Dienstag, 11. November 2014

Polizei sucht Zeugen

Unfall auf der B3: Beide gr√ľn?

Hirschberg, 29. Dezember 2012. (red/pol) Am Freitag gegen 11.15 Uhr befuhr eine 71j√§hrige Golf-Fahrerin die B 3 in s√ľdliche Richtung. Zum gleichen Zeitpunkt bog eine 34j√§hrige Opel-Fahrerin von der L 541 in n√∂rdliche Richtung auf die B 3 ein und kollidierte im Einm√ľndungsbereich mit dem Golf. Hierbei entstand an den beiden Fahrzeugen ein Sachschaden in H√∂he von 7000 Euro, verletzt wurde niemand. Da bei der Unfallaufnahme beide Unfallbeteiligten angaben, bei Gr√ľnlicht in den Einm√ľndungsbereich eingefahren zu sein, sucht das Polizeirevier Weinheim Unfallzeugen und bittet diese, sich unter Tel. Nr. 06201/10030 zu melden.

Polizei erbittet Hinweise

24-jähriger Robin C. aus Ladenburg vermisst

Mannheim/Ladenburg, 27. Dezember 2012. (red/pol) Die Polizei hat eine Vermisstenanzeige veröffentlicht:

“Seit den fr√ľhen Morgenstunden des 20.12.2012 wird der 22j√§hrige Robin C. aus Ladenburg vermisst. Der Vermisste trennte sich nach einer Weihnachtsfeier von Freunden im Bereich des Luisenrings in Mannheim. Seither ist er unbekannten Aufenthaltes.

Der Vermisste ist ca. 175 cm gro√ü, schlank, hat kurzes mittelblondes krauses Haar und gr√ľne Augen. Zuletzt war Robin C. bekleidet mit einem schwarzen Mantel und auff√§llig blauen Wildlederschuhen.”

Anm. d. Red.: Wir haben nach einem Leserhinweis das Alter √ľberpr√ľft – der Vermisste ist 24 und nicht 22 Jahre alt, wie es in der Pressemitteilung der Polizei hei√üt.

In eigener Sache

Besinnlichkeiten, Bescherungen, Botschaften

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Rhein-Neckar, 24. Dezember 2012. (red) Wir w√ľnschen unseren Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit, sch√∂ne Bescherungen und frohe Botschaften. Auch wenn der “Wettergott” es nun dieses Jahr gar nicht gut mit uns gemeint hat und uns sommerlich anmutende Temperaturen von 14¬į Grad beschert hat. Immerhin ist die Welt nicht untergegangen – sie dreht sich weiter. Wir lassen das Jahr geruhsam ausklingen. Ab der zweiten Januarwoche sind wir wieder voll im Einsatz f√ľr Sie da.

Von Hardy Prothmann

Heute Abend wird es √ľberall Bescherungen geben – sch√∂ne Geschenke, die hoffentlich Freude machen. Es wird zusammen gelacht, gefeiert, auch gestritten und gebetet, zur√ľck- und vorgeschaut, sich erinnert. Und nat√ľrlich gut gegessen und getrunken.

Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten. Wir bescheren Sie, unsere Leserinnen und Leser, fast t√§glich und kostenlos mit “Botschaften”. Die sind leider nicht immer “froh”, sondern geben wieder, was in unserer Welt passiert. Denn das haben wir uns zur Aufgabe gemacht und das erwarten Sie selbstverst√§ndlich von uns.

Ist das aber so selbstverst√§ndlich, wie es scheint? Das ist es nicht. Wir erbringen eine Dienstleistung f√ľr die Allgemeinheit, die tausende von Menschen kostenlos nutzen, die aber alles andere als kostenfrei ist. Wir haben in technische Ger√§te investiert, haben laufende Kosten f√ľr B√ľror√§ume, Arbeitsmaterialien, Fahrzeuge. Der gr√∂√üte Posten sind die Honorarkosten f√ľr unsere Mitarbeiter, die sehr engagiert Informationen zusammensuchen, sortieren, verarbeiten und aufbereiten.

Umbruchszeit

W√§hrend wir diese journalistische Dienstleistung aufbauen und ausweiten, stellen andere diese ein. Sp√§testens im Jahr 2012 ist klar geworden, dass der Medienmarkt in einem entscheidenden Umbruch ist. Die Verlierer dieses Prozesses werden die gedruckten Zeitungen sein. Nur ein paar Beispiele: In Hamburg wurde die Financial Times Deutschland eingestellt, in N√ľrnberg die Abendzeitung und hier bei uns vor Ort das Stadtmagazin Meier. Diese Medien sind aus dem Meinungsmarkt verschwunden. Deren Informationen – egal, wie gut oder schlecht sie gewesen sein m√∂gen – werden fehlen.

Stabile Demokratien zeichnen sich aber durch Meinungsfreiheit aus. Bei uns ist diese grundgesetzlich durch Artikel 5 unserer Verfassung gesch√ľtzt. Um sich eine umfassende Meinung bilden zu k√∂nnen, brauchen wir alle verl√§ssliche und umfassende Informationen, die wir gegeneinander abw√§gen. Um eine Haltung zu entwickeln oder Entscheidungen zu treffen.

W√§hrend im Printbereich viele Angebote ersatzlos verschwinden, entstehen bundesweit seit einiger Zeit neue Angebote wie unseres oder von Kollegen. Einige Dutzend haben sich im Netzwerk istlokal.de zusammengefunden und suchen gemeinsam neue Wege, um einen guten, hintergr√ľndigen Lokaljournalismus anbieten zu k√∂nnen.

Kritischer Journalismus bedroht

Wir gehen dabei jeden Tag ein hohes Risiko ein. Denn sobald jemand mit unseren Ver√∂ffentlichungen nicht “einverstanden” ist, drohen Abmahnungen und Klagen wie vor einem Jahr durch den Gr√ľnen-Politiker Hans-Christian Str√∂bele oder die vermeintliche “Tierschutz”-Organisation Peta oder der Heddesheimer B√ľrgermeister Michael Kessler – in nur drei Jahren sind wir √ľber ein Dutzend Mal abgemahnt worden. Das finanzielle Risiko lag dabei immer zwischen 2.000-10.000 Euro. Insgesamt haben wir bereits √ľber 10.000 Euro an Anwalts- und Gerichtskosten bezahlen m√ľssen. Wie heftig es dabei zugehen kann, zeigt das Beispiel Regensburg-Digital. Unser Kollege Stefan Aigner wurde von der katholischen Kirche verklagt, weil er Zahlungen der Kirche an ein Missbrauchsopfer als “Schweigegeld” bezeichnet hatte. Durch Spendenzahlungen von Lesern hatte er die finanziellen Mittel, um sich juristisch zu wehren. Das Hamburger Landgericht untersagte dem engagierten Journalisten zun√§chst diese Behauptung, das Hamburger Oberlandesgericht hob das Urteil auf und die Di√∂zese Regensburg legte dagegen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Karlsruher Richter lehnten die Beschwerde ab.

Ganz √ľberwiegend wird kritische Berichterstattung aber anerkannt. An dieser Stelle m√∂chten wir alle die loben, die bereit sind, Kritik nicht nur auszuhalten, sondern anzunehmen und weiter den Austausch suchen. Wir stehen mit dutzenden von Beh√∂rden, mit hunderten von unseren Leserinnen und Lesern in gutem Kontakt, die uns immer wieder wertvolle Hinweise √ľber das Geschehen vor Ort geben, die uns Informationen zukommen lassen, die wir pr√ľfen, aufbereiten und ver√∂ffentlichen.

Hochwertige Informationen sind wertvoll

√úber dieses Engagement sind wir sehr dankbar. Ebenso √ľber das Vertrauen, dass uns unsere Werbekunden schenken. Die Einnahmen aus der Werbung bezahlen unsere Arbeit. Unsere Werbekunden wiederum nutzen die durch uns erzeugte Aufmerksamkeit gerne, weil sie den Medienwandel verstehen und feststellen, dass wir zwar immer wieder streitbare, aber insgesamt sehr hochwertige Informationen anbieten. Weil wir Informationen nicht langweilig verwalten, sondern einordnen und bewerten.

Im kommenden Jahr werden wir √§hnlich wie unser Berliner Kooperationspartner Prenzlauerberg-Nachrichten einen Freundeskreis schaffen und eine finanzielle Unterst√ľtzung bei Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, einwerben. Wir wissen, dass der √ľberwiegende Teil unserer Leserinnen und Leser unsere Arbeit wertsch√§tzt und lassen uns √ľberraschen, inwieweit das “honoriert” wird. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, k√∂nnen also selbst ihren Teil beitragen, um unseren kritischen Journalismus, den wir nicht aus Selbstzweck, sondern f√ľr Sie machen, zu unterst√ľtzen. In Stuttgart hat “Kontext – Die Wochenzeitung” √ľber 1.000 Unterst√ľtzer gefunden, die zehn Euro und mehr im Monat (ohne Abo-Bindung) zahlen, um deren journalistische Arbeit zu finanzieren. Sicher aus der √úberzeugung heraus, dass kritischer Journalismus absolut notwendig ist, damit die Demokratie lebendig bleibt.

W√§hrend Gro√üverlage Teile ihrer Angebote einfach einstellen, wenn sie nicht genug abwerfen, bauen wir auf und investieren. Die Gesch√§fte entwickeln sich positiv – Ihre Unterst√ľtzung k√∂nnen wir trotzdem gut brauchen. Und die ist gut angelegt, weil wir im Gegensatz zu anderen Medien tats√§chlich unabh√§ngig arbeiten.

Schlechte Nachrichten vs. positive Entwicklungen

Wir nutzen zum Jahresende die “besinnliche” Zeit, um √ľber das zu Ende gehende Jahr nachzudenken und das kommende Jahr vorauszudenken. Wir ziehen Bilanz, was uns gut gelungen ist, was weniger, was wir besser machen k√∂nnen. Sie unterst√ľtzen uns dabei fortw√§hrend, durch Kommentare, Postings auf Facebook, emails, Anfrufe und pers√∂nliche Gespr√§che. Daf√ľr danken wir ebenfalls sehr herzlich.

Leider besteht unsere Arbeit oft nicht aus “frohen Botschaften” – denn wir m√ľssen √ľber Missst√§nde berichten, damit diese bekannt und hoffentlich beseitigt werden. Wir freuen uns aber immer, wenn wir positive Nachrichten oder zufriedenstellende L√∂sungen verbreiten k√∂nnen. Und manchmal kommt beides zusammen: Die Aktivit√§ten der rechtsradikalen NPD sind schlechte Nachrichten, der Widerstand von Gegendemonstranten dagegen sind sehr gute Nachrichten. Die Katastrophe von Fukushima war eine besonders schlechte Entwicklung, das daraus entwickelte Umdenken in Richtung Energiewende ist eine positive Wendung. Dass wir privaten Energieverbraucher geschr√∂pft werden, w√§hrend Stromfresserbetriebe von der Bundesregierung verschont werden, ist eine doppelt schlechte Nachricht. Wir informieren Sie √ľber all das und helfen Ihnen, sich ein Bild zu machen und sich eine m√∂glichst differenzierte Meinung bilden zu k√∂nnen.

Eine sehr sch√∂ne Nachricht ist, dass unser Flashmob-Video, das wir im vergangenen Jahr in Weinheim produziert haben, mittlerweile fast 50.000 Menschen gesehen haben. In einer sch√∂nen, friedlichen Atmosph√§re singen Menschen zusammen und erfreuen sich und andere an sch√∂ner Musik. In diesem Sinne w√ľnschen ich Ihnen stellvertretend f√ľr die gesamte Redaktion Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Ihr

Hardy Prothmann
Chefredakteur

P.S. Bei aktuell wichtigen Ereignissen finden Sie selbstverständlich auch in der Ferienzeit Informationen bei uns.

 

Schutz vor Einbrechern

Ungebetene Gäste

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Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Foto: Polizei

Rhein-Neckar, 24. Dezember 2012. (red/ae) In den Wintermonaten steigt die Zahl der Wohnungseinbr√ľche. Oder doch nicht? Allein dadurch, dass es in den Wintermonaten fr√ľher dunkel wird, sind die Menschen verunsichert. Wir haben Martin Boll und Norbert Sch√§tzle, Pressesprecher der Polizei in Mannheim und Heidelberg zum Thema befragt.

Von Alina Eisenhardt

Laut der polizeilichen Kriminalstatistik wird alle vier Minuten in Deutschland eingebrochen. Die aktuellste Statistik z√§hlt 132.595 Einbr√ľche im Jahr.

Entgegen des g√§ngigen Vorurteils, die Wintermonate seien die “bevorzugte” Einbruchszeit, gibt es nur einen leichten Schwerpunkt der Einbr√ľche in den Wintermonaten. ‚ÄúDenn nicht nur in der dunklen Jahreszeit wird vermehrt eingebrochen. Auch in der Ferienzeit ist ein Anstieg zu verzeichnen‚ÄĚ, sagt der Pressesprecher der Polizei Heidelberg, Norbert Sch√§tzle. In den Wintermonaten k√∂nnen sich Einbrecher zwar im Schutz der Dunkelheit verstecken, doch in der Ferienzeit ist es oft ebenso leicht festzustellen, ob Bewohner verreist sind. Deshalb sind besonders im Oktober vermehrt Einbr√ľche festzustellen: Fr√ľhe D√§mmerung und Ferienzeit treffen aufeinander, ideal f√ľr Einbrecher.

√úberall kann eingebrochen werden

Es l√§sst sich nicht pauschal beantworten, in welche Immobilien bevorzugt eingebrochen wird. Ob Einfamilienh√§user oder H√§user mit vielen Wohneinheiten, √ľberall wird eingebrochen. ‚ÄúBesonders gef√§hrdet sind aber H√§user mit Garten und Terassent√ľr‚ÄĚ, sagt Martin Boll, Pressesprecher der Polizei Mannheim. Das hat mehrere Gr√ľnde: Erstens ist der Garten oft nicht einsehbar und zweitens kann der Einbrecher sich durch die Terassent√ľr einen “idealen” Fluchtweg schaffen.

‚ÄúAuch anonyme H√§user mit vielen Wohneinheiten sind betroffen‚ÄĚ, so Norbert Sch√§tzle. Dort fielen Fremde nicht auf. ‚ÄúBevorzugt wird hier in das Erd- oder Dachgeschoss eingebrochen‚ÄĚ, sagt Martin Boll. Im Erdgeschoss k√∂nne der Einbrecher besonders schnell fl√ľchten, sollte er entdeckt werden. Im Dachgeschoss habe er daf√ľr eine bessere Fluchtchance, da er eher h√∂ren k√∂nne, wenn jemand sich im Treppenhaus bef√§nde.

Selten nur ein Täter

‚ÄúAlles, was sich schnell mitnehmen und weitergeben l√§sst, wird bevorzugt gestohlen. Also Bargeld, Kreditkarten, Schmuck, Handys, Tablets, Notebooks und Gold‚ÄĚ, z√§hlt Norbert Sch√§tzle auf. ‚ÄúOft arbeiten Einbrecher mit mindestens einem Komplizen‚ÄĚ, erg√§nzt der Pressesprecher der Polizei Mannheim Martin Boll.

Das hat den Vorteil, dass man das Diebesgut innerhalb von ein paar Sekunden weitergeben kann. Sollte die Polizei einen Einbrecher erwischen, der das Beweismaterial bereits weitergegeben hat, ist ein Nachweis schwierig. Deshalb wird in Mannheim nur jeder vierte Einbrecher erwischt. In Heidelberg liegt die Aufklärungsquote sogar nur bei 10 Prozent.

Obwohl die Einbruchszahlen in Deutschland steigen, sinken sie wider Erwarten im Rhein-Neckar-Kreis. Im Jahr 2011 gab es beispielsweise in Mannheim 667 Einbr√ľche, in diesem Jahr sind es nur um die 400. H√§ufig wurde dabei in der Neckarstadt eingebrochen. Dort gibt es Immobilien des gehobenen Mittelstands und viele eng bebaute Stra√üenz√ľge.

DNA-Analyse √° la Krimi

Immer wieder hinterlassen T√§ter DNA-Spuren, die zum Beispiel durch eine achtlos weggeworfene Zigarette gesichert werden k√∂nnen. ‚ÄúAllerdings spielt die Suche nach DNA eher eine untergeordnete Rolle, da die meisten Einbrecher sehr professionell und vorsichtig arbeiten. In den seltesten F√§llen geh√∂rt ein Zigarettenstummel wirklich dem Einbrecher‚ÄĚ, erkl√§rt Martin Boll.

‚ÄúDie Untersuchung der Spuren geht aber √ľber die DNA-Analyse hinaus. Nach was genau wir suchen, verraten wir aber nicht, sonst achten die Einbrecher drauf‚ÄĚ, so Norbert Sch√§tzle.

Schutz vor Einbruch

Die Auswirkungen, die ein Einbruch auf das Opfer hat, sind verheerend: ‚ÄúDas eigene Zuhause ist f√ľr Menschen ihr Privatbereich, ihre sichere Burg. Dringt jemand in ihren intimsten Privatbereich ein, ist das oft sehr verst√∂rend‚ÄĚ, erkl√§rt Martin Boll. Oft f√ľhlen sich die betroffenen Menschen so sehr in ihrem Sicherheitsgef√ľhl beeintr√§chtigt, dass sie umziehen m√ľssen. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen bieten kostenlose Hilfe an – sie beraten vor Ort.

Man kann sich schon mit einfachen Mitteln effektiv vor Einbruch sch√ľtzen. Die T√ľr abschlie√üen, die Roll√§den richtig runterlassen und im Sommer weder Fenster noch T√ľren offen stehen lassen, sind die g√ľnstigsten Alternativen.

F√§hrt man in den Urlaub, sollte man Zeitschaltuhren einsetzen und gute Sicherungssysteme an T√ľren und Fenstern anbringen. Wer sich ein teures Sicherungssystem nicht leisten kann, der kann auch eine Schraube diagonal im T√ľrrahmen eindrehen. So kann ein Einbrecher die T√ľr nicht eintreten. Bemerkt der Einbrecher, dass er auf Hindernisse st√∂√üt, bricht er in der Regel den Einbruch ab.

Was die Sicherheit angeht, ist eine Beratung sehr sinnvoll, denn oft wissen die Menschen nicht, wo die Schwachpunkte sind. Die kostenlose Beratung der Polizei bietet auch eine Schwachpunktanalyse an.

Richtig auf Einbrecher reagieren

Stellt man sich vor, dass man auf einen Einbrecher trifft, stellt sich die Frage: Wie reagiert man richtig, wenn man einem Einbrecher gegen√ľber steht? Martin Boll und Norbert Sch√§tzle kennen die Antwort: Auf keinen Fall den Helden spielen, sondern dem T√§ter eine Fluchtm√∂glichkeit lassen.

In aller Regel sind Einbrecher scheu und werden zu fliehen versuchen – wenn sich aber jemand in die Ecke gedr√§ngt f√ľhlt, kann das schlimme Folgen haben. Einrecher haben Werkzeuge wie Schraubendreher dabei, die auch Waffen sein k√∂nnen. Wer denkt oder wei√ü, dass ein Einbrecher in der Wohnung ist, sollte sofort die Polizei unter 110 anrufen.

Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

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Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das L√ľftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. Dezember 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es hei√ü im Saukopftunnel. Um die Funktionst√ľchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenl√ľftung im Brandfall zu pr√ľfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut f√ľr Industrie√§rodynamik aus Aachen (IFI) durchgef√ľhrt. Das Regierungspr√§sidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Pr√ľfung ver√∂ffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort lie√ü aber auf ein Problem mit der L√ľftungsanlage schlie√üen. Der Pressestelle vom Regierungspr√§sidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hie√ü es von Seiten des Regierungspr√§siduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch k√ľnftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgef√ľhrt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Wei√ü√∂l verdampften, erzeugt. Diese l√∂sten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentl√ľftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus gef√ľhrt werden. Allerdings saugten die L√ľftungssch√§chte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und f√ľhrten ihn als vermeintliche “Frischluft” wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen h√§tte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten L√ľftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspr√§sidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten w√§ren.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon f√ľr viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein “Never-Ending-√Ąrger” mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachr√ľstungen in H√∂he von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunf√§lle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv versch√§rft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachr√ľstungsprogramm durchf√ľhren, um die Sicherheitsstandards zu erf√ľllen. So wurde u.a. das gesamte L√ľftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall √∂ffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierf√ľr: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. F√ľr den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Gr√∂√üenordnung von rund 26 Millionen Euro f√§llig, von denen allein 23 Millionen Euro f√ľr den Rohbau angefallen sind. Die Kosten f√ľr die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachr√ľstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverl√§ssig gew√§hrleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

 

Weitere Bilder der Brandversuche im Saukopftunnel finden Sie in einer Bildergalerie auf weinheimblog.de.

Hund, Katze und Ratte als Weihnachtsgeschenke, alle Jahre wieder

Wenn es unterm Weihnachtsbaum zweimal bellt

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Mischlingswelpe aus Wolfsspitz und Siberian-Husky. Foto: Wikipedia, Richard Bartz CC BY SA 2.5

Hirschberg, 21. Dezember 2012 (red/tt). Haustiere eignen sich nicht als Weihnachts√ľberraschung, sagt Jutta Schweidler, Leiterin des Tierheims Weinheim. Dennoch werden jedes Jahr Tiere zu Weihnachten verschenkt. Wenn es dann Schwierigkeiten mit ihnen gibt, das Tier altert oder Tierarztkosten anfallen, wird es oft im Tierheim abgegeben oder sogar ausgesetzt.

Von Timo TammIhr Kind w√ľnscht sich ein Tier zu Weihnachten? Sie w√ľnschen sich ein Tier zu Weihnachten? Bevor es unter dem Weihnachtsbaum bellt, miaut, schn√ľffelt oder raschelt, sollte einiges gekl√§rt sein: Wer geht morgens mit dem Hund raus? Wer f√ľttert die Katze, wenn die Familie in den Urlaub f√§hrt? Was, wenn der Schmusekater an Omas Gardinen klettern √ľbt? Der Tierschutzbund bietet Informationsbrosch√ľren zu den g√§ngigen Haustierarten. Vor Ort ber√§t das Tierheim.

Wie und wo bekommt man ein Tier vermittelt?

Wenn Sie ein Tier in der Tierhandlung kaufen, k√∂nnen Sie es nicht zur√ľckgeben. Deswegen eignen sich Tierheime bei der Tiervermittlung deutlich besser.

sagt Jutta Schweidler. Dort k√∂nnten sich Tier und Halter vorher kennenlernen. Wie in den meisten Tierheimen kontrollieren die Mitarbeiter vor der Vermittlung, ob sich die Wohnung des Interessenten f√ľr eine Haltung des Tieres eignet. Bei abgegebenen Tieren wei√ü das Tierheim meist √ľber dessen Vorgeschichte Bescheid und informiert den Interessenten. Bei ausgesetzten Tieren gibt es nur einen Bericht √ľber das Verhalten w√§hrend der Zeit im Tierheim. √úberhaupt nicht geeignet, um sich ein Tier zuzulegen, sind laut Jutta Schweidler “Tiervermehrer”, bei denen man Tiere √ľbers Internet meist ohne Impfschutz, Informationen und mit vielen Problemen kauft.

Welpen finden alle s√ľ√ü

Jungtiere finden alle s√ľ√ü. Wie viele von ihnen nach Weihnachten abgegeben werden, kann Schweidler nicht beziffern.¬† Bei Kleintieren und Katzen balle es sich am Jahresanfang, bei Hunden eher nicht. Meist werden Tiere √ľber das ganze Jahr verteilt abgegeben, in Weinheim etwa 200 Hunde und noch deutlich mehr Katzen. Meist werden Tiere abgegeben, wenn sie √§lter werden, schwieriger oder sich die Lebensumst√§nde des Halters √§ndern – sei es ein neuer Job, Jobverlust, ein Umzug, neugeborene Kinder, Allergien beim neuen Partner. Im Tierheim Weinheim sind momentan etwa 25 Katzen, 20 Hunde und etliche Kleintiere untergebracht.

Welches Tier eignet sich f√ľr mich?

Beim Tierschutzbund gibt es Brosch√ľren¬†√ľber Aquarienfische, Hunde, Katzen, Nagetiere und V√∂gel. Exotische Tiere eignen sich √ľberhaupt nicht f√ľr die Haltung in einer normalen Wohnung, so Schweidler:

Dazu muss man Spezialist sein und man braucht eine spezielle Umgebung.

Vor der Anschaffung sollte man sich folgende Fragen stellen, rät der Tierschutzbund:

  • ¬† Passt das Tier in meine oder unsere Wohn- und Lebensverh√§ltnisse?
  • ¬† Wann bin ich wie lange zuhause?
  • ¬† Habe ich oder meine Familie gen√ľgend Zeit f√ľr ein Tier?
  • ¬† Kann ich dem Tier besonders beim Hund gen√ľgend Zeit und Raum f√ľr Auslauf bieten?
  • ¬† Habe ich gen√ľgend Geduld f√ľr ein Tier?
  • ¬† Gestattet mir mein Vermieter oder Hausverwalter eine Haltung des entsprechenden Tieres?
  • ¬† Kann ich mir das Tier mit all seinen folgenden Kosten leisten?
  • ¬† Kann ich auch in ein paar Jahren noch f√ľr das Tier sorgen?
  • ¬† Sind mein Partner, meine Mitbewohner oder alle Familienmitglieder mit dem Hausgenossen einverstanden?
  • ¬† Ist die Unterbringung bzw. Pflege bei einem Urlaub bzw. in den Ferien geregelt?

Tiere¬† kosten Geld und das nicht nur beim Kauf: Eine Kastration und die Impfungen k√∂nnen rund 100 Euro kosten. Je nach Gr√∂√üe und Alter des Tieres steigen die Tierarztkosten f√ľr Versorgung und Behandlung. Beim Tierheim Weinheim kostet die Vermittlung einer Katze 100 Euro. Ein Hund kostet 250 Euro. Diese Betr√§ge decken die Kosten f√ľr die Kastration und Impfung, ohne die Tierheimtiere nicht abgegeben werden. Dazu kommen Futterkosten sowie Steuern und eine erh√∂hte Haftpflichtversicherung.

Weitere Informationen: Tierschutzverein Weinheim Zu den Fundtiergemeinden des Tierheims gehören Weinheim, Heddesheim, Hemsbach, Ladenburg, Schriesheim und Hirschberg. Mittwochs gibt es von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Möglichkeit mit Tieren Gassi zu gehen, Interessenten dazu können von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr kommen.

VG Karlsruhe verbietet der Stadt Pforzheim Internetveröffentlichung

Kippt der Lebensmittelpranger?

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Das Landratsamt Rhein-Neckar informiert nach wie vor √ľber die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen im Kreis. (Quelle: Rhein-Neckar-Kreis.de)

 

Rhein-Neckar, 18. Dezember 2012. (red/pro/aw) Das Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe hat der Stadt Pforzheim untersagt, Hygienem√§ngel in einer Gastst√§tte “an den Pranger zu stellen”. Das Urteil sorgt bundesweit f√ľr Diskussionen in Landrats√§mtern, Gemeinden und der Lebensmittelbranche. Die Karlsruher Verwaltungsrichter k√∂nnen im Urteil nicht erkennen, dass die Betreiber genannt werden m√ľssen.¬†

Der “Lebensmittelpranger” wurde zum 01. September 2012, mit einer Gesetzes√§nderung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenst√§nde- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB), eingef√ľhrt. Und das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat prompt im Oktober zwei Betriebe in Schriesheim und Heiligkreuzsteinach auf die Prangerliste gesetzt und diese im Internet ver√∂ffentlicht. Das “Urteil”: “Ekelerregende Herstellungsverfahren”, wie das Schriesheimblog am 22. Oktober berichtete.

Auch die Stadt Pforzheim wollte einen gro√üen Gastronomiebetrieb entsprechend anprangern. Das Verfahren l√§uft so: Stellen Lebensmittelkontrolleure erhebliche M√§ngel fest, k√∂nnen diese Betriebe sofort auf die Liste nehmen oder bei wiederholten Verst√∂√üen, wenn keine Abhilfe geschaffen wird. Dann wird der Betrieb informiert und hat eine Woche Zeit Beschwerde einzulegen. Die Gro√ügastronomie im Gebiet Pforzheim hatte damit Erfolg. Die Richter sehen im Gesetzestext eine Begr√ľndung f√ľr die Namensnennung in diesem Fall nicht gegeben.

“Angesichts erheblicher Zweifel…”

In einer Pressemitteilung vom 13. November 2012 begr√ľndete das Verwaltungsgericht Karlsruhe das Urteil wie folgt:

“Der Wortlaut des Gesetzes spreche daf√ľr, dass die Beh√∂rde nur zur Herausgabe einer sogenannten Produktwarnung erm√§chtigt werde, also zur Information √ľber ein konkretes Lebensmittel, das unter Versto√ü gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gelangt sei. Dass die Vorschrift √ľber ihren Wortlaut hinaus die Pflicht der Beh√∂rden begr√ľnde, die √Ėffentlichkeit generell √ľber hygienische M√§ngel in Betrieben zu informieren, die Lebensmittel verarbeiteten und/oder in den Verkehr br√§chten, lasse sich auch der amtlichen Begr√ľndung des Gesetzes nicht entnehmen.

Angesichts der erheblichen Zweifel an der Rechtm√§√üigkeit der geplanten Ver√∂ffentlichung √ľberwiege das Interesse des Gastst√§ttenbetreibers, hiervon vorl√§ufig verschont zu bleiben. Dies gelte umso mehr, als in der Zwischenzeit die Einhaltung der Hygienevorschriften in dieser Gastst√§tte sichergestellt sei, eine Ver√∂ffentlichung deshalb zum Schutz der Verbraucher nicht unerl√§sslich sei.”

Die Stadt Pforzheim hat aufgrund der Entscheidung des VG Karlsruhe derzeit keine Bekanntmachungen √ľber Lebensmittelkontrollen ver√∂ffentlicht. Wie das Rechtsamt der Stadt Pforzheim gegen√ľber Rheinneckarblog.de best√§tigte, sei dagegen aber beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Beschwerde eingereicht worden. Weitere Details k√∂nne man derzeit allerdings noch nicht kommunizieren, hei√üt es. Hierzu soll es in den n√§chsten Tagen weitere Informationen geben.¬† (Anm. d. Red: Wir berichten weiter.)

Möglicherweise ist der Lebensmittelpranger bald wieder Geschichte, sollten die Gerichtshöfe den Entscheidungen der Verwaltungsgerichte folgen.

Könnte der Pranger kippen?

“Ausgeschlossen ist das nicht”, sagt Pressesprecher Berno M√ľller vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Hier sei aber noch kein edg√ľltiger Knopf dran.

Denn Verwaltungsgerichte in Oldenburg, Regensburg und Trier hatten zuvor in Sachen Internetver√∂ffentlichung von Kontrollergebnissen ebenfalls entschieden. Gemeinsamer Tenor: “Grundrechts- und Europarechtskonformit√§t” m√ľssen eingehalten werden. Insbesondere wurde auf die “Verpflichtung zur Angabe des betroffenen Lebensmittels” hingewiesen.

Das VG Regensburg f√ľhrte aus, dass die Ver√∂ffentlichung von Verst√∂√üen nur ‚Äěunter Nennung des Lebensmittels‚Äú gerechtfertigt sei. Es m√ľsse ersichtlich gemacht werden, welche Lebensmittel von etwaigen Verst√∂√üen betroffen sind.

Bis etwas anderes beschlossen wird, verfährt das Veterinäramt im Rhein-Neckar-Kreis wie bisher. Die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen sei nach Anweisung des Ministeriums nach wie vor legitim.

Solange wir nichts anderes hören, bleibt das so,

best√§tigt der zust√§ndige Mitarbeiter Rudi Wolf. Insgesamt f√ľnf Betriebe wurden seit dem 01. September 2012 auf den Listen des Landratsamts angeprangert. Darunter, neben den zwei zu Beginn genannten Gastro-Betrieben, auch die B√§ckerei Baskent in Leimen sowie die Metzgereien Lingenfelder in Neulu√üheim und K√∂hler in Altlu√üheim. In allen f√ľnf F√§llen wurden die M√§ngel bereits beseitigt. Diese Information kann der Liste ebenfalls entnommen werden. √Ėffentlich bleibt sie dennoch – in Baden-W√ľrttemberg bis zu einem Jahr.

Probleme mit dem Abfluss noch nicht behoben

B√ľro des B√ľrgerdienstes bleibt vorerst geschlossen

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Hirschberg/Gro√üssachsen, 18. Dezember 2012. (red/aw) Die R√§ume des B√ľrgerdienstes bleiben vorerst geschlossen. Probleme mit Abflussrohren sorgen f√ľr einen “unzumutbaren Geruch”. Alle Dienstleistungen des B√ľrgerb√ľros werden solange in das Hirschberger Rathause ausgelagert.

Probleme mit den Abflussrohren f√ľhren zu einem nicht ertr√§glichen Raumklima. Es rieche, wie auf einem “Bahnhofsklo” hei√üt es aus dem Rathaus. Ein Zustand, der weder den Bediensteten noch den B√ľrgerinnen und B√ľrgern zugemutet werden kann.¬† Daher m√ľssen die R√§umlichkeiten des B√ľrgerdienstes in der Breitgasse 5a bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Das B√ľro war bereits vor einigen Wochen geschlossen worden, um die Probleme zu beheben. Anscheinend mit wenig Erfolg. Nachdem die R√§umlichkeiten am Freitag, den 07. und Montag, den 10. Dezember kurzzeitig wieder ge√∂ffnet waren, musste der Hirschberger B√ľrgerdienst nun das B√ľro wieder schlie√üen. Jetzt wird nachgebessert.

Wie lange die Arbeiten an den Abflussrohren dauern, ist derzeit noch nicht abzusehen. Auf Nachfrage des Hirschbergblogs bestätigte das Rathaus lediglich, dass diese bis ins neue Jahr andauern werden.

Die Dienstleistungen des B√ľrgerdienstes k√∂nnen in der Zwischenzeit trotzdem in Anspruch genommen werden. Die zust√§ndigen Mitarbeiter agieren, auch zwischen Weihnachten und Neujahr, solange aus den R√§umen des Rathauses in der Gro√üssachsener Stra√üe 14.

Geprothmannt: Weg mit den Waffen!

Kinder sind immer Opfer – nicht nur in Newtown

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Rhein-Neckar, 17. Dezember 2012. (red/pro) Das Massaker von Newtown/Connecticut hat weltweit Entsetzen ausgel√∂st. Jeder mitf√ľhlende Mensch nimmt Anteil und verabscheut diese Bluttat. Nach dem ersten Schock ist aber k√ľhler Verstand gefragt, um dieses Drama und andere einzuordnen. Denn Newtown kann √ľberall sein und ist es auch.

Von Hardy Prothmann

26 Tote – davon zwanzig Kinder. Wie das St√§dtchen Newtown (25.000 Einwohner) dieses furchtbare Massaker verkraften kann, fragen sich √ľberall auf der Welt die Menschen, nat√ľrlich auch hier bei uns vor Ort. Der amerikanische Pr√§sident versuchte vor Ort Trost zu Spenden – doch was n√ľtzt das? Die Medien berichten “neu”-gierig √ľber alles, was man vermeintlich √ľber den T√§ter an Informationen finden kann. Berichten, hoffentlich einf√ľhlsam und sorgsam, √ľber die Familien und Freunde, √ľber deren Trauer und Schmerz. Anders als bei Spiegel Online, die √ľber ein Asperger-Syndrom des M√∂rders im Zusammenhang mit der Bluttat spekulierten. Weil sich Autisten zu Recht gegen diese Darstellung gewehrt hatten, erg√§nzte Spiegel-Online den Text.

Doch der Fokus ist mit dem Blick auf Newtown zu eng gew√§hlt. Ein bis zwei Dutzend Massaker finden j√§hrlich in den Vereinigten Staaten statt. Das Massaker von Newtown war schon das 20. in diesem Jahr. Rund 30.000 Menschen werden hier Jahr f√ľr Jahr durch den Einsatz von Schusswaffen get√∂tet: Davon sind 18.000 Selbstmorde und 12.000 Menschen werden Opfer von anderen, die – warum auch immer – mit meist gro√ükalibrigen Waffen auf andere Menschen schie√üen:

Auch Deutschland hat schon sechs “School-Shootings” erlebt, darunter zwei besonders entsetzliche.¬† 2002 in Erfurt: Der 19-j√§hrige Robert Steinh√§user t√∂tete 17 Menschen, bevor er sich selbst erschoss. Der 17-j√§hrige Tim Kretschmer t√∂tete 2009 in Winnenden insgesamt 15 Menschen, verletzte elf weitere Menschen, bevor er sich selbst erschoss. Beide hatten √ľber ihr pers√∂nliches Umfeld Zugang zu Waffen. Ob nun berechtigt oder nicht, spielt keine Rolle. Waffen waren teil ihrer Erfahrungswelt. Und beide konnten mit Waffen umgehen. (Uns bleibt hoffentlich eine Debatte √ľber vermeintlich verantwortliche “Killerspiele” erspart: “Der M√∂rder, die Journalisten und ihre √Ėffentlichkeit“.)

Jung, männlich, verwirrt Рmit Waffe tödlich

Beim Amoklauf von Ansbach 2009 wurden zwei Sch√ľlerinnen schwer, sowie sieben Sch√ľler/innen und eine Lehrerin leicht verletzt. Der 18-j√§hrige T√§ter hatte “nur” ein Beil, zwei Messer und Molotowcocktails. Nicht auszudenken, wieviele Todesopfer es durch den Einsatz von Schusswaffen m√∂glicherweise gegeben h√§tte.

Fast alle Schulmassaker werden von jungen M√§nnern ver√ľbt. H√§ufig erf√§hrt man etwas √ľber “psychologische Probleme” der T√§ter. Die These, dass die Zahl der Massaker und die Zahl der Toten weniger mit einem “Lattenschuss” als dem Zugang zu t√∂dlichen Schusswaffen zu tun hat, ist angesichts der F√§lle nicht von der Hand zu weisen.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl forderte Anfang 2010 vollkommen zu Recht eine Versch√§rfung des Waffenrechts. Newtown mag manchen weit weg vorkommen: Erfurt ist von uns aus nur etwas mehr als 300 Kilometer entfernt, Winnenden nur noch 125 Kilometer. Und die Bedrohungslage ist bei uns Vort ganz real: In Mannheim gab es zwei Amok-Drohungen an Schulen, in Schriesheim eine. 2009 legte ein Mann aus Viernheim Bomben in Weinheim und verminte seine Wohnung. Er verf√ľgte √ľber ein be√§ngstigendes Waffenarsenal.

So bitter das klingt: √úberall in Deutschland ist es nur eine Frage der Zeit, bis es wieder zu einem √§hnlichen Drama kommen kann. Zwischen April 2002 und September 2009 gab es sechs Amokl√§ufe an Schulen. Dass seit drei Jahren “nichts” passiert ist, darf man nicht glauben. Es passiert st√§ndig in den K√∂pfen von verwirrten jungen Menschen – ohne t√∂dliche Waffen bleiben “Rachegel√ľste” aber nur Gedanken und verschwinden irgendwann hoffentlich wieder.

Kinder sind immer Opfer – egal in welchem Kriegsgebiet

Amerika wird von vielen immer noch als vorbildliches Land gesehen. Das ist es nicht. Dieses Land lebt im Dauerausnahmezustand – im Krieg mit sich selbst. Bis an den Hals bewaffnet. Mindestens 250 Millionen Waffen sollen dort in Privatbesitz sein – darunter viele Kriegswaffen. 30.000 zivile Opfer durch Schusswaffengebrauch – das ist eine Zahl von Toten, die in vielen “realen” Kriegsgebieten nicht erreicht wird.

Nach Angaben von Unicef starben in den vergangengen zehn Jahren zwei Millionen Kinder in den Krisengebieten dieser Welt, in Afrika, Asien, S√ľdamerika und den Randregionen Europas: Ob durch Schusswaffen oder durch Bomben. Sechs Millionen weitere wurden k√∂rperlich verletzt. Die seelischen Sch√§den kann niemand z√§hlen. Davon erf√§hrt man nur selten.

Ohne das Leid der Familien in Newtown zu missachten: Kinder und deren Familien, die in der dritten Welt Opfer von Waffengewalt werden, haben meist keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung, erhalten keine psychologische Betreuung und in aller Regel auch keine Anteilnahme in der Welt, denn meistens erfährt man nichts davon.

Anmerkung der Redaktion: Im aktuell erschienenen R√ľstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) vom 10.12.2012 ist nachzulesen: “Kleine und leichte Waffen sowie Munition gingen erneut an Staaten im Nahen und Mittleren Osten sowie an L√§nder in Asien. Insgesamt gingen 8.158 Kleinwaffen an Drittstaaten. Wichtigste Abnehmer waren Saudi-Arabien (4.213 Sturmgewehre), Indonesien (242 Maschinenpistolen, 102 Sturmgewehre) und der Kosovo (900 Sturmgewehre). Gleichzeitig wurden 6.051 leichte Waffen aus Deutschland exportiert. Der Gro√üteil dieser Waffen ging an Singapur (r√ľcksto√üfreie Waffen). Die GKKE fordert die Bundesregierung dazu auf, den Export von kleinen und leichten Waffen sowie dazugeh√∂riger Munition deutlich restriktiver zu handhaben. Angesichts der Zahlen aus dem Berichtszeitraum 2011 verwundert der Vermerk, dass die Bundesregierung auch in Zukunft Kleinwaffenexporte in Entwicklungsl√§nder besonders restriktiv handhaben werde.”

 

17. bis 23. Dezember 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

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Rhein-Neckar, Tipps und Termine f√ľr den 17. bis 23. Dezember 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men√ľ Nachbarschaft im Men√ľ ‚ÄúTermine‚ÄĚ.

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Dienstag, 18. Dezember 2012, 15:00 bis 16:00 Uhr, Olympia-Kino.

Peter und der Wolf

Hirschberg. Figurentheater Marotte : Peter und der Wolf. Das bekannte Figurentheater Marotte aus Karlsruhe erz√§hlt das bekannte musikalische M√§rchen von Sergej Prokofiew auf seine Art. Ein Theater-Erlebnis der besonderen Art, ein echter Kn√ľller und ungetr√ľbtes Vergn√ľgen f√ľr Jung und Alt.

Peter, der die Sprache der Tiere versteht, wohnt bei seinem Großvater auf dem Land. Hier kann er mit Vogel, Katze und Ente spielen. Eines Tages schleicht sich der Wolf an und stiehlt die Ente vom Hof. Doch mit Hilfe des Vogels kann Peter den Wolf einfangen.

Ein musikalisches M√§rchen mit der Originalmusik von Sergej Prokofiew. Die Presse schreibt: “40 unterhaltsame Minuten mit einem bekannten St√ľck, dem allerlei neue Aspekte entlockt werden” – “Echter Kn√ľller und ungetr√ľbtes Vergn√ľgen f√ľr Jung und Alt”.

Ort: Kommunales Olympia Kino, Hölderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen.

Eintritt: Tickets kosten 5,50 Euro.

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Mittwoch, 19. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle.

Szenenfoto “A Christmas Carol”. Quelle: Kulturgemeinde Weinheim.

Weinheim. A Christmas Carol ‚Äď Eine Weihnachtsgeschichte. Ein Musical von P√©ter M√ľller nach der gleichnamigen Erz√§hlung von Charles Dickens.

Wie ‚ÄěDinner for one‚Äú zum Jahreswechsel, so geh√∂rt ‚ÄěEine Weihnachtsgeschichte‚Äú von Charles Dickens in die Adventszeit. Mit der Auff√ľhrung kurz vor dem Fest kommt es in der Stadthalle zu einer sicher h√∂chst willkommenen, sozusagen vorgezogenen Weihnachtsbescherung.

Weltber√ľhmt ist der Dickens-Klassiker √ľber den geizigen Scrooge, der durch die Begegnung mit den drei Geistern der Weihnacht zum Wohlt√§ter wird. Letztendlich erkennt der ersch√ľtterte Scrooge, dass Reichtum nicht alles im Leben ist, dass Liebe, Solidarit√§t und Menschlichkeit dem Leben erst einen Sinn geben.

Das Erfolgsteam P√©ter M√ľller und P√©ter M√ľller Szi√°mi schrieb ein anr√ľhrendes St√ľck Musiktheater voller pr√§gnanter Bilder. Geradezu s√ľchtig macht die Musik des Ungarn L√°szl√≥ Tolcsvay: eing√§ngige Melodien und eine packende, bezwingende Rhythmik machen die Sogwirkung des unterhaltsamen Familienmusicals aus.

Zw√∂lf Solisten ‚Äď darunter Musical-Star Andreas Pegler als Scrooge – sowie Chor und Ballett ‚Äď die Orchester- Musik wird vom Band eingespielt ‚Äď erwecken diese wundervolle Weihnachtsgeschichte zum Leben und sorgen daf√ľr, dass eine gef√ľhlvolle, festliche Stimmung das Publikum ergreift. Ein stimmungsvoller Abend f√ľr Jung und Alt, f√ľr Gro√ü und Klein.

Ort: Stadthalle, Birkenauer Talstraße 1, 69469 Weinheim.

Eintritt: Tickets gibt es ab 16 Euro. Sonderpreise f√ľr Abonnementen.

Tickets und Infos: http://www.kulturgemeinde.de/index.php?id=1.

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Donnerstag, 20. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Kulturhaus.

Die Autorin Ingrid Noll

Mannheim. Die bekannte Autorin Ingrid Noll liest aus Ihrem Kriminalroman “√úber Bord”. Dabei wird sie von Daniel Prandl am Piano begleitet.

Ingrid Noll wurde 1935 in Shanghai geboren und studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Gro√ümutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalromane zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. ‚ÄļDie H√§upter meiner Lieben‚ÄĻ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt.

Ort: Kulturhaus Mannheim Käfertal, Gartenstr. 8, 68309 Mannheim.

Eintritt: Tickets kosten 12,00 Euro; f√ľr Sch√ľler, Studenten und Auszubildende 8,00 Euro.

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Freitag, 21. Dezember 2012, 19:30 bis 21:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche.

Die “Zarewitsch Don Kosaken”.

Speyer. Russische Weihnacht mit den Zarewitsch Don Kosaken. Vom glockenhellen Tenor bis zum erdig-sonoren Bass reicht das Stimmspektrum, das die Zarewitsch Don Kosaken bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert erklingen lassen. Sie singen von ihrer Freude, von ihrer Melancholie, von ihrem Schmerz Original-Melodien ihrer russisch-kosakischen Heimat.

Zu den g√§ngigsten Russland-Klischees, dampfender Samowar, Matrjoschkas, die Weite des Landes, das ewige Eis und die Tiefe der Seele, verk√∂rpern sich auch in der Assoziationskette Momente der Sehnsucht, romantische Vorstellungen von schwerm√ľtiger Stimmung, von mystischer Seelen-Versenkung, aber auch von impulsiver Lebensfreude, die aus der mentalen Tiefsinnigkeit erw√§chst.

All diese Sehnsuchtsmomente und Russland-Projektionen schwingen mit beim Konzert der Zarewitsch Don Kosaken, die mit ihren mehrstimmigen, harmonisch aufeinander abgestimmten A-cappella-Gesang in die ‚Äěrussische Weihnacht‚Äú entf√ľhren.

F√ľr uns Westeurop√§er wieder einmal eine Gelegenheit wunderbare Chormusik zu erleben sowie Chor√§le aus der orthodoxen Liturgie, getragen von slawischer Musikalit√§t und Geistigkeit, kennen zu lernen.

Das 1958 gegr√ľndete Ensemble hat sein Programm in Auswahl und Zusammenstellung als ‚ÄěFestliches Konzert‚Äú ausgerichtet; Geistliche Ges√§nge, russische Volksweisen, aber auch klassische Kunstlieder und Lieder zur Advent- und Weihnachtszeit stehen auf Programm und werden das Publikum in den Bann von M√ľtterchen Russland ziehen.

Aus dem Programm: Vater unser, Lobet den Namen des Herrn, Dir singen wir, Cherubim Hymne, Die Legende von Mönch Pitirim, Abendmahlsgesang, Gelobt sei Herr aus Zion, Lobgesang, Abendglocken, Kosakisches Wiegenlied, Der Engel sprach zu den Gesegneten, Ave Maria, Glockenklang, Wiegenlied, Ich bete an die Macht der Liebe, Mein Gebet zu Dir u.a. Stille Nacht, Heilige Nacht auch in russischer Version. Eine Referenz an die Geburtsstätte dieses meistgesungen Weihnachtsliedes der Welt, Arnsdorf.

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information, Buchhandlung Oelbermann, Maximilianstrasse.

Ort: Dreifaltigkeitskirche, Große Himmelsgasse 4, 67346 Speyer.

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Samstag, 22. Dezember 2012, 20:00 Uhr, TiKK.

Der Schauspieler Eugen Gerein.

Heidelberg. Improvisationstheater: Die Gerein&List Show. Frische Unterhaltung von den Altmeistern aus Heidelberg. Eugen Gerein und J√ľrgen List lassen eure W√ľnsche Wirklichkeit werden.

Aus jeder Vorgabe des Publikums entstehen Geschichten, Sketche oder feinstes Shakespearetheater. ‚ÄěWas ihr wollt‚Äú ist hier Programm. Gereins markant k√∂rperliches Spiel verbindet sich mit List Wortakrobatik zu kongenialen Szenen, die vergessen lassen, dass sie aus dem Moment geboren sind.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 10 Euro, 8 Euro ermäßigt. Einlass bereits ab 19:30 Uhr.

Tickets und Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Sonntag, 23. Dezember 2012, 19:30 Uhr, Stadthalle.

Die Fronts√§ngerin der “LIVIN music family”: Tiffany Kirkland.

Speyer. Speyer präsentiert das 10. Weihnachts-Special: Die Frontsängerin von LIVIN music family, in den Live-Shows bei Voice of Germany: Tiffany Kirkland live on stage in der Stadthalle Speyer.

Beim alljährlichen Weihnachts-Special feiert Tiffany Kirkland mit LIVIN music family in der Stadthalle Speyer mit der großen LIVIN Besetzung 10-jähriges Jubiläum. Den Auftakt macht dieses Jahr die Speyerer Band The Pirates Of Love, anschließend lädt eine Aftershow-Party mit DJ Peter Roth zu einem schönen Ausklingen des Abends ein.

Ort: Stadthalle, Obere Langgasse 33, 67346 Speyer.

Eintritt: Tickets kosten im Vorverkauf 23,00 Euro zzgl. Vorverkaufsgeb√ľhr. Das “Deluxe-Ticket” kostet im Vorverkauf 49,50 Euro zzgl. Vorverkaufsgeb√ľhr.

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Sonntag, 23. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Rosengarten.

Tedros Teclebrhan pr√§sentiert die “Teddy Show”.

Mannheim. Teddy Show – “Was labersch du…” Die YouTube-Sensation Tedros Teclebrhan erobert die B√ľhne.

Binnen k√ľrzester Zeit avancierte der Schauspieler Tedros ‚ÄěTeddy‚Äú Teclebrhan zum gefeierten Internet-Comedy-Star. Mit seinem YouTube-Video ‚ÄěUmfrage zum Integrationstest‚Äú traf er den Nerv einer ganzen Generation. Mit ‚ÄěTeddy’s Show‚Äú eroberte er das Fernsehen. Jetzt startet er live auf der B√ľhne durch.

Auch im Fernsehen hat der Comedian bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit ‚ÄěTeddy’s Show‚Äú gewann er den ambitionierten Wettbewerb ‚ÄěTVLab‚Äú von zdf_neo, bei dem verschiedene Fernsehformate vorgestellt wurden und die Zuschauer per Onlinevoting den Sieger k√ľrten. In einer typischen Late-Night-Atmosph√§re begr√ľ√üt er prominente G√§ste, singt, scherzt und zeigt, warum er heute zu den besten Verwandlungsk√ľnstlern in Deutschland geh√∂rt.

Das Erfolgsrezept von Tedros Teclebrhan ist so einfach wie genial. Denn sein Talent, in verschiedene Rollen zu schl√ľpfen, in diesen Rollen gekonnt mit allerlei Klischees zu spielen, zu √ľbertreiben, zu gl√§nzen, ist einmalig. Denn egal ob er als ostdeutscher Macho Ringo Fleischer, als der schw√§bische Radikale Ernst Riedler oder als US-Musikstar Lohan Cohan auf die Menschheit losgelassen wird, die Lachsalven lassen nicht lange auf sich warten. Grenzen kennt der im Schwaben aufgewachsene, gelernte Schauspieler keine. Immer hat er davon getr√§umt, Menschen mit seiner Kunst zu unterhalten. Jetzt lebt er seinen Traum.

Zur Person:
Tedros Teclebrhan ist im Jahr 1983 in Eritrea geboren und kam als Kriegsfl√ľchtling mit seiner Mutter nach Deutschland. Aufgewachsen im schw√§bischen M√∂ssingen, lebt Teclebrhan mittlerweile in K√∂ln. Seine Schauspielausbildung absolvierte er zwischen 2005 und 2008 an der Internationalen Schauspielakademie Crearte Stuttgart. Es folgten Engagements im Fernsehen (u.a. ‚ÄěLaible & Frisch‚Äú, ‚ÄěKommissar Stollberg‚Äú, ‚ÄěSOKO Stuttgart‚Äú) und B√ľhne (Roteb√ľhl-Theater Stuttgart, Musical Dome K√∂ln ‚ÄěHairspray‚Äú).

Ort: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim.

Eintritt: Tickets gibt es ab 31, 90 Euro.

Tickets und Infos: http://www.rosengarten-mannheim.de/de/.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten f√ľr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir √ľbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew√§hlte Termine in unsere √úbersicht ‚ÄúTipps und Termine: Diese Woche‚ÄĚ:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de ‚Äď oder termine@derortsnameblog.de. Oben im Men√ľ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, f√ľr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich gro√üer Beliebtheit ‚Äď Sie k√∂nnen bei uns auch gerne f√ľr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 8-)

BW-Stiftung korrigiert nach Hinweis problematische AGB bei Fotowettbewerb

Machen Sie mit… aber immer zuerst das Kleingedruckte lesen!

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Rhein-Neckar, 14. Dezember 2012. (red/aw) Die Baden-W√ľrttemberg Stiftung ist derzeit auf der Suche nach Fotomotiven, die zeigen, was Baden-W√ľrttemberg lebenswert macht. Verpackt in einem Fotowettbewerb soll f√ľr Hobbyfotografen aus dem L√§ndle ein Anreiz geschaffen werden mitzumachen. Es winken tolle Preise – leider bis vor kurzem auch die Abgabe wesentlicher Urheberrechte. Aufgrund unseres Hinweises hat die Stiftung reagiert und die Allgemeinen Gesch√§ftsbedinungen ge√§ndert.

Von Alexandra Weichbrodt

Die Stiftung Baden-W√ľrttemberg hat den Leitsatz: “Wir stiften Zukunft”. Mit der Ausschreibung zu einem Fotowettbewerb allerdings hat sich die BW-Stiftung aktuell nicht sehr fortschrittlich gezeigt. Die Idee des Wettbewerbs ist an und f√ľr sich eine Gute: Die sch√∂nsten Perspektiven des Landes auf einem Bild festzuhalten und damit die Lebensqualit√§t in Baden-W√ľrttemberg darzustellen.

Doch bei der genauerem Hinschauen zu den Bedingungen dieses Fotowettbewerbs fiel uns ein erheblicher Negativ-Aspekt dieser Aktion auf: In den Teilnahmebedingungen wurde darauf verwiesen, dass die Urheber auf ihre Nennung verzichten sollten:

So formulierte die BW-Stiftung zunächst die Teilnahmedingungen des Fotowettbewerbs. Besonders der letzte Satz bietet Anlass zur Kritik.

 

Das Hobbyfotografen wesentliche Urheberrechte an ihren Bildern verlieren k√∂nnten, hielten wir f√ľr nicht tragbar. Schon gar nicht als “Allgemeine Gesch√§ftsbedingung” einer Landesstiftung. Wir wollten daher von der Staatskanzlei Baden-W√ľrttemberg wissen, wie sie zu der doch recht fragw√ľrdigen Formulierung steht und riefen den stellvertretenden Regierungssprecher Arne Braun an. Herr Braun allerdings hatte wenig Interesse an einem konstruktiven Gespr√§ch und legte kurzerhand den H√∂rer auf, nachdem er uns deutlich machte, dass er sich daf√ľr nicht zust√§ndig f√ľhle.

Ein wahrlich negatives Beispiel f√ľr einen professionellen Umgang mit der Presse. Bei der Baden-W√ľrttemberg Stiftung arbeitet man da gewissenhafter. Die Reaktion der Pressesprecherin Christine Potnar kam schnell und √ľberraschend einsichtig. Im Telefonat erkundigte sie sich nach unserer Kritik und sagte:

Der Vorwurf ist uns neu und so nicht bewusst. Wir pr√ľfen das sofort. Es kann gar nicht darum gehen, dass einer der Teilnehmer rechtlich benachteiligt wird.

Kurze Zeit später erhalten wir die schriftliche Antwort per email:

Die Einsender der Bilder haben und behalten das Recht, √ľber ihre Bilder v√∂llig frei zu verf√ľgen.

Im Interesse der Stiftung sei es, die Gewinner des Wettbewerbs und ihre Bilder der √Ėffentlichkeit zug√§nglich zu machen. Das k√∂nne man aber nur, wenn die Teilnehmer die Rechte hierzu einr√§umen.

Wir verpflichten uns und sagen den Preistr√§gern auch in den Teilnahmebedingungen zu, die Fotos ausschlie√ülich im Zusammenhang mit dem Wettbewerb und der Berichterstattung √ľber den Wettbewerb zu verwenden.

Der Satz mit dem Verzicht auf das Urhebernennungs-Recht sei √ľberwiegend f√ľr die Produktion von Collagen, √úbersichtsseiten oder andere kleinteilige Darstellungformen hinzugef√ľgt worden. Hier k√∂nne die Stiftung – etwa aus Platzgr√ľnden – nicht immer die Urhebernennung garantieren. Frau Potnar erkannte das Problem aber an und sicherte zu, die kritisierten Passagen noch einmal √ľberpr√ľfen zu lassen.

Und Frau Potnar hielt Wort. Bereits wenige Tage nach unserem Hinweis sind die Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs angepasst. Die BW-Stiftung verpflichtet sich zu einer grundsätzlichen Nennung des Urhebers.

Aktueller Auszug aus den Teilnahmebedingungen des Fotowettbewerbs der Baden-W√ľrttembergstiftung.

 

Solch eine postitive und konstruktive Reaktion erleben wir im redaktionellen Alltag eher selten. Liebe Hobbyfotografen im Land: Nun also ran an die Kamera!

Wer sch√∂ne Fotos aus Nordbaden f√ľr uns hat, achtet bitte auf einen Wettbewerb, den wir Anfang des Jahres ausschreiben. Nat√ľrlich nennen wir die Urheber immer. :-)

Pflichten f√ľr G√ľterh√§ndler gesetzlich versch√§rft - Strafen bis 100.000 Euro m√∂glich

Vom Immobilienmakler zum “IM Makler”

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Der Immobilienverband Deutschland informiert seine Mitglieder derzeit intensiv √ľber das Geldw√§schegesetz und die damit einhergehenden Pflichten. (Quelle: ivd.net)

 

Rhein-Neckar, 13. Dezember 2012. (red/aw) Die Bundesregierung hat Ende 2011 das Geldw√§schebek√§mpfungsrecht mit einem ‚ÄúGesetz zur Optimierung der Geldw√§schepr√§vention‚ÄĚ versch√§rft. Davon betroffen sind “G√ľterhandler” wie Steuerberater, Anw√§lte, Treuh√§nder und auch Immobilienmakler. Mit fragw√ľrdigen Verpflichtungen sollen diese Berufsgruppen die Bundesregierung im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und Geldw√§sche unterst√ľtzen.

Besonders die Immobilienmakler haben mit den Auflagen des Geldw√§schegesetzes (GWG) zu k√§mpfen. Laut dem GWG sind Makler dazu verpflichtet ‚Äúangemessene gesch√§fts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zu entwickeln, diese zu dokumentieren und fortlaufend zu aktualisieren‚ÄĚ. Was soviel bedeutet wie: Der Makler soll den potenziellen Kunden bereits im ersten Kontakt “ausspionieren”.

Tut er dies nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100.000 Euro Bu√ügeld bestraft werden kann. Der Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverst√§ndigen e.V. (IVD) kritisiert vor allem den fr√ľhen Zeitpunkt der Identifizierung. Nicht wenige Kunden werden von dem ungewohnten Interesse an pers√∂nlichen Informationen beim ersten Kontakt abgeschreckt.

Verweigert der Kunde die Informationen oder kommt dem Makler etwas seltsam am Verhalten des Kunden vor, etwa weil der Befragte ausweichend antwortet, dann ist er verpflichtet eine Verdachtsmeldung bei der zust√§ndigen Beh√∂rde abzugeben. Es ist davon auszugehen, dass durch dieses Verfahren eine Vielzahl von unbescholtenen Personen auf den schwarzen Listen der Beh√∂rden landen, nur weil diese sich wie auch immer “nicht normal” verhalten haben.

Baden-W√ľrttemberg ist bei der Durchsetzung dieser Pflicht f√ľr Immobilienmakler deutschlandweit ganz vorne. Bereits seit Februar 2011 werden Makler-B√ľros verst√§rkt √ľberpr√ľft, um zu gew√§hrleisten, dass sie ihrer Nachweispflicht nachkommen.

Den vollständigen Bericht von unserer Autorin Alexandra Weichbrodt lesen Sie auf unserem Regionalportal Rheinneckarblog.de.

Das Maskottchen des Turnfestes hat einen Namen

Das Turnfest-Maskottchen heißt Fred

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Das Turnfest-Maskottchen hat endlich einen Namen. Insgesamt stimmten 45 % der Turnfestfreunde f√ľr Fred

 

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2012. (red/pm) Die Namensfindung f√ľr das Maskottchen des Internationalen Deutschen Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar ist abgeschlossen. Vier Namen hatte das Organisationskomitee des Turnfestes 2013 √ľber eine Internetabstimmung zur Auswahl gestellt. Jetzt steht fest: Das Maskottchen wird den Namen Fred tragen.

Information des Deutschen Turnfestes:

“Rainer Brechtken, Pr√§sident des Deutschen Turner-Bundes, der das Maskottchen im September vorstellte, freut sich, dass das Gesicht des Turnfestes nun einen Namen hat: ‚ÄěFred wird dem Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar als zus√§tzliches und unverwechselbares Gesicht zu noch mehr Pr√§senz verhelfen. Mit seiner warmherzigen und liebenswerten Ausstrahlung ist er ein hervorragender Botschafter f√ľr die gr√∂√üte Breitensport- und Wettkampfveranstaltung der Welt.‚Äú

‚ÄěBei seinen bisherigen Auftritten in der Region ist das Maskottchen schon auf gro√üe Sympathie gesto√üen‚Äú, unterstreicht auf Seiten der Ausrichter auch der Vorsitzende der Sportregion Rhein-Neckar e. V., Dr. Eckart W√ľrzner. ‚ÄěDas Turnfest-Maskottchen verleiht dem Top-Event einen frischen und pfiffigen Charakter. Ich bin sind sicher, dass Fred die Herzen der Bev√∂lkerung und der Turnfestfans schnell erobert.‚Äú

45% wollten Fred

√úber 3.200 Stimmen wurden bei der Abstimmung auf der Homepage des Turnfestes unter www.turnfest.de abgegeben. F√ľr ‚ÄěFred‚Äú stimmten am Ende 45 Prozent der Turnfestfreunde. Als weitere Favoriten aus den rund 500 Namensvorschl√§gen, die von Turnfestfans √ľber Postkarten, E-Mails und die Social Media-Plattform Facebook ins Rennen gegeben worden waren, standen ‚ÄěGymmie‚Äú, ‚ÄěMetropoli‚Äú und ‚ÄěGroovy‚Äú zur Auswahl. W√§hrend sich ‚ÄěFred‚Äú und ‚ÄěGymmie‚Äú ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und ‚ÄěGymmie‚Äú zum Schluss der Abstimmung immerhin 41 Prozent der Stimmen erhielt, gab es f√ľr ‚ÄěMetropoli‚Äú 10 Prozent Zustimmung und f√ľr ‚ÄěGroovy‚Äú 4 Prozent.

Das Internationale Deutsche Turnfest 2013 findet vom 18. bis 25. Mai 2013 unter dem Motto ‚ÄěLeben in Bewegung‚Äú in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg als Zentren des Turnfestes sowie 18 weitere St√§dte und Kommunen freuen sich auf etwa 80.000 Aktive. Veranstalter des Internationalen Deutschen Turnfestes 2013 ist der Verein Deutsche Turnfeste e. V. unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes. Mit der Metropolregion Rhein-Neckar hat erstmals ein regionaler Zusammenschluss die Gastgeberrolle f√ľr das einw√∂chige Turnfest √ľbernommen.”

Adventskranz verkokelt - starke Rauchentwicklung im Rathaus

“Wir haben Gl√ľck gehabt”

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Hirschberg, 12. Dezember 2012. (red) Ein vor sich hinkokelnder Adventskranz hat drei R√§ume des Rathauses verraucht und einen Tisch angesengt. Betroffen sind R√§ume des Grundbuch- und des Standesamts. Die Verwaltung hatte Gl√ľck im Ungl√ľck: Durch den Rauch ist zwar ein deutlicher Schaden entstanden – im Falle eines Brandes w√§re dieser sicherlich gr√∂√üer gewesen. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr musste das Rathaus entrauchen. Eine Reinigungsfirma ist bereits im Einsatz, um Russpartikel aus den R√§umen zu entfernen.

Von Hardy Prothmann

Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt sagt:

Nat√ľrlich war das ein Riesenschreck. Wir haben klar Gl√ľck gehabt, dass sich kein Brand entwickelt hat.

Heute morgen hatten um 07:15 Uhr die Rauchmelder angeschlagen. Im Erdgeschoss hat sich ein Adventskranz entz√ľndet, der nach Aussagen von Mitarbeitern “eigentlich aus” war. Wieso der Kranz trotzdem kokelte, ist unklar. Fest steht: Ein Feuer ist nicht ausgebrochen, der Kranz aber vollst√§ndig verschmorrt und der Tisch, auf dem er stand, ist ebenfalls angeschmorrt. Drei R√§ume wurden derart verraucht, dass diese renoviert werden m√ľssen.

Zur Zeit reinigt eine Firma die Räumlichkeiten, am Freitag sollen dann die Maler kommen. Der Rathausbetrieb geht weiter, sagt Ralf Gänshirt:

Wir sind etwas eingeschränkt, können aber alle Dienstleistungen anbieten.

Welche Konsequenzen man aus dem Fall zieht, ist noch nicht klar:

Selbstverständlich werden wir intensiv nachdenken, was zu tun ist, damit sich so etwas nicht wiederholt.

Brennende oder schmorrende Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit eine der h√§ufigsten Brandursachen. Am 07. Dezember hatte der Kreisbrandmeister in einer Pressemitteilung des Landratsamts aktuell √ľber die besonderen Gefahren gewarnt.

Die Strompreise steigen, aber kaum ein Haushalt wechselt den Anbieter

Stromwechsel per Postkarte

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Rhein-Neckar, 12. Dezember 2012. (red/ld) Die EEG-Umlage vermiest die Weihnachtsstimmung. Zum Jahreswechsel steigt sie auf 5,28 Cent pro Kilowattstunnde. Damit bezahlen die Verbraucher ihren Anteil am Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Stromproduzenten geben diese Erh√∂hung gerne an ihre Kunden weiter, im Gegensatz zu den derzeitigen Preisentwicklungen am Strommarkt. Die bleiben ihnen aber auch treu. Trotz der Liberalisierung des Energiemarkts 1999 und vielen Konkurrenten am Strommarkt haben nur wenige Haushalte den Anbieter gewechselt. Dadurch l√§sst sich bares Geld sparen. Worauf man dabei achten muss, verr√§t Eckhart Benner von der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg.

Strom wird teurer, aber nur wenige wechseln ihren Anbieter. Foto: Wikipedia, MdE, CC-BY-SA 3.0

Interview Lydia Dartsch:

Die Strompreise steigen jedes Jahr. Jetzt haben 614 Stromanbieter angek√ľndigt, ihre Preise erneut anzuheben. Gibt es einen Unterschied zwischen kleinen Anbietern oder gro√üen Konzernen?

Eckhard Benner: Ein Unterschied ist nicht zu erkennen. Sowohl kleine als auch große Stromversorger erhöhen die Strompreise.

In den Medien wird berichtet, der Strompreis steige auf √ľber 30 Cent pro Kilowattstunde. Ist das so?¬†¬†

Benner: Ob die Preise irgendwann auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen werden ist im Moment reine Spekulation. Mit solchen Zahlen sollen wohl eher die Verbraucher f√ľr weitere Preissteigerungen weichgekocht werden.

Wie hoch sind die Strompreise im Moment? 

Benner: im Durchschnitt etwa zwischen 24 und 25 Cent pro Kilowattstunde. Ab 2013 liegt er etwa bei 26-27 Cent.

“Man kann der Preiserh√∂hung kaum entgehen.”

Kann man der Preiserhöhung mit einem Wechsel entgehen? 

Benner: Richtig entgehen kann man ihr derzeit kaum. Mit dem Wechsel wird man zu einem Energieversorger wechseln, dessen Preiserhöhung noch nicht so hoch ausfällt, wie bei anderen.

Worauf sollte man beim Wechseln achten? 

Benner: Man sollte keine Vorkasse leisten und keine Strompakete kaufen.¬†Vertr√§ge mit Vorkasse bergen die Gefahr, dass bei einer Insolvenz des Stromversorgers der schon bezahlte Betrag verloren ist und man f√ľr den noch ben√∂tigten Strom ein zweites Mal bezahlen muss.¬†Strompakete lohnen nur dann, wenn der Verbrauch exakt der gekauften Strommenge entspricht. Andernfalls zahlt man f√ľr nicht ben√∂tigten Strom oder muss noch ben√∂tigten Strom teuer zukaufen.

Wie lang sollte denn der neue Vertrag laufen?

Benner: Je k√ľrzer die Vertragsbindung, umso flexibler ist der Stromkunde. Empfehlenswert sind Vertrags¬≠laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr, damit man relativ schnell auf aktuelle Preisentwicklungen reagieren und eventuell zu einem neuen Anbieter oder in einen anderen Tarif wechseln kann. Die K√ľndigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen.

Und was ist mit der Preisgarantie, die manche anbieten?

Benner: Die Preisgarantie sollte √ľber die gesamte Laufzeit, ein Jahr, gelten. Nicht immer gew√§hren Stromanbieter eine Preisgarantie √ľber die gesamte Laufzeit des Vertrages, auch wenn sie diese anpreisen.

Man sitzt nicht im Dunkeln

Wie funktioniert der Wechsel? 

Benner: In der Regel dadurch, dass man den neuen Versorger mit dem Wechsel zum gew√ľnschten Termin beauftragt.¬†Dies geht auch per Postkarte. Dem neuen Versorger sind¬†dabei Z√§hlerst√§nde und Z√§hlernummer mitzuteilen.¬†Grunds√§tzlich sind dabei K√ľndigungsfristen und Vertragslaufzeiten zu beachten . Bei Preiserh√∂hungen haben Verbraucher in der Regel ein Sonderk√ľndigungsrecht zum Termin der Preiserh√∂hung. Stromkosten kann man aber oftmals schon senken, wenn man bei seinem derzeitigen Energieversorger in einen g√ľnstigeren Tarif wechselt – insbesondere wenn man noch einen so genannten Grundversorgungstarif besitzt.

Eckhard Benner ist Referent f√ľr Verbraucherpolitik in der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg, Foto: Verbraucherzentrale

Eckhard Benner ist Referent f√ľr Verbraucherpolitik in der Verbraucherzentrale Baden-W√ľrttemberg, Foto: Verbraucherzentrale

Was k√∂nnte zu Problemen f√ľhren?¬†

Benner: In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass nicht jeder Stromversorger¬†die Kapazit√§t hat, den Anbieterwechsel auch termingerecht auszuf√ľhren. Auch kommt es vor, dass der alte Versorger die zuviel gezahlten Abschlagsbetr√§ge einbeh√§lt. Bei solchen Problemen kann man sich an die Verbraucherzentrale wenden.

Was passiert, wenn der neue Stromversorger den Wechsel nicht rechtzeitig ausf√ľhren kann? Sitzt man dann im Dunkeln?

Benner: Nein, man sitzt nicht im Dunkeln. Der Stromversorger vor Ort, meist das Stadtwerk, hat die gesetzliche Pflicht, die Stromversorgung zu gew√§hrleisten –¬†als so genannte Ersatzversorgung.¬†Man zahlt aber dann einen h√∂heren Strompreis.

√Ėkostrom ist nicht unbedingt √∂ko.

Ist √Ėkostrom automatisch teurer als konventioneller?¬†

Benner: Nein.¬†Insbesondere Grundversorgungstarife k√∂nnen teurer sein als “√Ėkostrom-Tarife”

Sie scheinen da so skeptisch. Bekommt man denn tats√§chlich √Ėkostrom, wenn man den beziehen m√∂chte?¬†

Benner: Es gibt keine gesetzliche Festlegung, was genau unter “√Ėkostrom” zu verstehen ist. Daher werden die unterschiedlichsten Angebote als “√Ėkostrom” verkauft. Dies kann soweit gehen, dass “√Ėkostrom” nur auf dem Papier, auf den RECS-Zertifikaten, steht.

Wie kann man bei der Auswahl des neuen Anbieters erkennen, ob der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde? Worauf sollte man da achten?

Benner: Das¬†ist f√ľr den Verbraucher sehr schwierig.¬†Echter Umweltnutzen ensteht erst, wenn durch den “√Ėkotarif” konventioneller Strom vom Markt verdr√§ngt wird und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Die Stiftung Warentest hat dazu in Testheft 2 aus diesem Jahr eine Untersuchung durchgef√ľhrt.

Stromfresser abschalten

Abgesehen von einem Wechsel: Wie kann man im Haushalt oder beim Kauf von Geräten Strom sparen? Wie erkennt man Stromfresser? 

Benner: Standby ausschalten,¬†eine alte Heizungspumpe¬†durch eine neue effiziente ersetzen. Alte Elektroger√§te wie K√ľhlschank und Waschmaschine verbrauchenviel Strom, im Vergleich zu neuen Ger√§ten der h√∂chsten Effizienzklasse (A++). Die gibt bei neuen Ger√§ten den Stromverbrauch an und m√ľssen bei Haushaltsger√§ten angegeben werden. Um Stromfresser im eigenen Haushalt zu kennen, ist es ratsam den Stromverbrauch einzelner Ger√§te zu messen.

Wie misst man den Stromverbrauch von Geräten im Haushalt?

Benner: Dazu kann man sich ein Strommessgerät ausleihen, etwa bei der Verbraucherzentrale oder einer regionalen Energieagentur. Diese Messgerät schließt man an das Elektorgerät an, dessen Verbrauch man erheben möchte.