Donnerstag, 31. Juli 2014

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"Die Karl-Drais-Schule ist auf einem sehr guten Weg!"

Karl-Drais-Schule geht Bildungspartnerschaft mit Edeka Südwest ein

Erste Reihe (v.l.n.r.): Konrektor Robert Rodenberg, Rektor Jens Drescher, Thomas Jäger (Edeka Südwest), Michaela Fiethen (Edeka Südwest), Harald Töltl (IHK Rhein-Neckar), Bürgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Bürgermeister Michael Kessler (Heddesheim).

 

Hirschberg, 03. Februar 2012. (red) Die Karl-Drais-Schule ging am 01. Februar 2012 ihren dritten Kooperationsvertrag für eine Bildungspartnerschaft ein. Nach der Daimler AG und der evangelischen Heimstiftung beteiligt sich nun Edeka Südwest an dem Programm zur Unterstützung der Berufsfindung junger Menschen.

Von Jörg Theobald

Jens Drescher, Rektor der Karl-Drais-Schule (KDS) in Hirschberg, sowie Vertreter der IHK Rhein-Neckar und Edeka Südwest unterzeichneten am 01. Februar eine Kooperationsvereinbarung zur Bildungspartnerschaft. Edeka Südwest ist damit neben der Daimler AG und der evangelischen Heimstiftung der dritte Partner der KDS.

Vor der Vertragsunterzeichnung sprachen Michaela Fiethen und Thomas Jäger, beide von Edeka Südwest, zu den anwesenden Schülern über die Inhalte der Partnerschaft.

So sollen Auszubildende von Edeka zukünftig die Schüler der KDS besuchen und von ihren Erfahrungen berichten. Hinzu kommen Praktika oder ein Bewerbertraining, ebenso sind Betriebsbesuche vorgesehen.

Fiethen zählte den Schülern die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei Edeka auf. Neben der Ausbildung zum Verkäufer, zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk oder als Kaufmann im Einzelhandel bietet Edeka auch Stellen als Kaufmann im Groß- und Einzelhandel oder als Fachkraft für Lagerlogistik an.

Selbstverständlich sei Edeka kein Samariter, sagte Jäger.

Wir tun das natürlich auch aus Eigennutz. Es wird immer schwerer, gute und motivierte Mitarbeiter zu finden.

Er betonte ebenfalls die guten Chancen für Hauptschüler, denn “70 Prozent unserer 1000 Auszubildenden beginnen mit einem guten Hauptschulabschluss”.

Betriebe und Schüler sollen sich besser verstehen

Harald Töltl von der IHK Rhein-Neckar sagte zu den Schülern:

Ihr sollt die Nutznießer dieser Kooperation sein.

Der IHK sei es sehr wichtig, dass sich die Schüler ein möglichst breites Bild von ihren Möglichkeiten machen, bevor sie sich in ihrer Berufswahl festlegen.

Dazu seien solche Bildungspartnerschaften der richtige Weg. Auch helfe eine solche Kooperation dabei, dass die Schüler die Betriebe besser verstünden und umgekehrt.

Tötl fragte die Schüler, ob sie wissen, wie viele Berufe es in Deutschland gibt. Oder ob sie ihm denn mal zwanzig oder dreissig Berufe aufzählen könnten. Das war nicht der Fall.

350 Berufe gibt es, und wenn ihr nur die Hälfte davon kennt, habt Ihr bereits eine Ahnung, wie groß Eure Wahlmöglichkeit eigentlich ist.

Bürgermeister Manuel Just sagte:

Die Karl-Drais-Schule ist auf einem sehr guten Weg!

Er lobte auch, dass die drei Kooperationspartner jeweils eine Entsprechung zu einem der drei neuen Wahlpflichtfächer der Schule darstellen. Diese sind:

  • “Gesundheit und Soziales” – Evangelische Heimstiftung – sozialer Bereich
  • “Natur und Technik” – Daimler AG – technisch-gewerblicher Bereich
  • “Wirtschaft und Informationstechnik” – Edeka – kaufmännischer Bereich

Wie groß ist der Nutzen tatsächlich?

Ob die Bildungspartnerschaft tatsächlich ein Erfolg wird, muss die Zukunft zeigen. Bislang haben fünf Schüler bei Daimler 2010/11 einen Ausbildungsjob erhalten – von 60 Abgängern insgesamt. Diese Kooperation ist die älteste und besteht seit Dezember 2009.

Das sind immerhin fünf Berufsausbildungen – würden die Evangelische Heimstiftung und Edeka ebensovielen SchülerInnen einen Platz bieten, wären es schon 15 Auszubildende, mithin ein Viertel der Abgänger.

Rektor Drescher ist schon mit kleineren Erfolgen zufrieden:

Es geht aber nicht darum, Ausbildungsplätze bei diesen Firmen zu erhalten, es geht um eine Unterstützung bei der Berufsfindung der Schüler. Ob ein Schüler bei Daimler oder bei einer Autowerkstatt hier in Hirschberg oder Heddesheim einen Ausbildungsplatz erhält, ist für uns als Schule nicht so wichtig, bzw. beides macht uns als Schule natürlich glücklich.

Natürlich ist die Bildungspartnerschaft auch von Vorteil für die Unternehmen, die dadurch ihr Image pflegen können – allerdings nur, wenn sie tatsächlich auch Taten folgen lassen.

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