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Hirschberg, 27. Juli 2010. Die Beschwerde einer Bürgerin über die bereits “vergebenen” Wohnungen im geplanten Seniorenzentrum wirf Fragen auf.
Kommentar: Hardy Prothmann
Auf der Informationsveranstaltung zum Seniorenzentrum äußerte sich Bürgermeister Manuel Just laut Berichterstattung der Weinheimer Nachrichten (WN) vergangene Woche, dass die Vermarktung in dieser Woche losgehe.
Das war eine Fehlinformation. Bürgermeister Just sagte heute in öffentlicher Gemeinderatssitzung, dass ihm nicht bekannt gewesen sei, dass sich Käufer aus eigenem Antrieb bereits mit dem Bauherrn FWD in Verbindung gesetzt hätten, um eine der 27 Wohnungen zu erwerben.
Das ist, mit Verlaub, beides schlecht. Es ist ein schlechter Stil, wenn unter der Hand bereits Zusagen gemacht werden, bevor überhaupt die Informations- und Verkaufsveranstaltung abgehalten wird. Statt von einem “Erfolg” zu sprechen, wie Herr Just dies in der Gemeinderatssitzung getan hat, hätte man erwarten können, dass er der FWD eine klare Ansage gemacht hätte, dass dies überhaupt nicht in Ordnung ist. Sonst fühlen sich BürgerInnen, die nicht mal die Chance auf eine Chance hatten, zu recht veräppelt.
Die FWD hat noch nicht einmal bislang den Bauantrag beim Landratsamt laut Bürgermeister Just abgegeben, berichten die WN und trotzdem sind alle Wohnungen schon weg.
Wie Bürgermeister Just in der Sitzung sagte, seien dies nur Zusagen, Kaufverträge seien noch nicht unterschrieben und alle Wohnung seien an Hirschberger BürgerInnen gegangen.
Die Wohnungen kosten zwischen 122.000 und 194.000 Euro. Bildet man hier einen Mittelwert von knapp 160.000 Euro sind also die Objekte im Gesamtwert von 4,2 Millionen Euro vor Bauantrag, Bau und Verkaufsveranstaltung schon weggegangen wie geschnitten Brot.
Da muss man sich fragen, ob hier gewisse Leute sich ein sicheres Geschäft versprechen oder versprochen bekommen haben. FWD bewirbt die Wohnungen jedenfalls für Kapitalanleger.
Das Hirschberger Rentnerpaar, das gerne zum Zug gekommen wäre, wollte für sich kaufen. Und bislang konnte man das auch so verstehen, dass Hirschberger Rentner bevorzugt würden. Jetzt muss man vermuten, dass Hirschberger Kapitalanleger bevorzugt wurden. Und die nächste Frage ist, ob jeder der Kaufwilligen nur ein Objekt erhält oder mehrere?
Wenn die Wohnungen des betreuten Wohnens nicht in den freien Markt gegangen sein sollten, sondern vorab als Immobiliengeschäft vermittelt wurden, bekommt das mindestens ein Geschmäckle.
Entsprechende Fragen haben wir bereits an die Gemeindeverwaltung gestellt.
















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