Sonntag, 26. Mai 2013

“Erste-Hilfe-Kurs” für die FW in Sachen Internet

Guten Tag!

Hirschberg, 15. Januar 2010. Die Freien Wähler (FW) in Hirschberg wollen sich mehr “ums Internet kümmern”. Das ist gut so. Denn der Internetauftritt der FW ist im besten Wortsinn “kümmerlich”. Da hilft es auch nichts, wenn man sich über “ein Drittel Mitglieder” unter 50 Jahren freut. Wenn die FW wollen, können Sie jüngere Gruppen ansprechen. Dafür müssen die FW mehr tun, als einen Wunsch zu formulieren.

Kommentar: Hardy Prothmann

Eine Internet-Adresse ist heutzutage Pflicht. Punkt aus. Darüber muss man nicht mehr diskutieren.

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Bleiwüste. Das interessiert höchstens einmalig. Danach kommt niemand wieder "auf die Seite". Bild: hblog

Worüber man diskutieren muss, ist, was diese Adresse leisten soll. Ist sie nur eine Visitenkarte? Name, Adressdaten und fertig? Wenn Sie das sein will, ist das in Ordnung. (Hier die Visitenkarte des Verfassers – die überarbeitet werden muss. :-) )

Alles, was darüber hinaus geht, bedarf eines Konzepts, einer finanziellen, personellen, organisatorischen Planung. Vor allem, wenn man Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte – und zwar nachhaltige. Wer dieses Ziel verfolgt, muss etwas tun.

So auch die Freien Wähler. Deren homepage ist korrekt eingerichtet, hat aber enorm viele Fehler. Und sie ist auch nicht mehr als eine Visitenkarte. Eine ziemlich langweilige zudem.

Die Freien Wähler wollen das ändern. Wird das gelingen? Ich glaube nicht.

Warum? Weil Peter Johe dafür “Grundsatzaussagen” formuliert hat.

Uiuiui. Was soll das bedeuten? Dass Herr Johe das Internet “grundsätzlich” neu definiert oder erklärt, wie es zu gebrauchen ist? Oder dass neue “grundsätzliche” Texte hier veröffentlicht werden?

Die Freien Wähler werden, egal, was sie tun, feststellen müssen, dass ihr Engagement in Sachen Internet eine vergebliche Liebesmüh und eine Illusion bleiben wird bei der Hoffnung, “dabei” zu sein.

Außer, Sie betreuen jemanden damit, der sich auskennt. Der weiß, wie Internet, “social community”,”apps”, “adds”, “tools” und wie das alles heißt, funktionieren.

Die Freien Wähler setzen sehr auf “Jugend” und freuen sich, dass ein “Drittel” ihrer Mitglieder unter 50 Jahre alt ist.

Gut so.

Die Lebenserfahrung der “alten Hasen” ist ein wichtiges Pfund. Der 1. Vorsitzende, Manfred Kopp, begrüßte mich neulich mit “Mister Blog”.

Das ist ein gutes Zeichen. Er ist Jahrgang 1937, ich bin Jahrgang 1966. Zwischen uns liegt ein Unterschied von mehr als einer Generation. Trotzdem ist Herr Kopp “modern” genug, um ein wenig “ironisch” zu sein und trotzdem die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Das zeigt, dass Herr Kopp modern denken kann. Die Frage ist, ob die “alten Hasen” den “jungen Hasen” eine Spielwiese erlauben und sich auf “Experimente” einlassen.

Denn das Internet ist nicht kontrollierbar. Aber es ist gestaltbar. Wenn man will.

Die Freien Wähler wollen angeblich. Man darf sich überraschen lassen, was sie wollen.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Freie Wähler setzen aufs Internet

Guten Tag!

Hirschberg, 15. Januar 2010. Die erste Vorstandssitzung der Freien Wähler im Jahr 2010 thematisierte die “inneren Verhältnisse”: Mitgliederbestandsaufnahme, Internetauftritt, eigene Finanzplanung und Mitgliederwerbung, sowie Berichte aus dem Gemeinderat und Kreistag. Ebenfalls auf der Tagesordnung: Die Planung von Veranstaltungen in diesem Jahr.

Die Freien Wähler (FW) wollen im Web 2.0 ankommen: Der Internetauftritt soll aktualisiert werden. Es solle geprüft werden, wie die Kontaktaufnahme über das Internet deutlich erleichtert wird. Die FW denken auch über direkte Kommentare von Internetbesuchern nach. Peter Johe hat dafür “Grundsatzaussagen” fortgeschrieben.

Kassenchefin Petra Fading gab ein positives Signal: “Aus gegenwärtiger Sicht ist eine Beitragserhöhung bis zur kommenden Kommunalwahl nicht vorgesehen.” Und dass, obwohl die Ausgaben für die Wahl in 2014 voraussichtlich wieder einen deutlichen Umfang haben werden.

Neue Mitglieder sollen geworben werden.

Einig waren sich die Teilnehmer der Sitzung, dass die Mitgliederwerbung forciert werden sollte. Es wurden verschiedene Ideen angedacht, im Einzelnen soll sich ein Arbeitskreis „Werbung“ damit befassen und dem Vorstand Vorschläge unterbreiten. Diesem Arbeitskreis gehören zunächst Alexander May, Volker Barzyk, Sven Fertig und Achim Müller an, der Kreis sei aber offen für weitere Interessenten.

Alexander May (Gemeinderat und 2. Vorsitzender) ging bei seinem Bericht aus dem Gemeinderat vor allem auf die Diskussion um den Haushaltsplan 2010 ein. Er konkretisierte die Schwerpunkte wie Kürzung der Kreisumlage, Rücklagensituation, Darlehensaufnahme und Schuldenstand, Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt (Anm. d. Red: “Normalerweise” sollte “umgekehrt” zugewiesen werden) sowie das Hilfeleistungszentrum mit geplanten Kosten von rund 7,0 Mio Euro und den Ausbau der OEG.

Positiv beurteilte May die niedrigen Personalkosten der Gemeinde: Mit 16,7 Prozent des Verwaltungshaushalts sei dieser Satz außerordentlich “günstig”.

Die Einstellung von 600.000 Euro für eine Trainingshalle in die mittelfristige Finanzplanung wurde begrüßt. Hier hätten die FW die “Federführung übernommen”, die CDU habe sich den Vorstellungen der FW angeschlossen, während die SPD aus “nicht nachvollziehbaren” Gründen sich verweigert habe.

Die Grüne Liste (GAL) und FDP hätten dem Haushaltsplan 2010 nicht zugestimmt, weil die Grünen die Familienpolitik der Gemeinde “schlecht” fanden, die Energiepolitik als nicht nachhaltig bezeichneten und Maßnahmen wie Sterzwinkel und die Umgehungsstraße heftig ablehnten, so das Resümee der FW. Die Forderung der GAL nach Gebührenfreiheit im Kindergarten (für 1 Jahr) enthielte aber keine Gegenfinanzierung. Die FDP wollte den Etat für 2010 deshalb nicht mitgetragen, weil sie mit dem Hilfeleistungszentrum erst in 2011 beginnen wollte.

Die von den Freien Wählern geforderte Gewerbegebietserweiterung wurde nochmals auf der Versammlung bestätigt.

Fritz Bletzer berichtete aus dem Kreistag über de Beschluss zur Senkung der Kreisumlage: Für Hirschberg bringe dies eine Einsparung von ca. 200.000 Euro/Jahr. In diesem Zusammenhang ging er auf die finanzielle Situation des Rhein-Neckar-Kreises ein, dem es im Jahr 2009 gelungen sei, eine außerordentliche Schuldentilgung vorzunehmen.

Freie Wähler sollen sich auf Gemeinden, Städte und Kreise beschränken.

Der 1. Vorsitzende Manfred Kopp verwies auf ein wichtiges Thema: Ob im kommenden Jahr 2011 die Freien Wähler zur Landtagswahl antreten sollten. Der Ortsverband Hirschberg hatte bereits im September 2009 dem Landesverband mitgeteilt, dass die Freien Wähler sich auf die Aktivitäten auf kommunaler Ebene (Gemeinden, Städte und Kreise) beschränken sollten. Kopp lud die Mitglieder ein, an der Jahreshauptversammlung des Landesverbands teilzunehmen.

Bei dem Treffen wurden auch die wichtigsten Termine für das aktuelle Jahr vorgestellt: Das Heringsessen am 17. Februar 2010 wird, 19:00 Uhr, im Gasthaus „Zur Bergstraße“ in Leutershausen stattfinden. Am 17. März 2010 gibt es eine Führung beim Lebensmittelversorger EDEKA in Heddesheim. Außerdem ist ein Besuch des Neckarwasserkraftwerks in Heidelberg (Höhe Karlstorbahnhof) geplant. Weiter soll es eine Betriebsführung bei einem großen Pharmakonzern in der Region geben. Die Veranstaltung „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ auf dem Obsthof Volk wird auf den 12. September 2010 verschoben.

Die Freien Wähler haben 95 Mitglieder, 49 in Großsachsen, 45 in Leutershausen und eines aus Hohensachsen. “Beim Altersdurchschnitt hat sich seit 2007 eine deutliche Verbesserung ergeben”, geben die FW an: Ein Drittel der Mitglieder ist unter 50 Jahre alt.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog