Montag, 20. Mai 2013

Dokumentation: Die Debatte um den “Pfenning”-Beschluss

Guten Tag!

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2010. (red) Das hirschbergblog dokumentiert die am 30. MĂ€rz 2010 im Gemeinderat gefĂŒhrte Debatte zur in Heddesheim geplanten “Pfenning”-Ansiedlung.

BĂŒrgermeister Manuel Just sagte, es gehe nicht um eine Verteufelung des Projekts, “bei dem ich aus unserer Sicht aber Probleme sehe. UnabhĂ€ngig davon, dass hier ein volkswirtschaftlicher Nutzen fĂŒr die Region entstehen kann.”

UnabhĂ€ngig davon mĂŒsse man aber sehen, dass “was gut fĂŒr Heddesheim ist, nicht zu Lasten von Hirschberg gehen darf.”

WidersprĂŒchliches Gutachten. Note "ausreichend" fĂŒr den Kreisel am Hirschberger Gewerbegebiet.

In Bezug auf das zweite Verkehrsgutachten, das nach der Eingabe Hirschbergs im Zug der Anhörung der betroffenen Behörden und TrĂ€ger öffentlicher Belange erstellt wurde, sagte Just: “Das Verkehrsgutachten kommt zu dem Schluss, dass der Kreisel am Hirschberger Gewerbegebiet die Stufe D erreichen wird, also den Verkehr noch wird bewĂ€ltigen können. Stufe D heißt ausreichend. In der Schule wĂ€re das keine gute Note, aber ein SchĂŒler wĂ€re damit noch versetzt.”

WidersprĂŒchliche Gutachten

Und weiter: “Ich will nicht dieses Gutachten in Frage stellen. Sehr wohl stellt sich mir aber die Frage, wenn ich den Gesamtkontext betrachte. 1999 hat dasselbe IngenieursbĂŒro, Koehler, Leutwein & Partner im Zuge des Ausbaus unseres Gewerbegebiets ebenfalls ein Gutachten erstellt, dass erhebliche Bedenken wegen des zu erwartenden Verkehrs feststellte. Das war vor zehn Jahren, Mittlerweile gibt es das Gewerbegebiet, man darf annehmen, dass der Verkehr erheblich zugenommen hat und trotzdem kommt das aktuelle Gutachten zu einer Bewertung “ausreichend”.”

Weiter problematisierte BĂŒrgermeister Just einen Bypass zum Kreisel, denn hier mĂŒsse der StraßenbaulasttrĂ€ger bei den Kosten herangezogen werden.

“Das grĂ¶ĂŸte Problem sehe ich bei einer Vereinbarung der Gemeinde Heddesheim mit der Firma Pfenning, keinen Verkehr durch Heddesheim zu leiten”, sagte Just. “Die Frage der QualitĂ€t einer solchen Vereinbarung, die eine reine Selbstverpflichtung darstellt, ist der Frage unterzuordnen, was das fĂŒr Hirschberg bedeutet.”

“Ich hĂ€tte mir eine solche Vereinbarung auch fĂŒr Hirschberg gewĂŒnscht”, sagte Just und bestĂ€tigte damit implizit, dass “Pfenning” im GesprĂ€ch mit Just eine solche abgelehnt hatte. “Eine solche Vereinbarung kann nicht zu Lasten Dritter, also Hirschberg, abgeschlossen werden.”

“Pfenning”-Verkehr wird ĂŒber die B3 fahren.

BĂŒrgermeister Just erlĂ€uterte daraufhin, wie sich die “Pfenning”-Verkehre ihren Weg suchen wĂŒrden, wenn sie nicht durch Heddesheim fĂŒhren. In den meisten FĂ€llen wĂŒrden sie ĂŒber die B3 fĂŒhren, sofern die Autobahn “dicht” wĂ€re.

Selbst wenn es eine solche Vereinbarung mit Hirschberg gĂ€be, sei die B3 die offizielle Umleitungsstrecke bei großem RĂŒckstau auf der A5. Dementsprechend wĂŒrde in einer Extremsituation diese Vereinbarung hinfĂ€llig.

Peter Johe (FW) sagte: “Mich stören zwei Dinge: Es kann nicht sein, dass das Gutachten zur Bewertung “ausreichend” kommt und gleichzeitig einen Bypass empfiehlt und es kann nicht sein, dass durch Heddesheim keine Lkw fahren mit der Konsequenz, dass diese durch Hirschberg fahren. Aus meiner Sicht vertrĂ€gt sich das aktuelle Gutachten nicht mit dem Gutachten von vor zehn Jahren. Der Vertrag zwischen “Pfenning” und Heddesheim muss fallen.”

Dr. Jörg Boulanger (CDU) sagte: “Das aktuelle Gutachten sagt, “kurzfristig ausreichend” und empfiehlt einen Bypass. FĂŒr mich ist das ein Persilschein, der die Aussage des Gutachtens bestĂ€tigen soll.”

JĂŒrgen Steinle (GLH) sagte: “Den volkswirtschaftlichen Nutzen stelle ich grundsĂ€tzlich in Frage. Weiter frage ich mich: Wie wird sicher gestellt, dass kein Pfenning-Verkehr durch Hirschberg fĂ€hrt? Wie ist die “Sicherstellung” definiert? Ermöglicht uns dieser Beschluss, im Rahmen der Offenlage EinwĂ€nde zu formulieren? Was, wenn die Offenlage vorĂŒber ist und es Differenzen zur Frage der Sicherstellung gibt, welche Handlungsmöglichkeiten haben wir dann noch? Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nitzinger hat sich in einer Fernsehsendung eindeutig geĂ€ußert, dass bei einem Stau auf der A5 Pfenning die Lkw ĂŒber die B3 schickt. Damit steht fest, dass der Verkehr durch Hirschberg rollen wird. Ich kann hier keinesfalls zustimmen, bis Fakten geschaffen sind. Die aktuelle Beschlussvorlage sagt nichts aus. Ich lehne den Bebauungsplan ab.”

“Unfreundlicher Akt der Gemeinde Heddesheim.” Horst Metzler

BĂŒrgermeister Just sagte: “Ich kann Ihre Motivation verstehen, aber es nĂŒtzt nichts, den gesamten Bebauungsplan abzulehnen. Das ist Sache von Heddesheim, wir mĂŒssen sehen, dass ein Verkehrsproblem aus unserer Sicht gelöst wird.”

Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: “Wir sollten nicht den Weg wie Heddesheim gehen, sondern einen kooperativen. Die Vereinbarung, keinen Verkehr ĂŒber die Ringstraße und durch den Ort zu schicken ist ein unfreundlicher Akt der Gemeinde Heddesheim gewesen, weil sie sonst keine Mehrheit bei der BĂŒrgerbefragung bekommen hĂ€tte.”

Werner Volk (FW) sagte: “Das ist ein Unding, die tun uns merklich weh mit diesem Vertrag.”

Oliver Reisig (FDP) sagte: “Ich persönlich sehe nur wenige Lkw auf der B3. Es sollte ein Vertrag wie in Heddesheim geschlossen werden. Lkw fahren nur in AusnahmefĂ€llen von der Autobahn.”

“Heddesheim soll Vereinbarung mit Pfenning zurĂŒckziehen.” Peter Johe

Peter Johe (FW) sagte: “Entweder schließt Pfenning auch mit Hirschberg einen solchen Vertrag oder Heddesheim zieht den Vertrag mit Pfenning zurĂŒck.”

Dr. Jörg Boulanger (CDU) sagte: “So formuliert kommt das einer Nötigung gleich. Davon sollten wir absehen.”

Die GLH stellte einen erweiterten Antrag, den Bebauungsplan “Nördlich der Benzstraße” mit entsprechender BegrĂŒndung abzulehnen. Mit 4 Ja- und 14 Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Im Anschluss versuchte BĂŒrgermeister Just aus dem Stand einen neuen Beschlussvorschlag mĂŒndlich zu formulieren, was wegen der KomplexitĂ€t schwierig war. Deswegen wurde die Sitzung fĂŒr fĂŒnf Minuten unterbrochen.

Der Gemeinderat stimmte dem neuen Beschlussvorschlag zu. (Dokumentation: Der “Pfenning”-Beschluss)

Link:
Der Ortsverband BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen hat auf seiner homepage Sonderseiten zum “Pfenning”-Projekt eingerichtet. Hier finden sich alle Gutachten und der Bebauungsplanentwurf und das Verkehrsgutachten.

Service:
Zum Verkehrsgutachten gibt es eine “ergĂ€nzende Stellungnahme”. Wir haben das Dokument in drei Teile gegliedert, um die DateigrĂ¶ĂŸen klein zu halten:
Download Teil 1 Textfassung (500 kb).
Download Teil 2 Grafiken und Tabellen (660 kb).
Download Teil 3 Grafiken und Tabellen (480 kb).

Plan der “Pfenning”-Ansiedlung

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Das hirschbergblog

Dokumentation: Der “Pfenning”-Beschluss

Guten Tag!

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2010. (red) Das hirschbergblog dokumentiert den am 30. MĂ€rz 2010 im Gemeinderat gefassten Beschluss zur in Heddesheim geplanten “Pfenning”-Ansiedlung.

Die Verwaltung legte dem Gemeinderat zunÀchst folgenden Beschlussvorschlag vor:

“Die Gemeinde Hirschberg kann dem Bebauungsplan “Nördlich der Benzstraße” (“Pfenning”, Anm. d. Red.) nur zustimmen, wenn sichergestellt ist, dass zusĂ€tzlicher Schwerlastverkehr durch das Logistikunternehmen in Hirschberg vermieden wird.”

Nach intensiver Debatte versuchte BĂŒrgermeister Just die Argumente “aus dem Stand” in einer neuen Beschlussvorlage zu fassen, was nicht gelang. Daraufhin wurde die Sitzung fĂŒr fĂŒnf Minuten unterbrochen. BĂŒrgermeister und Hauptamtsleiter Ralf GĂ€nshirt berieten sich mit den anderen Verwaltungsangestellten.

Danach wurde der folgende vierteilige Beschlussvorschlag verlesen und vom Gemeinderat einstimmig beschlossen, bis auf Punkt c), bei dem es zwei Enthaltungen gab.

“7. Bebauungsplanverfahren „Nördlich der Benzstraße“ der Gemeinde Heddesheim; Offenlage gem. § 3 II BauGB; Stellungnahme der Gemeinde

Der Gemeinderat beschloss folgende Stellungnahme:

a) Der Straßenabschnitt zwischen der Ausfahrt Hirschberg BAB 5 ( Nr. 34) und dem Kreisverkehr an der Anschlussstelle L 541 zur BAB 5 (Nr. 34) ist so auszugestalten dass nachhaltig das entstehende Verkehrsaufkommen bedient werden kann.
b) FĂŒr den Fall einer Kostenentstehung bei den Gemeinden, sind diese verursachergerecht unter diesen aufzuteilen.
c) Auf die Gemeinde Hirschberg darf kein zusÀtzlicher Schwerlastverkehr durch die Ansiedlung der Firma Pfenning in Heddesheim zukommen (mit Ausnahme des zwingend die Umleitungsstrecke in Anspruch nehmenden).
d) Dies kann sichergestellt werden durch eine Vereinbarung (öffentlich-rechtlicher Vertrag) zwischen der Gemeinde Hirschberg und der Firma Pfenning (analog zu der Vereinbarung zwischen der Firma Pfenning und der Gemeinde Heddesheim).”

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“Pfenning” lehnt “Verkehrslenkung” fĂŒr Hirschberg ab

Guten Tag!

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2010. (red) Nach Informationen des hirschbergblogs will die Unternehmensgruppe “Pfenning” im Falle eines Staus ihre Lkw ĂŒber die B3 als Ausweichstrecke fahren lassen.

Die Unternehmensgruppe “Pfenning” ist nach Informationen des hirschbergblogs nicht bereit, einen “Verkehrslenkungsvertrag” mit Hirschberg abzuschließen.

Mit der Gemeinde Heddesheim hat “Pfenning” einen solchen Vertrag geschlossen. Es handelt sich dabei um eine “Selbstverpflichtung” des Unternehmens, keine Lkw “durch den Ort fahren zu lassen”.

Der Vertrag ist ein juristisches “Novum”, sprich, es gibt in Deutschland keinerlei VertrĂ€ge Ă€hnlicher Art.

Die Gemeinde Hirschberg wurde im Bebauungsplanverfahren um die in Heddesheim geplante “Pfenning”-Ansiedlung als “TrĂ€ger öffentlicher Belange” um Stellungnahme gebeten.

Die Gemeinde Hirschberg hatte sich in der Sitzung des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt (ATU) am 12. Januar 2010 mit dem “Bebauungsplan Gewerbegebiet Nördlich der Benzstraße in Heddesheim” befasst und kam zu dem Ergebnis, dass “die Gemeinde Hirschberg dem Bebauungsplan nur zustimmen kann, wenn sichergestellt ist, dass der Kreisverkehr (Gewerbegebiet Hirschberg, Anm. d. Red.) die zu erwartenden zusĂ€tzlichen Verkehrsbelastungen mit aufnehmen kann.”

Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, “mit dem Logistikunternehmen eine Vereinbarung zu treffen, dass Schwerlastverkehr in Hirschberg vermieden wird.”

DarĂŒber wurde in den Medien berichtet.

Auf Nachfrage des hirschbergblogs hat BĂŒrgermeister Manuel Just bestĂ€tigt, dass von Seiten “Pfenning” keine Initiative erfolgte. Also hat sich BĂŒrgermeister Just mit dem Unternehmen in Verbindung gesetzt und einen Termin vereinbart.

“Pfenning” war nicht bereit, einen “Verkehrslenkungsvertrag” fĂŒr Hirschberg abzuschließen.

Dieser Punkt und weitere Aspekte der geplanten Unternehmensansiedlung wurde im Hirschberger Gemeinderat am 30. MĂ€rz 2010 verhandelt.

Anmerkung der Redaktion: Wir werden dazu weiter berichten und bitten um Aufmerksamkeit.

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Seniorenzentrum nach langer Debatte einen formalen Schritt weiter

Guten Tag!

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2010. (red) Die Mehrheit des Gemeinderats hat dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zum Seniorenzentrum und einem Offenlagebeschluss zugestimmt.

Die "+"-Zeichen zeigen den definitiven Umriss des geplanten Seniorenzentrums "SĂŒdlich der Rosengartenstraße". Quelle: Gemeinde Hirschberg

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 30. MĂ€rz 2010 den Aufstellungsbeschluss und die Offenlage des Bebauungsplans im “vereinfachten Verfahren” nach einer langen Debatte beschlossen.

Der “Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans “SĂŒdlich der Rosengartenstraße” im beschleunigten Verfahren nach §13a BauGB” wurde mit 14 Ja- und 4 Nein-Stimmen der GLH beschlossen.

Die “Unterpunkte”, Billigung der “Entwurfsfassung vom 25. MĂ€rz 2010, deren textliche Festsetzung sowie BegrĂŒndung” sowie der “Entwurf der örtlichen Bauvorschriften” wurden jeweils mit 14 Ja-Stimmen zu 3 Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Die Beteiligung der “betroffenen Behörden und TrĂ€ger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit im Rahmen der Offenlage gemĂ€ĂŸ §4 Abs.2 und §3 Abs. 2 BauGB” wurde mit 16 zu 2 Stimmen beschlossen.

Die Bekanntgabe des Bebauungsplans fĂŒr das geplante Seniorenzentrum wird auf den 1. April fallen. BĂŒrgermeister Just sagte: “Das ist kein Scherz.”

Veröffentlicht wird der Bebauungsplan ab dem 09. April bis zum 10. Mai 2010.

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Anmerkung der Redaktion: Wir werden dazu weiter berichten und bitten um Aufmerksamkeit.

Kinderkrippenbetreiber Postillon erhÀlt Zuschlag

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Guten Tag!

Hirschberg, 30. MĂ€rz 2010. (red) Die geplante Kleinkindkrippe gegenĂŒber des geplanten Seniorenzentrums im Ortsteil Großsachsen ist dem Verein Postillon zugeschlagen worden – ein zweiter Bewerber hatte sein Angebot zurĂŒckgezogen.

BĂŒrgermeister Manuel Just erlĂ€uterte vor der Beschlussfassung noch HintergrĂŒnde: Zwei “freie TrĂ€ger” bewarben sich um den Betrieb einer geplanten Kleinkindkrippe fĂŒr bis zu 20 Kinder gegenĂŒber dem geplanten Seniorenzentrum.

Beide Auftritte seien seriös, die Unterschiede bei den Baukosten seien “marginal gewesen”, sagte Just: Ein Betreiber hatte 530.000 Euro veranschlagt, der andere 520.000 Euro: “Mit Blick auf die Abschreibungen fĂ€llt der Unterschied nicht ins Gewicht. Entscheidend waren die Personalkosten”, sagte Just.

Beide “freien TrĂ€ger” wurden aufgefordert, nochmals eine detaillierte Kostenkalkulation vorzulegen, da hier zunĂ€chst “erhebliche Unterschiede” bestanden hĂ€tten.

Daraufhin habe einer der Bewerber das Angebot zurĂŒckgezogen. BĂŒrgermeister Just empfahl deshalb, Postillon den Zuschlag zu geben.

“Klientel” vs. “Alleinerziehende als Maß der Dinge”

Monika Maul-Vogt (GLH) sagte in der Aussprache: “Das ist ein bedauerlicher Verlauf. Uns kommt es auf die QualitĂ€t, die Öffnungszeiten, die Höhe der BeitrĂ€ge und eine Sozialstaffelung an. Beim Angebot von Postillon gefĂ€llt uns nicht, dass hier nur eine Betreuung von 07:00-17:00 Uhr angeboten wird. Das kommt vielen Arbeitszeiten nicht entgegen, außerdem sind die Kosten von 453 Euro fĂŒr die Betreuung plus 50 Euro, also 503 Euro sehr hoch. Schaffen wir hier KitaplĂ€tze fĂŒr eine bestimmte Klientel?”

Als ErlĂ€uterung rechnete sie das Gehalt einer alleinerziehenden Frisörin von höchstens 1.700 Euro brutto vor, der 1.200 Euro netto blieben. Nach Abzug von 500 Euro blieben 700 Euro fĂŒr Miete und die LebensfĂŒhrung.

In der anschließenden Debatte sagte BĂŒrgermeister Just, dass ihm BeitrĂ€ge deutlich unter 400 Euro auch lieber seien, aber durch niedrigere BeitrĂ€ge auch die QualitĂ€t schlechter wĂŒrde. Monika Maul-Vogt merkte an, dass sie weiterhin bemĂ€ngele, dass es keine Kontrolle ĂŒber die tatsĂ€chlichen Kosten gebe, sie aber erkennen könne, dass hier jede Menge “Verwaltungspersonal” mitbezahlt werde. Just versicherte, dass der Gemeinderat darĂŒber beraten werde.

Matthias Dallinger (CDU) sagte: “Wir schaffen hier ein Angebot, fĂŒr das eine Nachfrage da ist.” Er betonte die “glaubhafte PrĂ€sentation” durch Postillion.

Eva-Marie Pefferle (SPD) sagte: “Auch mir sind wie Frau Maul-Vogt die hohen Personalkosten ins Auge gefallen. Das sollte nicht aus dem Ruder laufen. Ich hĂ€tte mir sehr gewĂŒnscht, dass das kostengĂŒnstiger ist. Aber die Kommunen können halt nicht anders, als die vorgegebene Politik umzusetzen.”

Harmut Kowalinski (FDP) sagte: “Die Gemeinde will jetzt hier einen Knopf dran machen. Uns war es wichtig statt drei nur zwei Gruppen zuzulassen, um der Vielfalt Raum zu lassen. Kostenlos ist das nicht zu machen. Alleinerziehende können nicht das Maß der Dinge sein.”

Fitz Bletzer (FW) sagte: “Der Markt wird es richten. Wenn das Haus nicht voll wird, gehen die mit dem Preis runter. Außerdem gibt es die Möglichkeit, auf weitere TagesmĂŒtter zurĂŒckzugreifen.”

Der Beschluss wurde mit 15 Ja-Stimmen zu 3 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen gefasst.

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Kommandanten bestÀtigt

Guten Tag!

Hirschberg, 30. MÀrz 2010. (red) Der Gemeinderat hat einstimmig die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Leutershausen bestÀtigt.

In der Gemeinderratssitzung vom 30. MÀrz 2010 wurde die Wahl von Tobias Rell als 1. Kommandant und Gilles Senez als 2. Kommandant einstimmig bestÀtigt.

Die Wahl hatte am 19. Februar 2010 bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr stattgefunden. Dabei wurden die Kommandanten fĂŒr die kommenden fĂŒnf Jahre wiedergewĂ€hlt.

Alle Fraktionen Ă€ußerten sich sehr zufrieden mit der Arbeit der beiden Kommandanten. BĂŒrgermeister Just wird die Kommandanten in den nĂ€chsten Tagen fĂŒr die kommende Amtszeit bestellen.

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Gabis Kolumne

Das Kreuz mit der (gesunden) ErnÀhrung

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Guten Tag!

Hirschberg, 29. MĂ€rz 2010. Mit dem Essen ist das so eine Sache – was schmeckt, ist meistens nicht gesund. Und obwohl es DiĂ€ten an jeder Ecke gibt, gab es noch nie so viele Essgestörte, Übergewichtige und FalschernĂ€hrte, meint Gabi.

Dieser Tage hat im Radio ein Komedian ĂŒber die guten alten Zeiten berichtet, als es bei der Oma noch den fetten Schweinebraten gab, die Torte mit guter Butter gebacken wurde und die Sahne im Kaffee alles andere als „light“ war.

Können Sie sich auch noch dran erinnern?

Gesundes Essen vs. leckeres Essen.

Heute haben wir die ErnĂ€hrungsberatung. Die fĂ€ngt im Kindergarten, nein, eigentlich schon frĂŒher, in der Schwangerschaft an. Unsere Kinder und natĂŒrlich auch wir Eltern lernen von ErnĂ€hrungswissenschaftlern, wie ein gesundes FrĂŒhstĂŒck auszusehen hat: Körnerbrot, Salatblatt, eventuell Gurke und dann gesunde Wurst oder KĂ€se.

Ein No-Go, und da werden Sie mir sicher Recht geben, ist ein Toastbrot mit Nutella oder eine Dampfnudel.

Dummerweise, essen das die meisten Kinder aber richtig gerne. ZusĂ€tzlich wurde uns im Fernsehen von Boris Becker erklĂ€rt, und der war immerhin jahrelang die Nummer Eins auf der Tennisweltrangliste, dass der Schoko-Nuss-Brotaufstrich gesund ist und man bei regelmĂ€ĂŸigem Verzehr damit ganz nach oben kommt.

NatĂŒrlich wissen wir alle, dass man nicht alles glauben darf, was im Fernsehen kommt. Denn es steckt weder in der Milchschnitte die Extraportion Milch, noch in den Fruchtgummis die wichtigen Vitamine – blöd nur, dass diese Dinge unseren Kindern schmecken.

Freude am Essen ist toll – viele haben keine.

Kommen wir jetzt noch mal zurĂŒck zur ErnĂ€hrungsberatung. Nach dieser jahrelangen Beschulung mĂŒsste sich doch der Erfolg zeigen. Doch das Gegenteil ist der Fall, noch nie gab es so viele ĂŒbergewichtige Kinder, noch nie gab es so viele junge Menschen mit Essstörungen.

Meine Kinder bringen regelmĂ€ĂŸig Freunde mit zum Essen. Und das finde ich auch ganz toll.

Dummerweise haben die meisten so ihre Essmacken. Der eine Freund meines Sohnes ist nichts aus Hackfleisch. Der andere ist spezieller, vom HĂŒhnchen ist er nur die BrĂŒste, im Salat mag er keine Zwiebeln, er ist Hackfleisch, aber nicht in der Soße, er ist keinen Fisch, kein Lamm und nur bestimmtes GemĂŒse.

Eine Freundin meines Sohnes ist Vegetarierin. Eine Freundin meiner Tochter isst nur getrennt Gerichte. Also niemals einen Auflauf, kein Fleisch mit Soße, kein gemischtes GemĂŒse. Eine andere isst nichts Überbackenes.

Diese Liste ist noch beliebig erweiterbar.

FĂŒr viele Kinder zu Kochen ist fast nicht mehr möglich.

Kommen gleichzeitig mehrere Freunde, ist das Unternehmen „Kochen“ fast ein Ding des Unmöglichen. Und in solchen Momenten bedauere ich aufrichtig, dass der Spruch „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“, in heutiger Zeit keine Bedeutung mehr hat.

Möchte ich es mir einfach machen, gibt es Pizza – die isst komischerweise auch das MĂ€dchen, das Lebensmittel ansonsten nur getrennt zu sich nimmt, ebenso wie die, die nichts Überbackenes mag – oder FischstĂ€bchen – die von dem nicht Fisch essenden Freund meines Sohnes immer begeistert begrĂŒĂŸt werden – oder Chicken Nuggets.

Als aufgeklĂ€rte Mutter weiß ich, dass die Gemeinsamkeit dieser Gerichte ist: Sie sind NICHT gesund!

In der Schule meiner Kinder sorgt ein Caterer fĂŒr ausgewogene ErnĂ€hrung. Doch kaum dĂŒrfen die Kinder das SchulgelĂ€nde verlassen, rennen sie zu McDonald, zur Dönerbude oder zu Subway.

Ist das nun der Erfolg der ErnÀhrungsberatung?

Jetzt mal einen Blick weg von unseren Kindern, betrachten wir uns.

SĂŒndige Gedanken vs. Vernunft.

Ich esse gerne ein gesundes Körnerbrötchen zum FrĂŒhstĂŒck, aber ich liebe es, ein duftendes, warmes Croissant mit „guter“ Butter und Marmelade zu bestreichen.

Obstsalat zum Nachtisch ist echt lecker, aber fĂŒr Pannacotta oder CrÚme Brulée könnte ich sterben.

Kartoffelknödel mit geschmolzener Butter zu einem Sauerbraten mit cremiger Soße, Spaghetti mit KĂ€se-Sahne-Soße, SpĂ€tzle mit Apfelmus, panierte Wiener Schnitzel mit Pommes, Bratkartoffeln mit gebackenem Fisch, Spargel mit Sauce Bernaise, WĂŒrstchen mit Kartoffelsalat – vielleicht ist ja auch ein Gericht dabei, wo Ihnen das Wasser im Munde zusammenlĂ€uft.

Und das passiert sicher nicht bei dem Gedanken an GrĂŒnkernbratling, gedĂŒnstetem Fisch oder GemĂŒse.

Ich weiß, was gesund ist und ich weiß, was mir schmeckt und viele gesunde Gerichte esse ich richtig gerne. Aber bei den ungesunden, habe ich sĂŒndige Gedanken. Wie das ja so immer ist, mit dem UnvernĂŒnftigen und Verbotenen. Es tut meistens nicht gut, aber man kann nicht widerstehen.

Probieren statt diskutieren.

Und damit sind wir beim Maß angelangt. Ich versuche mich und meine Lieben gesund und vernĂŒnftig zu ernĂ€hren. Aber so, wie ich mir ab und an ein zweites Glas Wein erlaube und zeitweise auch beim Essen ĂŒber die StrĂ€nge schlage, gestehe ich das auch meinen Kindern zu.

Ich gebe schon mal das Nutellatoast oder den Schokoriegel mit in die Schule oder gehe mit ihnen Junk Food essen, dafĂŒr mĂŒssen sie aber im Gegenzug auch GemĂŒse, Körnerbrot und Co. akzeptieren.

Nach dem Motto: „PROBIERT wird alles, was auf den Tisch kommt“.

Der Gemeinderat wird “ĂŒberrollt” – Frohe Ostern

Guten Tag!

Hirschberg, 27. MĂ€rz 2010. Der Gemeinderat hat in der kommenden Sitzung vom Dienstag einen Tagesordnungspunkt auf der Liste, zu dem er nicht kompetent entscheiden kann – außer er hat schon oder liest noch einige von 257 Artikeln zum Thema “Pfenning”.

Kommentar: Hardy Prothmann

Was in der Sitzungsvorlage unter Tagesordnungspunkt (TOP) 7 “Bebauungsplanverfahren “Nördlich der Benzstraße” der Gemeinde Heddesheim” aufgefĂŒhrt ist, heißt in Heddesheim schon lange “Pfenning“.

Es geht um die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrums im Heddesheimer Gewerbegebiet auf 200.000 Quadratmeter FlÀche mit bis zu 800 Lkw-Fahrten am Tag oder wahrscheinlich auch mehr.

In Heddesheim wurde und wird ĂŒber die geplante Ansiedlung ein heftiger Streit gefĂŒhrt, der bei der Kommunalwahl zum Verlust von zwei Sitzen bei der CDU und je einem Sitz bei SPD und FDP gefĂŒhrt hat.

UnabhĂ€ngig von der Sitzverteilung waren die Stimmverluste vor allem bei der CDU dramatisch. BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen haben drei Sitze oder 100 Prozent gewonnen.

Geplante Pfenning-Ansiedlung: 800 Lkw-Fahrten und mehr. Quelle: Pfenning

Seit die geplante Ansiedlung in Heddesheim bekannt ist, gibt es Streit im Dorf. Die politische, öffentliche, kulturelle und auch private AtmosphĂ€re im Ort wird durch die unterschiedlichen Positionen zum Thema “Pfenning” geprĂ€gt.

Es gab Morddrohungen gegen “Pfenning”-Gegner und konkrete AnschlĂ€ge. Es gab körperliche Übergriffe.

Seit “Pfenning” in Heddesheim Thema ist, steht jede andere “Politik” dahinter zurĂŒck.

Am 12. Januar 2010 wurde erstmals nicht-öffentlich im Hirschberger Gemeinderat ĂŒber “Pfenning” verhandelt. Vor allem unter dem Aspekt des “drohenden” Verkehrs.

Der Hirschberger Gemeinderat tut gut daran, sich sehr genau damit zu beschĂ€ftigen. Denn der Verkehr ist das Top-Thema in Heddesheim, nachdem versprochene ArbeitsplĂ€tze (auch fĂŒr Hirschberger) und in “Aussicht gestellte” Gewerbesteuer (nicht fĂŒr Hirschberg) kein Thema mehr sind, aber der Verkehr (vor allem) Hirschberg treffen könnte. Und der Verkehr und die B3 sind in Hirschberg ein Top-Thema.

In Heddesheim wird die Öffentlichkeit der BĂŒrgerInnen seit Mai 2009 durch die Berichterstattung des heddesheimblogs auf dem “Laufenden” gehalten, da der Mannheimer Morgen seiner “Sorgfaltsplicht” ĂŒberhaupt nicht nachgekommen ist.

Um eine kritische Haltung in Sachen “Pfenning” sind derzeit in Heddesheim nur der Ortsverband BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen bemĂŒht, sowie der BUND und die “IG neinzupfenning”. “BemĂŒht” heißt – es gibt zulĂ€ssige und unzulĂ€ssige Kritik, aber wenigstens eine Auseinandersetzung in und mit der Sache, die von CDU, SPD und FDP nicht wahrgenommen wird.

Konkret: Eine kritische oder zumindest “gestalterische” Haltung fehlt den OrtsverbĂ€nden der CDU, SPD und FDP vollstĂ€ndig.

Auf Druck von GrĂŒnen, “IG” und BUND hat sich “Pfenning” im September 2009 einer “Selbstverpflichtung” “unterworfen”: Einem “Verkehrslenkungsvertrag”, der “zusichert” keinen Verkehr ĂŒber 18 Tonnen durch Heddesheim zu leiten – sonst drohe eine Vertragsstrafe von 20 Euro pro Verstoß. “Ermittelt” wird der Verstoß, indem BĂŒrgerInnen sich das Nummernsschild und die Uhrzeit notieren mĂŒssen und dies der Gemeinde oder “Pfenning” melden. Die ÜberprĂŒfung nimmt… “Pfenning” vor.

Die Verwaltung der Gemeinde Hirschberg sieht diesen “Verkehrslenkungsvertrag” kritisch und tut gut daran. Denn er ist ohne Beispiel in Deutschland. Und damit stellt sich die Frage, ob er “juristisch wasserdicht” ist.

Und: Sollte “Pfenning” wider Erwarten sich bei Stau auf der A5 daran halten und nicht durch Heddesheim fahren, bleibt nur die B3 durch Hirschberg.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung jedoch ist ein faules Ei: Danach stimmt der Gemeinderat dem “Bebauungsplan Nördlich der Benzstraße” zu, “wenn sichergestellt ist, dass zusĂ€tzlicher Schwerlastverkehr durch das Logistikunternehmen in Hirschberg vermieden wird”.

Wie geht das? ZunĂ€chst die “Durchsetzbarkeit (des Verkehrslenkungsvertrags, Anm. d. Red.) in Frage zu stellen” und dann von “Sicherstellen” zu sprechen?

Der Hirschberger Gemeinderat hat ĂŒbers Wochenende viel zu tun – wenn nicht, wird er am Dienstag von einem “schwammigen” Beschlussvorschlag erst ĂŒber den Tisch gezogen und dann werden die BĂŒrgerInnen durch die Konsequenzen ĂŒberrollt werden – sofern dem Beschlussvorschlag in dieser Form zugestimmt wird.

Frohe Ostern!

Info:
Das heddesheimblog hat intensiv zum Thema bericht. Alle Text zu “Pfenning.

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog und ist ehrenamtlicher sowie fraktions- und parteifreier Gemeinderat in Heddesheim.

“Pfenning” wird Thema im Gemeinderat

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Guten Tag!

Hirschberg, 27. MĂ€rz 2010. Am kommenden Dienstag wird “Pfenning” zum ersten Mal öffentlich ein Thema im Gemeinderat. Die Verwaltung stellt einen Antrag, der zusĂ€tzlichen Verkehr “vermeiden” soll.

Tagesordnungspunkt 7 der kommenden Gemeinderatssitzung am 30. MĂ€rz 2010 behandelt das “Bebauungsplanverfahren “Nördlich der Benzstraße” der Gemeinde Heddesheim; Offenlage gem. § 3 II BauGB; Stellungnahme der Gemeinde” wie es in der Vorlage heißt.

Konkret geht es um ein Bauvorhaben der Phoenix 2010 GbR. Hinter der Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts (GbR) stehen zwei Personen: Karl-Martin Pfenning und Johann Georg Adler.

Pfenning ist in der Transportbranche tÀtig, Adler in der Immobilienbranche.

Diese zwei Personen planen nach eigener Aussage ein 100-Millionen-Euro-Investment auf Heddesheimer Gemarkung.

Im Gebiet “Nördlich der Benzstraße” wollen die beiden Investoren ein Logistikzentrum errichten.

Offiziell bekannt ist das Projekt unter “Pfenning”.

Einer der Mieter soll die Firma “pfenning logistics GmbH” werden, die Teil der KMP-Holding GmbH ist. KMP steht fĂŒr Karl-Martin Pfenning. Wie viele und welche anderen Mieter vorgesehen sind – darĂŒber gibt es keinerlei Informationen.

Geplant ist die Bebauung auf 200.000 Quadratmeter. Nach Angaben des Unternehmens kann dadurch ein Verkehr von bis zu 800 Lkw-Fahrten pro Tag in Spitzenzeiten entstehen. An “normalen” Tagen seien es nur 400 Fahrten.

Der Verkehr soll ĂŒber den “Hirschberger Kreisel” im Gewerbegebiet abgewickelt werden.

Das Gutachten der durch die Gemeinde Heddesheim beauftragten Firma Koehler, Leutwein und Partner GbR sagt, dass der Verkehr “noch” in der Lage sei, ĂŒber den Kreisel “aufgenommen” zu werden, empfiehlt aber einen “Bypass”.

In Heddesheim wurde in der politischen Debatte seit April 2009 eine enorme Zunahme des Verkehrs befĂŒrchtet. Das Unternehmen “Pfenning” hat daraufhin im SpĂ€tsommer einen so genannten “Verkehrslenkungsvertrag” unterzeichnet.

Dieser sieht vor, dass kein Lkw-Verkehr ĂŒber 18-Tonnen durch den Ort fĂ€hrt. Falls doch, kann eine “Anzeige” erfolgen und es wird eine Strafe von 20 Euro fĂ€llig – nach einer Kontrolle bei “Pfenning”, ob der Verkehr auch bei “Pfenning” angefallen sei. Kontrollinstanz ist “Pfenning”. Anzeigen mĂŒssen durch Angabe des Nummernschilds bei Pfenning oder der Gemeinde Heddesheim erfolgen.

Die Verwaltung der Gemeinde Hirschberg stellt die “Durchsetzbarkeit jedoch in Frage”, weil es sich um eine “Selbstreglementierung des Unternehmens” handle. Die Mehrheit des Gemeinderats in Heddesheim ist von Befolgung dieser “Selbstreglementierung” ĂŒberzeugt und hat den “Verkehrslenkungsvertrag” beschlossen.

Die Verwaltung der Gemeinde Hirschberg stellt den Beschlussantrag, dass dem Bebauungsplan “Nördlich der Benzstraße” nur zugestimmt werden kann, wenn sichergestellt ist, dass “zusĂ€tzlicher Schwerlastverkehr durch das Logistikunternehmen in Hirschberg vermieden wird”.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Rudi FrĂ¶ĂŸinger im GesprĂ€ch

Guten Tag!

Hirschberg, 25. MĂ€rz 2010. Rudi FrĂ¶ĂŸinger gehört zur Hirschberger “Prominenz” – er ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Gemeinde. 30 Jahre lang stand er dem TVG vor – seine Persönlichkeit wurde durch den 2. Weltkrieg und das Ausland geprĂ€gt.

Hinweis der Redaktion, 11. April 2012: Der Artikel ĂŒber den öffentlichen Auftritt von Herrn FrĂ¶ĂŸinger im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Hirschberger LebenslĂ€ufe” wurde durch uns auf Wunsch von Herrn FrĂ¶ĂŸinger gelöscht. Herr FrĂ¶ĂŸinger hat dafĂŒr “persönliche GrĂŒnde” vorgebracht. Der Text dokumentierte das GesprĂ€ch zu Lebensstationen von Herrn FrĂ¶ĂŸinger. Inhaltlich gab es keine Beanstandungen. Wir haben nach interner Debatte entschieden, diesem Wunsch ausnahmsweise nachzukommen.

Hardy Prothmann
Redaktion Hirschbergblog.de

Serie: Salvatore (20 Jahre) hat ein Problem

Guten Tag!

Hirschberg, 25. MĂ€rz 2010. SexualitĂ€t ist immer noch fĂŒr viele Menschen ein großer Mythos, schreibt unsere Autorin Antonia Scheib-Berten. Gerade junge MĂ€nner lassen sich oft unter Druck setzen – unnötigerweise.

Von Antonia Scheib-Berten

Salva*, wie er von seinen Freunden, deutschen und italienischen, genannt wird, wurde in Mannheim geboren. Er fĂŒhlt sich als deutscher Italiener.

Nach der mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Salva wohnt noch bei seinen Eltern, teilt sich mit seinem zwei Jahre jĂŒngeren Bruder ein Zimmer.

„Das ist ĂŒberhaupt kein Problem. Wir arbeiten beide Schicht. Oft sehe ich Marco tagelang nicht,“ meint er. Und „Ich werde erst dann ausziehen, wenn ich eine Freundin habe, mit der ich dann zusammenziehen kann.“

Ejaculatio Praecox

Salva fÀhrt einen Golf GTI und hat ein Problem.

Der erste Kontakt mit Salva fand ĂŒber den Anrufbeantworter statt. Eine junge MĂ€nnerstimme sprach etwas unsicher „Guten Tag, hier spricht Herr G. Ich brauche bei ihnen einen Termin fĂŒr eine Beratung. Sie können mich auch unter Handy zurĂŒckrufen…“

Beim Anruf der Beraterin kam er nach einigem Zögern auf sein Problem zu sprechen. „Ich habe einen vorzeitigen Samenerguß. Können sie mir da helfen?“
Die Diagnose Ejaculatio Praecox hatte er, wie sich auf RĂŒckfrage ergab, selbst gestellt. Wir vereinbarten einen Termin.

Ja, er war schon beim Urologen, hatte sich untersuchen lassen. Organisch sei alles bei ihm in Ordnung, berichtete der smart aussehende junge Mann, der mir einige Tage spĂ€ter gegenĂŒber saß.

Seiner Mutter habe er auch schon von seinem Problem erzÀhlt, sonst noch niemandem.

Große Ängste, allein zu bleiben.

Derzeit habe er keine Freundin, leider. Als eine seiner drei grĂ¶ĂŸten Ängste nennt er „die Angst alleine zu bleiben, keine Frau zu finden“. Was war passiert?

Salva hatte “versagt”.

„Bei Steffi kam ich schon, als ich sie nur nackt sah. Sie tröstete mich und zog sich wieder an. Das wars dann.“

Salva war damals 18. Mit 20 lernte er Nicole kennen. Sie war 17 und Jungfrau.

„Ich war total unter Druck, ob ich wieder “nicht kann”. Sie ĂŒberließ mir alles, dachte ich hĂ€tte Erfahrung. Ja, die hatte ich: Erfahrung, aber schlechte,“ sinniert er voller Selbstzweifel.

„NatĂŒrlich ging es wieder schief. Ich fĂŒhlte mich beschissen. Wir haben es danach nicht mehr probiert. Kurze Zeit spĂ€ter machte sie mit mir Schluss. Seitdem habe ich Angst. Ich traue mich gar nicht mehr, mit einem MĂ€dchen nĂ€her in Kontakt zu kommen.“

Einmal versagt – immer Versager?

Verzweifeltes Macho-Image.

Die Zweifel an seiner mĂ€nnlichen Potenz konnte Salva schnell genommen werden. Er berichtete von spontanen Erektionen, von regelmĂ€ĂŸiger Masturbation.

„Wenn ich alleine bin, dann ist das alles ganz locker. Zwar geht es auch da ziemlich schnell, aber das ist ja auch okay. Nicht, dass sie denken, ich sei verklemmt. Sex ist toll“, meint Salva und hĂ€lt damit sein Macho-Image verzweifelt aufrecht.

Auf meine Frage, was denn typisch mĂ€nnlich sei, antwortet er: „Versuchen, das starke Geschlecht darzustellen. Ein Auto haben. Viel Geld haben. In jungen Jahren das Leben auskosten.“ Und: „Jeder junge Mann will eine Familie, Kinder, ein Haus. Manche wollen dies frĂŒher, manche spĂ€ter.“ Als typisch weiblich bezeichnet er: “Leicht Ziele aufgeben. Freundlich sein. Treu sein. Familienwunsch.“

Salva hat Angst; Angst wieder zu versagen. Er setzt sich unter einen enormen Druck, berichtet, dass er sich und seine Erregung stÀndig beobachtet.

MĂ€nner – das starke Geschlecht?

Sex ist toll. MĂ€nner sind allzeit bereit und immer potent. MĂ€nner sind das starke Geschlecht – fĂŒr Salva nur auf Video. „Ich als Italiener und “keine Amore”? Und meine Ehre?“

Ja, hier geht es um mehr, als nur ein gestörtes sexuelles Erlebnis. FĂŒr Salva ist sein „Versagen“ eine Tragödie, es geht um seine IdentitĂ€t als Mann.

Doch hat er ĂŒberhaupt versagt? War es nicht eher so, dass er durch Stress, Unkenntnis, Unsicherheit und dem hohen MĂ€nnlichkeits-Anspruch an sich selbst unter Druck stand und sein Körper recht gesund reagierte, nĂ€mlich diesen Druck abbaute?

„Der Mann ist natĂŒrlich dafĂŒr verantwortlich, dass die Frau einen Orgasmus bekommt.“, verkĂŒndet er. „Wie Ă€ußert sich der Orgasmus einer Frau ĂŒberhaupt? Woran spĂŒre ich, dass sie einen Orgasmus hat?“ fragt er etwas kleinlaut hinterher.

„Muss ich direkt nach dem Geschlechtsverkehr und dem Abziehen des PrĂ€servativs mein Glied waschen? Das ist bei uns daheim so kompliziert, weil ich ĂŒber den Flur muss und da sind ja auch noch meine Eltern,“ erzĂ€hlt er.

Gut, er benutzt Kondome. Ich lobe ihn und relativiere seinen Reinlichkeitssinn.

MÀnnliche IdentitÀt bei jungen Migranten
dritter Generation und sexuelle Dysfunktionen.

Gerade junge Migranten und auch ihre deutschen Altersgenossen mit geringem Bildungsniveau definieren sich ĂŒber Zilbergelds „Mythen der MĂ€nner“ (Zilbergeld, 1994).

Solche Thesen wie: „Beim Sex zeigt ein wirklicher Mann was er kann“, „Beim Sex geht es um einen steifen Penis und was mit ihm gemacht wird“ und „Ein Mann muss seine Partnerin ein Erdbeben erleben lassen“, setzen gerade junge MĂ€nner enorm unter Druck und bilden einen guten NĂ€hrboden fĂŒr psychisch verursache, sexuelle Dysfunktionen.

„Die Mythen lassen immer große Ängste … aufkommen. Sie tragen dazu bei, daß sexuelle Probleme ĂŒberhaupt erst entstehen … und stehen ganz allgemein … einfach gutem Sex im Wege“, meint Zilbergeld.

Im Kreise der Gleichaltrigen wird ĂŒber SchwĂ€che, Versagen oder Probleme nicht gesprochen – der junge Mann steht mit dem RĂŒcken zur Wand. Es geht um seine MĂ€nnlichkeit, es geht um seine Ehre.

Ein FĂŒnftel der deutschen MĂ€nner
leidet unter “SchnellschĂŒssen”.

Salva, der deutsche Italiener aus unserem Beispiel, fand den Weg zur herzwerkstatt. Er erfuhr, dass etwa ein FĂŒnftel der deutschen MĂ€nner unter „ungewollten SchnellschĂŒssen“ leidet.

Er lernte, dass befriedigende SexualitÀt nicht nur GenitalitÀt ist, sondern viel mehr.

Salva weiß heute, dass ZĂ€rtlichkeit, VerstĂ€ndnis und NĂ€he von Frauen weitaus mehr geschĂ€tzt und gewĂŒnscht werden als „stundenlanges Rammeln“.

Er fand im Laufe der Beratungen heraus, dass er ein liebenswerter und begehrenswerter Mann sein kann, auch wenn er nicht immer alles besser kann und weiß als seine Partnerin.

Er ĂŒbte Techniken der Ejakulationskontrolle und erfuhr, wie wichtig ein geschĂŒtzter Rahmen (Zeit, Ungestörtheit…) fĂŒr befriedigende SexualitĂ€t ist.

Außerdem erhielt er Entlastung: Der Mann ist nicht alleine fĂŒr die Befriedigung der Partnerin zustĂ€ndig. Auch sie trĂ€gt ihren Anteil bei.

Zum guten Schluss bekam er noch „Coolness und Humor“ mit auf den Weg. Sollte er in Zukunft wieder einmal mit zuviel „Speed“ bei der Sache sein, so wurde ihm empfohlen, dies mit einem „Ups…Du bist einfach zu genial“ zu kommentieren, keinen Stress aufkommen zu lassen und es nach einem zĂ€rtlichen Zwischenspiel mit der Partnerin neu anzugehen.

*Name von der Redaktion geÀndert

logo_herzwerkstattZur Person:
“herzwerkstatt” hat Antonia Scheib-Berten ihre Ehe-, Partner- und Sexualberatung genannt, die sie seit 1995 anbietet.

Als erfahrene Fachfrau in Sachen Beziehung und Liebe setzt sie neben Publikationen zum Thema den Schwerpunkt ihrer Arbeit in die Einzel- und Paarberatung von Menschen jeden Lebensalters. Auch Menschen im mittleren Lebensalter, Ältere oder Angehörige finden bei ihr fachliche UnterstĂŒtzung.

Die Beratung findet im geschĂŒtzten Rahmen der “herzwerkstatt” in Weinheim statt. Termine nur nach Vereinbarung!

Weitere Informationen unter: www.herzwerkstatt.com

Gabis Kolumne

Zeit fĂŒr TrĂ€ume

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Guten Tag!

Hirschberg, 22. MĂ€rz 2010. TrĂ€ume sind SchĂ€ume – oder doch nicht? Wir alle werden Ă€lter, die Welt ist globalisiert. Wohin im Alter? In den eigenen vier WĂ€nden bleiben, in die Toskana, an den Lago, nach Thailand oder Miami? Wer sich mit Freunden ĂŒber das Leben im Alter unterhĂ€lt, wird ĂŒberrascht – es gibt so viele TrĂ€ume. Und je mehr die Zeit lĂ€uft, umso mehr werden die TrĂ€ume, meint Gabi.

„Also ganz klar, wir gehen spĂ€ter mal auf die Kanaren“, sagten Freunde kĂŒrzlich bei einem Abendessen.

Der Lago Maggiore - wie schön, seufz. Bild: hblog

“Hm”, denke ich, “nicht schlecht, aber möchte ich wirklich meinen Lebensabend mit anderen Ă€lteren deutschen Senioren in einer Bungalowsiedlung irgendwo am Meer verbringen?”

„Ich wĂŒrde lieber, wenn die Kinder aus dem Haus sind, in eine Stadtwohnung ziehen, vielleicht nach Berlin. Da hat man das Theater, die GeschĂ€fte, Ausstellungen und so weiter direkt vor der HaustĂŒr“, sagte eine andere Freundin.

Anonym im Alter oder mit der Familie?

“Auch nicht schlecht”, denke ich. Aber möchte ich dann ganz anonym leben, die Freunde und Kinder weit weg?

Sobald die ersten Kinder geboren waren, haben wir alle vom Eigenheim mit großem Garten auf dem Land getrĂ€umt.

Nach und nach haben wir uns unsere TrĂ€ume verwirklicht. Zwar war der Garten nicht so groß oder auch nur ein Balkon. Und es war auch kein Landhaus in einem romantischen Ort in der Pfalz. Aber zumindest konnte man im Sommer den Grill rausstellen und den Kindern konnte man einen Sandkasten und eine Schaukel aufstellen.

Jetzt kommen die Kinder nach und nach in die PubertĂ€t und mein Sohn erklĂ€rte mir schon vor zwei Jahren, „also in so einem Kaff will ich spĂ€ter bestimmt nicht mehr wohnen.”

Mein Mann und ich trÀumen gerne von einem Haus am Lago Maggiore.

Ah, der Lago.

NatĂŒrlich direkt am See mit Bootssteg. In einem kleinen StĂ€dtchen, so dass man abends durch enge Gassen bummeln und dann in einer kleinen Trattoria ein Glas Wein trinken kann.

Ja, das wÀre nett.

„Aber Mensch, am Lago Maggiore ist es im Winter doch richtig kalt“, wirft eine Bekannte ein, „da kannste auch zu Hause bleiben. Ich geh-€ℱ lieber nach Thailand. Da ist es immer warm und du kriegst was fĂŒr dein Geld.“

Auch keine schlechte Argumentation, denke ich.

Eine thailÀndische Traumanlage - fern der Heimat, aber immer warm. Bild: hblog

„Wichtig fĂŒr mich sind doch vor allem die Kinder, die Freunde und die Familie. Ist das nicht ziemlich schwierig mit Mitte Sechzig irgendwo noch mal ganz neu anzufangen?“, sagt ein Freund.

Man sollte zumindest die Sprache sprechen, auf diese Grundvoraussetzung können wir uns alle einigen. Na ja, und die Kultur sollte doch auch Àhnlich sein. Damit streichen wir Thailand von der Liste.

„Wie wĂ€r-€ℱs denn mit Florida?“, fĂ€llt einer Freundin begeistert ein. „Englisch sprechen wir alle einigermaßen und die amerikanische MentalitĂ€t ist uns doch sehr Ă€hnlich.” „Nee“, entgegnet ein Bekannter, „bevor ich nach Florida ziehe, gehe ich gleich ins Altersheim.”

Ganz schön schwierig.

“Alles ganz schön schwierig”, denke ich. Da ist die Welt schon so groß, die Kinder sind bald erwachsen und arbeiten muss man irgendwann auch nicht mehr und dennoch finden wir an jeder Idee wieder genĂŒgend auszusetzen.

„Ich hab-€ℱs: Also ich hĂ€tte am liebsten eine kleine Stadtwohnung und zusĂ€tzlich ein HĂ€uschen im SĂŒden und optimal wĂ€re natĂŒrlich, man könnte auch noch sein Haus behalten, so dass die Kinder alle an Weihnachten kommen können und man die Freunde treffen kann. Und im Winter, wenn-€ℱs hier so richtig kalt und trostlos ist, fĂ€hrt man fĂŒr vier Wochen nach Thailand“, erklĂ€rt freudestrahlend eine Freundin.

“Super Idee”, denke ich.

„Und wovon willst du das alles bezahlen. Renten kriegen wir kaum noch und im Moment zahlen wir alle noch an unseren HĂ€usern ab“, wirft der Kanarenfan ein. Und ĂŒberzeugt mich mit seiner Sachlichkeit sofort.

Klang schön, aber vollkommen unrealistisch.

“Das werden wir heute nicht mehr klĂ€ren”, denke ich.

Es bleibt viel Zeit fĂŒr TrĂ€ume.

Nur gut, dass es noch einige Jahre dauert, bis die Kinder wirklich aus dem Haus sind und wir die nĂ€chsten 20 Jahre oder mehr eh-€ℱ noch arbeiten mĂŒssen.

Da bleibt noch viel Zeit fĂŒr TrĂ€ume.

Und obwohl die Zeit immer mehr drĂ€ngt – vielleicht werden sie ja wahr.

Sommertagszug auf Video

Guten Tag!

Hirschberg, 21. MĂ€rz 2010. Es war ganz schön windig – der Winterbutze brannte dementsprechend heftig. Wir haben fĂŒr Sie ein kurzes Video mit Impressionen zusammengestellt.

Viel Freude mit dem Video:


Einen schönen Tag wĂŒnscht
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Winterbutzen verbrannt – windiger Sommertagszug

Guten Tag!

Hirschberg, 21. MĂ€rz 2010. Der 24. Hirschberger Sommertagszug startete um 14:30 Uhr in der Hintergasse und zog ĂŒber Leutershausener Straße, Kirchgasse, Breitgasse, Jahnstraße, Schillerstraße, Muldweg, Pestalozzistraße zum Platz an der Grundschule, wo der “Winterbutzen” bei ordentlich Wind verbrannt wurde.

Der Winter steht in Flammen - Sommertagszug 2010. Bild: Robin Birr/hblog

Der Sing- und Volkstanzkreis Leutershausen hatte die Veranstaltung organisiert. Vor der symbolischen Verbrennung des Winters zeigte die Kindertanzgruppe einige TĂ€nze, SchĂŒler der Grundschule trugen Lieder vor.

Die Gemeinde verteilte Sommertagsbrezeln an die teilnehmenden Kinder. Der Musikverein Dossenheim und die Kapelle AM begleiteten den Zug musikalisch.

Fotos: Robin Birr*, hirschbergblog

Viel Freude mit den Fotos.

*Robin Birr (16) hat heute sein Praktikum bei uns begonnen. Der erste Einsatz war ein voller Erfolg – wie man an den schönen Bildern sehen kann. Vielen Dank!

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

“Street View” im Blick – Genehmigung von Ausgaben

Guten Tag!

Hirschberg, 18. MĂ€rz 2010. BĂŒrgermeister Just informierte am 17. MĂ€rz 2010 im Verwaltungsausschuss ĂŒber den Google-Dienst “Street View” aus Sicht der Gemeinde. In der Sitzung wurden zwei kleinere Posten ĂŒberplanmĂ€ĂŸiger Ausgaben angenommen.

Von Horst Pölitz

Informationen ĂŒber Street View bei Google. Quelle: Google

Die Besorgnis ist bei manchen BĂŒrgern groß: Spioniert Street View unser Leben aus?

BĂŒrgermeister Just informierte im Verwaltungsausschuss zutreffend ĂŒber die Art wie der Google-Dienst Street View Aufnahmen anfertigt, welche Bedenken es von Behördenseite dazu gibt und wie man sich als BĂŒrger gegen diese Aufnahmen schĂŒtzen kann. (siehe hier unseren Vorbericht: Was Google Street View darf und welche Rechte die BĂŒrger haben)

Im Ausschuss diskutierten die Mitglieder die Nach- aber auch die Vorteile von Street View: Beispielsweise könne sich die Gemeinde dadurch gut reprÀsentieren.

Das Argument, “Street View” ermögliche Einbrechern ein besseres Ausspionieren von Objekten darf man eher vernachlĂ€ssigen. Ein anderes aber nicht: Personen, die aus bestimmten GrĂŒnden, beispielsweise wegen eines Amtes, Reichtums oder BerĂŒhmtheit einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, werden Street View ablehnen und ganz sicher einen Einspruch bei Google einreichen.

Das kann jeder BĂŒrger tun, der nicht möchte, dass sein Haus ĂŒber den Dienst abgebildet wird. Die Gemeinde will entsprechende Musterformulare im Rathaus auslegen und diese dann gesammelt an Google schicken.

Zwei kleinere ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben wurden im Ausschuss einstimmig angenommen: 6.393 Euro GeschĂ€ftsausgaben und 4.666 Euro Ausschreibungskosten.