
Beim Kindermusical machen sich die Darsteller Gedanken über die Rechte der Kinder.
Hirschberg, 25. Mai 2012. (red/cr) Rund 650 Zuschauer kamen an den beiden Spieltagen in die Karl-Drais-Schule, um sich das Musical der Grundschulklassen zum Thema Kinderrechte anzuschauen. Ein toller Erfolg für die Kinder.
Von Christian Ruser

Schon bei der Anmoderation nehmen die Kinder Konrektor Robert Rodenberg das Mikro aus der Hand.
Die Aula der Karl-Drais-Schule ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Auf den Treppen und auf der Galerie haben sich Eltern ihre Fotos in Position gebracht.
Das Musical, auf das sich die Zuschauer freuen können haben die Schüler der Grundschulen in Leutershausen und Großsachsen seit Monaten einstudiert. Während die Chöre oft jede Woche eine schulinterne Probe hatten, kamen sie nur drei Mal zu einer Gesamtprobe in die Karls-Drais-Schule. Erst bei der Generalprobe wurden die Schüler von der achtköpfigen Jazzcombo begleitet.
Auch Kinder haben Rechte
Das Musical erzählt die Geschichte der drei Freundinnen Sarah, Grace und Hanna. Sarah hat oft Streit mit ihrer Mutter und fragt sich oft, was sie machen kann, um ihre Wünsch durchzusetzen. Gerne hätte sie so einen coolen Opa wie Grace. Doch schnell muss sie merken, dass Halbwaise Grace ihren Opa zwar gern hat, aber ihren toten Vater und ihre im Krankenhaus liegende Mutter sehr vermisst.
Sarah merkt, dass es ihr eigentlich mit ihrer Mutter nicht so schlecht geht. In Alltagssituationen denkt sie darüber nach, dass es Kinder gibt, denen Grundversorgung wie Kleidung, Nahrung und Obdach fehlen.
Die drei Freundinnen beschließen sich aktiv einzusetzen und in ihrem Umfeld über Kinderrechte zu sprechen. Diese sind 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden.
Eine unglaubliche Leistung
Dirigentin Henriette Götz hat es geschafft. Die gesamte Vorstellung hat sie die acht Musiker, und gut zweihundert Kinder im Griff. Das sie selbst viel Spaß daran hat. Bei jedem Lied singt und Tanzt sie mit.

Henriette Götz ist stolz auf die Kinder.
Auch das Ergebnis ist für eine Schulveranstaltung auf sehr hohem Niveau. Bei zwölf Liedern singt der Chor mit und vor allem die Hauptdarstellerinnen Romy Ullmann (Sarah), Lilly David (Hanna) und Rebekka Brunn (Grace) spielen überzeugend, textsicher und singen ungehemmt vor Publikum.
Die Leistung honoriert das Publikum nach jedem Lied mit Applaus. Besonders wenn die Kinder sehr erwachsen über sich selbst reflektieren, beispielsweise wenn Sarah eingesteht selbst sehr “impulsiv” zu sein, lacht das Publikum.
Das Musical hat an den beiden Spieltagen etwa 650 Zuschauer angezogen. Dass sie alle gut unterhalten gefühlt haben, wird nach dem Stück deutlich. Bei einem warmen Frühsommerabend wird im Schulhof noch getrunken, geplaudert und die Ausstellung über Kinderrechte betrachtet. Denn nicht nur im Stück sind den Schülern Kinderrechte wichtig.
Einen Teil der Einnahmen werden sie an Hilfsorganisationen spenden. Auch wollen sie sich bei Unicef als Juniorbotschafter bewerben.

Glücklich nach erfolgreicher Darstellung, genießen die Kinder ihren Beifall.
















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