Freitag, 24. Mai 2013

Eine Studie gibt Einblick, welche BĂŒrger protestieren und Beteiligung verlangen

Zeit, Wissen und eine gut gefĂŒllte Kriegskasse

Die BĂŒrgerinitiative zum Erhalt der Breitwiesen bei der Übergabe von mehr als 5.000 Überschriften. Der Lohn: Der BĂŒrgerentscheid am 22. September 2013. Ganz links: OB Bernhard, Mitte: Fritz Pfrang.

 

Weinheim/Heddesheim/Ilvesheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 07. MĂ€rz 2013. (red/zef/tegernseerstimme.de) Egal, ob die aktuellen Debatte um den Neubau der NeckarbrĂŒcke an der L597 oder die Proteste gegen den Bau eines Logistiklagers der Firma Pfenning in Heddesheim oder die Auseinandersetzung um die Weinheimer Breitwiesen. Schaut man sich die VerĂ€nderungen der letzten Jahre in der Lokalpolitik an, wird eines offensichtlich: Es gibt vermehrt Protest. Die spannende Frage, die sich dahinter verbirgt: Wer sind die BĂŒrger, die protestieren und was bezwecken sie? [Weiterlesen...]

Vorstandssitzung bei den Freien WĂ€hlern

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Hirschberg, 23. Juli 2012. (red) In einer gut besuchten Vorstandssitzung am 19.07.2012  bearbeiteten die Freien WĂ€hler Hirschberg ihre Grundsatzaussagen, gingen auf das laufende Bebauungsplanverfahren „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Großsachsen ein und besprachen erfolgte und anstehende Veranstaltungen. Aus dem Kreis der Teilnehmer wurden Fragen wie LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimerstraße in Leutershausen, Ampelschaltungen und die Nutzung von Feldwegen angesprochen.

Von Volker Ehret

Alexander May ging nach der BegrĂŒĂŸung der zahlreich erschienen Vorstandsmitglieder gleich auf die von Peter Johe neu gefassten Grundsatzaussagen ein.  Hervorzuheben sind folgende Punkte: Die Freien WĂ€hler begrĂŒĂŸen es, dass Hirschberg an dem Modellversuch teilnehmen kann, bei dem  Kinder mit und ohne Behinderung in den Schulen gemeinsam lernen (Inklusion). Auch wenn diese Form des Unterrichts eine Herausforderung fĂŒr alle Beteiligten sein wird, hat der Modellversuch die volle UnterstĂŒtzung der Freien WĂ€hler. Bei der Werkrealschule mĂŒsse man die Entwicklung landesweit abwarten.

Bei den Finanzen stehe Hirschberg im Vergleich mit anderen Gemeinden trotz der hohen Investitionen beim Hilfeleistungszentrum und fĂŒr den OEG-Ausbau immer noch sehr gut da. Dies werde vor Allem deutlich, wenn man das Ergebnis von 2011 berĂŒcksichtige – es wurden Mehreinnahmen von rund 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Entwicklung bestĂ€tige die Freien WĂ€hler.

Wie schon wiederholt dargelegt, wird die Förderung des Einzelhandels als nicht einfach eingestuft. Die Gemeinde könne nur die Rahmenbedingungen verbessern. Das Ziel mĂŒsse nach wie vor sein, das Sterben von EinzelhandelsgeschĂ€ften in Hirschberg zu beenden.

Gewerbepark sichert Zukunft

Den Gewerbepark Hirschberg stufen die Freien WĂ€hler als richtige Entscheidung ein, sie sehen darin auch eine Sicherung der ZukunftsfĂ€higkeit.  Seine Lage ist weiterhin sehr attraktiv, eine mögliche Erweiterung wird begrĂŒĂŸt. Dass dabei die verkehrlichen Probleme und die Belastbarkeit der Hirschberger Verkehrswege beachtet werden mĂŒssen, wird als selbstverstĂ€ndlich angesehen.

Die Errichtung einer weiteren Trainingshalle wird nach wie vor als notwendig betrachtet und auch als finanzierbar – gerade mit Blick auf das Ergebnis fĂŒr 2011 -  eingestuft. Windkraftanlagen entlang der Bergstraße sollten grundsĂ€tzlich zulĂ€ssig sein, dabei mĂŒssen eine Abstimmung mit den anderen Gemeinden und StĂ€dte erfolgen und die Empfehlungen der Fachbehörden beachtet werden.

Besser verdichten als neu erschließen

Der Vorhaben bezogene Bebauungsplan Breitgasse/Drittelsgasse in Großsachsen wird von den Freien WĂ€hlern nach wie vor begrĂŒĂŸt, Innenverdichtung ist grundsĂ€tzlich der Erschließung neuer Baugebiete vorzuziehen. Im Bebauungsplanverfahren können Bedenken und Anregungen vorgetragen werden, diese BĂŒrgerbeteiligung ist wichtig und darf nicht in Frage gestellt werden. Der Stil und auch der Inhalt mancher BeitrĂ€ge im Zusammenhang mit dem vorgenannten Bebauungsplan lassen jedoch viel Unsachlichkeit erkennen. Stimmungsmache in solchen Verfahren wird abgelehnt. Wenn fĂŒr alle FlĂ€chen der Ortsetter Großsachsen und Leutershausen die angestrebten BebauungsplĂ€ne realisiert sind, werden  Innenverdichtungen einfacher zu handhaben sein.

Die letzten Veranstaltungen (Besuch des Biomassekraftwerks der AVR in Sinsheim und Blick hinter die Kulissen im Schlossgarten Schwetzingen) seien erfolgreich gewesen, May dankte den Organisatoren.

Wie zu erfahren war, ist die Fahrt zur Sommerrodelbahn im Rahmen der Ferienspiele bereits wieder ausgebucht. Die Freien WĂ€hler werden die Teilnehmer mit Privat-PKW nach Kreidach hin und zurĂŒck bringen und den Kindern das Herunterflitzen mit den Bobs mit viel Spaß und Freude ermöglichen.

LĂ€rmende Partyheimfahrer

Aus dem Teilnehmerkreis wurde ĂŒber stĂ€ndigen LĂ€rm an Wochenenden in der unteren Heddesheimer Straße geklagt. Die Belastung gehe von abends 22 Uhr bis mitunter morgens 4 Uhr. Die Folge seien Schlafstörungen bei den Anwohnern. Es wird vermutet, dass Jugendliche im oder beim Jugendhaus oder im Sportstadion lautstarke Feten abhalten und in nicht mehr nĂŒchternem Zustand auf dem Weg zum OEG-Bahnhof keine RĂŒcksicht auf die Anwohner nehmen.

Diese LĂ€rmbelĂ€stigungen gingen schon recht lange, man sei nicht mehr bereit, sie lĂ€nger zu ertragen. Die Anwohner hĂ€tten an BĂŒrgermeister Manuel Just einen Brief geschrieben und um ein GesprĂ€ch gebeten. Die Gemeinde selbst habe auch finanzielle Nachteile, da SachbeschĂ€digungen an Gemeindeeigentum durch die Jugendlichen erfolgt seien.

KĂŒrzer warten an der Ampel

Auch die Wartezeiten an Ampel bestĂŒckten Kreuzungen in Hirschberg waren ein Thema des Abends. Die Wartezeiten seien ohne Frage kĂŒrzer geworden und zum Teil hinnehmbar. Wenn jedoch ab Ende Juli die Taktverdichtung bei der OEG morgens und nachmittags komme, werden von den Freien WĂ€hlern gravierende Probleme erwartet.

Aus dem Teilnehmerkreis wurde angeregt zu ĂŒberprĂŒfen, wie es mit der Nutzung von Wegen stehe, die zwar nur fĂŒr landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen seien, jedoch zu BauernlĂ€den fĂŒhren. Daneben stelle sich die Frage, ob Mitglieder der Feuerwehr bei der Anfahrt zum Hilfeleistungszentrum mit ihrem Privat-PKW die Galgenstraße benutzen können.  Peter Johe will dies bei BĂŒrgermeister Just ansprechen.

Alexander May dankte fĂŒr den Besuch und wies zum Schluss auf die Veranstaltung im September hin. Am 16.09.2012 laden die Freien WĂ€hler zu Neuem Wein und Zwiebelkuchen auf dem Obsthof Volk ein.

Anmerkung der Redaktion: Volker Ehret ist Pressereferent der Freien WĂ€hler Hirschberg

Leserbrief zu Breitgasse 41 / Drittelsgasse

“Hier wird ein Denkmal zerstört”

Hirschberg, 04. Juli 2012. (red/gast/ma)  Die Gemeinde Hirschberg plant ihre Ortgebiete Breitgasse 41 / Drittelsgasse neu zu bebauen. Es gibt jede Menge BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die in dieser Form dagegen sind.

Leserbrief von Rembert Boese:

“Denkmalzerstörung in Hirschberg-Großsachsen durch das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse.

Ein 499 Jahre altes Bauwerk, wahrscheinlich das Älteste in Großsachsen, soll in der Breitgasse 41 abgerissen werden. “Nicht erhaltenswert“ urteilt die Denkmalschutzbehörde des RegierungsprĂ€sidiums Karlsruhe! Das kommt dem Heddesheimer BautrĂ€ger, der das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse betreibt, sehr entgegen, denn die GebĂ€ude sollen nach seiner Planung alle abgerissen und das GelĂ€nde mit vier, zum Teil sehr großen WohngebĂ€uden, dicht bebaut werden.

Mitten in der jahrhundertealten Ortsstruktur wird somit eine Bebauung entstehen wie in einem Neubaugebiet. In der Zustimmung dazu sind sich der BĂŒrgermeister und Gemeinderat einig, mit Ausnahme der GrĂŒnen RĂ€te und bei Stimmenthaltung eines FW-Gemeinderates. Die Mehrheit findet nichts dabei, das Gewölbe und die gesamte frĂ€nkische Hofanlage abreißen zu lassen.

Sorge um ParkplÀtze wichtiger als Historie

Die Sorge, ob die ParkplĂ€tze fĂŒr große Autos geeignet seien, ist wichtiger als der Umgang mit historischer Bausubstanz.

500 Jahre Baugeschichte Hirschberg-Großsachsen könnte nĂ€chstes Jahr gefeiert werden. Die Jahreszahl 1513, die Ă€lteste Inschrift Großsachsens befindet sich auf dem Gewölbekeller. Das muss man sich mal vorstellen: 500 Jahre alt! Damals war Martin Luther noch Augustinermönch in Wittenberg, war 1510/11 nach Rom gepilgert und hatte den in Bau befindlichen Petersdom gesehen.

Der Gewölbestein wurde in der gleichen Entstehungszeit gesetzt. Den DreißigjĂ€hrigen Krieg hat er dann ĂŒberstanden, das GebĂ€ude darĂŒber ist möglicherweise dabei abgebrannt, vielleicht im Laufe der Jahrhunderte mehrmals, öfters ist es erneuert worden. Im 19. Jhd. wurde dann eine mĂ€chtige Scheune darĂŒber gebaut. Das alles hat der Gewölbekeller unbeschadet ĂŒberstanden.

PrÀgendes Ortsbild wird zerstört

Das soll jetzt alles verschwinden? Zu schnöden ParkplÀtzen eingeebnet werden? Schotter wird wohl aus den drei behauenen Sandsteinen gemahlen! Dass hier Historie und ein prÀgendes Ortsbild zerstört wird, ist dabei kein Problem. Der Erhalt eines solchen Baudenkmales ist meiner Meinung nach eine Sache der WertschÀtzung der vorangegangenen Generationen. Es ist eine Frage des Kulturbewusstseins und der Identifikation mit dem Ort und seinem historisch wunderschön gestalteten Ortsbild.

Hier wird jetzt ohne wirkliche Not ein Kultur-Gut zerstört. Sicher kann man nicht alles konservieren und belassen wie es immer war. Aber man kann es intelligent neu gestalten. Wunderschöne WohnhĂ€user sind so gebaut worden: z.B. in der Kirchgasse 1a und 35a in Großsachsen, wo historische Gewölbekeller formvollendet in einen Neubau integriert worden sind.

BĂŒrger – beteiligt Euch!

Alle Hirschberger BĂŒrger können versuchen das noch zu verhindern. Im Rahmen des verkĂŒrzten vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens Breitgasse/Drittelsgasse können sie mit diesem und anderen Argumenten Einspruch gegen den geplanten Abriss der Hofanlage erheben. Das kann bis zum 16.7. noch geschehen. Der Gemeinderat hat es dann mit seiner Beschlussfassung in der Hand, ob er der vorliegenden, zerstörenden Planung zustimmt oder einer Bebauung, die stĂ€dtebaulich, ökologisch und bauhistorisch ausgewogen begrĂŒndet ist, den Vorzug gibt. Es wĂ€re auch ein gutes Beispiel gelungener BĂŒrgerbeteiligung bei Planungsprozessen und damit ein Gewinn fĂŒr die Gemeinde.

Ausflug der Arbeiterwohlfahrt Hirschberg-Großsachsen

Fahrt zum Haus der Andacht und Besichtigung der Saalburg

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EuropĂ€isches Haus der Andacht der BahĂĄ'Ă­. Foto: AWO Großsachsen.

Hirschberg, 29. Mai 2012. (red/hme) Ausflug des AWO Ortsvereins Hirschberg-Großsachsen zum europĂ€ischen Haus der Andacht der BahĂĄ’Ă­. Besichtigung des rekonstruierten römischen Kastells “Saalburg”.

Information der AWO Hirschberg-Großsachsen:

“Gestartet wurde in Leutershausen. Es ist erfreulich, dass die gemeinsamen AusflĂŒge bei beiden Ortsvereinen Anklang finden. Nach dem auch die Großsachsener eingestiegen waren, ging die Fahrt nach Hofheim-Langenhain in Hessen zum europĂ€ischen Haus der Andacht der BahĂĄ’Ă­.

Im Informationszentrum wurden wir herzlich empfangen. Nach einem kurzen Informationsfilm ĂŒber die BahĂĄ’Ă­-Religion wurde lebhaft nachgefragt. Viele Teilnehmer hatten noch nie etwas von dieser im 19. Jahrhundert in Persien entstandenen Religion gehört.

Das Ziel der BahĂĄ’Ă­-Religion ist die Einheit der Menschheit. Sie anerkennt alle an einen Gott glaubende Religionen wie das Judentum, Christentum und den Islam als vorherige Offenbarungen Gottes. Alle heiligen Schriften nutzt sie als Quelle auch in ihren Andachten. Überzeugung der BahĂĄ’Ă­ ist: Religion entwickelt sich weiter und Gott offenbart sich auch heute.

Dann ging es in das Haus der Andacht, ein beeindruckend schöner und gleichzeitig schlichter Bau. Nach einer ruhigen Pause, man könnte fast Andacht dazu sagen, verließen wir den gastlichen Ort.

NÀchstes Ziel war die Saalburg im Taunus. Ein römisches Kastell das auf den gefundenen Restmauern durch Kaiser Wilhelm II. rekonstruiert wurde. Da Mittagszeit war, lag es nahe in der Taberna des Kastells römische Gerichte zu probieren.

Die anschließende FĂŒhrung durch die verschiedenen GebĂ€ude des Kastells zeigte die Arbeits- und Lebensbedingungen der römischen Soldaten. Sie mussten sich fĂŒr 25 Jahre verpflichten und erhielten danach den angesparten Teil ihres Soldes und römische BĂŒrgerrechte.

Gefragt wurde auch: Kannten die Römer Pommes? NatĂŒrlich nicht, ihnen fehlte ja die Friteuse – falsch: sie kannten keine Kartoffeln, denn die kamen erst mit Kolumbus aus Amerika nach Europa.

Das Leben der aus allen Ecken des Reiches rekrutierten Soldaten, die KĂ€mpfe mit den „Barbaren“ und letztlich der Untergang der Saalburg wie des römischen Reiches wurden geschildert.

Noch ein paar eigene Erkundungen des schönen GelĂ€ndes oder ein Kaffee in der Taberna (kannten die Römer auch nicht) und dann war schon Zeit fĂŒr die RĂŒckfahrt.”

Gastbeitrag: PrivatsphĂ€re im Internet – Der glĂ€serne User

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Von Martin Heilmann

Freuen Sie sich ĂŒber Werbeanzeigen im Internet, die genau auf Sie zugeschnitten sind? Das Ihnen exakt Ihre Lieblingsschuhmarke oder das seit Wochen gesuchte Technikprodukt offeriert wird? Ja? Haben Sie sich jemals gefragt, wie das möglich sein kann?

Das Internet ist nicht intelligent. Es kann nicht wissen, welche Produkte Sie prĂ€ferieren. Es gibt aber Programme im Internet, die eines können: Daten ĂŒber Sie sammeln und diese speichern.

Persönliche Daten sind lukrative Informationen fĂŒr die Werbewirtschaft. Je detaillierter die Angaben, desto besser. Umso zielgerichteter kann der Werbende Sie persönlich “ansprechen”.

Grundinfos sind Namens-, Adressen- und Altersangaben sowie die Telefonnummer und die Emailadresse, die zum Beispiel bei kostenlosen Gewinnspielen angegeben werden. Je hĂ€ufiger Sie bei Gewinnspielen mitmachen, desto voller dĂŒrfte das Spamfach des Emailkontos sein. Das kennt man auch von Payback-Karten und Treueaktionen bei SupermĂ€rkten, Einkaufszentren und Tankstellen. Dann ist es eben der Briefkasten, der mit Reklameschreiben “zugemĂŒllt” wird.

Neben den „aktiv“ preisgegebenen Informationen hinterlĂ€sst ein Internetnutzer beim „Surfen“ „passiv“ Daten. Kleine Programme – sogenannte Cookies – beobachten und scannen Internetuser. Cookies können sich unter anderem Suchbegriffe und das Nutzerverhalten („tracking“) „merken“.

Cookies von Dritten löschen – Einfache Datenschutzeinstellungen

Um dem „Tracking“ und „Cookies“ das Leben zu erschweren, gibt es Internetbrowser-Einstellungen, die fĂŒr etwas mehr AnonymitĂ€t im Internet sorgen können.

Datenschutz beim Internetbrowser Firefox. U.a. Cookies können gelöscht werden.

Bei Firefox gelangt man ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Einstellungen und dann in der Kategorie Datenschutz in den betreffenden Bereich (siehe Bild). Beim Internetexplorer ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Interneteinstellungen in der Kategorie Allgemein.

Selbst wann und wie lange man sich auf Internetseiten aufhĂ€lt, kann nahezu problemlos ĂŒber diese Programme festgestellt werden. Sich der stĂ€ndigen Datensammlung im Internet zu entziehen, scheint fast unmöglich. Über die IP-Adresse, die jeder Nutzer beim „Surfen“ als eigene spezifische Internetadresse bzw. Kennung mitschickt, kann das Nutzerverhalten verfeinert und personifiziert werden. Internetseitenbetreiber können dies nutzen und haben es nach kurzer Zeit nicht mehr allzu schwer, Ihnen passende Angebote anzupreisen. (Ähnlich verhĂ€lt es sich ĂŒbrigens auch bei oben beschriebenen Kundenkarten von SupermĂ€rkten usw..)

Gibt es im Internet ĂŒberhaupt eine PrivatsphĂ€re?

Immer mehr Unternehmen tummeln sich im Internet und machen Nutzer zu glÀsernen Kunden. Nutzer, die im Internet unterwegs sind, glauben sich dort frei und völlig anonym bewegen zu können. Die wohl bekanntesten Datensammler im Internet sind Unternehmen wie Facebook und Google.

Stellt der „unbemerkte“ Lauschangriff im Internet fĂŒr uns eine Gefahr dar? Es hat doch etwas fĂŒr sich, dass man zum Beispiel bei Onlineshops nicht mehr selbst nach Lieblingsprodukten suchen muss, sondern diese einen förmlich “anspringen”.

Es ist aber durchaus bedenklich, dass es kaum möglich ist, nachzuvollziehen, wer alles und in welchem Umfang Informationen abgespeichert und darĂŒber hinaus – ĂŒber die Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen mit unserem EinverstĂ€ndnis – an Dritte weitergegeben hat.

Andererseits muss hinterfragt werden, ob man im „echten“ Leben allen und jedem preisgibt, wie unter anderem der aktuelle Beziehungsstatus ist, mit wem man wann und wohin Feiern/Essen gegangen ist, oder wer der aktuelle Arbeitgeber ist und wie die frĂŒheren hießen?

Zuhauf werden freiwillig derartige Informationen in sozialen Netzwerken preisgegeben. Wenn dazu noch der richtige Wohnsitz samt Anschrift und Altersangabe kund getan werden, dĂŒrfte der „Informations-Cocktail“ der Werbeindustrie mehrere Dutzend Euros wert sein.

Aus einem anonymen Internetnutzer kann schnell ein Mann aus Hirschberg werden, ĂŒber den Facebook weiß, dass er 45 Jahre alt ist, verheiratet ist, zwei Kinder hat, zwei Katzen sein Eigen nennt, und und und.

Datensammler mĂŒssen nicht „alles“ ĂŒber Sie wissen. Liefern Sie Ihnen persönliche Daten zumindest nicht „frei Haus“. Inwieweit von einer Gefahr fĂŒr den Internetnutzer gesprochen werden kann, lĂ€sst sich abschließend nicht klĂ€ren. In jedem Fall sind bis heute viele datenschutzrechtlichen Fragen nicht geklĂ€rt.

Hinweis der Redaktion:

Dieser Artikel ist von unserem Partner Tegernseer Stimme ĂŒbernommen, die wie unsere Redaktion auch Mitglied beim lokaljournalistischen Netzwerk istlokal.de ist.