
Jürgen Steinle (links) und Matthias Schütze (rechts) stellen die Photovoltaikanlage auf dem Hilfeleistungszentrum vor. Bild: hirschbergblog.de
Hirschberg, 28. April 2012. (red/cr) Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hilfeleistungszentrums geht kommende Woche ans Netz. Mit dem daraus gewonnenen Strom können etwa zwanzig Durchschnittshaushalte versorgt werden.
Von Christian Ruser
Einen ungewöhnlichen Ort für einen Pressetermin haben sich Jürgen Steinle und Matthias Schütze ausgesucht. Das Flachdach des Hilfeleistungszentrums Hirschberg ist nur über ein Außengerüst zu erreichen. Oben befinden sich die Solarmodule.
Die Module wurden in der vergangenen Woche installiert. Um mögliche Beschädigungen am Dach zu verhindern ist die Konstruktion nicht mit dem Gebäude verschraubt, sondern liegt auf. Eine Gefahr, dass die Anlage durch starken Wind vom Dach geweht werden könnte, besteht jedoch nicht. Es ist so konstruiert, dass sie vom Wind stärker an das Dach andrückt wird.
Das Zeitfenster für die Installation war denkbar kurz und hätte beinahe nicht erfüllt werden können. Der Wunsch der Bundesregierung das Erneuerbare-Energie-Gesetz zum Anfang April zu ändern, motivierte die Genossenschaft und die Handwerker zu Höchstleistungen.
Das Projekt Sonnenwaid-e-1, so der offizielle Titel, wurde von der Hohenwaid e.G. im Juni 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wurde es von der Bevölkerung sehr gut angenommen. 72 interessierte Bürger haben Anteile an der Anlage gekauft. Steinle betont, dass die Bürgerbeteiligung an diesem Projekt für alle ein wichtiger Aspekt war.
Auffällig war vor allem, dass die meisten Bürger zwischen einem und vier Anteile zu je 500 Euro gekauft haben.
Der typische Anleger ist der Opa für seinen Enkel,
erklärt Matthias Schütze. Hier sehe man, dass dieses Projekt vor allem der Nachhaltigkeit und der Zukunftssicherung dienen soll. Die Anlage auf dem Hilfeleistungszentrum erzeugt mit seinen 320 Modulen in Spitzenzeiten bis zu 75,6 kW pro Stunde.
Durch die AKWs Biblis und Philippsburg in der Rheinebene, wird die Notwendigkeit über alternative Energieversorgung nachzudenken deutlich. In Rippenweiher ist ein weiteres Projekt auf der Keltensteinhalle im Entstehen begriffen. Hier können noch Anteile erworben werden. Interessierte Bürger können sich auf der Homepage der Genossenschaft über die Möglichkeiten der Beteiligung informieren.




















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