Mittwoch, 19. Juni 2013

Polizei sucht Zeugen

Unfall auf der B3: Beide grün?

Hirschberg, 29. Dezember 2012. (red/pol) Am Freitag gegen 11.15 Uhr befuhr eine 71jährige Golf-Fahrerin die B 3 in südliche Richtung. Zum gleichen Zeitpunkt bog eine 34jährige Opel-Fahrerin von der L 541 in nördliche Richtung auf die B 3 ein und kollidierte im Einmündungsbereich mit dem Golf. Hierbei entstand an den beiden Fahrzeugen ein Sachschaden in Höhe von 7000 Euro, verletzt wurde niemand. Da bei der Unfallaufnahme beide Unfallbeteiligten angaben, bei Grünlicht in den Einmündungsbereich eingefahren zu sein, sucht das Polizeirevier Weinheim Unfallzeugen und bittet diese, sich unter Tel. Nr. 06201/10030 zu melden.

Polizei erbittet Hinweise

24-jähriger Robin C. aus Ladenburg vermisst

Mannheim/Ladenburg, 27. Dezember 2012. (red/pol) Die Polizei hat eine Vermisstenanzeige veröffentlicht:

“Seit den frühen Morgenstunden des 20.12.2012 wird der 22jährige Robin C. aus Ladenburg vermisst. Der Vermisste trennte sich nach einer Weihnachtsfeier von Freunden im Bereich des Luisenrings in Mannheim. Seither ist er unbekannten Aufenthaltes.

Der Vermisste ist ca. 175 cm groß, schlank, hat kurzes mittelblondes krauses Haar und grüne Augen. Zuletzt war Robin C. bekleidet mit einem schwarzen Mantel und auffällig blauen Wildlederschuhen.”

Anm. d. Red.: Wir haben nach einem Leserhinweis das Alter überprüft – der Vermisste ist 24 und nicht 22 Jahre alt, wie es in der Pressemitteilung der Polizei heißt.

In eigener Sache

Besinnlichkeiten, Bescherungen, Botschaften

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Rhein-Neckar, 24. Dezember 2012. (red) Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit, schöne Bescherungen und frohe Botschaften. Auch wenn der “Wettergott” es nun dieses Jahr gar nicht gut mit uns gemeint hat und uns sommerlich anmutende Temperaturen von 14° Grad beschert hat. Immerhin ist die Welt nicht untergegangen – sie dreht sich weiter. Wir lassen das Jahr geruhsam ausklingen. Ab der zweiten Januarwoche sind wir wieder voll im Einsatz für Sie da.

Von Hardy Prothmann

Heute Abend wird es überall Bescherungen geben – schöne Geschenke, die hoffentlich Freude machen. Es wird zusammen gelacht, gefeiert, auch gestritten und gebetet, zurück- und vorgeschaut, sich erinnert. Und natürlich gut gegessen und getrunken.

Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten. Wir bescheren Sie, unsere Leserinnen und Leser, fast täglich und kostenlos mit “Botschaften”. Die sind leider nicht immer “froh”, sondern geben wieder, was in unserer Welt passiert. Denn das haben wir uns zur Aufgabe gemacht und das erwarten Sie selbstverständlich von uns.

Ist das aber so selbstverständlich, wie es scheint? Das ist es nicht. Wir erbringen eine Dienstleistung für die Allgemeinheit, die tausende von Menschen kostenlos nutzen, die aber alles andere als kostenfrei ist. Wir haben in technische Geräte investiert, haben laufende Kosten für Büroräume, Arbeitsmaterialien, Fahrzeuge. Der größte Posten sind die Honorarkosten für unsere Mitarbeiter, die sehr engagiert Informationen zusammensuchen, sortieren, verarbeiten und aufbereiten.

Umbruchszeit

Während wir diese journalistische Dienstleistung aufbauen und ausweiten, stellen andere diese ein. Spätestens im Jahr 2012 ist klar geworden, dass der Medienmarkt in einem entscheidenden Umbruch ist. Die Verlierer dieses Prozesses werden die gedruckten Zeitungen sein. Nur ein paar Beispiele: In Hamburg wurde die Financial Times Deutschland eingestellt, in Nürnberg die Abendzeitung und hier bei uns vor Ort das Stadtmagazin Meier. Diese Medien sind aus dem Meinungsmarkt verschwunden. Deren Informationen – egal, wie gut oder schlecht sie gewesen sein mögen – werden fehlen.

Stabile Demokratien zeichnen sich aber durch Meinungsfreiheit aus. Bei uns ist diese grundgesetzlich durch Artikel 5 unserer Verfassung geschützt. Um sich eine umfassende Meinung bilden zu können, brauchen wir alle verlässliche und umfassende Informationen, die wir gegeneinander abwägen. Um eine Haltung zu entwickeln oder Entscheidungen zu treffen.

Während im Printbereich viele Angebote ersatzlos verschwinden, entstehen bundesweit seit einiger Zeit neue Angebote wie unseres oder von Kollegen. Einige Dutzend haben sich im Netzwerk istlokal.de zusammengefunden und suchen gemeinsam neue Wege, um einen guten, hintergründigen Lokaljournalismus anbieten zu können.

Kritischer Journalismus bedroht

Wir gehen dabei jeden Tag ein hohes Risiko ein. Denn sobald jemand mit unseren Veröffentlichungen nicht “einverstanden” ist, drohen Abmahnungen und Klagen, wie aktuell durch die Radio Rockland-Moderatorin Alexandra Philipps. Oder vor einem Jahr der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele oder die vermeintliche “Tierschutz”-Organisation Peta oder der Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler – in nur drei Jahren sind wir über ein Dutzend Mal abgemahnt worden. Das finanzielle Risiko lag dabei immer zwischen 2.000-10.000 Euro. Insgesamt haben wir bereits über 10.000 Euro an Anwalts- und Gerichtskosten bezahlen müssen. Wie heftig es dabei zugehen kann, zeigt das Beispiel Regensburg-Digital. Unser Kollege Stefan Aigner wurde von der katholischen Kirche verklagt, weil er Zahlungen der Kirche an ein Missbrauchsopfer als “Schweigegeld” bezeichnet hatte. Durch Spendenzahlungen von Lesern hatte er die finanziellen Mittel, um sich juristisch zu wehren. Das Hamburger Landgericht untersagte dem engagierten Journalisten zunächst diese Behauptung, das Hamburger Oberlandesgericht hob das Urteil auf und die Diözese Regensburg legte dagegen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Karlsruher Richter lehnten die Beschwerde ab.

Ganz überwiegend wird kritische Berichterstattung aber anerkannt. An dieser Stelle möchten wir alle die loben, die bereit sind, Kritik nicht nur auszuhalten, sondern anzunehmen und weiter den Austausch suchen. Wir stehen mit dutzenden von Behörden, mit hunderten von unseren Leserinnen und Lesern in gutem Kontakt, die uns immer wieder wertvolle Hinweise über das Geschehen vor Ort geben, die uns Informationen zukommen lassen, die wir prüfen, aufbereiten und veröffentlichen.

Hochwertige Informationen sind wertvoll

Über dieses Engagement sind wir sehr dankbar. Ebenso über das Vertrauen, dass uns unsere Werbekunden schenken. Die Einnahmen aus der Werbung bezahlen unsere Arbeit. Unsere Werbekunden wiederum nutzen die durch uns erzeugte Aufmerksamkeit gerne, weil sie den Medienwandel verstehen und feststellen, dass wir zwar immer wieder streitbare, aber insgesamt sehr hochwertige Informationen anbieten. Weil wir Informationen nicht langweilig verwalten, sondern einordnen und bewerten.

Im kommenden Jahr werden wir ähnlich wie unser Berliner Kooperationspartner Prenzlauerberg-Nachrichten einen Freundeskreis schaffen und eine finanzielle Unterstützung bei Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, einwerben. Wir wissen, dass der überwiegende Teil unserer Leserinnen und Leser unsere Arbeit wertschätzt und lassen uns überraschen, inwieweit das “honoriert” wird. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können also selbst ihren Teil beitragen, um unseren kritischen Journalismus, den wir nicht aus Selbstzweck, sondern für Sie machen, zu unterstützen. In Stuttgart hat “Kontext – Die Wochenzeitung” über 1.000 Unterstützer gefunden, die zehn Euro und mehr im Monat (ohne Abo-Bindung) zahlen, um deren journalistische Arbeit zu finanzieren. Sicher aus der Überzeugung heraus, dass kritischer Journalismus absolut notwendig ist, damit die Demokratie lebendig bleibt.

Während Großverlage Teile ihrer Angebote einfach einstellen, wenn sie nicht genug abwerfen, bauen wir auf und investieren. Die Geschäfte entwickeln sich positiv – Ihre Unterstützung können wir trotzdem gut brauchen. Und die ist gut angelegt, weil wir im Gegensatz zu anderen Medien tatsächlich unabhängig arbeiten.

Schlechte Nachrichten vs. positive Entwicklungen

Wir nutzen zum Jahresende die “besinnliche” Zeit, um über das zu Ende gehende Jahr nachzudenken und das kommende Jahr vorauszudenken. Wir ziehen Bilanz, was uns gut gelungen ist, was weniger, was wir besser machen können. Sie unterstützen uns dabei fortwährend, durch Kommentare, Postings auf Facebook, emails, Anfrufe und persönliche Gespräche. Dafür danken wir ebenfalls sehr herzlich.

Leider besteht unsere Arbeit oft nicht aus “frohen Botschaften” – denn wir müssen über Missstände berichten, damit diese bekannt und hoffentlich beseitigt werden. Wir freuen uns aber immer, wenn wir positive Nachrichten oder zufriedenstellende Lösungen verbreiten können. Und manchmal kommt beides zusammen: Die Aktivitäten der rechtsradikalen NPD sind schlechte Nachrichten, der Widerstand von Gegendemonstranten dagegen sind sehr gute Nachrichten. Die Katastrophe von Fukushima war eine besonders schlechte Entwicklung, das daraus entwickelte Umdenken in Richtung Energiewende ist eine positive Wendung. Dass wir privaten Energieverbraucher geschröpft werden, während Stromfresserbetriebe von der Bundesregierung verschont werden, ist eine doppelt schlechte Nachricht. Wir informieren Sie über all das und helfen Ihnen, sich ein Bild zu machen und sich eine möglichst differenzierte Meinung bilden zu können.

Eine sehr schöne Nachricht ist, dass unser Flashmob-Video, das wir im vergangenen Jahr in Weinheim produziert haben, mittlerweile fast 50.000 Menschen gesehen haben. In einer schönen, friedlichen Atmosphäre singen Menschen zusammen und erfreuen sich und andere an schöner Musik. In diesem Sinne wünschen ich Ihnen stellvertretend für die gesamte Redaktion Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Ihr

Hardy Prothmann
Chefredakteur

P.S. Bei aktuell wichtigen Ereignissen finden Sie selbstverständlich auch in der Ferienzeit Informationen bei uns.

 

Schutz vor Einbrechern

Ungebetene Gäste

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Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Foto: Polizei

Rhein-Neckar, 24. Dezember 2012. (red/ae) In den Wintermonaten steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche. Oder doch nicht? Allein dadurch, dass es in den Wintermonaten früher dunkel wird, sind die Menschen verunsichert. Wir haben Martin Boll und Norbert Schätzle, Pressesprecher der Polizei in Mannheim und Heidelberg zum Thema befragt.

Von Alina Eisenhardt

Laut der polizeilichen Kriminalstatistik wird alle vier Minuten in Deutschland eingebrochen. Die aktuellste Statistik zählt 132.595 Einbrüche im Jahr.

Entgegen des gängigen Vorurteils, die Wintermonate seien die “bevorzugte” Einbruchszeit, gibt es nur einen leichten Schwerpunkt der Einbrüche in den Wintermonaten. “Denn nicht nur in der dunklen Jahreszeit wird vermehrt eingebrochen. Auch in der Ferienzeit ist ein Anstieg zu verzeichnen”, sagt der Pressesprecher der Polizei Heidelberg, Norbert Schätzle. In den Wintermonaten können sich Einbrecher zwar im Schutz der Dunkelheit verstecken, doch in der Ferienzeit ist es oft ebenso leicht festzustellen, ob Bewohner verreist sind. Deshalb sind besonders im Oktober vermehrt Einbrüche festzustellen: Frühe Dämmerung und Ferienzeit treffen aufeinander, ideal für Einbrecher.

Überall kann eingebrochen werden

Es lässt sich nicht pauschal beantworten, in welche Immobilien bevorzugt eingebrochen wird. Ob Einfamilienhäuser oder Häuser mit vielen Wohneinheiten, überall wird eingebrochen. “Besonders gefährdet sind aber Häuser mit Garten und Terassentür”, sagt Martin Boll, Pressesprecher der Polizei Mannheim. Das hat mehrere Gründe: Erstens ist der Garten oft nicht einsehbar und zweitens kann der Einbrecher sich durch die Terassentür einen “idealen” Fluchtweg schaffen.

“Auch anonyme Häuser mit vielen Wohneinheiten sind betroffen”, so Norbert Schätzle. Dort fielen Fremde nicht auf. “Bevorzugt wird hier in das Erd- oder Dachgeschoss eingebrochen”, sagt Martin Boll. Im Erdgeschoss könne der Einbrecher besonders schnell flüchten, sollte er entdeckt werden. Im Dachgeschoss habe er dafür eine bessere Fluchtchance, da er eher hören könne, wenn jemand sich im Treppenhaus befände.

Selten nur ein Täter

“Alles, was sich schnell mitnehmen und weitergeben lässt, wird bevorzugt gestohlen. Also Bargeld, Kreditkarten, Schmuck, Handys, Tablets, Notebooks und Gold”, zählt Norbert Schätzle auf. “Oft arbeiten Einbrecher mit mindestens einem Komplizen”, ergänzt der Pressesprecher der Polizei Mannheim Martin Boll.

Das hat den Vorteil, dass man das Diebesgut innerhalb von ein paar Sekunden weitergeben kann. Sollte die Polizei einen Einbrecher erwischen, der das Beweismaterial bereits weitergegeben hat, ist ein Nachweis schwierig. Deshalb wird in Mannheim nur jeder vierte Einbrecher erwischt. In Heidelberg liegt die Aufklärungsquote sogar nur bei 10 Prozent.

Obwohl die Einbruchszahlen in Deutschland steigen, sinken sie wider Erwarten im Rhein-Neckar-Kreis. Im Jahr 2011 gab es beispielsweise in Mannheim 667 Einbrüche, in diesem Jahr sind es nur um die 400. Häufig wurde dabei in der Neckarstadt eingebrochen. Dort gibt es Immobilien des gehobenen Mittelstands und viele eng bebaute Straßenzüge.

DNA-Analyse á la Krimi

Immer wieder hinterlassen Täter DNA-Spuren, die zum Beispiel durch eine achtlos weggeworfene Zigarette gesichert werden können. “Allerdings spielt die Suche nach DNA eher eine untergeordnete Rolle, da die meisten Einbrecher sehr professionell und vorsichtig arbeiten. In den seltesten Fällen gehört ein Zigarettenstummel wirklich dem Einbrecher”, erklärt Martin Boll.

“Die Untersuchung der Spuren geht aber über die DNA-Analyse hinaus. Nach was genau wir suchen, verraten wir aber nicht, sonst achten die Einbrecher drauf”, so Norbert Schätzle.

Schutz vor Einbruch

Die Auswirkungen, die ein Einbruch auf das Opfer hat, sind verheerend: “Das eigene Zuhause ist für Menschen ihr Privatbereich, ihre sichere Burg. Dringt jemand in ihren intimsten Privatbereich ein, ist das oft sehr verstörend”, erklärt Martin Boll. Oft fühlen sich die betroffenen Menschen so sehr in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt, dass sie umziehen müssen. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen bieten kostenlose Hilfe an – sie beraten vor Ort.

Man kann sich schon mit einfachen Mitteln effektiv vor Einbruch schützen. Die Tür abschließen, die Rolläden richtig runterlassen und im Sommer weder Fenster noch Türen offen stehen lassen, sind die günstigsten Alternativen.

Fährt man in den Urlaub, sollte man Zeitschaltuhren einsetzen und gute Sicherungssysteme an Türen und Fenstern anbringen. Wer sich ein teures Sicherungssystem nicht leisten kann, der kann auch eine Schraube diagonal im Türrahmen eindrehen. So kann ein Einbrecher die Tür nicht eintreten. Bemerkt der Einbrecher, dass er auf Hindernisse stößt, bricht er in der Regel den Einbruch ab.

Was die Sicherheit angeht, ist eine Beratung sehr sinnvoll, denn oft wissen die Menschen nicht, wo die Schwachpunkte sind. Die kostenlose Beratung der Polizei bietet auch eine Schwachpunktanalyse an.

Richtig auf Einbrecher reagieren

Stellt man sich vor, dass man auf einen Einbrecher trifft, stellt sich die Frage: Wie reagiert man richtig, wenn man einem Einbrecher gegenüber steht? Martin Boll und Norbert Schätzle kennen die Antwort: Auf keinen Fall den Helden spielen, sondern dem Täter eine Fluchtmöglichkeit lassen.

In aller Regel sind Einbrecher scheu und werden zu fliehen versuchen – wenn sich aber jemand in die Ecke gedrängt fühlt, kann das schlimme Folgen haben. Einrecher haben Werkzeuge wie Schraubendreher dabei, die auch Waffen sein können. Wer denkt oder weiß, dass ein Einbrecher in der Wohnung ist, sollte sofort die Polizei unter 110 anrufen.

Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

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Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das Lüftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. Dezember 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es heiß im Saukopftunnel. Um die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenlüftung im Brandfall zu prüfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut für Industrieärodynamik aus Aachen (IFI) durchgeführt. Das Regierungspräsidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Prüfung veröffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort ließ aber auf ein Problem mit der Lüftungsanlage schließen. Der Pressestelle vom Regierungspräsidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hieß es von Seiten des Regierungspräsiduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch künftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgeführt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Weißöl verdampften, erzeugt. Diese lösten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentlüftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus geführt werden. Allerdings saugten die Lüftungsschächte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und führten ihn als vermeintliche “Frischluft” wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen hätte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten Lüftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspräsidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten wären.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon für viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein “Never-Ending-Ärger” mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachrüstungen in Höhe von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunfälle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv verschärft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachrüstungsprogramm durchführen, um die Sicherheitsstandards zu erfüllen. So wurde u.a. das gesamte Lüftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall öffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierfür: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. Für den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Größenordnung von rund 26 Millionen Euro fällig, von denen allein 23 Millionen Euro für den Rohbau angefallen sind. Die Kosten für die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachrüstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverlässig gewährleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

 

Weitere Bilder der Brandversuche im Saukopftunnel finden Sie in einer Bildergalerie auf weinheimblog.de.

Hund, Katze und Ratte als Weihnachtsgeschenke, alle Jahre wieder

Wenn es unterm Weihnachtsbaum zweimal bellt

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Mischlingswelpe aus Wolfsspitz und Siberian-Husky. Foto: Wikipedia, Richard Bartz CC BY SA 2.5

Hirschberg, 21. Dezember 2012 (red/tt). Haustiere eignen sich nicht als Weihnachtsüberraschung, sagt Jutta Schweidler, Leiterin des Tierheims Weinheim. Dennoch werden jedes Jahr Tiere zu Weihnachten verschenkt. Wenn es dann Schwierigkeiten mit ihnen gibt, das Tier altert oder Tierarztkosten anfallen, wird es oft im Tierheim abgegeben oder sogar ausgesetzt.

Von Timo TammIhr Kind wünscht sich ein Tier zu Weihnachten? Sie wünschen sich ein Tier zu Weihnachten? Bevor es unter dem Weihnachtsbaum bellt, miaut, schnüffelt oder raschelt, sollte einiges geklärt sein: Wer geht morgens mit dem Hund raus? Wer füttert die Katze, wenn die Familie in den Urlaub fährt? Was, wenn der Schmusekater an Omas Gardinen klettern übt? Der Tierschutzbund bietet Informationsbroschüren zu den gängigen Haustierarten. Vor Ort berät das Tierheim.

Wie und wo bekommt man ein Tier vermittelt?

Wenn Sie ein Tier in der Tierhandlung kaufen, können Sie es nicht zurückgeben. Deswegen eignen sich Tierheime bei der Tiervermittlung deutlich besser.

sagt Jutta Schweidler. Dort könnten sich Tier und Halter vorher kennenlernen. Wie in den meisten Tierheimen kontrollieren die Mitarbeiter vor der Vermittlung, ob sich die Wohnung des Interessenten für eine Haltung des Tieres eignet. Bei abgegebenen Tieren weiß das Tierheim meist über dessen Vorgeschichte Bescheid und informiert den Interessenten. Bei ausgesetzten Tieren gibt es nur einen Bericht über das Verhalten während der Zeit im Tierheim. Überhaupt nicht geeignet, um sich ein Tier zuzulegen, sind laut Jutta Schweidler “Tiervermehrer”, bei denen man Tiere übers Internet meist ohne Impfschutz, Informationen und mit vielen Problemen kauft.

Welpen finden alle süß

Jungtiere finden alle süß. Wie viele von ihnen nach Weihnachten abgegeben werden, kann Schweidler nicht beziffern.  Bei Kleintieren und Katzen balle es sich am Jahresanfang, bei Hunden eher nicht. Meist werden Tiere über das ganze Jahr verteilt abgegeben, in Weinheim etwa 200 Hunde und noch deutlich mehr Katzen. Meist werden Tiere abgegeben, wenn sie älter werden, schwieriger oder sich die Lebensumstände des Halters ändern – sei es ein neuer Job, Jobverlust, ein Umzug, neugeborene Kinder, Allergien beim neuen Partner. Im Tierheim Weinheim sind momentan etwa 25 Katzen, 20 Hunde und etliche Kleintiere untergebracht.

Welches Tier eignet sich für mich?

Beim Tierschutzbund gibt es Broschüren über Aquarienfische, Hunde, Katzen, Nagetiere und Vögel. Exotische Tiere eignen sich überhaupt nicht für die Haltung in einer normalen Wohnung, so Schweidler:

Dazu muss man Spezialist sein und man braucht eine spezielle Umgebung.

Vor der Anschaffung sollte man sich folgende Fragen stellen, rät der Tierschutzbund:

  •   Passt das Tier in meine oder unsere Wohn- und Lebensverhältnisse?
  •   Wann bin ich wie lange zuhause?
  •   Habe ich oder meine Familie genügend Zeit für ein Tier?
  •   Kann ich dem Tier besonders beim Hund genügend Zeit und Raum für Auslauf bieten?
  •   Habe ich genügend Geduld für ein Tier?
  •   Gestattet mir mein Vermieter oder Hausverwalter eine Haltung des entsprechenden Tieres?
  •   Kann ich mir das Tier mit all seinen folgenden Kosten leisten?
  •   Kann ich auch in ein paar Jahren noch für das Tier sorgen?
  •   Sind mein Partner, meine Mitbewohner oder alle Familienmitglieder mit dem Hausgenossen einverstanden?
  •   Ist die Unterbringung bzw. Pflege bei einem Urlaub bzw. in den Ferien geregelt?

Tiere  kosten Geld und das nicht nur beim Kauf: Eine Kastration und die Impfungen können rund 100 Euro kosten. Je nach Größe und Alter des Tieres steigen die Tierarztkosten für Versorgung und Behandlung. Beim Tierheim Weinheim kostet die Vermittlung einer Katze 100 Euro. Ein Hund kostet 250 Euro. Diese Beträge decken die Kosten für die Kastration und Impfung, ohne die Tierheimtiere nicht abgegeben werden. Dazu kommen Futterkosten sowie Steuern und eine erhöhte Haftpflichtversicherung.

Weitere Informationen: Tierschutzverein Weinheim Zu den Fundtiergemeinden des Tierheims gehören Weinheim, Heddesheim, Hemsbach, Ladenburg, Schriesheim und Hirschberg. Mittwochs gibt es von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Möglichkeit mit Tieren Gassi zu gehen, Interessenten dazu können von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr kommen.

Erst denken, dann schenken!

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Foto (ohne Kreuz): Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

 

Rhein-Neckar/Weinheim, 19. Dezember 2012. (red/kk) Heilig Abend steht vor der Tür. Die Wunschzettel der Kinder sind mehr oder weniger abgearbeitet. Wie jedes Jahr stand sicherlich auf so manch einer Liste weit oben ein Haustier. Und welches Christkind kann da schon nein sagen, wenn große Kinderaugen einen vierbeinigen oder gefiederten Freund erflehen. Aber Freunde und Liebe kann man weder kaufen noch verschenken. Deshalb appelliert unsere Redakteurin Kathrin Keil an alle zukünftigen Tierhalter, sich diesen Schritt vor Weihnachten besonders gut zu überlegen.

Von Kathrin Keil

Unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum schauen ein paar verängstigte, braune Knopfaugen hervor. Gestreichelt werden will Klein-Bello auf gar keinen Fall. Er hat Angst. Angst vor den vielen Händen und Füßen, der lauten Weihnachtsmusik und dem Dauergequatsche, den Gerüchen – einfach Allem. Ihm ist nach Knurren und Schnappen, nicht nach Schwanzwedeln zumute. So, oder so ähnlich könnte ein Weihnachtsgeschenk-Hund sich fühlen, denn ein Orts- und Bezugspersonenwechsel ist für ihn der pure Stress. Noch gesteigert durch das Erscheinen der ganzen feierwütigen Familienmitglieder, die ihn unbedingt liebhalten wollen.

Ein Tier kostet Zeit, Geld und Liebe

Die Anschaffung eines Haustieres sollte unbedingt gründlich überlegt und geplant werden. Weihnachten ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. All der Trubel und die Hektik übertragen sich auf die zarte Tierseele. Wenn die Katze dann kratzt und faucht anstatt zu schnurren und der Hase den Finger statt der Karotte zwickt, hat die Freude schnell ein Ende. Ein Tier zu halten bedeutet Verantwortung zu übernehmen – ein Leben lang. Das ist mit Arbeit, Kosten und Abstrichen verbunden. Es genügt nicht, tagtäglich den Napf zu füllen und den Käfig sauber zu halten. Neben den Futterkosten kommen regelmäßige und außerplanmäßige Tierarztkosten auf den Halter zu. Und Zeit, drei bis vier Mal am Tag, egal bei welchem Wetter Gassi zu gehen – in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft wohl sowieso schon Mangelware. Sind dann erst die wertvollen Möbelstücke zerkratzt, die Lederschuhe durchgekaut, stellt sich nachträglich eine Allergie ein oder man erkennt verwundert, dass der Hamster lieber nachts im Rad rennt, statt tagsüber bespielt zu werden – ja dann, dann ist die Abschiebung schon vorprogrammiert. Schlimmer noch die Vereinsamung oder das Aussetzen. Spätestens wenn vor Ostern der Urlaub in den Ferien geplant wird, finden sich vermehrt die lebenden Weihnachtsgeschenke vom Vorjahr im Tierheim wieder – oder auf einem Rastplatz.

Alternativen zum eigenen Tier

Ein Haustier ist eine wunderbare Sache – nein, falsch! – ein liebenswerter Mitbewohner. Informiert, plant und organisiert man sich im Vorfeld ausreichend, bleibt dem Tier oftmals ein ungewisses Schicksal erspart, so wie vielen Eltern eine Notlüge: „Bello ist weggelaufen!“ Viele städtische Tierheime bieten die Möglichkeit, Hunde zum Gassigehen „auszuleihen“, um erste Erfahrungen zu sammeln. Der Weiterstädter Gnadenhof Kellerranch hat eine große Jugendabteilung, die den richtigen Umgang mit Tieren gut zu vermitteln weiß. Wer lieber materiell helfen möchte, kann Tierpatenschaften annehmen oder auch verschenken. Beim in der Riedbahn ansässigen Zoofachhändler gibt es auch dieses Jahr wieder den Wunschzettelbaum der Tiere. Dort kann ebenfalls gezielt geholfen werden. Also: Erst denken, dann schenken! Ihnen und dem Tier zulieb.

Ein Gastbeitrag unseres Istlokal-Netzwerkpartners Weiterstadtnetz.de. Die Lokalredaktionen im Netztwerk von Istlokal.de unterstützen sich gegenseitig beim Austausch von Informationen.

VG Karlsruhe verbietet der Stadt Pforzheim Internetveröffentlichung

Kippt der Lebensmittelpranger?

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Das Landratsamt Rhein-Neckar informiert nach wie vor über die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen im Kreis. (Quelle: Rhein-Neckar-Kreis.de)

 

Rhein-Neckar, 18. Dezember 2012. (red/pro/aw) Das Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe hat der Stadt Pforzheim untersagt, Hygienemängel in einer Gaststätte “an den Pranger zu stellen”. Das Urteil sorgt bundesweit für Diskussionen in Landratsämtern, Gemeinden und der Lebensmittelbranche. Die Karlsruher Verwaltungsrichter können im Urteil nicht erkennen, dass die Betreiber genannt werden müssen. 

Der “Lebensmittelpranger” wurde zum 01. September 2012, mit einer Gesetzesänderung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB), eingeführt. Und das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat prompt im Oktober zwei Betriebe in Schriesheim und Heiligkreuzsteinach auf die Prangerliste gesetzt und diese im Internet veröffentlicht. Das “Urteil”: “Ekelerregende Herstellungsverfahren”, wie das Schriesheimblog am 22. Oktober berichtete.

Auch die Stadt Pforzheim wollte einen großen Gastronomiebetrieb entsprechend anprangern. Das Verfahren läuft so: Stellen Lebensmittelkontrolleure erhebliche Mängel fest, können diese Betriebe sofort auf die Liste nehmen oder bei wiederholten Verstößen, wenn keine Abhilfe geschaffen wird. Dann wird der Betrieb informiert und hat eine Woche Zeit Beschwerde einzulegen. Die Großgastronomie im Gebiet Pforzheim hatte damit Erfolg. Die Richter sehen im Gesetzestext eine Begründung für die Namensnennung in diesem Fall nicht gegeben.

“Angesichts erheblicher Zweifel…”

In einer Pressemitteilung vom 13. November 2012 begründete das Verwaltungsgericht Karlsruhe das Urteil wie folgt:

“Der Wortlaut des Gesetzes spreche dafür, dass die Behörde nur zur Herausgabe einer sogenannten Produktwarnung ermächtigt werde, also zur Information über ein konkretes Lebensmittel, das unter Verstoß gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gelangt sei. Dass die Vorschrift über ihren Wortlaut hinaus die Pflicht der Behörden begründe, die Öffentlichkeit generell über hygienische Mängel in Betrieben zu informieren, die Lebensmittel verarbeiteten und/oder in den Verkehr brächten, lasse sich auch der amtlichen Begründung des Gesetzes nicht entnehmen.

Angesichts der erheblichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der geplanten Veröffentlichung überwiege das Interesse des Gaststättenbetreibers, hiervon vorläufig verschont zu bleiben. Dies gelte umso mehr, als in der Zwischenzeit die Einhaltung der Hygienevorschriften in dieser Gaststätte sichergestellt sei, eine Veröffentlichung deshalb zum Schutz der Verbraucher nicht unerlässlich sei.”

Die Stadt Pforzheim hat aufgrund der Entscheidung des VG Karlsruhe derzeit keine Bekanntmachungen über Lebensmittelkontrollen veröffentlicht. Wie das Rechtsamt der Stadt Pforzheim gegenüber Rheinneckarblog.de bestätigte, sei dagegen aber beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Beschwerde eingereicht worden. Weitere Details könne man derzeit allerdings noch nicht kommunizieren, heißt es. Hierzu soll es in den nächsten Tagen weitere Informationen geben.  (Anm. d. Red: Wir berichten weiter.)

Möglicherweise ist der Lebensmittelpranger bald wieder Geschichte, sollten die Gerichtshöfe den Entscheidungen der Verwaltungsgerichte folgen.

Könnte der Pranger kippen?

“Ausgeschlossen ist das nicht”, sagt Pressesprecher Berno Müller vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Hier sei aber noch kein edgültiger Knopf dran.

Denn Verwaltungsgerichte in Oldenburg, Regensburg und Trier hatten zuvor in Sachen Internetveröffentlichung von Kontrollergebnissen ebenfalls entschieden. Gemeinsamer Tenor: “Grundrechts- und Europarechtskonformität” müssen eingehalten werden. Insbesondere wurde auf die “Verpflichtung zur Angabe des betroffenen Lebensmittels” hingewiesen.

Das VG Regensburg führte aus, dass die Veröffentlichung von Verstößen nur „unter Nennung des Lebensmittels“ gerechtfertigt sei. Es müsse ersichtlich gemacht werden, welche Lebensmittel von etwaigen Verstößen betroffen sind.

Bis etwas anderes beschlossen wird, verfährt das Veterinäramt im Rhein-Neckar-Kreis wie bisher. Die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen sei nach Anweisung des Ministeriums nach wie vor legitim.

Solange wir nichts anderes hören, bleibt das so,

bestätigt der zuständige Mitarbeiter Rudi Wolf. Insgesamt fünf Betriebe wurden seit dem 01. September 2012 auf den Listen des Landratsamts angeprangert. Darunter, neben den zwei zu Beginn genannten Gastro-Betrieben, auch die Bäckerei Baskent in Leimen sowie die Metzgereien Lingenfelder in Neulußheim und Köhler in Altlußheim. In allen fünf Fällen wurden die Mängel bereits beseitigt. Diese Information kann der Liste ebenfalls entnommen werden. Öffentlich bleibt sie dennoch – in Baden-Württemberg bis zu einem Jahr.

Probleme mit dem Abfluss noch nicht behoben

Büro des Bürgerdienstes bleibt vorerst geschlossen

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Hirschberg/Großssachsen, 18. Dezember 2012. (red/aw) Die Räume des Bürgerdienstes bleiben vorerst geschlossen. Probleme mit Abflussrohren sorgen für einen “unzumutbaren Geruch”. Alle Dienstleistungen des Bürgerbüros werden solange in das Hirschberger Rathause ausgelagert.

Probleme mit den Abflussrohren führen zu einem nicht erträglichen Raumklima. Es rieche, wie auf einem “Bahnhofsklo” heißt es aus dem Rathaus. Ein Zustand, der weder den Bediensteten noch den Bürgerinnen und Bürgern zugemutet werden kann.  Daher müssen die Räumlichkeiten des Bürgerdienstes in der Breitgasse 5a bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Das Büro war bereits vor einigen Wochen geschlossen worden, um die Probleme zu beheben. Anscheinend mit wenig Erfolg. Nachdem die Räumlichkeiten am Freitag, den 07. und Montag, den 10. Dezember kurzzeitig wieder geöffnet waren, musste der Hirschberger Bürgerdienst nun das Büro wieder schließen. Jetzt wird nachgebessert.

Wie lange die Arbeiten an den Abflussrohren dauern, ist derzeit noch nicht abzusehen. Auf Nachfrage des Hirschbergblogs bestätigte das Rathaus lediglich, dass diese bis ins neue Jahr andauern werden.

Die Dienstleistungen des Bürgerdienstes können in der Zwischenzeit trotzdem in Anspruch genommen werden. Die zuständigen Mitarbeiter agieren, auch zwischen Weihnachten und Neujahr, solange aus den Räumen des Rathauses in der Großssachsener Straße 14.

Geprothmannt: Weg mit den Waffen!

Kinder sind immer Opfer – nicht nur in Newtown

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Rhein-Neckar, 17. Dezember 2012. (red/pro) Das Massaker von Newtown/Connecticut hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Jeder mitfühlende Mensch nimmt Anteil und verabscheut diese Bluttat. Nach dem ersten Schock ist aber kühler Verstand gefragt, um dieses Drama und andere einzuordnen. Denn Newtown kann überall sein und ist es auch.

Von Hardy Prothmann

26 Tote – davon zwanzig Kinder. Wie das Städtchen Newtown (25.000 Einwohner) dieses furchtbare Massaker verkraften kann, fragen sich überall auf der Welt die Menschen, natürlich auch hier bei uns vor Ort. Der amerikanische Präsident versuchte vor Ort Trost zu Spenden – doch was nützt das? Die Medien berichten “neu”-gierig über alles, was man vermeintlich über den Täter an Informationen finden kann. Berichten, hoffentlich einfühlsam und sorgsam, über die Familien und Freunde, über deren Trauer und Schmerz. Anders als bei Spiegel Online, die über ein Asperger-Syndrom des Mörders im Zusammenhang mit der Bluttat spekulierten. Weil sich Autisten zu Recht gegen diese Darstellung gewehrt hatten, ergänzte Spiegel-Online den Text.

Doch der Fokus ist mit dem Blick auf Newtown zu eng gewählt. Ein bis zwei Dutzend Massaker finden jährlich in den Vereinigten Staaten statt. Das Massaker von Newtown war schon das 20. in diesem Jahr. Rund 30.000 Menschen werden hier Jahr für Jahr durch den Einsatz von Schusswaffen getötet: Davon sind 18.000 Selbstmorde und 12.000 Menschen werden Opfer von anderen, die – warum auch immer – mit meist großkalibrigen Waffen auf andere Menschen schießen:

Auch Deutschland hat schon sechs “School-Shootings” erlebt, darunter zwei besonders entsetzliche.  2002 in Erfurt: Der 19-jährige Robert Steinhäuser tötete 17 Menschen, bevor er sich selbst erschoss. Der 17-jährige Tim Kretschmer tötete 2009 in Winnenden insgesamt 15 Menschen, verletzte elf weitere Menschen, bevor er sich selbst erschoss. Beide hatten über ihr persönliches Umfeld Zugang zu Waffen. Ob nun berechtigt oder nicht, spielt keine Rolle. Waffen waren teil ihrer Erfahrungswelt. Und beide konnten mit Waffen umgehen. (Uns bleibt hoffentlich eine Debatte über vermeintlich verantwortliche “Killerspiele” erspart: “Der Mörder, die Journalisten und ihre Öffentlichkeit“.)

Jung, männlich, verwirrt – mit Waffe tödlich

Beim Amoklauf von Ansbach 2009 wurden zwei Schülerinnen schwer, sowie sieben Schüler/innen und eine Lehrerin leicht verletzt. Der 18-jährige Täter hatte “nur” ein Beil, zwei Messer und Molotowcocktails. Nicht auszudenken, wieviele Todesopfer es durch den Einsatz von Schusswaffen möglicherweise gegeben hätte.

Fast alle Schulmassaker werden von jungen Männern verübt. Häufig erfährt man etwas über “psychologische Probleme” der Täter. Die These, dass die Zahl der Massaker und die Zahl der Toten weniger mit einem “Lattenschuss” als dem Zugang zu tödlichen Schusswaffen zu tun hat, ist angesichts der Fälle nicht von der Hand zu weisen.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl forderte Anfang 2010 vollkommen zu Recht eine Verschärfung des Waffenrechts. Newtown mag manchen weit weg vorkommen: Erfurt ist von uns aus nur etwas mehr als 300 Kilometer entfernt, Winnenden nur noch 125 Kilometer. Und die Bedrohungslage ist bei uns Vort ganz real: In Mannheim gab es zwei Amok-Drohungen an Schulen, in Schriesheim eine. 2009 legte ein Mann aus Viernheim Bomben in Weinheim und verminte seine Wohnung. Er verfügte über ein beängstigendes Waffenarsenal.

So bitter das klingt: Überall in Deutschland ist es nur eine Frage der Zeit, bis es wieder zu einem ähnlichen Drama kommen kann. Zwischen April 2002 und September 2009 gab es sechs Amokläufe an Schulen. Dass seit drei Jahren “nichts” passiert ist, darf man nicht glauben. Es passiert ständig in den Köpfen von verwirrten jungen Menschen – ohne tödliche Waffen bleiben “Rachegelüste” aber nur Gedanken und verschwinden irgendwann hoffentlich wieder.

Kinder sind immer Opfer – egal in welchem Kriegsgebiet

Amerika wird von vielen immer noch als vorbildliches Land gesehen. Das ist es nicht. Dieses Land lebt im Dauerausnahmezustand – im Krieg mit sich selbst. Bis an den Hals bewaffnet. Mindestens 250 Millionen Waffen sollen dort in Privatbesitz sein – darunter viele Kriegswaffen. 30.000 zivile Opfer durch Schusswaffengebrauch – das ist eine Zahl von Toten, die in vielen “realen” Kriegsgebieten nicht erreicht wird.

Nach Angaben von Unicef starben in den vergangengen zehn Jahren zwei Millionen Kinder in den Krisengebieten dieser Welt, in Afrika, Asien, Südamerika und den Randregionen Europas: Ob durch Schusswaffen oder durch Bomben. Sechs Millionen weitere wurden körperlich verletzt. Die seelischen Schäden kann niemand zählen. Davon erfährt man nur selten.

Ohne das Leid der Familien in Newtown zu missachten: Kinder und deren Familien, die in der dritten Welt Opfer von Waffengewalt werden, haben meist keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung, erhalten keine psychologische Betreuung und in aller Regel auch keine Anteilnahme in der Welt, denn meistens erfährt man nichts davon.

Anmerkung der Redaktion: Im aktuell erschienenen Rüstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) vom 10.12.2012 ist nachzulesen: “Kleine und leichte Waffen sowie Munition gingen erneut an Staaten im Nahen und Mittleren Osten sowie an Länder in Asien. Insgesamt gingen 8.158 Kleinwaffen an Drittstaaten. Wichtigste Abnehmer waren Saudi-Arabien (4.213 Sturmgewehre), Indonesien (242 Maschinenpistolen, 102 Sturmgewehre) und der Kosovo (900 Sturmgewehre). Gleichzeitig wurden 6.051 leichte Waffen aus Deutschland exportiert. Der Großteil dieser Waffen ging an Singapur (rückstoßfreie Waffen). Die GKKE fordert die Bundesregierung dazu auf, den Export von kleinen und leichten Waffen sowie dazugehöriger Munition deutlich restriktiver zu handhaben. Angesichts der Zahlen aus dem Berichtszeitraum 2011 verwundert der Vermerk, dass die Bundesregierung auch in Zukunft Kleinwaffenexporte in Entwicklungsländer besonders restriktiv handhaben werde.”

 

17. bis 23. Dezember 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

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Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 17. bis 23. Dezember 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Menü Nachbarschaft im Menü “Termine”.

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Dienstag, 18. Dezember 2012, 15:00 bis 16:00 Uhr, Olympia-Kino.

Peter und der Wolf

Hirschberg. Figurentheater Marotte : Peter und der Wolf. Das bekannte Figurentheater Marotte aus Karlsruhe erzählt das bekannte musikalische Märchen von Sergej Prokofiew auf seine Art. Ein Theater-Erlebnis der besonderen Art, ein echter Knüller und ungetrübtes Vergnügen für Jung und Alt.

Peter, der die Sprache der Tiere versteht, wohnt bei seinem Großvater auf dem Land. Hier kann er mit Vogel, Katze und Ente spielen. Eines Tages schleicht sich der Wolf an und stiehlt die Ente vom Hof. Doch mit Hilfe des Vogels kann Peter den Wolf einfangen.

Ein musikalisches Märchen mit der Originalmusik von Sergej Prokofiew. Die Presse schreibt: “40 unterhaltsame Minuten mit einem bekannten Stück, dem allerlei neue Aspekte entlockt werden” – “Echter Knüller und ungetrübtes Vergnügen für Jung und Alt”.

Ort: Kommunales Olympia Kino, Hölderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen.

Eintritt: Tickets kosten 5,50 Euro.

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Mittwoch, 19. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle.

Szenenfoto “A Christmas Carol”. Quelle: Kulturgemeinde Weinheim.

Weinheim. A Christmas Carol – Eine Weihnachtsgeschichte. Ein Musical von Péter Müller nach der gleichnamigen Erzählung von Charles Dickens.

Wie „Dinner for one“ zum Jahreswechsel, so gehört „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens in die Adventszeit. Mit der Aufführung kurz vor dem Fest kommt es in der Stadthalle zu einer sicher höchst willkommenen, sozusagen vorgezogenen Weihnachtsbescherung.

Weltberühmt ist der Dickens-Klassiker über den geizigen Scrooge, der durch die Begegnung mit den drei Geistern der Weihnacht zum Wohltäter wird. Letztendlich erkennt der erschütterte Scrooge, dass Reichtum nicht alles im Leben ist, dass Liebe, Solidarität und Menschlichkeit dem Leben erst einen Sinn geben.

Das Erfolgsteam Péter Müller und Péter Müller Sziámi schrieb ein anrührendes Stück Musiktheater voller prägnanter Bilder. Geradezu süchtig macht die Musik des Ungarn László Tolcsvay: eingängige Melodien und eine packende, bezwingende Rhythmik machen die Sogwirkung des unterhaltsamen Familienmusicals aus.

Zwölf Solisten – darunter Musical-Star Andreas Pegler als Scrooge – sowie Chor und Ballett – die Orchester- Musik wird vom Band eingespielt – erwecken diese wundervolle Weihnachtsgeschichte zum Leben und sorgen dafür, dass eine gefühlvolle, festliche Stimmung das Publikum ergreift. Ein stimmungsvoller Abend für Jung und Alt, für Groß und Klein.

Ort: Stadthalle, Birkenauer Talstraße 1, 69469 Weinheim.

Eintritt: Tickets gibt es ab 16 Euro. Sonderpreise für Abonnementen.

Tickets und Infos: http://www.kulturgemeinde.de/index.php?id=1.

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Donnerstag, 20. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Kulturhaus.

Die Autorin Ingrid Noll

Mannheim. Die bekannte Autorin Ingrid Noll liest aus Ihrem Kriminalroman “Über Bord”. Dabei wird sie von Daniel Prandl am Piano begleitet.

Ingrid Noll wurde 1935 in Shanghai geboren und studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalromane zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. ›Die Häupter meiner Lieben‹ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt.

Ort: Kulturhaus Mannheim Käfertal, Gartenstr. 8, 68309 Mannheim.

Eintritt: Tickets kosten 12,00 Euro; für Schüler, Studenten und Auszubildende 8,00 Euro.

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Freitag, 21. Dezember 2012, 19:30 bis 21:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche.

Die “Zarewitsch Don Kosaken”.

Speyer. Russische Weihnacht mit den Zarewitsch Don Kosaken. Vom glockenhellen Tenor bis zum erdig-sonoren Bass reicht das Stimmspektrum, das die Zarewitsch Don Kosaken bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert erklingen lassen. Sie singen von ihrer Freude, von ihrer Melancholie, von ihrem Schmerz Original-Melodien ihrer russisch-kosakischen Heimat.

Zu den gängigsten Russland-Klischees, dampfender Samowar, Matrjoschkas, die Weite des Landes, das ewige Eis und die Tiefe der Seele, verkörpern sich auch in der Assoziationskette Momente der Sehnsucht, romantische Vorstellungen von schwermütiger Stimmung, von mystischer Seelen-Versenkung, aber auch von impulsiver Lebensfreude, die aus der mentalen Tiefsinnigkeit erwächst.

All diese Sehnsuchtsmomente und Russland-Projektionen schwingen mit beim Konzert der Zarewitsch Don Kosaken, die mit ihren mehrstimmigen, harmonisch aufeinander abgestimmten A-cappella-Gesang in die „russische Weihnacht“ entführen.

Für uns Westeuropäer wieder einmal eine Gelegenheit wunderbare Chormusik zu erleben sowie Choräle aus der orthodoxen Liturgie, getragen von slawischer Musikalität und Geistigkeit, kennen zu lernen.

Das 1958 gegründete Ensemble hat sein Programm in Auswahl und Zusammenstellung als „Festliches Konzert“ ausgerichtet; Geistliche Gesänge, russische Volksweisen, aber auch klassische Kunstlieder und Lieder zur Advent- und Weihnachtszeit stehen auf Programm und werden das Publikum in den Bann von Mütterchen Russland ziehen.

Aus dem Programm: Vater unser, Lobet den Namen des Herrn, Dir singen wir, Cherubim Hymne, Die Legende von Mönch Pitirim, Abendmahlsgesang, Gelobt sei Herr aus Zion, Lobgesang, Abendglocken, Kosakisches Wiegenlied, Der Engel sprach zu den Gesegneten, Ave Maria, Glockenklang, Wiegenlied, Ich bete an die Macht der Liebe, Mein Gebet zu Dir u.a. Stille Nacht, Heilige Nacht auch in russischer Version. Eine Referenz an die Geburtsstätte dieses meistgesungen Weihnachtsliedes der Welt, Arnsdorf.

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information, Buchhandlung Oelbermann, Maximilianstrasse.

Ort: Dreifaltigkeitskirche, Große Himmelsgasse 4, 67346 Speyer.

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Samstag, 22. Dezember 2012, 20:00 Uhr, TiKK.

Der Schauspieler Eugen Gerein.

Heidelberg. Improvisationstheater: Die Gerein&List Show. Frische Unterhaltung von den Altmeistern aus Heidelberg. Eugen Gerein und Jürgen List lassen eure Wünsche Wirklichkeit werden.

Aus jeder Vorgabe des Publikums entstehen Geschichten, Sketche oder feinstes Shakespearetheater. „Was ihr wollt“ ist hier Programm. Gereins markant körperliches Spiel verbindet sich mit List Wortakrobatik zu kongenialen Szenen, die vergessen lassen, dass sie aus dem Moment geboren sind.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 10 Euro, 8 Euro ermäßigt. Einlass bereits ab 19:30 Uhr.

Tickets und Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Sonntag, 23. Dezember 2012, 19:30 Uhr, Stadthalle.

Die Frontsängerin der “LIVIN music family”: Tiffany Kirkland.

Speyer. Speyer präsentiert das 10. Weihnachts-Special: Die Frontsängerin von LIVIN music family, in den Live-Shows bei Voice of Germany: Tiffany Kirkland live on stage in der Stadthalle Speyer.

Beim alljährlichen Weihnachts-Special feiert Tiffany Kirkland mit LIVIN music family in der Stadthalle Speyer mit der großen LIVIN Besetzung 10-jähriges Jubiläum. Den Auftakt macht dieses Jahr die Speyerer Band The Pirates Of Love, anschließend lädt eine Aftershow-Party mit DJ Peter Roth zu einem schönen Ausklingen des Abends ein.

Ort: Stadthalle, Obere Langgasse 33, 67346 Speyer.

Eintritt: Tickets kosten im Vorverkauf 23,00 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr. Das “Deluxe-Ticket” kostet im Vorverkauf 49,50 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr.

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Sonntag, 23. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Rosengarten.

Tedros Teclebrhan präsentiert die “Teddy Show”.

Mannheim. Teddy Show – “Was labersch du…” Die YouTube-Sensation Tedros Teclebrhan erobert die Bühne.

Binnen kürzester Zeit avancierte der Schauspieler Tedros „Teddy“ Teclebrhan zum gefeierten Internet-Comedy-Star. Mit seinem YouTube-Video „Umfrage zum Integrationstest“ traf er den Nerv einer ganzen Generation. Mit „Teddy’s Show“ eroberte er das Fernsehen. Jetzt startet er live auf der Bühne durch.

Auch im Fernsehen hat der Comedian bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit „Teddy’s Show“ gewann er den ambitionierten Wettbewerb „TVLab“ von zdf_neo, bei dem verschiedene Fernsehformate vorgestellt wurden und die Zuschauer per Onlinevoting den Sieger kürten. In einer typischen Late-Night-Atmosphäre begrüßt er prominente Gäste, singt, scherzt und zeigt, warum er heute zu den besten Verwandlungskünstlern in Deutschland gehört.

Das Erfolgsrezept von Tedros Teclebrhan ist so einfach wie genial. Denn sein Talent, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, in diesen Rollen gekonnt mit allerlei Klischees zu spielen, zu übertreiben, zu glänzen, ist einmalig. Denn egal ob er als ostdeutscher Macho Ringo Fleischer, als der schwäbische Radikale Ernst Riedler oder als US-Musikstar Lohan Cohan auf die Menschheit losgelassen wird, die Lachsalven lassen nicht lange auf sich warten. Grenzen kennt der im Schwaben aufgewachsene, gelernte Schauspieler keine. Immer hat er davon geträumt, Menschen mit seiner Kunst zu unterhalten. Jetzt lebt er seinen Traum.

Zur Person:
Tedros Teclebrhan ist im Jahr 1983 in Eritrea geboren und kam als Kriegsflüchtling mit seiner Mutter nach Deutschland. Aufgewachsen im schwäbischen Mössingen, lebt Teclebrhan mittlerweile in Köln. Seine Schauspielausbildung absolvierte er zwischen 2005 und 2008 an der Internationalen Schauspielakademie Crearte Stuttgart. Es folgten Engagements im Fernsehen (u.a. „Laible & Frisch“, „Kommissar Stollberg“, „SOKO Stuttgart“) und Bühne (Rotebühl-Theater Stuttgart, Musical Dome Köln „Hairspray“).

Ort: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim.

Eintritt: Tickets gibt es ab 31, 90 Euro.

Tickets und Infos: http://www.rosengarten-mannheim.de/de/.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten für die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir übernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewählte Termine in unsere Übersicht “Tipps und Termine: Diese Woche”:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im Menü sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, für die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können bei uns auch gerne für sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 8-)

BW-Stiftung korrigiert nach Hinweis problematische AGB bei Fotowettbewerb

Machen Sie mit… aber immer zuerst das Kleingedruckte lesen!

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Rhein-Neckar, 14. Dezember 2012. (red/aw) Die Baden-Württemberg Stiftung ist derzeit auf der Suche nach Fotomotiven, die zeigen, was Baden-Württemberg lebenswert macht. Verpackt in einem Fotowettbewerb soll für Hobbyfotografen aus dem Ländle ein Anreiz geschaffen werden mitzumachen. Es winken tolle Preise – leider bis vor kurzem auch die Abgabe wesentlicher Urheberrechte. Aufgrund unseres Hinweises hat die Stiftung reagiert und die Allgemeinen Geschäftsbedinungen geändert.

Von Alexandra Weichbrodt

Die Stiftung Baden-Württemberg hat den Leitsatz: “Wir stiften Zukunft”. Mit der Ausschreibung zu einem Fotowettbewerb allerdings hat sich die BW-Stiftung aktuell nicht sehr fortschrittlich gezeigt. Die Idee des Wettbewerbs ist an und für sich eine Gute: Die schönsten Perspektiven des Landes auf einem Bild festzuhalten und damit die Lebensqualität in Baden-Württemberg darzustellen.

Doch bei der genauerem Hinschauen zu den Bedingungen dieses Fotowettbewerbs fiel uns ein erheblicher Negativ-Aspekt dieser Aktion auf: In den Teilnahmebedingungen wurde darauf verwiesen, dass die Urheber auf ihre Nennung verzichten sollten:

So formulierte die BW-Stiftung zunächst die Teilnahmedingungen des Fotowettbewerbs. Besonders der letzte Satz bietet Anlass zur Kritik.

 

Das Hobbyfotografen wesentliche Urheberrechte an ihren Bildern verlieren könnten, hielten wir für nicht tragbar. Schon gar nicht als “Allgemeine Geschäftsbedingung” einer Landesstiftung. Wir wollten daher von der Staatskanzlei Baden-Württemberg wissen, wie sie zu der doch recht fragwürdigen Formulierung steht und riefen den stellvertretenden Regierungssprecher Arne Braun an. Herr Braun allerdings hatte wenig Interesse an einem konstruktiven Gespräch und legte kurzerhand den Hörer auf, nachdem er uns deutlich machte, dass er sich dafür nicht zuständig fühle.

Ein wahrlich negatives Beispiel für einen professionellen Umgang mit der Presse. Bei der Baden-Württemberg Stiftung arbeitet man da gewissenhafter. Die Reaktion der Pressesprecherin Christine Potnar kam schnell und überraschend einsichtig. Im Telefonat erkundigte sie sich nach unserer Kritik und sagte:

Der Vorwurf ist uns neu und so nicht bewusst. Wir prüfen das sofort. Es kann gar nicht darum gehen, dass einer der Teilnehmer rechtlich benachteiligt wird.

Kurze Zeit später erhalten wir die schriftliche Antwort per email:

Die Einsender der Bilder haben und behalten das Recht, über ihre Bilder völlig frei zu verfügen.

Im Interesse der Stiftung sei es, die Gewinner des Wettbewerbs und ihre Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das könne man aber nur, wenn die Teilnehmer die Rechte hierzu einräumen.

Wir verpflichten uns und sagen den Preisträgern auch in den Teilnahmebedingungen zu, die Fotos ausschließlich im Zusammenhang mit dem Wettbewerb und der Berichterstattung über den Wettbewerb zu verwenden.

Der Satz mit dem Verzicht auf das Urhebernennungs-Recht sei überwiegend für die Produktion von Collagen, Übersichtsseiten oder andere kleinteilige Darstellungformen hinzugefügt worden. Hier könne die Stiftung – etwa aus Platzgründen – nicht immer die Urhebernennung garantieren. Frau Potnar erkannte das Problem aber an und sicherte zu, die kritisierten Passagen noch einmal überprüfen zu lassen.

Und Frau Potnar hielt Wort. Bereits wenige Tage nach unserem Hinweis sind die Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs angepasst. Die BW-Stiftung verpflichtet sich zu einer grundsätzlichen Nennung des Urhebers.

Aktueller Auszug aus den Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs der Baden-Württembergstiftung.

 

Solch eine postitive und konstruktive Reaktion erleben wir im redaktionellen Alltag eher selten. Liebe Hobbyfotografen im Land: Nun also ran an die Kamera!

Wer schöne Fotos aus Nordbaden für uns hat, achtet bitte auf einen Wettbewerb, den wir Anfang des Jahres ausschreiben. Natürlich nennen wir die Urheber immer. :-)

Pflichten für Güterhändler gesetzlich verschärft - Strafen bis 100.000 Euro möglich

Vom Immobilienmakler zum “IM Makler”

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Der Immobilienverband Deutschland informiert seine Mitglieder derzeit intensiv über das Geldwäschegesetz und die damit einhergehenden Pflichten. (Quelle: ivd.net)

 

Rhein-Neckar, 13. Dezember 2012. (red/aw) Die Bundesregierung hat Ende 2011 das Geldwäschebekämpfungsrecht mit einem “Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention” verschärft. Davon betroffen sind “Güterhandler” wie Steuerberater, Anwälte, Treuhänder und auch Immobilienmakler. Mit fragwürdigen Verpflichtungen sollen diese Berufsgruppen die Bundesregierung im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche unterstützen.

Besonders die Immobilienmakler haben mit den Auflagen des Geldwäschegesetzes (GWG) zu kämpfen. Laut dem GWG sind Makler dazu verpflichtet “angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zu entwickeln, diese zu dokumentieren und fortlaufend zu aktualisieren”. Was soviel bedeutet wie: Der Makler soll den potenziellen Kunden bereits im ersten Kontakt “ausspionieren”.

Tut er dies nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100.000 Euro Bußgeld bestraft werden kann. Der Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. (IVD) kritisiert vor allem den frühen Zeitpunkt der Identifizierung. Nicht wenige Kunden werden von dem ungewohnten Interesse an persönlichen Informationen beim ersten Kontakt abgeschreckt.

Verweigert der Kunde die Informationen oder kommt dem Makler etwas seltsam am Verhalten des Kunden vor, etwa weil der Befragte ausweichend antwortet, dann ist er verpflichtet eine Verdachtsmeldung bei der zuständigen Behörde abzugeben. Es ist davon auszugehen, dass durch dieses Verfahren eine Vielzahl von unbescholtenen Personen auf den schwarzen Listen der Behörden landen, nur weil diese sich wie auch immer “nicht normal” verhalten haben.

Baden-Württemberg ist bei der Durchsetzung dieser Pflicht für Immobilienmakler deutschlandweit ganz vorne. Bereits seit Februar 2011 werden Makler-Büros verstärkt überprüft, um zu gewährleisten, dass sie ihrer Nachweispflicht nachkommen.

Den vollständigen Bericht von unserer Autorin Alexandra Weichbrodt lesen Sie auf unserem Regionalportal Rheinneckarblog.de.

Das Maskottchen des Turnfestes hat einen Namen

Das Turnfest-Maskottchen heißt Fred

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Das Turnfest-Maskottchen hat endlich einen Namen. Insgesamt stimmten 45 % der Turnfestfreunde für Fred

 

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2012. (red/pm) Die Namensfindung für das Maskottchen des Internationalen Deutschen Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar ist abgeschlossen. Vier Namen hatte das Organisationskomitee des Turnfestes 2013 über eine Internetabstimmung zur Auswahl gestellt. Jetzt steht fest: Das Maskottchen wird den Namen Fred tragen.

Information des Deutschen Turnfestes:

“Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes, der das Maskottchen im September vorstellte, freut sich, dass das Gesicht des Turnfestes nun einen Namen hat: „Fred wird dem Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar als zusätzliches und unverwechselbares Gesicht zu noch mehr Präsenz verhelfen. Mit seiner warmherzigen und liebenswerten Ausstrahlung ist er ein hervorragender Botschafter für die größte Breitensport- und Wettkampfveranstaltung der Welt.“

„Bei seinen bisherigen Auftritten in der Region ist das Maskottchen schon auf große Sympathie gestoßen“, unterstreicht auf Seiten der Ausrichter auch der Vorsitzende der Sportregion Rhein-Neckar e. V., Dr. Eckart Würzner. „Das Turnfest-Maskottchen verleiht dem Top-Event einen frischen und pfiffigen Charakter. Ich bin sind sicher, dass Fred die Herzen der Bevölkerung und der Turnfestfans schnell erobert.“

45% wollten Fred

Über 3.200 Stimmen wurden bei der Abstimmung auf der Homepage des Turnfestes unter www.turnfest.de abgegeben. Für „Fred“ stimmten am Ende 45 Prozent der Turnfestfreunde. Als weitere Favoriten aus den rund 500 Namensvorschlägen, die von Turnfestfans über Postkarten, E-Mails und die Social Media-Plattform Facebook ins Rennen gegeben worden waren, standen „Gymmie“, „Metropoli“ und „Groovy“ zur Auswahl. Während sich „Fred“ und „Gymmie“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und „Gymmie“ zum Schluss der Abstimmung immerhin 41 Prozent der Stimmen erhielt, gab es für „Metropoli“ 10 Prozent Zustimmung und für „Groovy“ 4 Prozent.

Das Internationale Deutsche Turnfest 2013 findet vom 18. bis 25. Mai 2013 unter dem Motto „Leben in Bewegung“ in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg als Zentren des Turnfestes sowie 18 weitere Städte und Kommunen freuen sich auf etwa 80.000 Aktive. Veranstalter des Internationalen Deutschen Turnfestes 2013 ist der Verein Deutsche Turnfeste e. V. unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes. Mit der Metropolregion Rhein-Neckar hat erstmals ein regionaler Zusammenschluss die Gastgeberrolle für das einwöchige Turnfest übernommen.”

Adventskranz verkokelt - starke Rauchentwicklung im Rathaus

“Wir haben Glück gehabt”

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Hirschberg, 12. Dezember 2012. (red) Ein vor sich hinkokelnder Adventskranz hat drei Räume des Rathauses verraucht und einen Tisch angesengt. Betroffen sind Räume des Grundbuch- und des Standesamts. Die Verwaltung hatte Glück im Unglück: Durch den Rauch ist zwar ein deutlicher Schaden entstanden – im Falle eines Brandes wäre dieser sicherlich größer gewesen. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr musste das Rathaus entrauchen. Eine Reinigungsfirma ist bereits im Einsatz, um Russpartikel aus den Räumen zu entfernen.

Von Hardy Prothmann

Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt sagt:

Natürlich war das ein Riesenschreck. Wir haben klar Glück gehabt, dass sich kein Brand entwickelt hat.

Heute morgen hatten um 07:15 Uhr die Rauchmelder angeschlagen. Im Erdgeschoss hat sich ein Adventskranz entzündet, der nach Aussagen von Mitarbeitern “eigentlich aus” war. Wieso der Kranz trotzdem kokelte, ist unklar. Fest steht: Ein Feuer ist nicht ausgebrochen, der Kranz aber vollständig verschmorrt und der Tisch, auf dem er stand, ist ebenfalls angeschmorrt. Drei Räume wurden derart verraucht, dass diese renoviert werden müssen.

Zur Zeit reinigt eine Firma die Räumlichkeiten, am Freitag sollen dann die Maler kommen. Der Rathausbetrieb geht weiter, sagt Ralf Gänshirt:

Wir sind etwas eingeschränkt, können aber alle Dienstleistungen anbieten.

Welche Konsequenzen man aus dem Fall zieht, ist noch nicht klar:

Selbstverständlich werden wir intensiv nachdenken, was zu tun ist, damit sich so etwas nicht wiederholt.

Brennende oder schmorrende Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit eine der häufigsten Brandursachen. Am 07. Dezember hatte der Kreisbrandmeister in einer Pressemitteilung des Landratsamts aktuell über die besonderen Gefahren gewarnt.