Mittwoch, 22. Mai 2013

Hund, Katze und Ratte als Weihnachtsgeschenke, alle Jahre wieder

Wenn es unterm Weihnachtsbaum zweimal bellt

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Mischlingswelpe aus Wolfsspitz und Siberian-Husky. Foto: Wikipedia, Richard Bartz CC BY SA 2.5

Hirschberg, 21. Dezember 2012 (red/tt). Haustiere eignen sich nicht als Weihnachtsüberraschung, sagt Jutta Schweidler, Leiterin des Tierheims Weinheim. Dennoch werden jedes Jahr Tiere zu Weihnachten verschenkt. Wenn es dann Schwierigkeiten mit ihnen gibt, das Tier altert oder Tierarztkosten anfallen, wird es oft im Tierheim abgegeben oder sogar ausgesetzt.

Von Timo TammIhr Kind wünscht sich ein Tier zu Weihnachten? Sie wünschen sich ein Tier zu Weihnachten? Bevor es unter dem Weihnachtsbaum bellt, miaut, schnüffelt oder raschelt, sollte einiges geklärt sein: Wer geht morgens mit dem Hund raus? Wer füttert die Katze, wenn die Familie in den Urlaub fährt? Was, wenn der Schmusekater an Omas Gardinen klettern übt? Der Tierschutzbund bietet Informationsbroschüren zu den gängigen Haustierarten. Vor Ort berät das Tierheim.

Wie und wo bekommt man ein Tier vermittelt?

Wenn Sie ein Tier in der Tierhandlung kaufen, können Sie es nicht zurückgeben. Deswegen eignen sich Tierheime bei der Tiervermittlung deutlich besser.

sagt Jutta Schweidler. Dort könnten sich Tier und Halter vorher kennenlernen. Wie in den meisten Tierheimen kontrollieren die Mitarbeiter vor der Vermittlung, ob sich die Wohnung des Interessenten für eine Haltung des Tieres eignet. Bei abgegebenen Tieren weiß das Tierheim meist über dessen Vorgeschichte Bescheid und informiert den Interessenten. Bei ausgesetzten Tieren gibt es nur einen Bericht über das Verhalten während der Zeit im Tierheim. Überhaupt nicht geeignet, um sich ein Tier zuzulegen, sind laut Jutta Schweidler “Tiervermehrer”, bei denen man Tiere übers Internet meist ohne Impfschutz, Informationen und mit vielen Problemen kauft.

Welpen finden alle süß

Jungtiere finden alle süß. Wie viele von ihnen nach Weihnachten abgegeben werden, kann Schweidler nicht beziffern.  Bei Kleintieren und Katzen balle es sich am Jahresanfang, bei Hunden eher nicht. Meist werden Tiere über das ganze Jahr verteilt abgegeben, in Weinheim etwa 200 Hunde und noch deutlich mehr Katzen. Meist werden Tiere abgegeben, wenn sie älter werden, schwieriger oder sich die Lebensumstände des Halters ändern – sei es ein neuer Job, Jobverlust, ein Umzug, neugeborene Kinder, Allergien beim neuen Partner. Im Tierheim Weinheim sind momentan etwa 25 Katzen, 20 Hunde und etliche Kleintiere untergebracht.

Welches Tier eignet sich für mich?

Beim Tierschutzbund gibt es Broschüren über Aquarienfische, Hunde, Katzen, Nagetiere und Vögel. Exotische Tiere eignen sich überhaupt nicht für die Haltung in einer normalen Wohnung, so Schweidler:

Dazu muss man Spezialist sein und man braucht eine spezielle Umgebung.

Vor der Anschaffung sollte man sich folgende Fragen stellen, rät der Tierschutzbund:

  •   Passt das Tier in meine oder unsere Wohn- und Lebensverhältnisse?
  •   Wann bin ich wie lange zuhause?
  •   Habe ich oder meine Familie genügend Zeit für ein Tier?
  •   Kann ich dem Tier besonders beim Hund genügend Zeit und Raum für Auslauf bieten?
  •   Habe ich genügend Geduld für ein Tier?
  •   Gestattet mir mein Vermieter oder Hausverwalter eine Haltung des entsprechenden Tieres?
  •   Kann ich mir das Tier mit all seinen folgenden Kosten leisten?
  •   Kann ich auch in ein paar Jahren noch für das Tier sorgen?
  •   Sind mein Partner, meine Mitbewohner oder alle Familienmitglieder mit dem Hausgenossen einverstanden?
  •   Ist die Unterbringung bzw. Pflege bei einem Urlaub bzw. in den Ferien geregelt?

Tiere  kosten Geld und das nicht nur beim Kauf: Eine Kastration und die Impfungen können rund 100 Euro kosten. Je nach Größe und Alter des Tieres steigen die Tierarztkosten für Versorgung und Behandlung. Beim Tierheim Weinheim kostet die Vermittlung einer Katze 100 Euro. Ein Hund kostet 250 Euro. Diese Beträge decken die Kosten für die Kastration und Impfung, ohne die Tierheimtiere nicht abgegeben werden. Dazu kommen Futterkosten sowie Steuern und eine erhöhte Haftpflichtversicherung.

Weitere Informationen: Tierschutzverein Weinheim Zu den Fundtiergemeinden des Tierheims gehören Weinheim, Heddesheim, Hemsbach, Ladenburg, Schriesheim und Hirschberg. Mittwochs gibt es von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Möglichkeit mit Tieren Gassi zu gehen, Interessenten dazu können von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr kommen.

Die Künstlerin Christine Fischer ist vor Ort

„Atelier und Künstler VIII“ in der Rathausgalerie Hirschberg zusätzlich geöffnet

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Hirschberg, 18. April 2012. (red/pm) Die Ausstellung “Atelier und Künstler VIII” kann noch bis zum 06. Mai in der Rathausgalerie besucht werden. Eine der ausstellenden Künstlerinnen, Christine Fischer, ist am kommenden Sonntag von 11:00 bis 14:00 Uhr vor Ort.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

Die Ausstellung „Atelier und Künstler VIII" läuft noch bis zum 06. Mai. Bild: Rhein-Neckar-Kreis

“Zum letzten Mal haben interessierte Kunstfreunde die Möglichkeit in der Rathausgalerie Hirschberg die Ausstellung „Atelier und Künstler VIII” mit einer der ausstellenden Künstlerinnen zu besichtigen.

Am kommenden Sonntag, 22. April, ist dort die Künstlerin Christine Fischer von 11 – 14 Uhr vor Ort, die zusammen mit Andrea Niessen, Angelika Dirscherl und Ulrike Thiele ihre Arbeiten präsentiert. Zu sehen ist eine breite Palette künstlerischer Ansätze von Malerei über Objekte bis hin zu Installationen.

Die Ausstellung in der Rathausgalerie Hirschberg läuft noch bis 06. Mai, sie ist geöffnet unter der Woche von Montag bis Freitag 8 – 12 Uhr, Dienstag von 8 – 15 Uhr sowie Donnerstag von 14 – 18 Uhr.”

Matinee im Olympia-Kino

Picknick – Folk & anderes

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Hirschberg, 16. April 2012. (red/pm) Das aus einem zwanglosen Essen auch gute Unterhaltung resultieren kann, zeigt die Gruppe PICKNICK. Mit einem weitgefächerten Repertoire begeistern die Amateurmusiker ihre Fans. Am kommenden Sonntag treten sie um 11 Uhr im Olympia-Kino auf. Eintritt: 5 Euro.

Information des Olympia-Kinos:

“PICKNICK – so heißt die Gruppe, und Picknick war auch das ursprüngliche Ziel der Gruppe: sich zwanglos treffen zum Plaudern, Trinken, Futtern und Musizieren. Inzwischen ist etwas mehr daraus geworden, jedenfalls, was die Musik betrifft.

Der Stil der Musik ist unrein – nicht rein irisch, nicht rein (nord)amerikanisch und schon gar nicht rein osteuropäisch. Trotzdem (oder gerade deswegen?) hat die Musik den Zuhörern bisher gefallen. Bei PICKNICK treffen ganz unterschiedliche Talente aufeinander – die kernigen Sänger, zugleich Multi-Instrumentalisten, die brillante Flötistin, die temperamentvolle Geigerin und der Adoptivonkel dieser jugendlichen Crew, Wolfgang Buchholz; als vielseitiger Fiddler.

Die Musiker: Wolfgang Buchholz – Geige; Daniel Draxler – Gitarre, Mandoline, Banjo, Gesang; Andreas Knapp – Gitarre, Akkordeon, Mundharmonika, Gesang; Mareike Stein – Flöten; Helena Wachter – Geige.

Die Veranstaltung ist – nach dem sehr erfolgreichen Start im vergangenen September – die zweite in der neuen Reihe „Offene Bühne für Amateure“. Der Förderkreis Olympia-Kino hofft, dass sich weitere Musiker finden, die Lust haben, die Reihe fortzusetzen.

Sonntag, 22. April 2012, 11 Uhr (Matinee) Olympia-Kino – Hölderlinstr. 2 – 69493 Hirschberg-Leutershausen

Eintritt: 5 Euro (Benefiz fürs Kino) – Wein, Bier & Brezel werden dazu angeboten.”

Unbekannte demolieren Aussenspiegel und Antennen

Sachbeschädigung an mehreren Fahrzeugen

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Hirschberg-Leutershausen, 09. April 2012. (red/pol) In der Nacht auf Ostersonntag wurden von bisher unbekannten Personen die Aussenspiegel und Antennen an mehreren Fahrzeugen demoliert. 

Information der Polizei:

“In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden an mindestens sechs Pkw, welche im Bereich Hermann-Löns-Straße, Eichendorffstraße, Platanenstraße geparkt waren, die Außenspiegel abgetreten bzw. die Antenne abgeknickt.

Der bislang festgestellte Sachschaden beläuft sich auf rund 1000 Euro. Hinweise über verdächtige Personen erbittet das Polizeirevier Weinheim, Tel. 06201/10030.”

Meldungen aus der ATU-Sitzung

Haas’sche Mühle wird Wohnhaus und bekommt eine Reitanlage

Hirschberg, 15. Februar 2012. (red) Der Ausschuss für Technik und Umwelt diskutierte bei seiner Tagung am 15. Februar 2012 drei geplante Bauvorhaben. Für eine längere Debatte sorgte der geplante Bau einer Reithalle am ehemaligen Hotel “Haas’schen Mühle“.

Von Jörg Theobald

Bei der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU) standen drei Bauvorhaben auf der Tagesordnung. Darunter befand sich die Nutzungsänderung des ehemaligen Hotels “Haas’sche Mühle” zum Wohnhaus sowie der Neubau einer Reithalle auf dem selben Gelände.

Daneben stimmte das Gremium über den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Staffelgeschoss in der Hintergasse 15 und den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im Wilhelm-Busch-Ring 14 und 16 ab.

Neues Mehrfamilienhaus in der Hintergasse

Für das Mehrfamilienhaus mit Staffelgeschoss wurde bereits zum zweiten Mal ein Bauantrag gestellt. Der erste Bauantrag erfolgte bereits zum 22. November 2011. In seiner Sitzung am 06. Dezember 2011 lehnte der Ausschuss für Technik und Umwelt diesen Antrag jedoch ab.

Gegen den Bauantrag sprachen neben der zu geringen Anzahl an Stellplätzen vor allem die Form des Dachs. Zum damaligen Zeitpunkt hatte der Bauherr nur einen Stellplatz je Wohneinheit sowie ein Pultdach geplant. Laut ATU füge sich diese Dachform jedoch nicht in die Gegebenheiten der näheren Umgebung. Desweiteren sei bei der angespannten Parkplatzlage ein Stellplatz je Wohneinheit zu wenig.

Bei dem neuen Bauantrag wurden die genannten Mängel nun behoben. Mit einem Satteldach kommt der Bauherr dem Wunsch der Gemeinde nach einer einheitlichen Dachform nach. Zudem sind jetzt pro Wohneinheit zwei Stellplätze vorgesehen.

Nach Ansicht der Gremiumsmitglieder steht dem Bauvorhaben nun nichts mehr im Weg. Der Bauantrag wurde einstimmig angenommen.

Viele Abweichungen vom Bebauungsplan

Bei dem geplanten Einfamilienhaus mit Garage im Wilhelm-Busch-Ring herrschte Uneinigkeit im Ausschuss. Hintergrund waren eine große Anzahl an geplanten Abweichungen vom Bebauungsplan.

Bürgermeister Manuel Just sagte, dass zwar “viele Befreiungen beantragt” seien, es sich jedoch immer nur um “geringe Abweichungen” handele. Zudem seien viele der beantragten Befreiungen bereits bei anderen Bauvorhaben erteilt worden. Bei der geplanten Überschreitung der maximalen Grenzbebauung für den Bau der Garage sei zudem das Einverständnis des Nachbarn schriftlich vorliegend.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sagte, sie habe “die Garage zunächst gestört”, aber bei genauerer Betrachtung der Seitenansicht ergäbe sich ein “harmonisches Bild”. Dadurch könne die SPD dem Antrag vollkommen zustimmen. Thomas Thünker (FW) und Karl Schnell (CDU) stimmten ebenfalls sämtlichen Abweichungen im Namen ihrer jeweiligen Fraktionen zu.

Oliver Reisig (FDP) wieß zwar darauf hin, dass es sich “in Summe um eine gewaltige Anzahl an Überschreitungen” handele und der Bauherr “die Grenzen ausreize”, stimmte aber dennoch dem Antrag zu.

Karl-Heinz Treiber (GLH) fand den geplanten Bau der Garage im Gegensatz zu Eva-Marie Pfefferle nicht sehr ästhetisch. Zudem äusserte er Bedenken gegenüber den seiner Ansicht nach hohen Überschreitungen der Vorgaben des Bebauungsplans. Auch wieß er auf potentiell später auftretende Probleme, wie beispielsweise eine Wertminderung der Nachbarimmobilie durch die Garage hin.

Nachbarn ändern sich, auch wenn da jetzt vielleicht das Einverständnis vorliegt. Die Garage und die Terasse werden wir so nicht akzeptieren.

Bürgermeister Just sagte, dass “der Nachbar sich darüber im klaren sein” müsse, welche Folgen eine “schriftliche Zustimmung zu der Überschreitung der Baugrenze” haben könne. Darunter könne auch eine mögliche Wertminderung fallen. Die Aufgabe des ATU sei es aber nicht, den Nachbarn des Bauherren vor “möglicherweise irgendwann eintretenden” Folgen zu schützen. Man habe lediglich an Hand der Gesetzeslage über den Bauantrag zu entscheiden.

Thomas Herdner (GLH) erinnerte daran, dass früher immer darauf hingewiesen wurde, dass es im Bebauungsplan dieser Baugrundstücke keine Ausnahmen geben würde.

Ich kann nur dringen davor warnen, diese Ausnahmeregelungen zu treffen. So entsteht ein Grundsatzurteil, auf das sich dann später jeder beruft.

Mit einem Hinweis auf seine kurze Zeit als Gemeinderat verwies Bürgermeister Just auf die Tatsache, dass es solche Ausnahmen “schon früher” gegeben habe. Dadurch sei “schon heute eine einklagbare Rechtsgrundlage” wahrscheinlich.

Werner Volk von den Freien Wählern sagte zudem “es gibt nicht viele Leute, die zwei Baugrundstücke kaufen und dann nur ein Haus darauf bauen”, daher sei es “ohnehin sehr unwahrscheinlich”, dass man mit vielen Nachahmern rechnen müsse.

Der Ausschuss für Technik und Umwelt Bauvorhaben stimmte dem Antrag bei zwei Gegenstimmen durch die GLH zu.

Zukunft der “Haas’schen Mühle”

Das ehemalige Hotel-Restaurant “Haas’sche Mühle” in der Talstraße wird mit dem Einvernehmen des ATU zum Wohnhaus umfunktioniert. Neben dem Umbau sind dort auch eine Reithalle sowie Stallungen und eine Pferde-Führanlage geplant. Mit einer Größe von 20 Metern auf 60 Meter und einer Firsthöhe von 8,35 Meter hat es die Reithalle jedoch in sich.

An der geplanten Firsthöhe lasse sich auf Grund behördlicher Bestimmungen nicht viel ändern, so Just. Die “Leitlinie zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten” schreibt zentimetergenau vor, welche Höhenmaße beim Neubau von Stallungen und Reithallen einzuhalten sind. Man könne “vielleicht zehn bis fünfzehn Zentimeter herausschlagen”, aber mehr nicht.

Um für internationale Turniere zu trainieren sind zudem gewisse Abmessungen vorgeschrieben. Da der Bauherr dies beabsichtigt, standen auch die Abmessungen des Gebäudes nicht wirklich zur Diskussion.

Just nahm die Absicht, das Wohnhaus um ein Stockwerk zu verringern und den Anbau abzureißen sehr positiv auf:

Das Gebäude fügt sich dann harmonisch in das Landschaftsbild.

Durch eine geplante 35 Meter lange Hecke verschwinde auch die Reithalle zum Teil im Hang. Zusammen mit der geplanten Dachform passe sich das “gut in die Umgebungsbebauung ein”, so Just.

Der Bauherr hat zahlreiche Natur-Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, die das Unternehmen “Bioplan” in einem Gutachten zusammengestellt hat.

Geplant ist die Anlage einer zehn Quadratmeter großen Trockenmauer und eines weiteren Teichs, hinzu kommen mehrere Fledermaus- und Vogelbrutkästen. Daneben sollen fünf Obstbäume und drei neue Eichen gepflanzt und werden. Die bereits gefällten Eichen sollen weiterhin auf dem Gelände verbleiben und dadurch Käfern und Insekten als Unterschlupf dienen.

Just war sichtlich erfreut über die geplanten Maßnahmen, sagte aber ganz deutlich:

Die Ausgleichsmaßnahmen haben wir nicht zu beurteilen. Die Entscheidung fällt ganz klar die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises.

Karin Kunz (CDU) fand, dass sich die neue Halle durch die bereits bestehende Halle des Reit-, Fahr- und Pferdezuchtvereins “harmonisch in die Umgebung einfüge”. Auch war sie über das Gesamtvorhaben erfreut:

Ich finde es toll, was aus dem Gelände gemacht wird.

Werner Volk (FW) konnte sich nicht daran erinnern, “dass es jemals schon so eine umfangreiche Naturschutzplanung gegeben hat”. Ebenso wie Oliver Reisig (FDP) fand auch er das Bauprojekt als “positiv”.

Thomas Herdner (GLH) sagte, die vorliegenden Unterlagen seien “exzellent”. Zudem wies er darauf hin, dass für den notwendigen Natur-Ausgleich immer eine Kennzahl errechnet wird. Diese Kennzahl kann man auch in einen Geldwert umrechnen, daher sei es sehr positiv, dass der Bauherr überhaupt Ausgleichsmaßnahmen angehe:

Der Bauherr hätte auch eine Abschlagszahlung an die Untere Naturschutzbehörde leisten können.

Verschiedenes

Die Gemeinde informierte den Ausschuss für Technik und Umwelt über eine erteilte Zustimmung im Burgweg 32. Es wurde bei der Gemeinde ein Bauantrag für die Drehung eines Daches um 90 Grad und die Anhebung des Firstes um 1,10 Meter gestellt. Dies sei für die geplante Anbringung von Photovoltaikanlagen notwendig. Im Bebauungsplan seien solche Anlagen bereits vorgesehen, daher habe die Gemeinde dem Antrag zugestimmt.

Werner Volk (FW) sprach danach die unübersichtliche Verkehrsführung im Bereich des Bahnübergangs an. Es sei nicht klar, welcher Teil der Fahrbahn als Abbiegespur geplant sei, und welcher zur Weiterfahrt diene. Bürgermeister Just antwortete, dass dort noch eine genaue Fahrbahnmarkierung geplant sei, diese jedoch aus Witterungsgründen noch nicht angebracht wurde.

Knapp 30 Personen erinnern an die Reaktorkatastrophe in Japan

Fukushima-Mahnwache des Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft

Hirschberg, 13. Februar 2012. (red/pm) Bei der Mahnwache in Hirschberg-Leutershausen am 11. Februar 2012 zur Reaktorkatastrophe in Fukushima nahmen knapp 30 Menschen teil. Die Mahnwache sollte an den Super-GAU und die Jahrzehnte anhaltende Verseuchung eines ganzen Landstrichs erinnern.

Information des Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft:

“Am Samstag den 11.02.2012 versammelten sich knapp 30 Personen am Ehrenmal in der Bahnhofstrasse in Hirschberg – Leutershausen zu einer Mahnwache um an die Reaktorkatastrophe in Japan vor elf Monaten zu erinnern.

Veranstalter war das Hirschberger Aktionsbündnis gegen Atomkraft zu dem sich die Ortsverbände von GLH, SPD, Bündnis90/DIE GRÜNEN und BUND zusammengeschlossen hatten.

Den Termin einen Monat vor dem Jahrestag der Katastrophe begründete der Redner Wolf Lederer mit der Solidarität mit den japanischen Atomkraftgegnern, die ihre Proteste auf diesen Tag gelegt haben, da in Japan der 11.März der Trauer und dem Gedenken an die Opfer des Erdbebens und des Tsunami vorbehalten bleiben soll.

Lederer erinnerte daran, dass vor elf Monaten die Menschen in Japan von den unvorstellbaren dreifachen Katastrophen aus Erdbeben der Stärke 9, einem noch nie da gewesenen Tsunami und der daraus resultierenden Havarie des Atomkomplexes in Fukushima betroffen waren.

Es kam zur Kernschmelze, mehrfachen Explosionen und dem Verlust der Steuerbarkeit der Reaktoren, eben dem so genannten „Super-GAU“.

Die Folge waren atomare Verstrahlungen und Verseuchungen in der Umgebung des AKW die zu Evakuierungen und Umsiedlungen führten. Es kam unendliches Leid über die betroffenen Menschen, ein Leid das heute noch nicht beendet ist und noch lange, über Jahrzehnte hinweg die Region belasten wird.

Lederer rief zum mitfühlenden Gedenken an die Menschen auf und bat um eine Schweigeminute.

Im Anschluss darauf erklärte Lederer, dass die Mahnwache auch eine Protestveranstaltung sei, die mit Nachdruck auf die noch ausstehende Abschaltung aller AKWs in Deutschland hinweisen wolle:

Der Ausstieg aus der Atomkraft ist schneller möglich und notwendig als es das derzeitige Konzept der Regierungsparteien vorsieht!

All die Warnungen von Atombefürwortern und den AKW-Betreibern vor dem Energiekollaps haben sich als haltlos herausgestellt. Auch in den letzten Wochen mit der außerordentlichen Kältewelle mit sehr großem Energiebedarf kam es in der BRD zu keinem Engpass in der Energielieferung. Auch unter diesen Umständen blieb Deutschland Strom-Exporteur zum Beispiel nach Frankreich. Lederer weiter:

Die Energiekonzerne verzögern den Rückbau der stillgelegten AKW und blockieren den Ausbau erneuerbarer Energie.

Lederer rief zum Abschluss zur Teilnahme an der großen bundesweiten Protestaktion am 11. März auf, für die in unserer Region eine zentrale Demonstration am AKW Neckarwestheim geplant ist.”

Finanziellen Schaden vermeiden - Tipps der Polizei

Stadt Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis – Dubiose Einladungen für Kaffeefahrten

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Rhein-Neckar, 11. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei Heidelberg hat vermehrt mit Anzeigen wegen vermutlichem Betrug bei Kaffeefahrten zu tun. Immer wieder fallen Senioren auf Einladungen mit angeblich hohen Geld- und Sachgewinnen herein, nur um bei Verkaufsfahrten mit psychologischen Tricks und windigen Verkaufsgesprächen um ihr Erspartes gebracht zu werden.

Information der Polizei:

“Dass er wirklich etwas gewinnen würde, hat Herr X. nicht geglaubt. Der Rentner war einsam und wollte etwas erleben, deshalb fuhr er mit.

Als er am Abend wieder nach Hause kam, hatte er 500 Euro ausgegeben. Für einen ganzen Karton voll mit Nahrungsergänzungsmitteln, die angeblich vorbeugend gegen alle möglichen Alterserscheinungen helfen sollten. Der Versuch, die Ware zurückzugeben, scheiterte, weil nirgendwo eine Adresse des Veranstalters zu finden war, das Geld war weg.

Wie diesem Rentner geht es vielen, die sich auf eine sogenannte Kaffeefahrt einlassen.

Mit einer bunten Einladung werden sie in einen Bus gelockt, der sie an einen abgelegenen Ort bringt. Sie bekommen dort ein kostenloses Mittagessen und müssen dafür eine Veranstaltung über sich ergehen lassen, bei der alle Register der Verkaufspsychologie gezogen werden. Am Ende kaufen sie maßlos überteuerte Bratpfannen, Magnetfelddecken oder Demenzmittel von zweifelhafter Qualität.

Aktuell häufen sich die Anzeigen bei der Polizei in Heidelberg, Schreiben/Einladungen einer „Niedersächsischen Treuhand“ mit Sitz in Cloppenburg suggerieren hohe Geldversprechen und Sachpreise, die im Rahmen einer Busfahrt übergeben werden sollen.

Trotz wiederholter Warnungen vor günstigen Kaffeefahrten fallen leider immer noch viele Senioren darauf herein und müssen erkennen, dass nicht die versprochenen Besichtigungen, sondern eine Werbeveranstaltung im Vordergrund steht.

Dort werden sie oftmals von windigen Verkäufern geschickt unter Druck gesetzt und dazu gedrängt, Kaufverträge abzuschließen, die nicht selten ihr monatliches Einkommen übersteigen. Zudem versuchen unseriöse Verkäufer das Widerrufsrecht zu unterlaufen. Dieses erlaubt es, bei Kaffeefahrten oder ähnlichen Veranstaltungen geschlossene Kaufverträge binnen 14 Tage zu widerrufen.

Windige Vertreter nehmen dann Bestellungen ohne Datumsangabe auf und können diese später rückdatieren – die Widerrufsfrist ist damit schnell verflogen. Daher ist es besonders wichtig auf das Datum und die Belehrung über das Rücktrittsrecht zu achten. Am sichersten ist es aber, bei einer Werbeveranstaltung erst gar nichts zu kaufen oder zu unterschreiben.

Denn bei solchen Verkaufsveranstaltungen geht es nur ums schnelle Geschäft. Die als Schnäppchen gepriesenen Kochtöpfe, Badezusätze oder Trinkkuren sind nach polizeilicher Erfahrung häufig minderwertiger und teurer als im Fachhandel.

Mit den folgenden Tipps der Polizei können sich ältere Menschen vor den Tricks der Verkäufer schützen:

  • Es spricht nichts gegen eine Kaffeefahrt, aber fühlen Sie sich niemals zu einer Bestellung oder einem Kauf verpflichtet.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht genau verstanden haben. Unterschriften sind nie „reine Formsache“.
  • Beachten Sie bei Verträgen immer Datum und Unterschriften. Ein fehlendes oder falsches Datum erschwert die Durchsetzung Ihres Widerrufsrechts.
  • Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.
  • Wenn Sie vom Vertrag zurücktreten möchten: Schicken Sie einen schriftlichen Widerruf (Einschreiben mit Rückschein) binnen zwei Wochen nach Vertragsschluss an den Verkäufer.
  • Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch für Kaffeefahrten ins Ausland, wenn in Deutschland dafür geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgeführt wurden.
  • Die Broschüre “Der goldene Herbst” ist bei den (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich sowie im Internet als Download eingestellt unter www.polizei-beratung.de (Anm. d. Red.: Unser Link führt Sie direkt zur Broschüre). Sie enthält auch andere wertvolle Tipps für Senioren zum Schutz vor Straftaten.”
Restaurierte Originalfassung von Metropolis

Großer Stummfilmabend im Olympia-Kino

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Hirschberg, 07. Februar 2012. (red/pm) Nach dem sensationellen Fund einer alten Kopie des Stummfilmklassikers “Metropolis” im Jahr 2008 in Buenos Aires, kommt die restaurierte Originalfassung nach Hirschberg ins Olympia-Kino.

Information des Förderkreis Kommunales Olympia-Kino e.V.:

“Atemberaubende Hochhausschluchten der Zukunftsstadt Metropolis, die spektakuläre Verwandlung eines Roboters in eine Maschinenfrau, der Aufstand der uniformen Massen der Unterstadt gegen die Herrschenden der Oberstadt – diese Bilder verbinden wir seit Generationen mit dem Meisterwerk.

Und doch galt seit seiner Premiere 1927 ein Viertel des Films als “verloren”. Der Film war zugleich kulturelles Erbe der Menschheit und ein von Mythen umrankter Torso.

Durch den sensationellen Fund einer alten Kopie in Buenos Aires im Jahre 2008 wurde es möglich, den Film in seiner originalen Gestalt wiederherzustellen. Er wurde dann von der Friedrich-Murnau-Stiftung aufwändig restauriert und auf der Berlinale 2010 zum ersten Mal gezeigt.

Auch für Menschen, die den Film in seiner bisherigen Form kennen, ist die restaurierte Kopie eine Entdeckung. Die Geschichte erhält eine neue Balance und die Handlungsmotive treten besser hervor.

Zusätzlich wurde die originale Film-Musik von Gottfried Huppertz neu eingespielt und dem Film unterlegt.

So bietet diese Fassung von “Metropolis” die einmalige Möglichkeit, den berühmtesten deutschen Stummfilm so zu erleben, wie es vom Regisseur Fritz Lang gedacht war.

  • Freitag, 24. Februar 2012, um 19.30 Uhr
  • Olympia-Kino – Hölderlinstr. 2 – 69493 Hirschberg
  • Dauer des Films: 145 Minuten. – Eintritt: 8 Euro

Zur Stärkung bietet der Förderkreis Olympia-Kino Sekt und Brezeln an.”

"Die Karl-Drais-Schule ist auf einem sehr guten Weg!"

Karl-Drais-Schule geht Bildungspartnerschaft mit Edeka Südwest ein

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Erste Reihe (v.l.n.r.): Konrektor Robert Rodenberg, Rektor Jens Drescher, Thomas Jäger (Edeka Südwest), Michaela Fiethen (Edeka Südwest), Harald Töltl (IHK Rhein-Neckar), Bürgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Bürgermeister Michael Kessler (Heddesheim).

 

Hirschberg, 03. Februar 2012. (red) Die Karl-Drais-Schule ging am 01. Februar 2012 ihren dritten Kooperationsvertrag für eine Bildungspartnerschaft ein. Nach der Daimler AG und der evangelischen Heimstiftung beteiligt sich nun Edeka Südwest an dem Programm zur Unterstützung der Berufsfindung junger Menschen. [Weiterlesen...]

Wer sorgt in Zukunft dafür, dass die "Lichter nicht ausgehen?"

Straßenbeleuchtungsvertrag mit EnBW läuft aus

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Hirschberg, 02. Februar 2012. (red/jt) Im März 2012 läuft nach 20 Jahren der Straßenbeleuchtungsvertrag zwischen der Gemeinde Hirschberg und der EnBW aus. Im Gemeinderat einigte man sich nun auf eine beschränkte Ausschreibung um die Beleuchtung in Zukunft sicherzustellen.

Auch in Zukunft bleiben die Straßen Hirschbergs erleuchtet. Bild: Wikipedia / "3268zauber" unter CC-BY-SA 3.0

Der Straßenbeleuchtungsvertrag zwischen der Gemeinde Hirscherg und der EnBW läuft nach einer Laufzeit von 20 Jahren zum 31.März.2012 aus.

Bisher sind durch diesen Vertrag die Errichtung, Erweiterung, Erneuerung, Änderung, Unterhaltung sowie der Strombezug der Straßenbeleuchtung geregelt.

Der Gemeinderat beschäftigte sich am 31. Januar 2012 mit der Frage, wer ab April den Betrieb und die Instandhaltung der 1139 Laternen in Hirschberg übernimmt.

Insgesamt legten Bürgermeister Just und die Verwaltung dem Gemeinderat fünf mögliche Varianten für die Zukunft vor.

Schnell schloss man von allen Seiten eine Einzelbeauftragung von Firmen bei Defekten aus. Zu groß sei die Gefahr von haftungsrechtlichen Problemen und langwierigen Verzögerungen bei der Bearbeitung durch eine Fremdfirma.

Die Übernahme der Aufgaben durch die Versorgungswerke Hirschberg GmbH und Co. schloss Manuel Just auf Nachfrage ebenfalls aus. Aufgetaucht war die Frage im Zusammenhang mit dem Vorschlag, die Aufgaben in Eigenverantwortung zu erfüllen oder einen Eigenbetrieb zu gründen.

Für diese Optionen fehlte aber laut Just das Know-how, zudem müsste dafür im Bauhof eigens eine neue Stelle geschaffen werden. Diese wäre aber vermutlich nicht dauerhaft ausgelastet.

Nachdem die Rechtslage für eine interkommunale Zusammenarbeit mit Ladenburg oder Schriesheim unklar war, beschloss man einstimmig einen öffentlichen Wettbewerb und anschließend eine beschränkte Ausschreibung.

Der ausgeschriebene Vertrag soll zunächst auf vier Jahre angelegt sein. Die Option auf eine Verlängerung um zwei Jahre hielt man sich jedoch offen.

Gemeinderatssitzung am 31. Januar 2012

Bürgerin fordert kostenfreie Kindergartenplätze

Hirschberg, 02. Februar 2012. (red/jt) Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 31. Januar 2012 forderte Gisa Kemper kostenfreie Kindergartenplätze für alle in der Gemeinde beheimateten Kinder. Sie unterlegte ihre Forderungen mit sachlichen und finanziellen Argumenten. Gisa Kemper war selbst von 1993 bis 1999 Gemeinderätin der SPD-Fraktion in Hirschberg.

Der Gemeinderat möge beschließen, die Kindergärten in Leutershausen und Großsachsen kostenfrei für alle BewohnerInnen der Gemeinde zu gestalten.

Mit diesen Worten trug Gisa Kemper während der Fragezeit für Einwohnerinnen und Einwohner ihre Forderung beim Gemeinderat vor.

Nach ihrem Wissensstand erhält die Gemeinde Hirschberg im Jahr 2012 rund 316.000 Euro Zuschüsse für die Kleinkindbetreuung. Damit erhalte die Gemeinde rund die doppelte Summe an Fördergeldern wie bisher. Im vorigen Jahr lag nach ihrer Aussage der Zuschuss bei 121.000 Euro zuzüglich der Mittel zur Sprachförderung im Kindergarten.

Ihre Forderung untermauerte Kemper, nicht nur mit dem Finanzhaushalt 2012, sondern auch mit den Vorteilen, die aus kostenfreien Kindergartenplätzen entstünden.

So würden nahezu alle Kinder bei Schulbeginn die deutsche Sprache beherrschen. Dadurch würden für die Gemeinde teure Sprachförderkurse nur noch selten notwendig.

Zudem würde in Folge der kostenlosen Kindergartenplätze die Attraktivität des Ortes Hirschberg insbesondere für Eltern mit Kindern stark ansteigen.

Auch die Einwohnerzahl Hirschbergs könnte dadurch steigen, was der Gemeinde weiteren Einnahmen aus Steuern und sonstigen Zuweisungen einbringen würde. Zudem würde die Alterspyramide vermutlich nicht weiter ausgedünnt.

Vorbild Rheinland-Pfalz

Laut ihren Worten wären die positiven Auswirkungen kostenloser Kindergartenplätze durch Nachfrage beim Land Rheinland-Pfalz, aber auch der Stadt Heilbronn und etlichen weiteren Gemeinden zu belegen. Rheinland-Pfalz führte im August 2009 als erstes Bundesland kostenlose Kindergartenplätze für alle Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren ein.

Gisa Kemper war selbst von 1993 bis 1999 Gemeinderätin der SPD-Fraktion in Hirschberg. Laut ihrer Ansicht ist ein solcher Beschluss in erster Linie eine Entscheidung des politischen Willens. Das dafür notwendige Geld könnte, so man denn wolle, dann auch aufgebracht werden.

Sie verwies auch auf andere Errungenschaften, die heute für völlig selbstverständlich gehalten werden, aber ohne den Einsatz von Gemeinderäten und Gemeinde nie entstanden wären. So sagte sie, dass es heute kein Familienbüro gäbe, wenn sich in den 90er Jahren der Gemeinderat nicht dafür stark gemacht hätte.

Auch das im Bau befindliche kommunale Hilfeleistungszentrum sei nicht nur Pflichterfüllung von gemeindeeigenen Aufgaben, sondern auch eine politische Entscheidung gewesen, die in einigen Jahren wohl kaum noch angezweifelt werden wird.

Gleiches gelte für variable Kindergartenöffnungszeiten, die vor 25 Jahren noch vielfach als unnötig betrachtet wurden.

Hintergrund

Den ersten direkten Kontakt mit den Folgen kostenintensiver Kindergartenplätze habe sie durch eine Hirschberger Familie mit vier Kindern gehabt. Das älteste Kind sei damals 18 Jahre alt geworden und dadurch sei die Förderung für das jüngste Kind in Höhe von 35 Euro weggefallen.

Für die einkommensschwache Familie sei das eine “arge Belastung”. Zudem würde laut Kemper ein Kind ja nicht für die Familie kostenfrei, nur weil es volljährig wird.

Zunächst folgte darauf ein schriftlicher Austausch mit Bürgermeister Just, anschließend eine Diskussion innerhalb der SPD Hirschberg. Es sei kein Geld da, um an der Situation etwas zu ändern hieß es von beiden Seiten.

Nach ihrem Vortrag hofft sie nun auf die Unterstützung durch eine oder mehrere der Gemeinderatsfraktionen. Ansonsten, so Kemper “stehe sie im nächsten Jahr wieder vor dem Gemeinderat”.

 

Bewerbungsverfahren

Neubau einer Kinderkrippe in Hirschberg

Hirschberg, 01. Februar 2012. (red/pm) Bewerbungen können bis zum 27. Februar 2012 eingereicht werden.

Information der Gemeinde Hirschberg

“Der Hirschberger Gemeinderat hat dem Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 Betreuungsplätzen im Ortsteil Leutershausen zugestimmt. In einem Bewerbungsverfahren können interessierte Betreiber, die auch die Bauherrenfunktion übernehmen, sich dafür bewerben.

Wir erwarten bis zum 27. Februar 2012 die ausführlichen Bewerbungsunterlagen, die Sie als Blankovordruck beim Bürgermeisteramt Hirschberg, Familienbüro, Zimmer 24, Großsachsener Str. 14, 69493 Hirschberg, Tel.: 06201/598 24, Mail: familienbuero@hirschberg-bergstrasse.de, erhalten.”

Spiele, Hüttenbau und mehr...

Ferienlager bei der Saatschule

Hirschberg, 01. Februar 2012. (red/pm) Das Hirschberger Ferienlager “Saatschule” findet im kommenden Sommer wieder statt. Vom 30. Juli bis 10. August können Kinder der 2. bis 8. Klasse teilnehmen.

Information des Hirschberger Familienbüros:

“Auch in diesem Sommer findet das Ferienlager Saatschule wieder statt. Hirschberger Kinder der 2. bis 8. Klasse des kommenden Schuljahres 12/13 haben vom 30.07. bis 10.08.2012 die tolle Gelegenheit, an dem örtlichen Ferienlager teilzunehmen. Bei hoffentlich schönem Wetter (bei schlechtem natürlich auch) kann beim Holzhüttenbauen und vielen anderen Spielen bzw. Aktionen mitgemacht werden, natürlich beaufsichtigt.

Die Gemeinde erhebt für den oben genannten Zeitraum einen Unkostenbeitrag von 75 Euro pro Kind.

Die Anmeldeformulare bekommen Sie beim Bürgerdienst im Foyer des Rathauses.

Natürlich finden Sie sämtliche Informationen und die Möglichkeit der Online-Anmeldung auf unserer Homepage, www.hirschberg-fuer-kids.de.

Ihre Kinder können Sie bis zum 29.04.12 anmelden.

Hirschberger Familienbüro”

Baerwind-Abend zum Abschluss der Ausstellung "Rudi & Co"

Kulturförderverein lädt zu Film und Führung ins Rathaus

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Ausstellung im Rathaus. Foto: Kulturförderverein Hirschberg.

Hirschberg, 28. Januar 2012 (red/pm) Der Kulturförderverein Hirschberg e.V. lädt zur Abschlussveranstaltung der Ausstellung “Rudi & Co” ein. Die Ausstellung dreht sich um die Geschichte um Maler Rudi Baerwind und seine Gerichtsverfahren. Diese gingen in die Kunstgeschichte ein.

Information des Kulturfördervereins Hirschberg:

“Die Ausstellung Rudi & Co des Kulturfördervereins Hirschberg e.V. hat großes Interesse geweckt und zahlreiche Besucher speziell bei den Führungen von Karl Heinz Treiber verzeichnet.

Zu der Ausstellung, die noch bis zum 10. Februar 2012 in der Rathausgalerie in Hirschberg zu sehen ist, bietet der Kulturförderverein eine Abschlussveranstaltung an, die am Donnertsag, den 02. Februar 2012, stattfinden wird.

Um 19:00 Uhr führt Karl Heinz Treiber ein letztes Mal durch die Ausstellung und stellt die großen Mannheimer Maler Rudi Baerwind, Karl Peter Müller, Fred Emmerich und Rainer Negrelli vor.

Um 20:00 Uhr wird im Bürgersaal des Rathauses ein Film über den berühmten Rudi-Baerwind-Prozess von 1973 gezeigt: Hierbei ging es in zwei Instanzen am Mannheimer Landgericht und am Karlsruher Oberlandesgericht um die Frage der Wiedererkennbarkeit von Baerwinds Gruppenporträt einer Stammtischrunde, bei der Baerwind zunächst als Gewinner hervorging und dann schließlich im Berufungsverfahren verlor.

Dieser Prozess hat Kunstgeschichte geschrieben, weil damals in breiter Öffentlichkeit eine Grundsatzdiskussion ausgelöst wurde, wie weit Kunst eigentlich gehen darf.

Der Prozess wurde im letzten Jahr am Mannheimer Landgericht nach den Prozessakten für das Fernsehen nachgespielt.

Der Kunstsammler und Kurator der Ausstellung Fritz Gärtner spielt hierbei den Maler Rudi Baerwind, Karl Heinz Treiber, der 1. Vorsitzende des Kulturfördervereins und Träger des Rudi-Baerwind-Preises, spielt einen der Beklagten.

Zeitzeugen und ehemalige Freunde und Bekannte von Rudi Baerwind werden bei dieser Filmvorführung zugegen sein und sich in einer anschließenden Diskussion den Fragen und Meinungen der Zuschauer stellen.

Alle Interessierten sind zu dieser Abschlussveranstaltung herzlich eingeladen.”

Interview zum Amtsantritt als Gemeinderat

Im Gespräch mit: Thomas Herdner

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Der neue Gemeinderat Thomas Herdner (GLH) im Gespräch.

Hirschberg, 24. Januar 2012 (red/jt) Thomas Herdner rückte zum Jahresbeginn für Birgit Knoblauch in den Gemeinderat als GLH-Vertreter nach. Zu seinem Amtsantritt stellt ihm des Hirschbergblog ein paar Fragen.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Amtsantritt als Gemeinderat in Hirschberg.

Thomas Herdner: Vielen Dank.

Wie ich ja bereits sagte, geht es ganz schnell. Es sind nur drei kurze Fragen.

Herdner (lacht): Drei Fragen nur, ich hatte da eigentlich mit mehr gerechnet.

Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach Parteipolitik auf lokaler / kommunaler Ebene?

Herdner: Wir Grünen beschäftigen uns ja mit Ideen, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Natur. einem sozialeren Umgang miteinander und zu mehr Transparenz in den Entscheidungen führen soll.

Das gilt für mich auch auf kommunaler Ebene. Diese Ideen werden dann beispielsweise im Gemeinderat und in den dazugehörigen Gremien, sofern in der Gemeinde grüne Gemeinderäte vorhanden sind, eingebracht. Auch über die politische Willensbildung auf lokaler Ebene, wie z.B. mit Informationsveranstaltungen schlägt sich das nieder.

Was sind für Sie die wichtigsten Themen in Hirschberg?

Herdner: Da kann ich direkt an meiner Antwort zur vorherigen Frage anknüpfen. Bei der Politik auf kommunaler Ebene geht es immer darum eine Balance zu finden.

Zum Beispiel die Gemeinde dahin zu entwickeln, dass grüne Themen vertreten sind, aber andere Bereiche nicht vernachlässigt werden. Das ist zwar ursprünglich kein grünes Thema, aber es geht auch darum, mit den vorhandenen Finanzen so umzugehen, dass man nicht mehr ausgibt als man einnimmt, auch hier also auf Nachhaltigkeit achtet.

Es herrscht eigentlich ein permanenter Veränderungsdruck, auf der einen Seite sucht man nach Einsparpotentialen, schaut wie man es schafft, den Bürger nicht ständig mehr zu belasten. Gleichzeitig versucht man aber auch z.B. eine moderne Sozialpolitik und eine ordentliche Umweltpolitik einzubringen.

Dabei ist die Umweltpolitik oft ein Querschnittsthema, gerade wenn ich es in Verbindung mit der Verkehrspolitik denke. Ob in eine Umgehungsstraße oder in den eben erst fertiggestellten zweigleisigen Ausbau der OEG investiert wird, den ich gut finde, das ist schon ein Unterschied.

Ganz wichtig für die Zukunft Hirschbergs sehe ich aber auch ein grünes Kernthema. Es geht um Energieeinsparung, die Umstellung der Wirtschaft und Ausbau der erneuerbaren Energien. Es ist ein schnellerer Umbau notwendig als er sich zur Zeit darstellt.

Wo möchten Sie als Gemeinderat Ihre Schwerpunkte setzen?

Herdner: Man muss den persönlichen Einsatz immer im Kontext mit anderen Menschen sehen. Sei es in der Fraktion, dem Gemeinderat oder den dazugehörigen Ausschüssen.

Auf Grund der Tatsache, dass ich bereits in meiner früheren Heimat Mörlenbach die kommunale Politik mitgestaltet habe sind mir die ganzen Abläufe gut bekannt, auch wenn es Unterschiede zwischen der Gemeindeordnung in Hessen und Baden-Württemberg gibt.

Fragen finde ich sehr wichtig. Damit kommt mehr Klarheit in die Themen oder in die Begrifflichkeiten. Des weiteren bin ich ziemlich gut vernetzt mit vielen Freunden und Bekannten. Der eine oder andere darunter ist ebenfalls kommunalpolitisch aktiv. So komme ich häufig sehr schnell zu fundierten Antworten bei schwierigen Themen.

Natürlich dauert es, die historisch gewachsenen Begebenheiten in einer Gemeinde zu durchschauen, wenn man noch relativ neu am Ort ist. Aber auch da hilft es häufig nachzufragen und neugierig sein. So bringt man ja auch einen anderen Blickwinkel ein.

Zur Person:

Thomas Herdner ist 56 Jahre alt, ledig und ist von Beruf Bäckermeister. Er arbeitet im Heppenheimer Langnesewerk als Produktmanager. Er hat einen 26 Jahre alten Sohn namens Sebastian. Seit 2008 wohnt er in Hirschberg, davor lebte er 25 Jahre in Mörlenbach. Thomas Herdner ist seit 1994 Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen.