Donnerstag, 20. Juni 2013

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Edeka informiert über neuen Markt

Guten Tag!

Hirschberg, 28. Januar 2010. Edeka hat in einer Presseinformation von heute über weitere Details zum geplanten Markt im Sterzwinkel informiert. Wir dokumentieren die Pressemitteilung.

Pressemitteilung Edeka

“Neuer Edeka-Markt kommt nach Hirschberg „Im Sterzwinkel“
Betreiber des Marktes ist Edeka-Kaufmann Zeilfelder

Hirschberg, 28.01.2010. Der Hirschberger Gemeinderat hatte sich im Dezember vergangenen Jahres für den Verkauf eines Grundstücks im Neubaugebiet „Sterzwinkel“ an die Firma Edeka ausgesprochen. Der Kaufvertrag mit der Gemeinde Hirschberg ist abgestimmt und liegt bereits unterschriftsreif vor.

Die Bauarbeiten für das Objekt sollen noch im Sommer dieses Jahres beginnen, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2011 geplant. Aufgrund der Lage am Ortseingang von Hirschberg ist eine anspruchsvolle, dem Stadtbild angepasste Architektur des Gebäudekörpers in enger Abstimmung mit der Gemeinde angedacht. Um den Kunden einen bequemen Einkauf zu ermöglichen, sind rund 80 Parkplätze vor dem Markt geplant.

Wunsch von Edeka ist es, dass der Einzelhändler Volker Zeilfelder, der bereits seit 1989 den “nah und gut Markt” in Hirschberg-Großsachsen betreibt, den neuen Markt übernimmt. Den bestehenden “nah und gut- Markt” wird Zeilfelder vorerst weiter betreiben.

Im neu geplanten Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 800 m-² bieten Zeilfelder und seine 25 Mitarbeiter über 10.000 Artikel für den täglichen Bedarf an, darunter neben vielen Bio- Artikeln in allen Warenbereichen auch zahlreiche Discountprodukte.
Schwerpunkt des Sortiments werden wie in allen anderen Edeka-Märkten regionale Frischeprodukte sein.
Edeka Südwest Fleisch wird die Fleisch- und Wursttheke beliefern, denn damit erhalten die Kunden höchste Qualität und Frische.
Den Backwarenstand wird die Bäckerei K & U betreiben. Hier werden laufend frisches Brot, Brötchen und andere Backwaren erhältlich sein.”

Info:
Der Edeka-Konzern hatte 2009 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro und beschäftigt 43.500 Mitarbeiter. 2009 waren 2.770 Personen in Ausbildung. Das Absatzgebiet verteilt sich auf Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Südhessen und Teile Bayerns.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

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  • Kunde

    Die Ankündigung von Edeka klingt zunächst sehr erfreulich:

    „Wunsch von Edeka ist es, dass der Einzelhändler Volker Zeilfelder, der bereits seit 1989 den nah und gut Markt in Hirschberg-Großsachsen betreibt, den neuen Markt übernimmt. Den bestehenden nah und gut- Markt wird Zeilfelder VORERST weiter betreiben“ .

    Sehr erfreulich ist es in der Tat, dass der rührige Volker Zeilfelder und die Einwohner Großsachsens einen größeren und konkurrenzfähigeren Einkaufsmarkt erhalten.

    Allerdings enthält die Meldung einen Trojaner. Hier reden wir nicht über Computerviren, sondern über eine schlechte Nachricht, die geschickt positiv verpackt ist. Das entscheidende Wörtchen heißt „VORERST“. Bei der Pressemitteilung der Gemeinde kommt dieses Un-Wort übrigends erst gar nicht vor!

    Es wird sich voraussichtlich sehr bald herausstellen, dass der kleine nah und gut Markt in der Breitgasse doch nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt werden kann. Allerspätestens mit dem Auslaufen des Mietvertrages in der Breitgasse 2013 wird es soweit sein.

    Als die Schließung des Breitgassen-Marktes vor 2 Jahren schon einmal drohte, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dies zu verhindern. Dies gelang damals glücklicherweise, auch Dank der Bemühungen von BM Just.

    2013 wird das nicht mehr „nötig“ sein, dann haben wir ja „alternativ“ den Markt im Sterzwinkel. Aber Hirschberg hat dann auch endgültig die große Chance vergeben, einen Markt IM Ort zu haben. Genau dies hat ein teuer von der Gemeinde bezahltes (!) Gutachten des Büros Acocella, Lörrach in 2009 gefordert: „siedelt Euren Markt im Ort an, z.B. an der Tabakfabrik und nicht außerhalb, im Sterzwinkel!“. Die vielen Vorteile, die dies hätte, sind offensichtlich und im Gutachten detailiert nachzulesen.

    Natürlich war es objektiv schwierig, einen Investor und Betreiber für Flächen an der Tabakfabrik zu finden. Allerdings wurde dies auch nicht wirklich von Seiten der Gemeinde und der Mehrheit des Gemeinderats gewollt und somit auch nicht konsequent versucht. Es war bald klar, dass das Neubaugebiet Sterzwinkel aus finanziellen Gründen den Supermarkt genau dort im Sterzwinkel, also außerhalb des Ortes, haben musste. Andere Gründe, die eine Ansiedlung an der Tabakfabrik angeblich unmöglich machten, wie „schwierige Besitzverhältnisse und Topographie“, „schwierige Verkehrssituation und Belästigung der Anwohner“ existieren sicher, wären aber zu lösen gewesen. Aber politisch waren solche Lösungen nicht wirklich gewollt.

    Wenn ich einem Investor/Betreiber wie z.B. Edeka eine dünne Diätwurst hinhalte und gleichzeitig sage „ich hätte aber auch alternativ noch einen dicken Schinken für Dich“ ist abzusehen, was passiert wenn die Diätwurst nicht „aufgepeppt“ wird. Was man da hätte tun können, steht wiederum im Gutachten.

    Das Vorgehen der Gemeindeverwaltung und der Gemeinderatsmehrheit war unlauter: „wir wollen ja alle einen Supermarkt im Ort, aber es geht halt leider, leider nicht“. Viele dicke Krokodiltränen wurden da von BM Just, CDU, FWV und der BI „Zukunft für Hirschberg“, (überwiegend eine Vereinigung von Grundstücksbesitzern im Sterzwinkel; ein Schelm, wer Böses dabei denkt) geweint. Da lief beinahe der Apfelbach über.

    Die SPD hat im Übrigen auch mit geweint. Warum die Partei, die auch die sozial Schwachen und Benachteiligten vertreten will, sich so vehement für den Markt „AM Ort“ = Sterzwinkel und eben nicht „IM Ort“=Tabakfabrik eingesetzt hat, bleibt ihr Geheimnis. Das Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2009 hat gezeigt, was ihre potentiellen Wähler von diesem Zick-Zack-Weg gehalten haben.

    Somit werden spätestens 2014 alle zum Einkaufen in den Sterzwinkel fahren. Zu Fuß gehen werden die wenigsten. Ältere Leute, Kinder, Jugendliche, Arbeitslose, Arme, sozial Schwache; alle ohne Auto haben halt Pech gehabt. Und das sind nicht wenige Leute. Jeder, der sich aufmerksam während eines Edeka-Einkaufs umschaut, wird das sehen.

    Somit schließt sich der Kreis: Wir kreieren uns jetzt die Verkehrsprobleme selbst, die wir dann lauthals beklagen und mit dem Bau neuer Straßen vorgeblich „lösen“. Die Ortsranderschließungsstraße „ORES“ lässt schon mal grüßen.

    Trotz alledem: Gratulation an Volker Zeilfelder und gutes Gelingen für seine Herkulesarbeit. Sollte das vorausgesagte Szenario doch nicht eintreten und die Großsachsener auch 2014 in zwei Edeka-Märkten AM und IM Ort einkaufen können, geht von mir eine Spende von 100 Euro an eine gemeinnützige Organisation in Hirschberg.

  • Bürger

    Was bewegt einen Konzern, dass ein Wirtschaftsunternehmen ist, ein Grundstück zu kaufen, welches um ein vielfaches zu groß ist?

    EDEKA ist NICHT die Caritas! Hier stehen langfristige Interessen und Strategien im Vordergrund.

    Wer ein großes Grundstück kauft kann bestimmen, wer wann was wo damit macht. EDEKA sichert sich damit Chancen, zu expandieren. Es hat quasi eh schon ein Monopol an der Bergstrasse, was gibt es denn noch außer EDEKA? Damit diktiert ein Konzern in Zukunft die Preise bei uns im Ort.

    Wir Bürger, gerade wir älteren Leute, haben das nachsehen.

    Wer garantiert, dass der Markt in Leutershausen nicht alsbald schließt und es nur noch einen großen Markt in Großsachsen gibt?

    • http://hirschbergblog.de hirschbergblog

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.

      Der Unternehmenssprecher hat der Redaktion gegenüber versichert, dass kein weiterer Markt auf dem Gelände entstehen soll.
      Damit hat das Unternehmen sich klar geäußert. Natürlich könnte es mit Adenauer sagen, “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern”, aber das wäre sehr schlecht fürs Image. Ein Wert, den gerade ein Nahrungsmittelkonzern wie Edeka eigentlich deutlich pflegen sollte.

      Für den LeutershausenerGroßsachsener Markt war dem Pressesprecher wichtig, dass eine positive Formulierung verwendet wird: “Solange die Kunden dort einkaufen….”
      Wenn die Umsätze nicht stimmen, wird der Markt mit ziemlicher Sicherheit zugemacht.
      Aus unternehmerischer Sicht kann man das verstehen. Die Kunden haben das Schicksal ihres Marktes also ein wenig in der Hand, oder?
      Rein rechnerisch passt es: Beide Märkte zusammen ergeben etwa die Mindestgröße, die Edeka für einen Markt fordert: 1.200 Quadratmeter.
      Nur: Es fallen zwei Mal Betriebskosten an. Das wird sich negativ auf die Rendite auswirken. Und irgendwann ist ein Standort auch mal “durch”. Dann fallen Kosten für Renovierung und neue Ausstattung an. Viele Unternehmen ziehen dann gerne weiter.
      So gesehen vermuten wir, dass der bestehende Edeka in LeutershausenGroßsachsen keine besonders großen “Überlebenschancen” hat.

      Für LeutershausenGroßsachsen und gerade die nicht-mobilen Bewohner ist das sicherlich ein Verlust.
      Ein Weg, diesen auszugleichen, ist, sich für eine neue Lösung stark zu machen. Es bleibt genug Zeit, eine zu finden. Abzuwarten, was passiert, ist keine gute Strategie.

      Das können die Bürger von ihren Gemeinderäten fordern – egal von welcher Partei.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das hirschbergblog

  • Kunde

    Hallo hirschbergblog,

    hier verwechseln Sie etwas. Die Aussage von Edeka bezieht sich zunächst “nur” auf den bestehenden nah-und gut, 300qm-Markt in Großsachsen! (nicht auf Leutershausen)

    Dieser bestehende Markt in Großsachsen soll eben VORERST weiter betrieben werden. Nur darauf bezieht sich die Aussage von Edeka.

    Siehe hier:
    “Es wird auch darüber spekuliert, dass der künftige Betreiber beider Märkte, Herr Volker Zeilfelder, den Markt “nah und gut – Markt” nicht über das Vertragsende im Jahr 2013 hinaus führen wird. Ist da was dran? “Das kann ich weder bestätigen noch dementieren. Es wird sich hier um eine kaufmännische Entscheidung handeln. Solange die Kunden dort einkaufen, wird er weiter betrieben werden”, sagte Deutscher.

    Wie schon in meinem Beitrag vom 29. Jan. geschrieben, wird dieser Markt aller-spätesten mit dem Auslaufen des Mietvertages 2013 dicht machen. Für Edeka macht das betriebswirtschaftlich Sinn. Schuld sind dann in der Edeka-Logik die Kunden, weil sie weniger dort einkaufen.
    Aber welcher Kunde kann sein Geld bitte zwei Mal ausgeben?

    Dass dem Markt in Leutershausen (der mit 800 qm in etwa so groß ist, wie der neue Markt im Sterzwinkel) das gleiche Schicksal blühen könnte, ist natürlich nicht ausgeschlossen. Spannende Frage “wann läuft der Mietvertrag in Leutershasuen aus” ?

    Dann müsste eben ggf. der Markt im Sterzwinkel erweitert werden. Platz genug gibt es ja; Adenauer lässt grüßen.

    Auf diese ganze Problematik hat z.B. die BI-Sterzwinkel oft aufmerksam gemacht und wurde von der Mehrheit der Gemeinderäte (FWV, CDU, SPD) nicht ernst genommen und teilweise lächerlich gemacht. Eine Einladung zu einer Diskussionsrunde zu diesen Themen wurde von den “Herrschenden” arrogant ignoriert. Die BI-Serzwinkel hat auch einen “runden Tisch” zu diesem Thema vorgeschlagen.

    Aber bisher ist in Hirschberg zu diesem brisanten Thema keine offene und vor allem keine ehrliche Diskussion geführt worden.