Guten Tag!
Hirschberg, 29. Januar 2010. Nach Recherchen des hirschbergblogs plant die Edeka Südwest GmbH definitiv nur einen neuen Markt mit einer zulässigen Gesamtfläche von 800 Quadratmetern im Sterzwinkel. Dort werden 15-20 neue Arbeitsplätze entstehen. Eine wesentliche, zusätzliche Verkehrsbelastung sieht Edeka nicht.
Von Hardy Prothmann
Nach der Pressemitteilung der Edeka zum geplanten Markt im Sterzwinkel waren aus Sicht der Redaktion noch viele Fragen offen. Auch von Seiten unserer Leserinnen und Leser, die uns mehrere emails mit dem Hinweis geschickt haben, dass bei der gekauften Grundstücksgröße von rund 6.000 Quadratmetern vielleicht zwei Märkte, also eventuell noch ein Getränkemarkt geplant sein könnten.

Edeka-Sprecher Christhard Deutscher: "Wir planen keinen weiteren Markt." Bild: Edeka
“Da ist nichts im Busch”, sagte der Leiter der Unternehmenskommunikation Christhard Deutscher gegenüber dem hirschbergblog: “Wir haben nichts in der Richtung geplant.” Nicht jetzt geplant, aber vielleicht später? “Auch das nicht. Ich schließe das aus”, sagte Deutscher.
Wieso aber baut Edeka einen vergleichsweise kleinen Markt, wo sonst Flächen erst ab 1.200 Quadratmeter aufwärts interessant sind? “Ihre Information ist korrekt, typischerweise ist das so. In Hirschberg gibt es aber nur diese zulässige Fläche, der Standort ist für uns attraktiv. Wir mussten das so akzeptieren.”
Weiter sagte Deutscher: “Die Außenfläche mit 80 Parkplätzen wird sehr großzügig angelegt werden, auch das Gebäude soll ein Blickfang werden.”
Es wird auch darüber spekuliert, dass der künftige Betreiber beider Märkte, Herr Volker Zeilfelder, den Markt “nah und gut – Markt” nicht über das Vertragsende im Jahr 2013 hinaus führen wird. Ist da was dran? “Das kann ich weder bestätigen noch dementieren. Es wird sich hier um eine kaufmännische Entscheidung handeln. Solange die Kunden dort einkaufen, wird er weiter betrieben werden”, sagte Deutscher.
Im neuen Markt sollen 15-20 Arbeitsplätze entstehen. Wird auch ausgebildert? “Definitiv ja, aber ich kann noch nicht sagen, in welchem Umfang”, sagte Deutscher.
Als Einzugsgebiet nannte der Unternehmenssprecher die Gemeinde Hirschberg und Vororte von Weinheim.
Eine wesentliche, zusätzliche Verkehrsbelastung sieht er nicht: “Es wird sicher ein bis zwei Lkw-Anfahrten pro Tag von unserem Heddesheimer Standort zum Hirschberger Markt geben. Beim Pkw-Verkehr gehen wir davon aus, dass viele Leute beim Vorbeifahren auf dem Nachhauseweg von der Arbeit hier ihren Einkaufsabstecher machen. Das heißt, das ist kein zusätzlicher Verkehr.”
Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog















Guten Tag!
Hier kann etwas nicht stimmen in den Aussagen. Denn, was könnte passieren?
Der ehem. Betreiber des EDEKA Marktes in Leutershausen und noch immer Besitzer des Grundstücks und des Gebäudes, verlängert den Mietvertrag mit EDEKA nicht mehr, da er evtl. andere Interessen hat (z.B. Bau von Wohnungen auf seinem Grundstück). Er ist übrigens immer noch Genosse der EDEKA, wenn auch mit einem kl. Anteil (und war Gemeinderatsmitglied). Da kann EDEKA ja gar nichts gegen unternehmen, evtl. will man das ja auch nicht?
Folge: In Leutershausen fehlt ein Markt, EDEKA hat ein (derzeit zu großes?) Grundstück in Großsachsen, auf dem ein Markt von “nur” 800m² entstehen soll.
Käme das EDEKA evtl. ungelegen ? Wohl kaum….
Ein großer Markt könnte gebaut weren (Stichwort “Unterversorgung”), EDEKA bräuchte langfristig nur noch einen Markt anliefern, spart Kosten (Logistik, Unterhalt) und kann sich sicher sein, dass keine Konkurrenz entsteht, da ja dann der Markt in Leutershausen nicht mehr existieren würde.
Das Nachsehen haben insbesondere die Bewohner von Leutershausen, gerade alte Leute und Personen, die ohne Verkehrsmittel einkaufen müssen.
Man hat gehört, dass REWE bereit gewesen wäre, einen Markt an der Tabakfabrik in Großsachsen zu betreiben? Wäre das nicht besser gewesen, Konkurrenz im Ort hätte evtl. zumindest den Markt in Leutershausen erhalten?
Wer am Ort bleiben will und den Konkurrenzdruck spürt will hat ein Interesse und kauft evtl. auch ein Grundstück+Markt in Leutershausen?
Und die Preise bzw. das Angebot wären auch nicht abhängig von einem Konzern.
Schade!
Hallo,
der Gemeinderat hat beschlossen das der neue Markt in Großachsen
nur 800qm groß sein darf !!!
Weiterhin ist ein Markt in der alten Tabakfabrik kaufmänisch
absolut nicht tragbar… es sind keine Parkplätze vorhanden.
Jeder Kunde will heute direkt am Markt/am Geschöft sein um seine
Lebensmittel zukaufen. Ein Supermarkt ist allein schon wegen der
fehlenden Verkaufsfläsche in der alten Tabakfabrik reines wunschdenken
der örtlichen Sterzwinkel Gegener.
Wieso, wenn es den kaufmänisch sinnvoll hat kein großes Handelsunternehmen den Markt in der alten Tabakfabrik umgesetzt ???
Zwischen dem Wunschdenken einiger Gemeinderäte und Parteien und
der Wirklichkeit ist ein großer Unterschied… DIE PRAXIS.
Sollten alle die einen Markt in der Tabakfabrik wollten in doch
selbst betreiben ?!?
LG Heinz
Lieber Herr “Heinz Weller”,
der Gemeinderat hat einen 800qm beschlossen, weil das die Grenze ist,die eine Gemeinde eigenständig entscheiden kann. Ein größerer Markt bedarf der Zustimmung höherer Behörden. Die Frage ist in der Tat, ob das Landratsamt einem gößeren Markt zugestimmt hätte. Er kann also größer sein, es Bedarf nur einiger weiterer Auseinandersetzungen.
Wenn ein Markt in der Tabakfabrik kaufmännisch nicht tragbar wäre, warum wird er denn dann im Einzelhandelsgutachten des bekannten Büro Accocella als Prio 1 eingestuft? Damit würde Accocella unterstellt werden, dass sie keine Ahnung hätten und ihr Gutachten nicht korrekt bzw. verwerflich. Accocella hat auf seiner Homepage eine hohe Anzahl an Referenzen (www.dr-accocella.de). Welche Referenzen kann die Mehrheit im Gemeinderat von Hirschberg aufweisen, eine solche weitreichende Entscheidung gegen ein bekanntes Planungsbüro zu fällen?
Parkplätze bzw. Verkaufsfläche wäre genug vorhanden, der Gemeinderat hätte es nur massiv versuchen müssen, einen Markt an der Tabakfabrik zu etablieren. Die angrenzenden Grundstückseigentümer haben wohl zumindest Interesse gezeigt, verkaufen zu wollen. REWE wäre als Marktbetreiber angeblich sogar interessiert gewesen, wollte nur nicht selber den Markt bauen.
Ist jemals wirklich ein Gebäude für einen Markt bzw. ein Konzept für einen Markt an der Tabakfabrik entwickelt worden?
Hat man sich alternativ wirklich ernsthaft mit einem Markt in der Ortsmitte beschäftigt, mit den Bürgern diskutiert?
Ist überhaupt jemals z.B. eine Umfrage unter den Bürgern Großsachsens durchgeführt worden, um ein repräsentatives Meinungsbild der Einwohner zu bekommen zum dem Thema?
Sind die Bürger mal gefragt worden, ob sie mit dem Auto einkaufen wollen oder eher mit Fahrrad oder zu Fuß?
Woher ist bekannt, dass alle Bürger Hirschbergs mit dem Auto lieber einkaufen?
Gibt es dazu eine Statistik?
Wären solche Art Umfragen nicht fair gewesen? Die einzige Umfrage, die existiert, ist von den Gegnern und zeigt über 900 Menschen in Hirschberg, die gegen einen Markt außerhalb des Ortskerns sind. Das sind bekannte Zahlen. Es gibt keine ofiziellen Zahlen der Befürworter. Nur Zahlen der Gegner, die bis dato ignoriert worden sind.
Es gibt auch keine weiteren Untersuchungen, die Ihre Aussagen bekräftigen. Wir wissen es einfach nicht und daher können wir schwer urteilen. Wir würden es aber wissen bzw. erfahren, wenn wir die Bürger einbezogen hätten. Und ich denke, das wollten die “Gegner”. Nicht mehr und nicht weniger.
Warum übrigens entscheiden sich alle anderen Gemeinden (so z.B. Bensheim, Schwetzingen) für Märkte in der Ortsmitte?
Die Sterzwinkel Gegner haben doch ein Konzept vorgelegt, welches in der Tat eine eigenständige Betreibung eines Marktes vorgesehen hätte. Dies wurde übrigens auch von einigen Gemeinden favorisiert. Es ist nie ernsthaft diskutiert worden obwohl die Zahlen angeblich auch von Unternehmensberatungen, die sich täglich mit solchen Konzepten beschäftigen, als durchaus realistisch eingestuft worden sind.
Warum hat kein Unternehmen die Idee umgesetzt, an die Tabakfabrik eine Investition zu tätigen? Weil von der Gemeinde keine Rechtssicherheit gegeben worden ist. Weil die Gemeinde nicht mit Prio 1 hinter der Idee stand. Weil die Gemeinde von Anfang an den Markt im Sterzwinkel benötigte, um ein Baugebiet durchzusetzen, dass seit 20 Jahren keiner benötigt. Weil die Gemeinde nicht den Anschein von Unterstützung hat zeigen lassen.
Das sind die Fakten. Alles andere ist Polemik und bringt uns wenig in der Entscheidungsfindung weiter.
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Aussagen mit Fakten hinterlegt werden und nicht pauschal eine Meinung verkündet werden würde.