Freitag, 24. Mai 2013

Platzgestaltung Seniorenzentrum, Mülleimerbeauftragter – Entschlüsse des Gemeinderats


Hirschberg, 2. Oktober 2011. (red) Neben der Erhöhung des Hebesatzes der Gewerbesteuer – wir berichteten - standen noch weitere Themen auf der Tagesordnung des Hirschberger Gemeinderates am 27. September 2011.

Nach den Vorschriften des Kommunalabgabegesetzes (KAG) sind bei kostenrechnenden Einrichtungen, wie zum Beispiel der Abwasserbeseitigung (TOP 3 der vergangenen Gemeinderatssitzung), “Kostenüberdeckungen”, die sich am Ende eines Bemessungszeitraumes ergeben, zwingend innerhalb der folgenden fünf Jahre auszugleichen. “Kostenunterdeckungen” können im selben Zeitraum ausgeglichen werden.

Einstimmig entschied der Hirschberger Gemeinderat die Überdeckungen des Jahres 2010 in Höhe von insgesamt 93.411 Euro auf die restliche Unterdeckung des Jahres 2007 in Höhe von 37.380 Euro und die Unterdeckung des Jahres 2008 in Höhe von 38.091 Euro zu verrechnen.

Die dann noch verbleibende restliche Überdeckung aus dem Jahr 2010 in Höhe von 17.940 Euro wird spätestens einschließlich 2015 ausgeglichen.

„Vielleicht schaffen wir doch eine Gebührensenkung“, warf Gemeinderat Alexander May (FW) ein. Dagegen riet Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) abzuwarten und es sei gut “einen kleinen Puffer zu haben”. Und auch Ferdinand Graf von Wiser (CDU) mahnte, es handle sich hierbei um keinen erwirtschafteten Überschuss, sondern um eine Senkung des Zinssatzes von 6 auf 4,5 Prozent.

Ebenfalls einstimmig wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Auftragsvergabe zur Erneuerung der Fenster und Türanlagen in der Großsachsener Grundschule beschlossen.

In der Juli-Sitzung hatte der Gemeinderat Mängel an der Ausführung der Fenstererneuerung der Karl-Drais-Schule beanstandet.
Hierzu wurde ein Ortstermin vereinbart sowie eine nicht-öffentliche Beratung. Der Gemeinderat lehnte gegen den Willen des Bürgermeisters ab, dieselbe Firma auch für die Grundschule Großsachsen zu beauftragen. (Siehe auch diesen Text zur Ausschreibung.)

Der Auftrag wurde an die Firma R. u. U. Winkenbach GmbH aus Viernheim, zum Angebotspreis von 179.291 Euro brutto vergeben.

Gemeinderätin Eva-Marie Pfefferle (SPD) freute sich, dass allen Befürchtungen zum Trotz, die Erneuerung der Fenster und Türanlagen jetzt doch nicht teuerer werde. „Die Eile ist des Teufels“, merkte Hartmut Kowalinski (FDP) an. Es sei schön, dass sich der Gemeinderat durchsetzen konnte.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir das noch in diesem Jahr umsetzen können“, so Bürgermeister Just.

Der Gemeinderat hatte in seiner Juli-Sitzung dem Entwurf zur Gestaltung des Platzes am Seniorenzentrum und der Kleinkinderkrippe in Großsachsen zugestimmt und den Baubeschluss zur Herstellung des Platzes gefasst. Die Kosten wurden auf 120.000 Euro geschätzt, im Haushaltsplan wurden 240.000 Euro bereit gestellt.

Bürgermeister Just stellte in der Gemeinderatssitzung eine Auswahl an Bänken, Lichtern, Pollern und Mülleimern den Ratsmitgliedern vor und informierte über die Präferenzen der Verwaltung. Im Großen und Ganzen wurde die Vorauswahl vom Gemeinderat begrüßt, nur bezüglich der Mülleimer versprach Just noch nach weiteren Alternativen zu suchen. Er fühle sich jetzt als „Mülleimerbeauftragter“, erklärte Just.

Anschließend wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Garten- und Landschaftsarbeiten an die Firma Becker zum Angebotspreis von rund 127.000 Euro und die Schlosserarbeiten an die Firma Bender zum Angebotspreis von rund 6000 Euro zu vergeben, einstimmig angenommen.

“Concerti e piu” mit Moritz Ernst am Klavier


Hirschberg, 2. Oktober 2011. (red/pm) Der Kulturförderverein Hirschberg setzt seine beliebte Konzertreihe “Concerti e più” am Sonntag, 9. Oktober 2011, mit einem Konzert des jungen Pianisten Moritz Ernst fort; präsentiert wird ein Querschnitt durch die Klaviermusik, angefangen von Samuel Scheidt, der eins der ersten großen Werke für Tasteninstrumente komponierte, über Beethoven bis zu Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Ullmann und Scheidt.

Pressemitteilung des Kulturfördervereins Hirschberg:

Der junge Pianist Moritz Ernst spielt in der Alten Synagoge.

“Moritz Ernst wurde 1986 in Ostwestfalen geboren. Schon im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Klavierspiel und erhielt ab 1996 Unterricht in Detmold, uunter anderem bei den Dozenten A. Fahrenholtz und Chr. Köhn. Nach dem Abitur mit nur 16 Jahren begann er dort seine Klavier-und Musikwissenschaftsstudien, wurde Schüler von Prof. P. Feuchtwanger und konzertierte bereits kurze Zeit später regelmäßig im In-und Ausland.

Einige Jahre später setzte er seine Studien in Basel bei Prof. J.-J. Dünki fort und begann zusätzlich nach Cembalostudien an der Schola Cantorum mit Prof. J.-A. Bötticher ein Laufbahn als Cembalist. Während seines Studiums wurde er mit mehrern Preisen bedacht.

Heute konzertiert Moritz Ernst als Pianist, Cembalist und Kammermusiker mit einem breitgefächerten Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne, in Deutschland , England, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Rumänien, BeNeLux und der Schweiz.

Im September wird er sein Debut in Indonesien geben – verbunden mit Meisterkursen am Konservatorium von Jakarta. Weitere Kurse gab Moritz Ernst an der Hochschule für Musik Stuttgart und dem königlichen Konservatorium Malmö.

Besonders am Herzen liegt ihm die Musik des 20./21.Jahrhunderts. So spielte er bereits viele Uraufführungen und arbeitete mit vielen Komponisten, welche ihm zum Teil auch Werke widmeten. Daneben setzt er sich bevorzugt für vergessene oder selten gespielte Kompositionen ein: J.N.Hummel, Sonate op.106, Busonis Fantasia contrappuntistica, Musik von Samuel Scheidt.

Zudem brachte Moritz Ernst eine CD mit Werken von Sir Malcolm Arnold auf den Markt welche von der internationalen Fachpresse hoch gelobt wurde. So erhielt sie z.B.im Classical Music Magazine vier von fünf Sternen und in Grammophone wurde die funkensprühende und stimulierende Interpretation dieser Musik gerühmt.

Moritz Ernst wird zunächst von Samuel Scheidt aus der “Tabulatura Nova” spielen; darauf folgt die Klaviersonate “Pastorale” von Ludwig van Beethoven. Einige Préludes des Impresionisten Claude Debussy bilden den Übergang zum 20. Jahrhundert; darauf folgt die 5. Klaviersonate des von den Nazis verfolgten Komponisten Victor Ullmann, die im KZ Theresienstadt entstand; den Abschluss bildet eine Klaviersonate D-Dur des heidelberger Komponisten Ernst-Lothar von Knorr.”

Info: Das Konzert findet statt am Sonntag, 9. Oktober 2011 in der ehemaligen Synagoge Leutershausen, Hauptstrasse 27; es beginnt wie immer um 18.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 10.-Euro, 8.- Euro ermäßigt; wie immer gibt es kostenlose Emporenplätze für Schüler. Karten im Vorverkauf gibt es bei Schreibwaren Schumann, Großsachsen, Schreibwaren Schulz in Leutershausen und Kunst und Accessoires “Opus” in Schriesheim.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog