Donnerstag, 23. Mai 2013

Wir wünschen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Guten Tag!

Hirschberg, 31. Dezember 2009.

Liebe Leserinnen und Leser,

vor gut zwei Wochen ist das redaktionelle Angebot des hirschbergblogs gestartet.

Das war noch nicht viel Zeit, um sich kennenzulernen. Unser Vorsatz für 2010: Wir wollen Ihnen engagierten und spannenden Lokaljournalismus bieten. Das haben wir uns vorgenommen.

Wir wünschen Ihnen Erfolg, falls Sie sich auch etwas Besonderes für das Neue Jahr vorgenommen haben.

Vor allem aber wünschen wir Ihnen Gesundheit und Glück – beides ist unbezahlbar und nicht immer nur von einem selbst abhängig.

Kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Einen guten Rutsch wünschen
alle Mitwirkenden am hirschbergblog

Feuerwerk: Feinstaub, Lärm und Treibhausgas

Guten Tag!

Hirschberg, 31. Dezember 2009. Bleigießen, ein Gläschen Sekt und das Feuerwerk um Mitternacht gehören für die meisten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland traditionell zum letzten Abend des Jahres. Jeder kennt aber auch die Situation, wenn um Mitternacht die Luft „zum Schneiden“ ist, die Augen brennen und es im Hals kratzt. Wenn wir Feuerwerkskörper abbrennen, steigt die Belastung der Luft mit Schadstoffen explosionsartig an.


Zu großen Teilen besteht der Feuerwerksqualm aus Feinstaub (PM – Particulate Matter, PM10 – Staubteilchen mit einem Durchmesser <10-µm). Es ist erwiesen, dass Feinstaub negativ auf den Gesundheitszustand wirkt.

Bis zu 100 Mal höhere Belastung mit Feinstaub

feuerwerk

Schönes Spektakel bringt Feinstaubbelastung, Lärm und Müll. Bild: Umweltbundesamt

Beispielhafte Auswertungen des Umweltbundesamtes für den Jahreswechsel 2005/2006 zeigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. PM10-Stundenwerte von bis zu 4000 -µg/m-³ (4000 -µg/m-³ = 4000 Mikrogramm PM10 pro Kubikmeter Luft) sind in der ersten Stunde des neuen Jahres in Großstädten keine Ausnahme. Im stadtnahen, ländlichen Bereich erreichen die PM10-Stundenwerte zwar nicht derartige Spitzen, doch ein drastischer Anstieg ist auch hier festzustellen.

In Deutschland werden zu Silvester rund 10.000 Tonnen Feuerwerk abgebrannt. Dabei werden große Mengen Feinstaub freigesetzt.

Pikant: Keine der 39 Städte, die 2009 eine Umweltzone haben, verbietet die Knallerei. Dabei sind Umweltzonen eingerichtet worden, um die Feinstaub-Belastung in der Luft zu senken. Dabei ist die Luft an keinem Tag im Jahr so hoch mit Feinstaub belastet wie am 1. Januar. Das Umweltbundesamt berichtet, dass zwischen Mitternacht und ein Uhr früh die Belastung bis zu hundert mal höher ist als normal.

Die rund 10.000 Tonnen Feuerwerk der Deutschen belasten zudem die Atmosphäre mit verschiedenen Treibhausgasen, deren Klimawirkung rund 2.300 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Diese Zahl hat die Landwirtschaftliche Versicherungsanstalt Münster nach Angaben des Versicherungskonzerns Allianz ermittelt.

10.000 Tonnen Knaller = 550 Flüge München/New York und zurück

Dies entspreche 25 Gramm CO2 pro Kopf der Bevölkerung oder 550 Überseeflügen von München nach New York und wieder zurück. Da jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr rechnerisch rund zwölf Tonnen CO2 freisetze, falle der Beitrag durch das Silvester-Feuerwerk allerdings vergleichsweise gering aus.

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz erklärten 77 Prozent der Befragten, ihnen falle zum Thema Silvester-Feuerwerk vor allem Geldverschwendung ein. Rund 71 Prozent fürchten sich vor Verletzungen, 63 Prozent halten die Müllberge für problematisch und etwas mehr als die Hälfte denken an Sachbeschädigungen. Die deutschen Versicherungen zahlen laut Allianz jährlich rund 40 Millionen Euro für mehr als 22.000 Sachschäden, die in der Weihnachtszeit und der Silvesternacht entstehen.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Richtig knallern. Polizei gibt Tipps

Guten Tag!

Hirschberg, 30. Dezember 2009. Die Polizeidirektion Heidelberg mahnt den ordnungsgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern an. Was viele nicht wissen: Die meisten Feuerwerkskörper dürfen erst ab 18 Jahren erworben werden und auch erst ab 18 Jahren abgebrannt werden. Eltern sind hier in einer besonderen Pflicht.

Pressemitteilung der Polizei Heidelberg

“Wie in jedem Jahr wird das Neue Jahr traditionell mit Feuerwerkskörpern und Böllern begrüßen. Und wie in jedem Jahr ist zu befürchten, dass es vielerorts zu Bränden, Sachschäden und leider auch Verletzungen kommen wird, weil die Gefahren im Umgang mit Feuerwerkskörpern unterschätzt werden.

Feuerwerkskörper dürfen nur am 31. Dezember und 1. Januar abgebrannt werden, aber nicht von Kindern und Jugendlichen. An Jugendliche unter 18 Jahren dürfen die Feuerwerksknaller auch dann nicht verkauft werden, wenn die jungen Leute eine unterschriebene Erlaubnis ihrer Eltern vorlegen.

Die strengen Vorschriften gelten allerdings nicht für Feuerwerkskörper der Klasse 1. Dazu gehören Knallerbsen, Wunderkerzen und Zündplättchen, die das ganze Jahr über verkauft und benutzt werden dürfen.

Tipps zum sicheren Kauf:

  • Kaufen Sie nur Feuerwerksartikel mit „BAM“-Zulassung und „BAM“-Nummer. Nur Feuerwerkskörper, die ein „BAM“-Zeichen haben und mit Verwendungshinweisen in deutscher Sprache versehen sind, sind in Deutschland zulässig.
  • Hände weg von Grau -und Billigimporten. Sie entsprechen oft nicht den deutschen Sicherheitsvorschriften. Die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper ist nach den Vorschriften des Sprengstoffgesetzes verboten. Dies gilt auch für den Postversand und Internetkäufe.
  • Verwenden Sie nur originalverpackte Feuerwerkskörper, auf keinen Fall selbst angefertigte oder manipulierte Feuerwerke (Selbstlaborate).

Zum Feuerwerk:

  • Feuerwerks- und Knallkörper nur im Freien abbrennen
  • Gebrauchsanweisung vor allem auch bei Raketen unbedingt sorgfältig beachten
  • Nicht auf Menschen oder Tiere richten
  • Großen Sicherheitsabstand zu Gebäuden, Schuppen, Scheunen, Ställen, Lagertanks mit brennbaren Flüssigkeiten, Gasen usw. halten
  • Nicht durch Fenster und andere Öffnungen in geschlossene Räume werfen nicht unter oder auf stehende oder fahrende Fahrzeuge werfen
  • Auf “Blindgänger” besonders achten
  • Glühende Reste ablöschen und sicher beseitigen
  • Kinder und Jugendliche nur ungefährliche Artikel abbrennen lassen und dabei ständig beaufsichtigen

Auch beim Abbrennen des Feuerwerks gilt ausnahmslos die Altersgrenze von 18 Jahren.- Silvesterfeuerwerk gehört nicht die Hände von Kindern und Jugendlichen.

In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder -und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern ist das Abrennen von Feuerwerkskörpern grundsätzlich verboten.”

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Freie Sicht statt Guckloch fahren

Guten Tag!

Hirschberg, 29. Dezember 2009. Wer kennt sie nicht? Die meist morgendlich vereisten Autoscheiben sind ein Ärgernis. Und hat man draußen das Eis entfernt und sitzt im Auto, beschlagen plötzlich die Scheiben von innen oder vereisen sogar. Ideal ist eine Standheizung fürs Auto – doch wer hat die schon. Es gibt auch einfache Hilfsmittel, um mit klarer Sicht durch den Winter zu kommen.

“Viele Leute denken nicht daran, die Lüftung immer mindestens auf 1 laufen zu lassen”, sagt der Kfz-Meister Ralf Kimmel (Shell-Tankstelle Heddesheim). “Außerdem sollten die Fußmatten trocken sein. Wenn sich hier Feuchtigkeit sammelt, kondensiert diese und führt zu beschlagenen oder sogar vereisten Scheiben. Auch der Innenraumfilter sollte regelmäßig gewechselt werden.”

Bei vereisten Scheiben rät Ralf Kimmel vom Eiskratzen ab – zumindest auf der Windschutzscheibe und auf der Heckscheibe: “Gerade bei Schmuddelwetter sammelt sich auf den Scheiben viel Dreck. Wer eine verdreckte Scheibe frei kratzt, verschmirgelt sich unter Umständen das Glas. Durch so eine Scheibe ist bei jedem Wetter keine gute Sicht mehr möglich.” Kimmel empfiehlt deshalb den Einsatz von Enteisersprays.

Gar keine gute Idee ist heißes oder lauwarmes Wasser: Der Temperaturschock kann zum Bruch der Scheiben führen. Und der “enteisende” Effekt ist nur von kurzer Dauer. Das Wasser kühlt binnen Sekunden ab und friert ebenfalls wieder an.

Auf keinen Fall sollten die Scheiben mit Materialien abgedeckt werden, die Feuchtigkeit speichern können, also Zeitungspapier oder Decken. Denn die frieren sich an der Scheibe fest: “Ich empfehle eine spezielle Abdeckplane oder falls die nicht zur Hand ist, einen großen Plastikmüllbeutel”, sagt Kimmel. Auf jeden Fall sollten die Scheibenwischer keinen Kontakt zur Scheibe haben, denn sie werden mit ziemlicher Sicherheit dort “anfrieren”.

Die Scheibenwischer sollten, falls angefroren, auf keinen Fall mit Gewalt gelöst werden, denn das beschädigt die feine Gummilippe: Nicht mehr einwandfreie Scheibenwischer verschlieren die Scheibe, statt sie zu wischen. Bei Zusätzen zum Wischwasser sollte man darauf achten, fertige Mischungen zu kaufen oder das Mischungsverhältnis so zu wählen, dass ein Frostschutz bis mindestens -20-° Celsius gegeben ist.

Wer nur mit einem “Guckloch” fährt, riskiert eine Strafe von zehn Euro. Noch schlimmer: Kommt es zum Unfall, kann der Kaskoschutz entfallen. Außerdem fährt es sich mit guter Sicht einfach entspannter.

Checkliste

  1. Alle Scheiben, die Beleuchtungseinrichtungen (Scheinwerfer, Blinker, Bremslichter) müssen von Schnee und Eis befreit werden, auch die Nummernschilder. Motto: Sehen und gesehen werden.
  2. Falls Sie keine Garage haben, decken Sie die Front- und Heckscheibe mit einer speziellen Plane ab und verwenden Sie Enteisersprays. Die Scheibenwischer sollten keinen Kontakt zur Scheibe haben.
  3. Fürs “grobe” Freimachen des Fahrzeugs sollte ein Handbesen im Auto mitgeführt werden. Im Auto sollte ein sauberes Fensterleder oder ein Tuch vorhanden sein, um beschlagene Scheiben wischen zu können.
  4. Achten Sie auf einen guten Zustand der Wischerblätter – im Zweifel sollten diese erneuert werden. Ein Anzeichen dafür ist, dass trotz häufigem Einsatz von Wischwasser die Schlieren bleiben. Achten Sie auf ausreichend “Wischwasser”, das mindestens einen Frostschutz bis -20-° Celsius hat.
  5. Reinigen Sie eisfreie Scheiben häufig. Am besten in der Garage oder tagsüber. Auch die Wischerblätter immer von Schmutz befreien. Am besten sind Fensterputzmittel und ein Tuch geeignet. Gerade bei Schmuddelwetter kann eine tägliche Reinigung sinnvoll sein.
  6. Vermeiden Sie Feuchtigkeit im Auto. Vor dem Einsteigen sollten Sie die Schuhe so gut es geht vom Schnee befreien. Nehmen Sie ein zweites Paar Schuhe mit und wechseln Sie die feuchten Schuhe vor Fahrtantritt gegen die trockenen. Sind die Fußmatten feucht geworden, sollten diese in der Wohnung getrocknet werden.
  7. Wechseln Sie nach dem Freimachen des Autos die Kleidung. Denn sicher haben Sie geschwitzt und steigen dann “dampfend” ins Fahrzeug. Die Folge: Sofort beschlagen die Scheiben von innen. Lassen Sie die Türen nicht offen stehen, denn sonst zieht die Feuchtigkeit ins Auto.
  8. Wählen Sie die stärkste Stufe des Gebläses und die Einstellung auf die Frontscheibe. Das Gebläse sollte immer mindestens auf der Stufe 1 laufen. Wichtig: Wer eine Klimaanlage hat, sollte diese immer laufen lassen, weil diese sonst früher verschleißt und ein teurer Austausch notwendig wird.
  9. Halten Sie ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Erstens ist das sicherer und zweitens bekommt Ihr Fahrzeug nicht so viel Dreck ab.
  10. Fahren Sie eine Tankstelle oder einen Parkplatz an und reinigen Sie die Scheibe, wenn sich beispielsweise bei Tauwetter viel Schmutz auf der Scheibe gesammelt hat. Fensterputzmittel und eine Küchenrolle sollten immer mit im Auto dabei sein.

Nachtrag 13:25 Uhr: Gerade erreicht die Redaktion der Polizeibericht von heute. Wir zitieren:

“Verkehrsunfall wegen vereister Scheibe
Ein in der Mannheimer Schwetzingerstadt wohnender 38 Jahre alter Fahrer eines Pkw Alfa Romeo enteiste gestern Abend um 23.30 Uhr vor seinem Fahrtantritt die Frontscheibe seines Fahrzeuges und fuhr dann los in Richtung Mannheim-Innenstadt.Während der Fahrt auf der Otto-Beck-Straße vereiste die Frontscheibe dann von innen aufgrund hoher Feuchtigkeit, so dass der 38-jährige nichts mehr sehen konnte.
Er bremste seinen Pkw daraufhin ab, streifte dabei aber einen Baum, dessen Wurzeln hoben das Fahrzeug an und landete danach auf dem Dach des Alfa Romeos. Der 38 Jahre alte Mannheimer blieb dabei unverletzt, sein nicht mehr fahrbereiter Pkw musste abgeschleppt werden.”

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Gabis Kolumne

Gute Vorsätze!

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Guten Tag!

Hirschberg, 28. Dezember 2009. Jedes Jahr stehen die guten Vorsätze an. Auch bei Gabi. Ein paar gute Vorsätze dürfen es schon sein, meint Gabi, aber keinesfalls zu viele.

Wer kennt sie nicht die guten Vorsätze zu Silvester? Also zunächst mal muss ich meine obligatorische Diät machen – die Plätzchen waren dann doch zu lecker. Und die Weihnachtsfeiertage mit Gans, Wild und Fondue haben ihr Übriges getan. Na ja und dann wollte ich auch mit dem Rauchen aufhören!

Mehr Sport machen möchte ich 2010. Mindestens zweimal die Woche. In meinen Papieren werde ich mehr Ordnung halten und regelmäßig werde ich die Schränke ausmisten.

vorsaetze

Die guten Vorsätze von Gabi. Bild: hblog

Alkohol gibt es nur noch am Wochenende und Fleisch höchstens 2 bis 3 Mal wöchentlich. Überhaupt möchte ich meine Familie im nächsten Jahr gesünder ernähren, das heißt, viel Obst und Gemüse und weniger Kohlenhydrate und Fett. Ja und natürlich weniger Süßigkeiten.

Und endlich mal wieder Briefe schreiben, alte Freunde besuchen und mich für das Allgemeinwohl mehr einsetzen.

Mein Englisch sollte ich unbedingt auffrischen und einen Italienisch-Kurs würde ich gerne belegen. Mit einer Freundin wollte ich schon seit Jahren an der Volkshochschule Aquarell-Malen besuchen.

Insgesamt möchte ich mehr Dinge umsetzen, die ich mir vornehme. Aber das alles natürlich mit weniger Stress. Auch das ein Vorsatz. Ich möchte nicht mehr von Termin zu Termin hetzen.

Und ich werde ausgeglichener zu meinen Lieben sein.

Wenn mein Mann und die Kinder nerven, werde ich geduldig und liebevoll bleiben. Schreien gehört eindeutig auf die No-go-Liste 2010. Dafür werden wir – auch gegen den Willen meiner Kinder – wieder mehr Familien-Spieleabende machen. Das ist gut für das soziale Gefüge.

Genau betrachtet werde ich ab 1. Januar mein ganzes Leben umkrempeln.

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Aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass Vorsätze ab dem 1. Januar meistens nicht umgesetzt werden. Denn, wenn man sich zu viel vornimmt, klappt gar nichts.

Also sollte man das alles vielleicht geschickt verteilen, sonst ist man gleich überfordert, kurz darauf frustriert und letztendlich schmeißt man alle Vorsätze über Bord.

Ach übrigens, so schlecht war 2009 ja gar nicht, oder?

Dann muss ich auch nicht viel ändern. Glück gehabt :-)

gabi

Weihnachten vor fünf Jahren – der Tsunami

khaolak

Hardy Prothmann (mit Mütze) zwischen "Leichenwagen", Khao Lak 28.12.2004.

Guten Tag!

Hirschberg, 26. Dezember 2009. Heute vor fünf Jahren war der Betreiber des hirschbergblogs, Hardy Prothmann, als Tourist auf dem thailändischen Phuket im Urlaub. Den Tsunami überlebte er durch Zufall – auf einem Segelboot, weit vor der Westküste der Insel. Danach hat er 18 Tage lang für mehr als ein Dutzend deutscher Medien vor Ort über die Katastrophe berichtet, darunter Focus, Handelsblatt, Welt und Spiegel.


Die Redaktion von Focus online hat mich um einen Rückblick gebeten. Wie war das damals vor fünf Jahren in Thailand nach dem verheerenden Tsunami aus Sicht eines Reporters? Denn Text finden Sie hier: Focus Online – “Eine Hölle aus Wasser”

Und hier die Reportage, die in Focus 2/2005 über die Arbeit der BKA-Experten erschienen ist: “Den Toten einen Namen geben.”

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Schöne Bescherung – 10 Jahre Datenschutz – Ein Rückblick

Guten Tag!

Hirschberg, 24. Dezember 2009. Der Datenschutz und “das verlorene Jahrzehnt-€, überschreibt die Journalistin und Wissenschaftlerin Christiane Schulzki-Haddouti ihren Text. Ihr Name ist Programm. Er klingt seltsam. Christiane Schulzki-Haddouti berichtet auch über “seltsame” Themen. Aktuell über Datenschutz.

Von Christiane Schulzki-Haddouti

Ein Rückblick mit Datenschutz-Brille auf das bald zu Ende gehende erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts zeigt: Es war nicht nur ein verlorenes Jahrzehnt, es war ein katastrophales Jahrzehnt – mit Folgen, die so schnell nicht mehr zu reparieren sind. Ab es gibt Anlass zur Hoffnung -€¦

Über den Datenschutz und die IT-Sicherheit habe ich etwa sieben Jahre lang engagiert berichtet und publiziert – doch irgendwann war bei mir der Schwung weg. Lange habe ich geschrieben in der Hoffnung, es müsse sich doch endlich etwas verbessern. Im Sommer 2001 saß ich an meinem Buch “Datenjagd im Internet-€ und ließ in einem Artikel zur “Internationalen Abhörpolitik-€ Revue passieren über die Jahre, die die Vorratsdatenspeicherung eingeläutet hatten.

Ich dachte mir damals: Das ist so ungeheuerlich undemokratisch – das wird keinen Bestand haben. Da muss es einen Aufschrei geben. Aber – es kam keiner. Es kam der 11. September – und damit ging jede Hoffnung, einen selbstbestimmten Datenschutz zu etablieren, auf lange Zeit verloren. Mein Buch erschien übrigens nur wenige Tage später – und verkaufte sich nur mäßig. Das Interesse am Thema Datenschutz war schlagartig erloschen.

Der Aufschrei kam erst, als die Vorratsdatenspeicherung auf europäischer Ebene durch war. Damals sagte mir Helmut Bäumler: Das muss eine Bewegung wie zur Volkszählung geben. Doch da war es, für meine Begriffe, gelaufen: Die Medien hatten versagt, weil sie das Thema nicht rechtzeitig erkannt haben. Weil ihnen Brüssel zu weit weg scheint, zu irrelevant.

Das ist ein Phänomen, das bis heute in Europa zu sehen ist – und daran haben auch hellsichtige Studien wie die “Blackbox Brüssel-€ leider nichts geändert. Die Zivilgesellschaft hatte versagt, weil sie nicht schnell genug mobilisieren konnte. Weil die Daumenschrauben über die Sicherheitspakete erst noch viel härter angezogen werden mussten, bis endlich ein Gefühl der Bedrohung entstehen konnte.

Damals, 2001, hießen die Schlagworte noch Echelon, Enfopol und TKÜV. Bereits 1998 hatte ich einen, aus meiner Sicht, ziemlich wagemutigen Artikel geschrieben, der Enfopol als Legalisierung von Echelon bezeichnete. Fast wollte ich den Beitrag wieder zurückziehen, da er mir zu schwarzseherisch, zu spekulativ, zu unjournalistisch vorgekommen war. Doch rückblickend muss ich feststellen: Die Fahrtrichtung stimmte.

Wenn das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung nun jetzt nicht kippt, werden wir im nächsten Jahrzehnt erleben, wie diese und viele andere Datenbanken wie etwa die über Steuerdaten, Bankdaten, Fluggastdaten, Fahndungsdaten oder Mautdaten zunächst für Einzelfälle fusioniert werden. Und wir werden politische Diskussionen darüber führen müssen, ob sie auch für schwere Straftaten systematisch verwendet werden dürfen.

Wobei der Begriff “schwere Straftat-€ zunehmend subjektiv bewertet wird, wenn man sich die Diskussionen in der Musik- und nun auch in der Buchbranche anhört. Wenn eine solche systematische Auswertung der – dank der Fortschritte in der IT immer größeren, schneller arbeitenden – Datenbanken über nationales Recht (-€Verfassungsbedenken-€) nicht gehen sollte, bleibt ja noch der bewährte Weg über den europäischen Hinterhof.

Heute gibt es jedoch, anders als noch 2001, viel mehr Menschen, die ihre Bürgerrechte auch im digitalen Raum für sich reklamieren – und sich zunehmend organisieren. Es sind heute nicht mehr die Minderheiten von Geeks und Nerds, die das Internet leidenschaftlich nutzen – sondern gesellschaftliche Mehrheiten: Es sind unsere Kinder, unsere Eltern, die tagtäglich irgendetwas googlen oder in sozialen Netzwerken kleine Datenhäppchen veröffentlichen.

Social Media bietet viele Werkzeuge, sich zu informieren, sich zu organisieren, Informationen zu verbreiten und Menschen zu mobilisieren. Ich habe daher wieder Hoffnung, dass das nächste Jahrzehnt auch das Jahrzehnt werden könnte, in dem der Datenschutz als Bürgerrecht aktiv eingefordert wird.

P.S. Ich setze übrigens jetzt erstmals auf Wolfgang Schäuble – als Bundesfinanzminister: Statt die Daten unschuldiger Bürger für Rasterfahndungen einzufordern, könnte er nun mal einen bewährten Ratschlag umsetzen, dem schon die Watergate-Enthüller folgten: “Follow the Money-€. Saubere Polizeiarbeit mit zweckgebundenen Bankdaten und Schutz für unschuldige Kommunikationsdaten! Warum sollte das schwer sein?

Info:
Christiane Schulzki-Haddouti hat sich einen Namen durch profunden Journalismus in Sachen “Informationstechnologie” erarbeitet. Wer je einen ihrer fachlich fundierten und nachgedachten Artikel gelesen hat, weiß, dass Christiane Schulzki-Haddouti nicht nur einen merkenswerten Namen hat, sondern eine herausragende Journalistin ist. Sie hat lange in der “Wüste” gearbeitet. Da, wo keine “Top”-Stories zu erwarten sind. “Top” ist, was möglichst viele interessiert.
Christiane Schulzki-Haddouti liefert “Top”-Stories: Geschichten, die man kennen sollte, wenn man mitreden will.

Die Redaktion bedankt sich für die freundliche Genehmigung, den Text übernehmen zu dürfen.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Ein schönes Fest wünscht das hirschbergblog

Guten Tag!

Hirschberg, 24. Dezember 2009.

Liebe Leserinnen und Leser,

die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern einen friedlichen Heiligabend und schöne Weihnachtsfeiertage.

Die Nachrichtenlage wird überschaubar bleiben – dementsprechend werden wir voraussichtlich nur wenige neue Texte bringen.

Am Samstag werden wir einen Energie-Servicetext veröffentlichen, am Montag kommt Gabi mit ihrer Kolumne.

Auch “zwischen den Jahren” wird wenig “los” sein – ab dem kommenden Jahr sicherlich wieder mehr.

Was, lesen Sie bei uns.

Einen schönen Tag und schöne Weihnachten wünscht
Das hirschbergblog

Zeitweilige Sperrung des Saukopftunnels auch im Januar 2010

Guten Tag!

Hirschberg, 22. Dezember 2009. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) hat heute über weitere Behinderungen des Verkehrs durch den Saukopftunnel informiert. Wegen des Baus des Fluchttunnels wird es zu Sprengarbeiten kommen. Deshalb wird der Tunnel im Januar wieder zeitweilig gesperrt.


Wegen Sprengarbeiten im Portalbereich zum Bau des Fluchtstollens kann es in der Zeit vom 4. bis 13.1.2010, jeweils zwischen 9 Uhr und 15 Uhr und zwischen 18 Uhr und 20 Uhr, zu kurzzeitigen, etwa 20- bis 30-minütigen Sperrungen des Tunnels kommen. Das ASV weist auf eine entsprechende Beschilderung hin.

Ein Teil der Sprengarbeiten soll am an den Wochenende laufen, um den Verkehr möglichst wenig zu behindern. Eigentlich sollte der Saukopftunnel bereits Mitte November wieder befahrbar gewesen sein – wegen Wassereinbruchs hatte sich die Öffnung aber um einen Monat verzögert. Der Tunnel wurde am vergangenen Freitag, den 17. Dezember 2009, wieder für den Verkehr freigegeben.

Hinweis: Die Redaktion hatte bereits auf dem heddesheimblog darüber berichtet.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Info-Veranstaltungen zu auftragsboerse.de

Guten Tag!

Hirschberg, 22. Dezember 2009. Ab Januar 2010 können unter “auftragsboerse.de” Vergabeunterlagen für Ausschreibungen von 65 Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar kostenlos online abgerufen werden. In Kooperation mit den Handwerks- und den Industrie- und Handelskammern werden im Januar und Februar 2010 kostenlose Informationsveranstaltungen für Unternehmen angeboten. Das hirschbergblog listet die Termine auf.

Bensheim:
14.01.2010, 18-20 Uhr
26.01.2010, 18-20 Uhr
02.02.2010, 18-20 Uhr

Heidelberg:
15.01.2010, 9-11 Uhr
01.02.2010, 16-18 Uhr
25.02.2010, 9-11 Uhr

Landau:
19.01.2010, 16-18 Uhr
03.02.2010, 18-20 Uhr
24.02.2010, 10-12 Uhr

Ludwigshafen:
21.01.2010, 10-12 Uhr
27.01.2010, 16-18 Uhr
24.02.2010, 18-20 Uhr

Mannheim:
20.01.2010, 17-19 Uhr
05.02.2010, 17-19 Uhr

Mosbach:
18.01.2010, 16-18 Uhr
08.02.2010, 16-18 Uhr

Worms:
25.01.2010, 18-20 Uhr
25.02.2010, 18-20 Uhr

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Diese Kommunen machen bei auftragsboerse.de mit

Guten Tag!

Hirschberg, 22. Dezember 2009. Handwerker aufgepasst: Ab Januar stellen 65 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar ihre öffentlichen Ausschreibungen unter einer einheitlichen Plattform ins Internet. Das hirschbergblog listet die teilnehmenden Kommunen auf. Auch die Gemeinde Hirschberg macht bei “auftragsboerse.de” mit.

auftragsboerse.de bietet einen kostenlosen Zugriff auf Ausschreibungsunterlagen: “Ab sofort steht unter “auftragsboerse.de” die neue einheitliche regionale elektronische Vergabeplattform der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zur Verfügung. Unternehmen können dort, neben Informationen zu den aktuellen öffentlichen Ausschreibungen von 65 Kommunen aus der MRN, auch die Vergabeunterlagen kostenlos online abrufen, danach am Computer bearbeiten und via Internet an die ausschreibende Stelle übermitteln.

auftragsboerse

65 von 115 Kommunen machen bei auftragsboerse.de mit.

Kommunen, die ab 1.1.2010 dabei sind
Bad Bergzabern Verbandsgemeinde
Bobenheim-Roxheim
Böhl-Iggelheim
Brühl
Deidesheim Verbandsgemeinde
Dossenheim
Dudenhofen Verbandsgemeinde
Edingen-Neckarhausen
Frankenthal
Freinsheim Verbandsgemeinde
Fürth
Grünstadt-Land Verbandsgemeinde
Heidelberg
Hemsbach
Heppenheim
Hirschberg
Hockenheim
Jockgrim Verbandsgemeinde
Kreis Bergstraße
Ladenburg
Lambrecht Verbandsgemeinde
Lambsheim
Lampertheim
Landau
Landkreis Bad Dürkheim
Landkreis Germersheim
Laudenbach
Lindenfels
Ludwigshafen
Mannheim
Mutterstadt
Neckarsteinach
Neuhofen
Neulußheim
Neustadt
Plankstadt
Rauenberg
Reilingen
Rhein-Neckar-Kreis (Bau und Vermögen)
Rhein-Neckar-Kreis (Kreisverwaltung)
Rhein-Pfalz-Kreis
Rimbach
Römerberg
Sandhausen
Schifferstadt
Schriesheim
Schwetzingen
Sinsheim
Speyer
St. Leon-Rot
Verband Region Rhein-Neckar
Viernheim
Walldorf
Weinheim
Wiesloch
Worms

Kommunen, die im Laufe des Jahres dazu stoßen:
Altlußheim
Bürstadt
Eberbach
Elztal
Eppelheim
Ilvesheim
Leimen
Malsch
Nußloch
Wilhelmsfeld
Wörth

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

auftragsboerse.de: “Alle profitieren, vor allem kleinere Unternehmen.”

Guten Tag!

Hirschberg, 22. Dezember 2009. Ab Januar können Handwerksbetriebe und Unternehmen sich über das Internet um Ausschreibungen von 65 Kommunen in der Metropolregion bewerben. “auftragsboerse.de” heißt das Projekt, von dem beide Seiten profitieren sollen, nämlich Wirtschaft und Gemeinde-Haushalte. Die Idee ist simpel, die Umsetzung war es nicht: Auf einer zentralen Plattform werden Ausschreibungen der Kommunen eingepflegt, die Firmen erhalten eine Ausfüllhilfe und bewerben sich online um die Aufträge.

Interview: Hardy Prothmann

Frau Brockmann, ab 2010 können Handwerker und Unternehmen Angebote für Ausschreibungen von Kommunen vollständig elektronisch abgeben. Allerdings nur bei 65 der 155 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar. 90 Kommunen machen nicht mit. Warum?

Christine Brockmann: „Das hat verschiedene Gründe. Zum einen betreten alle Kommunen natürlich Neuland. Und die Kommunen zahlen für diese Lösung pro Zugang zur regionalen Vergabeplattform eine Lizenzgebühr. Gerade sehr kleine Kommunen sagen, der Aufwand lohnt sich nicht, weil es im Vergleich nur wenige Ausschreibungen gibt.“

“Die Kommunen zahlen zwar, werden unter dem Strich aber Kosten sparen.”

Gibt es eine Break-even-Zahl, ab der sich die Kosten rechnen?

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Projektleiterin Christine Brockmann: "Beide Seiten werden von auftragsboerse.de profitieren." Foto: MRN

Brockmann: „Das hängt in jedem Fall von der Konstellation vor Ort ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Nur soviel: Einige Kommunen haben ausgerechnet, was sie die Lizenz kostet und was sie sparen, weil sie künftig auf kostenpflichtige Bekanntmachungen in gedruckten Medien verzichten können und intern bei der Bearbeitung durch die Verwaltung Zeit sparen. Das Ergebnis führt zu deutlichen Einsparungen.“

Können die Kommunen denn auf solche Anzeigen nach dem Vergaberecht verzichten?

Brockmann: „Ja, grundsätzlich ist die Veröffentlichung unter auftragsboerse.de ausreichend. Sicher werden aber viele Kommunen für eine gewisse Übergangszeit auch die alten Kanäle noch bedienen.“

Handwerkliche Betriebe müssen künftig also nicht mehr alle möglichen Zeitungen und Amtsblätter nach Ausschreibungen durchsuchen. Gibt es weitere Vorteile?

Brockmann: „Sehr viele, die alle darzustellen, würde hier den Rahmen sprengen. Ein wichtiges Beispiel: Gerade kleinere Unternehmen oder solche, die sich seltener an kommunalen Ausschreibungen beteiligen, scheitern bei der Angebotsabgabe, weil sie vergessen, Informationen einzureichen. Das Vergaberecht ist hier gnadenlos. Das ist für alle bedauerlich: Für die Firma, die Arbeit hatte und den Auftrag nicht bekommt und für die Kommune, die vielleicht ein sehr gutes Angebot mit hochwertiger handwerklicher Leistung nicht annehmen darf. Die Software hilft beim Ausfüllen der Anträge und warnt den Bearbeiter, wenn er etwas vergessen hat.“


Es gibt viele Vergabeplattformen, bei denen die Unternehmen für die Nutzung und das Herunterladen der Vergabeunterlagen zahlen. Warum übernehmen hier in der Region die Kommunen die Kosten?

Christine Brockmann: „Wir haben uns dieses Modell sehr genau angeschaut und uns für einen Paradigmenwechsel entschieden. Jedes neue Angebot stößt erst einmal auf Skepsis. Um einen Anreiz zu schaffen, sind wir der Überzeugung, dass man alle „Hemmnisse“ abbauen muss. Außerdem ist unser Ziel, kommunale Ausschreibungen gerade für kleine Firmen und Betriebe attraktiv zu machen und das erreichen wir durch einen kostenlosen Zugang und eine regionale Plattform, auf der die Unternehmen alle Ausschreibungen der teilnehmenden Kommunen finden.“

“Wichtig ist die Rechtssicherheit. Die ist bei auftragsboerse.de gewährleistet.”

Die Softwarelösung, die jetzt in der Region zum Einsatz kommt, wird zum Beispiel schon in Bayern und im Kreis Ostwestfalen-Lippe verwendet. Hat das Vorteile?

Brockmann: „Wir wollten keine Experimente, sondern eine bereits am Markt etablierte Softwarelösung, die zuverlässig und rechtssicher ist. Außerdem ist durch einen großen Nutzerkreis gewährleistet, dass die Software stets weiterentwickelt wird und Gesetzesänderungen eingepflegt werden. sodass sie immer auf dem neuesten Stand ist. Und als Nutzer können wir dann auch selbst Verbesserungsvorschläge einbringen.“

Die teilnehmenden Kommunen werden in Zukunft einheitliche Formulare verwenden. War es schwierig, die Kommunen davon zu überzeugen?

Brockmann: „Es war erwartungsgemäß nicht ganz einfach, ist aber letztlich gelungen. Aus Sicht der Unternehmen ist es wirklich sehr aufwändig, wenn sie in jeder Kommune andere Formularsätze vorfinden und sich immer wieder neu einarbeiten müssen. Deshalb haben wir uns in der Region auf einheitliche Formulare geeinigt, die vom Bundesbauministerium zur Verfügung gestellt werden. Wichtig war auch hier, dass jemand die Formulare immer aktuell hält und für die Rechtssicherheit garantiert. Die Formulare werden in die elektronische Vergabelösung eingepflegt, so dass die beteiligten Kommunen direkt darauf zugreifen können.“

Jetzt gibt es aber auch Handwerker, die sich vielleicht mit der EDV schwer tun. Was machen die?

Brockmann: „Die können die Unterlagen nach wie vor per Post anfordern, dann werden allerdings Gebühren fällig. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Handwerker sehr schnell realisieren werden, dass diese elektronische Vergabelösung vielleicht am Anfang eine Herausforderung darstellt, sich dann aber als sehr nützlich für sie erweisen wird. Zudem bieten wir eine ganze Reihe von Informationsveranstaltungen an, auf denen sich die Betriebe mit dem System vertraut machen können.“

Der Verband Region Rhein-Neckar hat für die E-Vergabelösung einen vierjährigen Rahmenvertrag geschlossen. Was, wenn jetzt doch noch andere Gemeinden mit einsteigen wollen?

Brockmann: „Für die ist sozusagen der Zug leider erstmal abgefahren. Wir haben in Vorbereitung des Ausschreibungsverfahrens für die E-Vergabelösung breit informiert und dafür geworben. Allerdings ist vorstellbar, dass wir vielleicht in ein oder zwei Jahren ein weiteres Projekt aufsetzen, sofern sich in der nächsten Zeit ausreichend Kommunen dafür interessieren.“

Zur Person:
Christine Brockmann ist Projektleiterin “Wirtschaft trifft Verwaltung” bei der Metropolregion Rhein-Neckar-GmbH.

Ansprechpartner:
Fabian Ewert
MRN GmbH
Tel.: 0621 12987-86

Info:
auftragsboerse.de bietet einen kostenlosen Zugriff auf Ausschreibungsunterlagen: “Ab sofort steht unter “auftragsboerse.de” die neue einheitliche regionale elektronische Vergabeplattform der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zur Verfügung. Unternehmen können dort, neben Informationen zu den aktuellen öffentlichen Ausschreibungen von 65 Kommunen aus der MRN, auch die Vergabeunterlagen kostenlos online abrufen, danach am Computer bearbeiten und via Internet an die ausschreibende Stelle übermitteln.

Eine kostenlose Bieter-Software führt dabei durch alle Stufen des Vergabeverfahrens und hilft so, Formfehler im Angebot zu vermeiden. In der Folge lassen sich sowohl bei Unternehmen als auch bei Kommunen Kosten und Zeit einsparen.

Für interessierte Unternehmen werden im Januar und Februar 2010 in Kooperation mit den regionalen Handwerks- und Industrie- und Handelskammern kostenlose Informationsveranstaltungen in Bensheim, Heidelberg, Landau, Ludwigshafen, Mannheim, Mosbach und Worms angeboten.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung im Internet unter www.m-r-n.com/evergabe.html. Die Verbesserung der Verwaltungsabläufe und -strukturen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge wird seit 2006 vom Verband Region Rhein-Neckar GmbH (VRRN) und deren Tochterunternehmen MRN GmbH gemeinsam vorangetrieben.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

9 Millionen ältere Fahrzeuge mit Mängeln – Porsche 911 ein guter Kauf

Guten Tag!

Hirschberg, 22. Dezember 2009. Der TÜV Süd sieht bislang kein Sicherheitsplus durch die Abrackprämie und warnt: In Deutschland sind gut neun Millionen Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln im Straßenverkehr unterwegs. Wer einen zuverlässigen “Gebrauchten” kaufen will, greift am besten zum Porsche 911. Der hat die geringste Mängelquote, gefolgt vom Mazda 2.

Impression of the Gold Porsche

Porsche 911 überzeugt mit den geringsten Mängeln. Bild: Visualis GmbH

Die Mängelquote ist laut Auto-Bild-TÜV-Report 2010 um einen Prozentpunkt auf 17,6 Prozent angestiegen. Besorgniserregend: Rund neun Millionen ältere Fahrzeuge sind mit erheblichen Mängeln unterwegs. Daran hat auch der Anreiz zum Kauf eines Neuwagens durch die Abwrackprämie bislang nichts geändert.

Tatsächlich hat das Prämien-Plus an Neufahrzeugen bislang keine signifikanten Auswirkungen auf die Mängelstatistik. Zwei von 41 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw wurden in diesem Jahr verschrottet – geschätzte 1,2 Millionen tatsächlich wegen der Abwrackprämie. Horst Schneider, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Auto Service GmbH, sagt: „Der negative Trend setzt sich fort. Die Mängelquote ist weiter angestiegen – um einen Prozentpunkt auf 17,6 Prozent.“ Das Neuzulassungs-Plus durch die Abwrackprämie habe nicht ausgereicht, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, so Schneider.

Datengrundlage des Gebrauchtwagen-Ratgebers sind siebeneinhalb Millionen Hauptuntersuchungen (HU) bei mehr als 200 Modellen im Alter zwischen zwei und elf Jahren. Der größte HU-Anbieter, TÜV SÜD, lieferte 4,2 Millionen Datensätze.

Porsche vor Mazda vor VW und Ford

Der Gewinner kommt in diesem Jahr aus der Sportklasse: Nur 1,9 Prozent der Porsche 911er, die nach drei Jahren das erste Mal zur Hauptuntersuchung müssen, fallen durch erhebliche Mängel auf. Und gleich dahinter: ein Vertreter der unteren Mittelklasse: der Mazda 2 mit nur 2,4 Prozent Mängelquote. Auf dem dritten Platz landeten drei Autos aus demselben Segment. Zwei davon aus Deutschland: der VW Golf Plus und der Ford Fusion. Er hatte schon im vergangenen Jahr diesen Platz behauptet.

Auch auf Rang drei: wieder ein Mazda, der Mazda 3. Danach geht die Liste der “Mängelzwerge” rein japanisch weiter. Vorjahresgewinner Toyota Corolla Verso landete aktuell auf Platz zehn.

Kia Carnival als trauriges Schlusslicht

Der Kia Carnival ist auch für den 2010-Report wieder trauriges Schlusslicht. Mit einer Mängelquote von 29,3 Prozent fällt beinahe jeder dritte bei der ersten Hauptuntersuchung durch. Interessanter Aspekt bei der Betrachtung der auffällig mangelhaften Fahrzeuge: In dieser Kategorie findet man auch die Gewinner der Abwrackprämie Dacia Logan (8,7 Prozent), Citroen C4 (9,4 Prozent) und Peugeot 307 (9,6 Prozent).

Von den jungen zu den älteren Modellen: Auch bei den vier und fünf Jahre alten Autos teilen sich Deutschland und Japan die Spitze. Auf Platz eins der VW Golf Plus, auf Platz zwei Vorjahresgewinner Toyota Corolla Verso und auf Platz drei der Einser BMW.

Auch hier ist der Kia Carnival das Fahrzeug mit den meisten Mängeln. Bei den acht- bis neun Jahre alten Autos lautet die Reihenfolge Toyota RAV4, Porsche Boxster und Porsche 911 und bei den Senioren (zehn und elf Jahre) sind die Japaner am fittesten: Toyota RAV4, Toyota Starlet und Subaru Forester.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Gabis Kolumne

Heiligabend – Warten auf das Wunder

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Guten Tag!

Hirschberg, 21. Dezember 2009. Weihnachten kann man entgehen. Selbst an weit entfernten Orten holt uns Weihnachten ein, sagt Gabi. Weihnachten ist bei uns der 24. Dezember. Ein ganz besonderer Tag. Aber auch einer, der ganz besonders stressig sein kann, wenn man ihn überfordert. Dabei ist doch alles ganz einfach. Denn es geht nur um das Wunder der Liebe, sagt Gabi.

Man kann sich dieser Nacht einfach nicht entziehen. Man kann bis zum Ende der Welt fahren, eine Party feiern, alles, was mit Familie zu tun hat, ablehnen, man kann ins Bett gehen und den Abend verschlafen, man kann alles tun, aber man kann es nicht vergessen. Sie wissen sicher, was ich meine: Heiligabend.

Wir haben ein Idealbild im Kopf: Die ganze Familie harmonisch vereint vor einem großen mit Lichtern geschmückten Tannenbaum. Ein festliches Essen. Ein Gottesdienst, der die Herzen öffnet. Strahlende Kinderaugen. Gemeinsames Singen. Die Weihnachtsgeschichte – ein Märchen, wie in den Weichzeichner getaucht. Die Werbung suggiert uns, so feiern alle.

Weihnachten ist…

Doch die Probleme beginnen meist schon bei dem Wort Familie. Bei meinen Freundinnen wird oft schon unterschieden zwischen „meiner“ Familie und „seiner“ Familie und damit fangen jährlich wiederkehrende Dramen an. Beide Familien zusammen an einen Tisch – eher nicht bis unmöglich. Ein Weihnachten hier, eins dort – ein fahler Kompromiss.

„Wir haben uns, als die Kinder klein waren, dafür entschieden, dass wir unter uns bleiben. Eltern und Geschwister treffen wir erst an den Weihnachtsfeiertagen“, erzählte mir vor ein paar Tagen eine gute Bekannte. Das klingt doch ganz gut, dachte ich. „Aber seit ein paar Weihnachten frage ich mich, ob ich nicht doch gerne wenigstens meine Mutter dabei hätte“, meinte sie nachdenklich.

Eine andere, alleinstehende Freundin, fährt immer weg. Letztes Jahr war es Thailand, „Am 24. war es tagsüber super. Ich lag am Strand und Weihnachten war nicht präsent. Abends fanden sich aber nach und nach immer mehr Deutsche und andere Europäer an der Bar ein und ich habe dann doch irgendwie Weihnachten mit völlig fremden Menschen gefeiert. Ich glaube, dieses Jahr bleibe ich zuhause und feiere mit Freunden“, sagt sie.

…oft nicht einfach.

„Weihnachten war letztes Jahr schrecklich“, erinnert sich eine andere Freundin. „Meine Kinder waren bei meinem geschiedenen Mann und mein Freund und ich wollten es uns ganz gemütlich machen. Erst schön essen, dann bescheren, aber es kam keine Stimmung auf und wir landeten um 22 Uhr vor der Glotze.”

„Spätestens ab Ende September gehen bei uns die Diskussionen los: Fahren wir zu meiner Familie oder zu der meines Mannes oder feiern wir lieber mit den Kindern alleine zuhause? Bisher haben wir immer spätestens am 23. das Auto gepackt und sind losgefahren, meist dann doch zu meiner Familie, denn da ist es einfach schöner“, erzählt eine andere Freundin.

Eine Kollegin hat eine alte Mutter in England. Sie wechselt sich mit ihrer Schwester ab. Jedes zweite Jahr packt sie viel zum Lesen ein und verbringt die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Mutter. Die meiste Zeit vor dem Fernseher. Dort schaut sie BBC.

Jedes Jahr ist es mir schon Wochen vor dem Fest etwas klamm in der Brust. Wie wird es dieses Jahr werden? Wird es Streit geben? Misslingt das Essen? Sind alle mit ihren Geschenken zufrieden? Habe nur ich Freude am Kirchgang oder auch mein Mann (ausgetreten) und die Kinder?

… ist Hoffnung.

Ich habe schon alles erlebt. Den großen Krach. Die Gans, die nicht schmeckte. Das brennende Fondue. Geschenke, die nicht begeisterten. Schöne Kirchgänge und solche, die ich schnell wieder vergessen habe, weil sie nichts bedeuteten.

Und doch spüre ich am 24. Dezember morgens immer wieder diese Hoffnung. Dass der Abend dieses Tages ein ganz besonderer sein wird. Dass unsere Herzen aufgehen und wir zusammen ein wunderschönes Fest feiern. Und ich freue mich jedes Jahr wieder auf die Gemeinschaft mit meinen Lieben. Und ich weiß, egal, ob etwas nicht klappt, etwas schief geht oder sogar in einem Drama endet – ich freue mich auf meine Lieben.

Denn ich weiß, dass die Liebe stärker ist als alles andere. Das ist das Wunder. Das ist für mich Weihnachten.

Das wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern.

Gemeinsam mit anderen Liebe zu geben und zu empfangen.

Frohe Weihnachten und
gabi

Es bleibt auch am Sonntag eiskalt

Guten Tag!

Hirschberg, 19. Dezember 2009. In der Nacht bleibt es eiskalt. Am Sonntag wird es nicht mehr so kalt wie heute sein, aber trotzdem sind deutliche Minusgrade zu erwarten. Am Montag entspannt sich die Situation etwas, auf den Straßen muss aber mit Glätte gerechnet werden.

Nach einem knackigen Wintereinbruch am Donnerstag wurde heute tagsüber eine Durchschnittstemperatur von -13-° Celsius in Hirschberg gemessen. Auch am Sonntagmorgen wird es eiskalt bleiben – allerdings zwei Grad “wärmer”.

Die prognostizierten -11-° Celsius fühlen sich aber wie -17-° Celsius an, weil der Wind zunimmt, der aus Süden kommt. Gegen Mittag sollen die Temperaturen dann um -3-° Celsius liegen (gefühlt -8-° Celsius). Am Montag ist die Extremkälte dann erstmal vorbei: Morgens -4-° Celsius, mittags 0-° Celsius.

Die Tendenz in Richtung Weihnachten zeigt auf wärmere Temperaturen – damit fällt eine weiße Weihnacht wahrscheinlich aus.

Wichtig: Wer mit dem Auto fährt, sollte unbedingt darauf achten, dass es überall glatt sein kann. Vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden sowie in der Nacht. Tückisch sind “schattige” Straßenabschnitte sowie Brücken. Achten Sie eine angepasste Geschwindigkeit. Tipp: Der Wechsel von gut geräumten Hauptverkehrsstraßen in Seitenstraßen kann Überraschungen mit sich bringen: Häufig ist dort weniger gut geräumt, im Schatten bildet sich schnell Eis – langsam einfahren.

Kontrollieren Sie Ihr Scheibenwasser, dass ausreichend Scheibenwaschkonzentrat enthalten sollte, damit die Flüssigkeit nicht friert. Verschmierte Scheiben und kein oder gefrorenes Wischwasser machen jede Fahrt zur Geisterfahrt.

Berufspendler sollten am Montag auf genug Sprit im Tank achten, falls ein Stau droht. Neben dem Wetter angepasster warmer Kleidung sollten auch Decken für die Insassen nicht fehlen. Achten Sie beim Aussteigen auf Parkplätzen darauf, dass es dort sehr rutschig sein kann.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog