Guten Tag!
Hirschberg, 06. April 2010. Heute wurde durch die Gemeinde Hirschberg eine Pressemitteilung zum geplanten Seniorenzentrum herausgegeben. Wir dokumentieren den Text.
Wir werden im Laufe des Donnerstags, 08. April 2010 weiter zum Thema berichten. Wie gewohnt hintergründig und analytisch. Außerdem wird es einen Kommentar zum Thema geben.
Aus Sicht der Redaktion ist die Pressemitteilung der Gemeinde nämlich ein Grund zur Recherche: Inhaltlich sind alle Informationen bekannt. Wieso also gibt es diese Pressemitteilung? Welche Notwendigkeit hat sie?
Sofern Sie mithelfen wollen, schreiben Sie gerne an die Redaktion: redaktion (at) hirschbergblog.de
Wir vermuten, dass die Gemeindeverwaltung zur “Beruhigung” der Situation beitragen will – zumindest der Konflikt mit dem TVG hat für “Irritationen” gesorgt.
Redaktion hirschbergblog
Dokumentation der Pressemitteilung der Gemeinde Hirschberg:
“In der Gemeinderatssitzung vom 30. März 2010 hat die Gemeinde Hirschberg den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich der Rosengartenstraße“ (Seniorenzentrum) herbeigeführt.

Das geplante Seniorenzentrum aus der Vogelperspektive. Quelle: Gemeinde Hirschberg
Ferner geht damit der Bebauungsplan, der die baurechtliche Grundlage für die Errichtung des Hirschberger Seniorenzentrums sowie die Kleinkindkrippe bieten wird in der Zeit vom 09. April 2010 bis zum 10. Mai 2010 in die Offenlage, um somit auch die Einwohner/ innen der Gemeinde Hirschberg sowie die Träger öffentlicher Belange an diesem Verfahren zu beteiligen.
Vorgebracht werden können Einwendungen, Anregungen oder auch Wünsche im Hinblick auf den Bebauungsplanentwurf, der in der Gemeinderatssitzung am 27. Juli 2010 voraussichtlich als Satzung verabschiedet werden soll.
Da es sich bei diesem Bebauungsplan um eine Planungsgrundlage handelt, die für viele Einwohnerinnen und Einwohner fast untrennbar mit der parallel verlaufenden Planung für die zu errichtenden Gebäude (Betreutes Wohnen und Pflegeheim) verknüpft erscheint, hat sich der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. März 2010 dazu entschieden auch die aktuelle Planungsvariante der Gebäude (im Vorentwurfsstadium) aus Transparenzgründen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Die Pläne werden daher sowohl über die Homepage der Gemeinde (www.hirschberg-bergstrasse.de), als auch im Rahmen der Offenlage zum o. g. Bebauungsplanverfahren zur Einsichtnahme freigegeben.
Zu sehen sind mehrere Perspektiven.
Inhaltlich gilt es festzuhalten, dass der Investor FWD Hausbau GmbH auf dem zur Bebauung geplanten Gesamtareal 27 Wohnungen für Betreutes Wohnen sowie 48 Pflegeplätze schaffen wird. Das Pflegeheim wird nach seiner Fertigstellung von der Evangelischen Heimstiftung betrieben.
Die ebenfalls im Plangebiet vorgesehene Kleinkindkrippe des Postillion e.V. soll 20 Betreuungsplätze (in insgesamt 2 Gruppen) beinhalten.
Städtebaulich betrachtet soll der Turm als historisches Bauwerk erhalten bleiben. Das Gesamtareal soll fußläufig eine Verbindung zwischen der im Norden liegenden Rosengartenstraße sowie dem im Süden liegenden Riedweg ermöglichen.
Um der logischerweise aus den Vorgaben entstehenden Größe des Gebäudes baulich entgegen zu wirken hat man sich im aktuellen Verfahrensstadium dazu entschieden im Bereich des Betreuten Wohnens (im nord-westlichen Grundstücksteil) mit kleinparzelligen Elementen (Fenstern, Loggien und Balkonen) zu arbeiten. Um zumindest in Ansätzen eine organisch gewachsene Struktur zu erzielen wurde zusätzlich mit zwei „Punkthäusern“ im Bereich des Gartens gearbeitet.
Die Dachneigung im Bereich des Betreuten Wohnens lehnt sich an die Neigungswinkel des bestehenden Turms an.
Beim Gebäude des Pflegeheims (im süd-östlichen Grundstücksteil) versucht der beauftragte Architekt durch eine gegensätzlich zueinander auf- und ablaufende Dachstruktur zu einer Auflockerung beizutragen.
Der diesem Gebäude zuzuordnende Gartenbereich (im Innenhof des „u-förmigen“ Hauses) soll entgegen dem im nördlichen Grundstücksbereich angesiedelten Garten hingegen nur den Bewohnern des Pflegeheims zur Verfügung stehen.
Unter dem Gebäude des Pflegeheims wird eine Tiefgarage liegen, die sowohl einen direkten Zugang in das Haus bzw. auf den Platz ermöglicht.
Hirschberg, den 06. April 2010
gez. Manuel Just
Bürgermeister”
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