer erst 20 bzw. 19 Jahre alt sind, kämpfen sie auf hohem Niveau.

Wasielewski ist Thüringischer Landesmeister 2010 und Vizemeister 2011. Der Esslinger Tezievwar Deutscher Juniorenmeister 2010 und Deutscher Vize Meister der U21 2011. Fäuste fliegen, man versucht den Gegner zu umlaufen. Ist erst eine Lücke in der Deckung gefunden, wird sie mit einem Hagel an Schlägen ausgenutzt.

Doch kann Igor Tetziev seine Treffer besser platzieren, so dass sein Gegner zwei Mal angezählt wird. In der dritten Runde schließlich, eine Kombination von Schlägen hatte gerade erst Wasielewskis Helm verschoben, schreitet der Ringrichter ein und bricht den Kampf ab. Ein deutlicher Sieg für Baden-Württemberg durch RSC (referee stops contest), also Technischer KO.

KO kurz vor Schluss

Im folgenden Kampf scheint das Glück mehr auf Seiten der Bayern zu liegen. Beide Kämpfer haben noch keine zehn Kämpfe hinter sich, haben aber eine gute Technik. Durch seine gute Beinarbeit kann Berisha Artjom  aus Bayern die Schläge von Roman Lysun oft ins Leere laufen lassen. Selbst gelingen ihm platzierte Treffer, die an der Konstitution seines Gegners zehren. Aus dem Publikum werden vereinzelte Anfeuerungsrufe laut, doch glaubt keiner mehr an den Sieg. In der dritten Runde gelingt Roman Lysun  jedoch die Überraschung. Mit einem Leberhaken schickt er den anderen Boxer auf die Bretter. Sieg durch Knockout!

So setzt auch Andreas Wahl die Siegesserie für Baden-Württemberg fort. Er siegt  mit zwei zu eines nach Punkten. Für das Publikum eine Überraschung, die es teilweise mit empörten Pfiffen kommentiert, hatte am Ende der Bayer Roman Gorst doch klar dominiert. Viele im Publikum schütteln voller Unverständnis den Kopf. Eine Reaktion, die sich Heinz Altenkirch, dienstältester Punktrichter in Deutschland, so erklärt:

Die Leute nehmen die letzte Runde im Kopf mit.

Die hat nach Meinung von Heinz Altenkirch der bayerische Gorst deutlich gewonnen. Nicht aber die ersten beiden – also ist der Sieger Andreas Wahl.

Sichtlich angeschlagen: Andreas Becker


Ehrenrettung für Bayern

Im letzten Kampf zeigen die Bayern nochmal, dass sie siegen können. Im Superschwergewicht dominiert der 21-jährige Romano Kujak aus Würzburg in allen drei Runden den Ring. Er siegt mit klaren 3:0 Punkten gegen den 32-jährigen Andreas Becker aus Karlsruhe.

Die Boxmatinee in Schriesheim entscheidet Baden-Württemberg mit 18 Punkten eindeutig gegen Bayern, die nur sechs Punkte erreichen.

Das gemischte Publikum war mit den teils sehr spannenden Kämpfen zufrieden. Natürlich wurde im Anschluss viel gefachsimpelt – man ließ die besonders spannenden Momente noch einmal Revue passieren. Boxen auf dem Schriesheimer Mathaisemarkt ist und bleibt eine herausragende Veranstaltung.

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