Samstag, 25. Mai 2013

Gemeinde will “Transparenz” beim Seniorenzentrum schaffen

Guten Tag!

Hirschberg, 06. April 2010. Heute wurde durch die Gemeinde Hirschberg eine Pressemitteilung zum geplanten Seniorenzentrum herausgegeben. Wir dokumentieren den Text.

Wir werden im Laufe des Donnerstags, 08. April 2010 weiter zum Thema berichten. Wie gewohnt hintergründig und analytisch. Außerdem wird es einen Kommentar zum Thema geben.

Aus Sicht der Redaktion ist die Pressemitteilung der Gemeinde nämlich ein Grund zur Recherche: Inhaltlich sind alle Informationen bekannt. Wieso also gibt es diese Pressemitteilung? Welche Notwendigkeit hat sie?

Sofern Sie mithelfen wollen, schreiben Sie gerne an die Redaktion: redaktion (at) hirschbergblog.de

Wir vermuten, dass die Gemeindeverwaltung zur “Beruhigung” der Situation beitragen will – zumindest der Konflikt mit dem TVG hat für “Irritationen” gesorgt.

Redaktion hirschbergblog

Dokumentation der Pressemitteilung der Gemeinde Hirschberg:

“In der Gemeinderatssitzung vom 30. März 2010 hat die Gemeinde Hirschberg den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich der Rosengartenstraße“ (Seniorenzentrum) herbeigeführt.

Das geplante Seniorenzentrum aus der Vogelperspektive. Quelle: Gemeinde Hirschberg

Ferner geht damit der Bebauungsplan, der die baurechtliche Grundlage für die Errichtung des Hirschberger Seniorenzentrums sowie die Kleinkindkrippe bieten wird in der Zeit vom 09. April 2010 bis zum 10. Mai 2010 in die Offenlage, um somit auch die Einwohner/ innen der Gemeinde Hirschberg sowie die Träger öffentlicher Belange an diesem Verfahren zu beteiligen.

Vorgebracht werden können Einwendungen, Anregungen oder auch Wünsche im Hinblick auf den Bebauungsplanentwurf, der in der Gemeinderatssitzung am 27. Juli 2010 voraussichtlich als Satzung verabschiedet werden soll.

Da es sich bei diesem Bebauungsplan um eine Planungsgrundlage handelt, die für viele Einwohnerinnen und Einwohner fast untrennbar mit der parallel verlaufenden Planung für die zu errichtenden Gebäude (Betreutes Wohnen und Pflegeheim) verknüpft erscheint, hat sich der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. März 2010 dazu entschieden auch die aktuelle Planungsvariante der Gebäude (im Vorentwurfsstadium) aus Transparenzgründen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Die Pläne werden daher sowohl über die Homepage der Gemeinde (www.hirschberg-bergstrasse.de), als auch im Rahmen der Offenlage zum o. g. Bebauungsplanverfahren zur Einsichtnahme freigegeben.

Zu sehen sind mehrere Perspektiven.

Inhaltlich gilt es festzuhalten, dass der Investor FWD Hausbau GmbH auf dem zur Bebauung geplanten Gesamtareal 27 Wohnungen für Betreutes Wohnen sowie 48 Pflegeplätze schaffen wird. Das Pflegeheim wird nach seiner Fertigstellung von der Evangelischen Heimstiftung betrieben.
Die ebenfalls im Plangebiet vorgesehene Kleinkindkrippe des Postillion e.V. soll 20 Betreuungsplätze (in insgesamt 2 Gruppen) beinhalten.

Städtebaulich betrachtet soll der Turm als historisches Bauwerk erhalten bleiben. Das Gesamtareal soll fußläufig eine Verbindung zwischen der im Norden liegenden Rosengartenstraße sowie dem im Süden liegenden Riedweg ermöglichen.

Um der logischerweise aus den Vorgaben entstehenden Größe des Gebäudes baulich entgegen zu wirken hat man sich im aktuellen Verfahrensstadium dazu entschieden im Bereich des Betreuten Wohnens (im nord-westlichen Grundstücksteil) mit kleinparzelligen Elementen (Fenstern, Loggien und Balkonen) zu arbeiten. Um zumindest in Ansätzen eine organisch gewachsene Struktur zu erzielen wurde zusätzlich mit zwei „Punkthäusern“ im Bereich des Gartens gearbeitet.
Die Dachneigung im Bereich des Betreuten Wohnens lehnt sich an die Neigungswinkel des bestehenden Turms an.

Beim Gebäude des Pflegeheims (im süd-östlichen Grundstücksteil) versucht der beauftragte Architekt durch eine gegensätzlich zueinander auf- und ablaufende Dachstruktur zu einer Auflockerung beizutragen.
Der diesem Gebäude zuzuordnende Gartenbereich (im Innenhof des „u-förmigen“ Hauses) soll entgegen dem im nördlichen Grundstücksbereich angesiedelten Garten hingegen nur den Bewohnern des Pflegeheims zur Verfügung stehen.
Unter dem Gebäude des Pflegeheims wird eine Tiefgarage liegen, die sowohl einen direkten Zugang in das Haus bzw. auf den Platz ermöglicht.

Hirschberg, den 06. April 2010

gez. Manuel Just
Bürgermeister”

Einen schönen Tag wünscht
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Rekord: “So viele Eier wie noch nie” beim Ostereierschießen

Guten Tag!

Hirschberg, 06. April 2010. (red/pöl) Das traditionelle Ostereierschießen bei den Leutershausener Schützen endete nach fünf Veranstaltungstagen am Ostermontag mit einem Rekordergebniss. Knapp 2.500 Eier wurden “erschossen”. Als Draufgabe es für eine Palette Eier einen Schokoladenosterhasen.

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Kimme, Korn, Konzentration - Schuss. Ostereierschießen in Leutershausen. Bild: hblog

Nach über dreißig Jahren Ostereierschießen des Schützenvereins Hirschburg e.V. wurden dieses Jahr mit knapp 2.500 Eiern so viele Eier “erschossen” wie noch nie.

Natürlich wird nicht auf die Eier geschossen, sondern auf Zielscheiben – pro Treffer ins Schwarze gab es ein Osterei, für einen exakten Treffer in die Mitte der Scheibe sogar zwei Ostereier.

Da eine Sondergenehmigung des Landratsamtes Heidelberg vorlag, durften auch zehnjährige Kinder erstmals ein Luftgewehr in die Hand nehmen (Anm. d. Red. gesetzlich ab zwölf Jahren erlaubt).

Geschossen wurde auf zehn Meter Entfernung in stehender und stützender Stellung. Jeder Schießstand wurde von einer Aufsicht begleitet.

Die Kleinsten übten sich an einer Mini-Armbrust mit Gummipfeilen auf zwei Meter Abstand zur Zielscheibe.

Der Heddesheimer Motorradclub war mit dreißig Personen die stärkste “alljährliche Personengruppe mit überragender Treffsicherheit”, sagte Oberschützenmeister (OSM) Andreas Biel: “Überraschend war für uns dieses Jahr der große Damenandrang.”

Fotos: Horst Pölitz

Einen schönen Tag wünscht
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Gerhard Kleinböck (SPD): Tour de “Bürgermeister”

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Guten Tag!

Hirschberg, 06. April 2010. Der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck hat in den vergangenen Wochen eine Tour de “Bürgermeister” absolviert.

Seit dem 1. September 2009 ist Gerhard Kleinböck als “Nachrücker” auf Hans Georg Junginger gefolgt, der seit 1996 den Wahlkreis Weinheim vertreten und aus “gesundheitlichen Gründen” das Mandat abgegeben hat.

In den vergangenen Wochen hat Gerhard Kleinböck die Bürgermeister der im Wahlkreis 39 (Weinheim) gelegenen Kommunen besucht: Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hemsbach, Hirschberg an der Bergstraße, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim und Weinheim standen auf dem Programm.

(von links) MdL Gerhard Kleinböck (SPD), Bürgermeister Manuel Just (parteilos), Horst Metzler (GR SPD), Eva-Marie Pfefferle (GR SPD), Ulrich Wiedemann (SPD). Bild: hblog

Der “Antrittsbesuch” bei Bürgermeister Just verlief harmonisch und sachbezogen, wie beide betonten.

Gerhard Kleinböck weiß um die Sorgen der Kommunen – er ist selbst Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der SPD im Ladenburger Gemeinderat.

“Ich will die Wege nach Stuttgart verkürzen”, sagte Kleinböck beim Pressetermin am 1. April 2010 in Hirschberg. “Es ist wichtig, “Stuttgart” für die Themen hier im “hohen Norden” des Landes zu sensibilisieren.”

Vor allem, was die Finanzen angeht – darin waren sich Kleinböck und Just sichtbar einig, obwohl es der Gemeinde Hirschberg im Vergleich mit anderen Kommunen doch spürbar besser geht. Im Rhein-Neckarkreis führt Hirschberg mit einer Schlüsselzahl von 571 die Kommunen im Kreis an – die vielen “Gutverdiener”, die in Hirschberg wohnen treiben die Zuweisungen bei der Einkommensteuer nach oben.

Andererseits kritisierten beide die Situation bei der Kinderbetreuung: “Bund und Länder lassen hier die Kommunen im Stich.” Bis zu 10.000 im Jahr pro Kind müssten die Kommunen zahlen – statt der versprochenen 66 Prozent Bezuschussung würden “gerade mal” 27 Prozent ausbezahlt.

Die Kosten sind explodiert. 2002 hatte Hirschberg noch rund 500.000 Euro für die die Kinderbetreuung ausgegeben – 2010 werden es über 900.000 Euro sein. Das sind Mehrkosten von 80 Prozent in acht Jahren.

A propos Kinder. In Sachen Werkrealschule wurde Kleinböck mehr als deutlich: “Ich verstehe nicht, warum der erste Antrag des Hirschberger-Heddesheimer Modells keine Chance hatte. Die Werkrealschule wird sowieso keine Zukunft haben.”

Das neue Hilfeleistungszentrum in Hirschberg stand auch auf dem Gesprächsplan. Hier gäbe es eine Kostenentwicklung, “die uns nicht gefällt”, sagte Bürgermeister Just, ohne ins Detail zu gehen. Klar müsse die “6″ vor dem Komma sein – ob das 6,0 oder 6,9 Millionen Euro sind, ließ er offen. Anscheinend ist die “6″ bei dein aktuellen Plänen eine “7″ geworden – politisch ist das nicht vermittelbar.

Kleinböck regte an, sich am Ladenburger Modell für die Feuerwehr zu orientieren, was Just in Frage stellte: “Wir haben hier eine andere Situation.”

Auch die anwesenden Gemeinderäte Eva-Marie Pfefferle und Horst Metzler und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ulrich Wiedemann schalteten sich in die Diskussion ein: “Zum Hilfeleistungszentrum gibt es sicher noch Diskussionsbedarf.”

Am 27. April 2010 wird das überarbeitete Projekt im Gemeinderat zur Debatte stehen. Geht es nach dem Zeitplan von Bürgermeister Just, werden die ersten Aufträge noch vor der Sommerpause vergeben – bis Ende 2011 soll das neue Gebäude fertiggestellt sein.

Weitere Themen waren der Ausbau der OEG, Taktzeiten, der Ausbau der A5 und die Ortsumgehung. Für Gerhard Kleinböck ist die Tour de “Bürgermeister” eine Orientierungsrundfahrt gewesen, um zu wissen, was wo klemm, brennt oder nur gewünscht wird.

Einen schönen Tag wünscht
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Gabis Kolumne

Wie To-Do-Listen den Alltag organisieren oder auch durcheinander bringen

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Guten Tag!

Heddesheim, 06. April 2010. To-Do-Listen helfen, das Leben zu organisieren. Von wegen, meint Gabi – sie sind mindestens genauso hilfreich, alles mächtig durcheinander zu bringen.

Haben Sie eine To-Do-Liste? Ich habe gleich mehrere und das macht mich manchmal ganz schön fertig.

To-Do oder auch "Tue es!".

Zunächst gibt es da meine persönliche „Räum-den-Schreibtisch-auf-Liste“. Da drauf gehört u. a. Überweisungen tätigen, das Einreichen von Rezepten bei der Kasse, das Abheften meiner Kontoauszüge und Rechnungen, die Kündigung von Abos oder Vereinszugehörigkeiten.

Die Telefonliste ist die schwierigste.

Dann habe ich eine Telefonliste. Wie oft verabschiedet man sich mit den Worten: “Ich ruf-€™ dich dieser Tage an.“ Nur bitte, wann? Vormittags bin ich bei der Arbeit, nachmittags kümmere ich mich um Kinder und Haushalt und bis ich mit allem fertig bin, habe ich weiß Gott keine Lust mehr, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen.

Zumal schon allein die ganzen Geburtstagsanrufe einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine wirklich gute, alte Freundin möchte ich seit drei Monaten anrufen. Und je länger ich warte, umso länger wird auch das Gespräch ausfallen, das aber auch schon nach einem Monat Warterei eigentlich zu lang für meinen Zeitplan ist. Mit der Liste wächst also auch gleichsam mein schlechtes Gewissen.

Ich liebe meine Wäscheliste.

Dann gibt es eine Liste, die sich den hausfraulichen Pflichten widmet. Dazu gehört zum Beispiel ein Stapel mit Kleidungsstücken, die ausgebessert werden müssen. An Hemden fehlen Knöpfe, T-Shirts haben kleine Risse, Futtertaschen haben Löcher-€¦

Diese To-Do-Liste ist die unproblematischste: Dieser Stapel liegt ganz hinten in der Waschküche und ich muss gestehen, zuweilen sind die Kinder aus den Klamotten herausgewachsen, wenn ich mich endlich dazu aufraffen konnte, aktiv zu werden. :-)

Auf dieser Liste finden sich auch die Punkte, die Schubladen im Regal des Abstellraums zu sortieren und die Küchenschränke auszuwischen.

Auf einer weiteren Liste stehen all-€™ die Bücher, die ich noch dringend lesen und die Filme, die ich auf keinen Fall verpassen möchte. Hier vermerke ich auch Theaterstücke und Ausstellungen, die ich im vergangenen Jahr allesamt nicht gesehen habe.

Problem-Liste.

Die Liste „Rund-ums-Haus“ hat außer meinem inneren Schweinehund noch ein weiteres Handicap eingebaut: Hierzu benötige ich meist die Hilfe meines Mannes.

Hier findet man so spannende Aufgaben, wie den Wasserhahn im Garten austauschen, die ausgeschlagenen Kühlschrankscharniere erneuern, Regale anbringen oder den Keller aufzuräumen. Für die Autos habe ich keine Liste: die macht mein Mann.

Denn hat man seine eigenen Verdrängungsstrategien mal überwunden, möchte man gerne Taten folgen lassen. Sprich, man steht am Samstagmorgen bereit und möchte nun umsetzen, was allzu lang aufgeschoben wurde. Doch siehe da, auch mein Herzallerliebster ist ein wahrer Verdrängungskünstler und schiebt, was meiner Meinung nach nicht mehr zu schieben ist.

Und was ist das Resultat? Richtig, es kracht. Mit „du wolltest doch“ und „wir hatten doch ausgemacht“ kommt man schnell ins Fahrwasser sich gegenseitig Versäumnisse der Verpflichtungen zuzuweisen. „Die Katzen hätten schon längst zum Impfen gemusst“, ist da ein gleich großes Vergehen wie „du wolltest doch den Rasenmäher reparieren“.

Und wie aus der Pistole geschossen, werfen wir uns die Listen um die Ohren, die wir jeweils für den anderen erstellt haben. Und die sind ziemlich lange.

Nach einem reinigenden Gewitter und genügend Schmollzeit beginnen wir beide wieder mit dem „Abarbeiten“. Der Rasenmäher wurde repariert und die Katzen geimpft.

Doch kaum ist das eine oder andere von einer Liste gestrichen, wird, wie von Zauberhand, ein neuer Punkt ergänzt.

Und so hangeln wir uns von Liste zu Liste, von Punkt zu Punkt und die Zeit ist immer zu knapp.

Die To-Do-Liste ist die Lösung für die Probleme, die ich ohne sie nicht hätte.

Eine richtige Lösung habe ich dafür noch nicht gefunden.

Als Anregung sagte kürzlich eine Bekannte beim Frühstück, sie habe auf dem “Schwarzen Brett” im Supermarkt gelesen: „Mann für alle möglichen Arbeiten zu vermieten“.

“Das ist doch die Lösung”, sagte und hoffte sie, künftig den samstäglichen Streit mit ihrem Mann zu vermeiden.

Na, ob sie sich da nun mal nicht täuscht.