Guten Tag!
Hirschberg, 15. Juli 2010. Der Internetauftritt der Gemeinde Hirschberg wird ein Konzept “von der Stange” sein – 20.000 Euro sind dafür ein stolzer Preis.

Bunt und nur oberflächlich modern - die homepage der Gemeinde Edingen-Neckarhausen.
Das Unternehmen Komm.On.Line GmbH aus Bühlerzell hat sich auf Kommunen spezialisiert und bietet vorkonfektionierte Homepages an.
Selbstredend kanns auch ein Bisschen mehr sein – das kostet aber extra.
Für die Summe von 20.000 Euro wird vermutlich der Standard herhalten müssen. Eine Vielzahl von Kommunen hat sich für die “Stangen-Lösung” entschieden, wie man anhand der Referenzen des Unternehmens erkennen kann.
Auf den ersten Blick kommen die Homepages der Kommunen unterschiedlich daher: Zumeist ziemlich bunt. Der zweite Blick zeigt, dass alle auf der selben Basis konstruiert wurden und die dahinter liegenden Funktionen gleich sind.
Konkret heißt das: Die Gemeinde Hirschberg kauft für teures Geld eine Kopie, die ein wenig “individualisiert” wird.
Wie die Homepage aussehen wird, können Sie hier anschauen: Referenzen
Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

















Hallo,
danke für die Information. Ich habe mir ein paar der Referenzen angeschaut. Wie Sie schreiben hat kaum ein Design wirklich einen Grund. Oft fehlen Einträge. Die Vereinsverzeichnisse sind alle gleich gestrickt und die Aktualität lässt überall zu wünschen übrig.
Web2.0-Funktionalitäten fehlen völlig. Die Bilder sind solala, die Texte sind langweilig.
Ich halte 20.000 nicht nur für teuer, das ist ganz klar rausgeschmissenes Geld. Und ich bin sicher, dass sich kein Gemeinderat damit näher befasst hat. Einfach die Hand gehoben. Fertig.
Bei den Beispielen, die ich mir angeschaut habe, gibt es gar nichts, was irgendwie lohnt, nach einem ersten Besuch nochmal auf die Seite zu gehen – die Bürgermeistertexte sind wahrscheinlich seit Jahren nicht umgeschrieben worden. Traurig, auch wenn alls so schön bunt ist.
Schönen Abend
Guten Tag,
@@ hirschbergblog: gibt es auch Referenzen bzw. Beispiele zu gelungenen Auftritten von Gemeinden ?
Die Gemeinderäte sind (nicht nur) bei diesem Thema überfodert und/oder leider teilweise auch uninteressiert “die Verwaltung wird schon wissen was sie macht”. Aber auch die Verwaltung kann das nicht leisten, wenn nicht zufällig eine ausgewiesene EDV-Fachkraft sich des Themas annimmt.
Aber warum gibt man dann nicht vorher allgemein bekannt, dass man einen neuen Internet-Auftritt plant und fragt kompetente Bürger um ihre Meinung; bildet ggf. einen Arbeitskreis, der wirklich qualifziert etwas ausarbeiten kann? Vielleicht hätten hier auch Jugendliche, junge Leute gerne mitgestaltet (mal im JUZ nachfragen).
Die kennen sich doch prima aus in diesen Themen und es wäre evtl. ein gute Gelegnheit gewesen die Jugendlichen in eine Aufgabe der Gemeinde einzubinden, mit der sie sich identifizieren.
“Betroffene zu Beteiligten machen”; hier leider nicht und damit gleich mehrere Chancen vertan. Gerade bei einem Internetauftritt der Gemeinde (Visitenkarte) jammerschade und ein zu teures Lehrgeld.
Es ist doch verständlich, dass hier mit einem sehr hohen Betrag einer IT Firma “auf den Leim gegangen wird”.
Denn was macht diese Firma ? Genau das was der HirschbergBlog so gut und treffend berichtet.
Man entwickelt eine Standard Anwendung und verkauft sie mehrmals.
Einmal Aufwand, immer kassieren. Jede Abweichung vom Standard kostet Geld.
Genau das geht auch billiger und pfiffiger. Man nutzt viele kostenlose Vorlagen und holt sich kreative Bürger.
Das wäre einmal Proaktiv.
Und noch was: die Seite muß tauglich sein für mobile Geräte, sonst verliert man die nächste Generation.
Aber was soll man sagen: junger Bürgermeister, alter Behördentrott. Schade,…
vor ca. 8 jahren habe ich von studenten eine firmen webpage mir anfertigen lassen.
die war ungefähr in der machart (vom aufwand her, karteiregister mit den unterschiedlichen verweisen, texte bilder etc.) das gleiche, vom
prinzip her würde ich sagen war es dass gleiche.
ich habe damals 500 euro bezahlt
wenn eine kommune meint, so eine 08/15 webseite, die heutzutage ein guter webdisigner/informatiker an ein paar tagen alleine schafft (wenn die bilder/vorlagen etc. alles vorliegt) sei 20.000 euro wehrt, dann gute nacht.