Mittwoch, 22. Mai 2013

SWR-Dokumentation fasst die Entwicklung von Stuttgart 21 zusammen

Stuttgart 21 – Eine Chronik

Stuttgart 21 Chronik

Rhein-Neckar, 24. November 2011. (red) Am Sonntag stimmen die Bürger in Baden-Württemberg über das Milliardenprojekt Stuttgart 21 ab. Angeblich liegen Gegner und Befürworter in etwa gleich auf. Die halbstündige SWR-Dokumentation von Harald Kirchner und Bernd Schlecker zeigt die “Entwicklung” von Stuttgart 21 von Ende der 80-Jahre bis heute mit vielen Archivaufnahmen und “klaren” Aussagen – ein sehenswerter Film.

Sehr präzise zeigt der Film die Entstehungsgeschichte des Streitfalls Stuttgart 21. Besonders interessant: Immer wieder betonen die Befürworter, es handle sich um das “bestgerechnetste Bahnprojekt überhaupt” – über die Jahre muss aber immer wieder “nachgerechnet” werden und das Projekt wird Zug um Zug teurer und teurer.

Aktuell stehen die Prognosen schon fast bei sieben Milliarden Euro, der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk hatte im Herbst 2010 in Hirschberg an der Bergstraße gar gesagt: “Es kann Baden-Württemberg wurscht sein, ob Stuttgart 21 zehn oder fünfzehn Milliarden Euro kostet.” Weiß Herr Hauk mehr als andere?

Nach einem Bericht von frontal21 (ZDF) wusste zumindest der frühere Ministerpräsident Günter Oettinger (CDU) mindestens seit 2009 von deutlich höheren Kosten, ließ diese “Erkenntnis” aber in der Schublade verschwinden und besiegelte das Projekt mit seiner Unterschrift. Er “schaffte damit Fakten”.

Andere Fakten schaffte der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU). Auch er “leistete” seine Unterschrift und verhinderte damit ein Bürgerbegehren, für das 67.000 Stuttgarter unterschrieben hatten.

Noch erstaunlicher ist das Demokratie-Verständnis des SPD-Politikers Rudolf Drexler (SPD), der den Initiatoren des Bürgerbegehrens die “Enttäuschung der Bürger” vorwirft, weil “klar war, dass der Bürgerentscheid nicht kommen kann” (ab Minute 16′).

Die SWR-Dokumentation fasst die Ereignisse ruhig zusammen – “erschütternd” ist die Dokumentation trotzdem.

Manuela Reidel und Christel Gaber übernehmen Postagentur

post-6181-150x187

Hirschberg, 24. November 2011. (red/sap) In der Leutershausener Postfiliale übernehmen ab 01. Dezember 2011 zwei Frauen das Ruder. Manuela Reidel und Christel Gaber sind die neuen Partner der Deutschen Post AG in der Raiffeisenstraße.

Erst im Februar dieses Jahres übernahm Timo Prüller die Postfiliale und das Schreibwarengeschäft in Leutershausen. „Und alles lief soweit gut“, erklärte Bürgermeister Manuel Just bei einem Pressegespräch. Aber mit einem Schreiben vom 21. Oktober 2011 wurde das Pachtverhältnis aufgelöst und zum 30. November 2011 gekündigt.

Manuela Reidel und Christel Gaber übernehmen die Postagentur im Dezember.#

Die Gemeinde, als Eigentümerin der Liegenschaft, habe sich bereit erklärt dies mitzutragen,  wenn es gelänge einen Nachmieter zu gewinnen.
Manuela Reidel, die seit Februar in der Postfiliale arbeitet, und Christel Gaber boten der Gemeinde an, das Geschäft zu übernehmen.

„Es war keine Akquise der Gemeinde erforderlich“, so Just. Manuela Reidel bringe ihre Erfahrungen mit ein und die Gespräche mit den beiden Damen seien konstruktiv und zielführend gewesen, erklärte der Bürgermeister.

Post, Bank, Tabak, Schreibwaren.

Das ist „kein Abenteuer“, beide wüssten, worauf sie sich einlassen, davon überzeuge auch der Business-Plan. „Wir haben einen neuen starken Partner und davon konnte man auch die Post überzeugen. Die beiden Damen geben der Postfiliale einen neuen starken Rückenwind.“

In dem Postshop werden neben allen Post- und Postbankdienstleistungen weiterhin Tabak- und Schreibwaren angeboten. Das Bastelbedarfsangebot soll erweitert werden und kleine Geschenkartikel kommen ins Sortiment. „Dafür haben wir auch weitere Regale aufgestellt“, erklärte Christel Gaber.

Ein neuer Kopierer mit USB-Anschluss, Fax und Scanner steht ebenfalls für die Kunden  bereit. „Das sind alles Produkte, die gut zur Post passen“, sagte Just.

An zwei Nachmittagen, Mittwoch und Freitag, bleibt der Postshop geschlossen, denn beide Hirschbergerinnen haben Kinder und diese brauchen noch Betreuung. Christel Gaber muss Anfang nächsten Jahres auf eine Schulung der Post AG, Manuel Reidel hat dies schon hinter sich.

„Timo Prüller hat uns unterstützt, wo es gegangen ist“, sagen die beiden Damen, aber natürlich wollen sie es noch besser machen.

„Es ist eine aufregende Zeit“, sagt Christel Gaber, „wir wissen gar nicht, was wir zuerst machen sollen“, denn am 01. Dezember 2011, um 15:00 Uhr öffnet ihr Laden zum ersten Mal und am Samstag, den 03. Dezember 2011, um 10:00 Uhr soll eine kleine Eröffnung gefeiert werden.